Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Semaglutid gegen Fettleber zugelassen
Die EU-Kommission hat Semaglutid zur Behandlung der Metabolismus-assoziierten Steatohepatitis zugelassen. Zulassungsinhaber Novo Nordisk möchte diese Indikation nun als Label Update für das Arzneimittel Wegovy® beantragen. Semaglutid ist der zweite Wirkstoff, für den eine Wirksamkeit bei Fettleber bestätigt wird.Show morearzneimittel-und-therapie
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Subkutane Therapie gegen MASH
08.04.2026, 11:00 Uhr
Zoledronsäure auch für Männern empfohlen
Die europäischen Behörden haben eine Empfehlung für die Zulassungserweiterung für Zoledronsäure (Aclasta®) ausgesprochen: das Bisphosphonat kann dann einmal jährlich auch bei Männern mit erhöhtem Knochenbruchrisiko angewendet werden. Zudem soll die Indikation auf den Einsatz zur Verringerung von neuen Frakturen bei Männern und postmenopausalen Frauen, die kürzlich infolge Osteoporose einen Hüftbruch erlitten haben, erweitert werden.Show moreOsteoporosetherapie
15.10.2008, 22:00 Uhr
Plättchenhemmer schützen auch vor Herzinfarkt
Thrombozytenfunktionshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS), Dipyridamol und Clopidogrel senken bei Schlaganfallpatienten deutlich das Risiko für einen erneuten Insult. Inwieweit der Schutz sich auch auf kardiale Ereignisse erstreckt, untersuchte die große interdisziplinäre Profess-Studie. Für die Kombination aus Dypridamol/ASS und Clopidogrel wurden vergleichbar günstige Effekte bewiesen, die die Empfehlung der Leitlinien zur Langzeittherapie stützen. Welche Medikation der Arzt dem Schlaganfallpatienten verordnet, dürften demnach Kosten, Nebenwirkungen und neue Verordnungshinweise entscheiden.Show moreProphylaxe von Gefässkrankheiten
15.10.2008, 22:00 Uhr
„30% weniger Grippetote sind einigermaßen realistisch“
Wie gut schützt eine Grippeimpfung gerade ältere Menschen, die Jahr für Jahr im Herbst dazu gedrängt werden, sich impfen zu lassen? Lassen sich dadurch 50% grippebedingter Todesfälle verhindern oder sind es deutlich weniger? Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von einer Schutzwirkung von 30% aus und wird nun vom Arzneitelegramm wegen dieser Schätzung scharf attackiert. Die Zahlen seien in absurder Weise abgeleitet und daher vermutlich falsch. Das Robert Koch-Institut spricht dagegen von einer einigermaßen realistischen Annahme.Show moreInfluenzaimpfung von Senioren
15.10.2008, 22:00 Uhr
Von SGLT-2-Inhibitoren und Glucokinase-Aktivatoren
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Diabetologie in Rom wurde eine Palette innovativer Wirkprinzipien vorgestellt, die die Situation für Diabetiker langfristig verbessern könnten. Manche stehen bereits kurz vor der Zulassung, bei anderen kann es noch Jahre dauern, wenn sie die Hürde großer klinischer Studien überhaupt schaffen. Hier ein Überblick:Show moreInnovationen ante portas
15.10.2008, 22:00 Uhr
Licht und Melatonin helfen dementen Heimbewohnern
Durch einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus, der durch helles Tageslicht und das Hormon Melatonin reguliert wird, können die mit einer Demenzerkrankung verbundenen Symptome verstärkt werden. In einer praxisnah durchgeführten, randomisierten Doppelblind-Studie verbesserten sich bei dementen Senioren im Altersheim durch den kombinierten Einsatz von Licht und Melatonin einige Verhaltensauffälligkeiten leicht. Die deutlichsten Vorteile ergaben sich jedoch beim alleinigen Einsatz von hellem Licht: Kognition und Stimmung konnten dadurch positiv beeinflusst werden.Show moreDemenz
08.10.2008, 22:00 Uhr
Erythropoetin in der Diskussion
Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat eine Sicherheitsprüfung zum Einsatz von Epoetin alpha bei Schlaganfallