Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Auf der Zielgeraden: BTK-Inhibitor bei MS, neue Gentherapie und siRNA
In ihrer April-Sitzung gibt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Startschuss zur Zulassung für drei neue Arzneimittel. Neben einem Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer zur Behandlung der sekundär progredienten multiplen Sklerose (MS) erteilt der Ausschuss für Humanarzneimittel auch ein positives Votum für eine neue Gentherapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie sowie für eine siRNA.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
EMA empfiehlt drei neue Arzneimittel zur Zulassung
24.04.2026, 14:30 Uhr
Genetischer Fingerabdruck verbessert Therapie
Fünf bis sechs genetische Veränderungen können aus einer normalen Zelle eine Krebszelle machen. Die entscheidenden Veränderungen, die den tödlichen Prozess in Gang setzen, betreffen vor allem Onkogene und Tumorsuppressorgene. Moderne Krebstherapeutika greifen an diesen spezifischen Veränderungen an, und mit modernen Diagnostika lassen sie sich sichtbar machen.Show moreBösartige Tumoren
24.09.2008, 22:00 Uhr
Bortezomib für Primärtherapie des multiplen Myeloms
Die europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA hat die Zulassung für Bortezomib (Velcade®) in Kombination mit Melphalan und Prednison zur Primärtherapie von Patienten mit multiplem Myelom, die nicht für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind, erteilt.Show moreZulassungserweiterung
24.09.2008, 22:00 Uhr
IQWiG: Diuretika Mittel der ersten Wahl
Im Rahmen des Auftrags zur vergleichenden Nutzenbewertung antihypertensiver Wirkstoffgruppen als Therapie der ersten Wahl bei Patienten mit essenzieller Hypertonie hat das IQWiG am 18. September 2008 die vorläufigen Ergebnisse seiner Nutzenbewertung in einer zweiten Version publiziert. Es stuft wie schon in der ersten Version Diuretika als Mittel der ersten Wahl in der Therapie der essenziellen Hypertonie ein.Show moreDiskussion um Nutzenbewertung von Antihypertensiva
24.09.2008, 22:00 Uhr
Fördert Paracetamol Asthma?
Eine soeben publizierte Querschnittsstudie lässt den Verdacht aufkommen, dass Paracetamol mitverantwortlich für die steigende Zahl von Asthmaerkrankungen bei Kindern ist. Sollten die ermittelten Daten die Wirklichkeit widerspiegeln, ließe sich etwa ein Drittel aller Asthmaerkrankungen im Kindesalter auf den Paracetamol-Gebrauch im ersten Lebensjahr zurückführen.Show moreKleinkinder
24.09.2008, 22:00 Uhr
Keine Evidenz für Beschwerden durch Zahnamalgam
Amalgam schadet im Allgemeinen nicht – außer denen, die darunter leiden. Das ist zugespitzt das Ergebnis des international größten Amalgamforschungsprojektes. Zwar haben Amalgamträger mehr Quecksilber im Blut, das – zumindest in Laborversuchen – auch viele Zellfunktionen hemmt. Doch gelang es in klinischen Studien nicht, einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Zahl der Füllungen oder dem Quecksilberblutspiegel und den subjektiven Beschwerden von "amalgamgeschädigten" Menschen nachzuweisen. Konkrete Hinweise gab es zur Diagnostik und zur Therapie eines "Amalgamschadens".Show moreZahnwerkstoff Amalgam
24.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Studien zur Frühtherapie
Welche Behandlungsmethoden das Fortschreiten einer multiplen Sklerose gleich zu Beginn aufhalten können, wird seit vielen Jahren intensiv untersucht. Zugelassen zur Frühtherapie sind bisher nur Betaferon® (Interferon beta-1b) und Avonex® (Interferon beta-1a). Jetzt werden auch Rebif® (Interferon beta-1a) und Cladribin, eine neue orale Behandlungsform in der Entwicklung, beim frühzeitigen Einsatz getestet.Show moreMultiple Sklerose
24.09.2008, 22:00 Uhr
Alitretinoin soll chronische Handekzeme kurieren
Das chronische Handekzem ist ein Sorgenkind der Dermatologie. Es stigmatisiert 300.000 Menschen. Die Behandlung gilt als schwierig, weil das Ekzem häufig chronisch und therapieresistent wird, selbst gegen topische Corticoide. Abhilfe verspricht eine natürlich vorkommende Isoform der Vitamin-A-Säure: Orales Alitretinoin (Toctino®) hat sich in einer großen klinischen Studie beim Handekzem bewährt. In Großbritannien wurde die Zulassung für diese Indikation schon erteilt, in Deutschland steht sie kurz bevor.Show moreChronisches Handekzem
17.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Erkenntnisse zum molekularen Mechanismus
Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass der Ginkgo-biloba-Extrakt EGb761® (Tebonin®) zu einem Dopaminanstieg im präfrontalen Kortex führt und Lernleistung sowie Lerngeschwindigkeit fördert. Möglicherweise können so auch die klinisch beobachteten verbesserten kognitiven Leistungen unter einer Therapie mit Ginkgo biloba erklärt werden.Show moreGinkgo biloba
17.09.2008, 22:00 Uhr
Placebo wirksamer als Johanniskraut
Derzeit wird das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom in erster Linie mit Stimulanzien wie Methylphenidat medikamentös therapiert. Viele Eltern suchen jedoch nach alternativen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Im Fokus des Interesses steht dabei auch ein Klassiker der Phytotherapie, Hypericum perforatum. Eine amerikanische Forschergruppe untersucht nun erstmals systematisch die Wirksamkeit von Johanniskraut bei der Indikation ADHS in einer klinischen Studie.Show moreADHS
17.09.2008, 22:00 Uhr
Diabetiker profitieren langfristig von guter Einstellung
Nach den Ergebnissen der großen Diabetes-Studien Accord und Advance wird darüber gestritten, wie eine gute Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetikern auszusehen hat. Für Beunruhigung hatte vor allem die erhöhte Gesamtmortaliät bei HbA1c -Zielwerten unter 6,5% in der Accord-Studie gesorgt. Mit Spannung wurden daher die Zehn-Jahres-Nachbeobachtungsdaten der UKPDS-Daten erwartet, die soeben vorgestellt worden sind: Sie untermauern, dass sich eine gute Diabeteseinstellung noch Jahre später auszahlt, auch im Hinblick auf die Gesamtmortalität.Show moreNeue UKPDS-Daten
17.09.2008, 22:00 Uhr
Immunmodulation mit individualisierten Impfstoffen
Aufgrund zunehmender Antibiotikaresistenzen gewinnen Autovaccine immer mehr an Aktualität. Bei diesen patientenindividuellen und erregerspezifischen Impfstoffen werden pathogene Keime des Erkrankten isoliert und nach entsprechender Anzüchtung, Vermehrung und schonender Abtötung dem Patienten wieder verabreicht. Über eine Stimulation des Immunsystems soll es zur Heilung und zum Schutz vor einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger kommen.Show moreChronische Infektionen
17.09.2008, 22:00 Uhr
Senken nicht-steroidale Antirheumatika den PSA-Wert?
Nach regelmäßiger Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika konnte in einer Untersuchung ein Absinken der PSA-Konzentration im Blut um rund 10% beobachtet werden. Die Autoren warnen jedoch davor, aus den Daten zu schließen, dass Männer, die nicht-steroidale Antirheumatika einnehmen, ein reduziertes Risiko haben, an Prostatakarzinom zu erkranken. Es sollte vielmehr an die Möglichkeit gedacht werden, dass die Schmerzmittel die Diagnose eines Prostatakarzinoms erschweren.Show moreProstatakarzinom
17.09.2008, 22:00 Uhr
Grippeimpfung für Senioren keine Lebensversicherung
Trotz der Diskussion darüber, ob ältere Patienten wirklich von einer Grippeschutzimpfung profitieren, rät das Robert Koch-Institut wieder allen über 60-Jährigen, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Es stützt sich dabei auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, die bis zum Jahr 2010 eine Impfrate von 75% in der älteren Bevölkerung anstrebt.Show moreInfluenza
17.09.2008, 22:00 Uhr
Proteaseinhibitor wirkt unabhängig von der Rasse
Eine Therapie mit der Kombination aus Lopinavir und Ritonavir (Kaletra®) zeigte vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Kontrolle der Viruslast und der Verbesserung der CD4-Zellzahl bei Männern und Frauen sowie bei Weißen und Patienten anderer Hautfarbe.Show moreHIV-Therapie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Myrtol verflüssigt zähen Schleim
Die Nase ist seit Tagen verstopft, der gesamte Gesichtsbereich schmerzt bis hin zum Kiefer und den Zähnen: Das sind die typischen Symptome einer Sinusitis, einer Entzündung der Nasennebenhöhlen. Zusammen mit dem banalen Schnupfen ist die Sinusitis eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Die wichtigsten Maßnahmen in der Selbstmedikation sind Nasentropfen und pflanzliche Mukolytika.Show moreSinusitis
10.09.2008, 22:00 Uhr
Ibuprofen senkt Fieber schneller als Paracetamol
Allerdings hält die Wirkung einer Monotherapie mit Ibuprofen nicht so lange an, wie unter Paracetamol. Eine kombinierte oder eine abwechselnde Einnahme der beiden Wirkstoffe scheint Kinder in den ersten 24 Stunden am längsten fieberfrei zu halten. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer aktuell veröffentlichten Studie, die 156 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren einschloss. Bisher wurde aus Angst vor Überdosierungen von Kombinationen abgeraten.Show morePädiatrie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Vermehrt anaphylaktischeReaktionen in Australien
In Australien ist eine erhöhte Inzidenzrate von anaphylaktischen Reaktionen nach Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mit Gardasil® aufgefallen. Sie sollen bei zwölf von 114.000 geimpften Frauen aufgetreten sein. Die Inzidenzrate lag signifikant um das Fünf- bis Zwanzigfache über der von vergleichbaren Impfprogrammen. Auf Anfrage der DAZ teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit, dass in Deutschland bislang keine erhöhte Melderate von anaphylaktischen Reaktionen unter dem HPV-Impfstoff zu verzeichnen ist.Show moreHPV-Impfung
10.09.2008, 22:00 Uhr
Mechanismus der „schlafenden“ Herpes-Infektion geklärt
Infektionen durch Herpesviren gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Haut. Die Erstinfektion verläuft zumeist symptomlos, danach persistiert der Erreger im Organismus und kann durch starke Sonnenbestrahlung, UV-Licht, Fieber, aber auch Stress aktiviert werden. Amerikanischen Forschern gelang es jetzt, den Mechanismus der "Einnistung" der Viren und Aufrechterhaltung der ruhenden Infektion im menschlichen Körper aufzuklären.Show moreAus der Forschung
10.09.2008, 22:00 Uhr
Lebensbedrohliche Pankreatitis unter Exenatid
Schon im Oktober 2007 informierte FDA über das Auftreten einer akuten Pankreatitis bei 30 Typ-2-Diabetikern unter einer Exenatid-Behandlung. Inzwischen wurden der FDA sechs weitere Fälle gemeldet, zwei davon mit tödlichem Ausgang. Vor Kurzem hatte auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft auf die Problematik hingewiesen. Patienten sollen bei Auftreten von akuten Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen sofort einen Arzt aufsuchen. Bei Pankreatitisverdacht muss Exenatid (Byetta®) sofort abgesetzt werden.Show moreTyp-2-Diabetes
10.09.2008, 22:00 Uhr
Auch Kinder mit Rheuma sollten geimpft werden
Rheumakranke Kinder brauchen Schutz vor Infektionskrankheiten und sollten geimpft werden, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hin. Denn ihr Abwehrsystem ist oft durch die Erkrankung und Medikamente geschwächt. Impfempfehlungen für diese Kinder fehlen jedoch was dazu führt, dass ihnen auch der Impfschutz oft fehlt.Show moreKinder- und Jugendrheumatologie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Lacosamid – neue Option bei fokalen Anfällen
Durch den Wirkstoff Lacosamid (Vimpat®) haben sich die Behandlungsmöglichkeiten bei Epilepsiepatienten erweitert. Lacosamid moduliert Natriumkanäle und ist zugelassen für die Zusatztherapie von fokalen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung für Patienten ab 16 Jahre zugelassen. Es hat seine klinische Wirksamkeit in drei Phase-III-Studien unter Beweis gestellt und steht nun zur Verfügung.Show moreBehandlung der Epilepsie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Icatibant stoppt lebensbedrohliche Attacken
Patienten mit der seltenen Erkrankung hereditäres Angioödem (HAE) leiden vor allem an spontan auftretenden Hautschwellungen im Gesicht, Ödemen der Magen-Darm-Schleimhaut bis hin zu lebensbedrohlichen Kehlkopfschwellungen. Mit Icatibant (Firazyr®) wurde nun in ganz Europa ein Arzneimittel zur subkutanen Behandlung akuter HAE-Attacken bei Erwachsenen zugelassen. Der spezifische Antagonist von Bradykinin-B2-Rezeptoren besteht aus zehn Aminosäurebausteinen und soll im September 2008 eingeführt werden.Show moreHereditäres Angioödem
03.09.2008, 22:00 Uhr
Neuer nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor
Die Europäische Arzneimittelbehörde hat die Zulassung für Etravirin (Intelence®) erteilt. Etravirin ist ein neuer nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI), der auch noch bei NNRTI-Resistenzen wirkt. Etravirin ist für therapieerfahrene Patienten in Kombination mit einem geboosterten Proteaseinhibitor und anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von Infektionen mit dem Immundefizienzvirus 1 zugelassen.Show moreHIV-Therapie
03.09.2008, 22:00 Uhr
Hypofraktionierte Bestrahlung beim Mammakarzinom?
Wie lange und mit welcher Dosis muss ein Tumor bestrahlt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen? Diese Frage taucht auch bei der Therapie des Mammakarzinoms auf. Aktuell wird diskutiert, ob bei verringerter Strahlendosis und verkürzter Bestrahlungsdauer gleich gute Resultate erreicht werden wie bei dem herkömmlichen Vorgehen.Show moreRadiotherapie
03.09.2008, 22:00 Uhr
Alternative zu Ciclosporin erfolgreich im klinischen Test
In einer randomisierten kontrollierten Studie hat sich ein neuer Calcineurininhibitor zur Behandlung der Psoriasis als effektiv und gut verträglich erwiesen. Es gab zwar auch bei dem neuen Voclosporin (ISA247) Hinweise auf nephrotoxische Nebenwirkungen, die jedoch reversibel sein sollen. In den USA hat ISA247 bereits den Orphan-drug-Status zur Behandlung seltener, schwer entzündlicher Augenkrankheiten (z. B. Pan-Uveitis) erhalten.Show morePsoriasis
03.09.2008, 22:00 Uhr
Entecavir reduziert schnell und anhaltend die Viruslast
Primäres Behandlungsziel der chronischen Hepatitis B ist es, die Replikation des Hepatitis-B-Virus (HBV) dauerhaft zu unterdrücken, um Zirrhosen und hepatozelluläre Karzinome zu verhindern. Bei Patienten ohne antivirale Vorbehandlung führte in einer klinischen Studie eine Therapie mit Entecavir (Baraclude®) über einen Zeitraum von 96 Wochen zu einer stärkeren langfristigen Reduktion der Viruslast als eine Behandlung mit Adefovir.Show moreChronische Hepatitis B
03.09.2008, 22:00 Uhr
Vermehrte Knochenfrakturen genetisch bedingt
Osteoporose und die damit einhergehenden Knochenbrüche haben gravierende Auswirkungen auf die Mobilität und Morbidität insbesondere älterer Menschen. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung gewinnt die Erkennung und Behandlung dieser Erkrankung zunehmend an Bedeutung. Eine internationale Forschergruppe konnte nun nachweisen, dass Osteoporose nicht nur durch die Ernährungs- und Lebensweise beeinflusst wird, sondern auch genetisch bedingt ist und daher zu einem gewissen Maße von Generation zu Generation vererbt werden kann.Show moreOsteoporose
03.09.2008, 22:00 Uhr
Neuer intravenöser Calciumantagonist in USA zugelassen
Clevidipin ist ein Calciumantagonist vom Dihydropyridin-Typ, der in der Seitenkette eine Esterkonformation besitzt, die im Organismus sehr schnell gespalten wird: Die Halbwertszeit von weniger als einer Minute ist extrem kurz. In Studien konnte der Blutdruck der Patienten in den meisten Fällen innerhalb von zehn Minuten unter Kontrolle gebracht werden.Show moreHypertoniebehandlung
03.09.2008, 22:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung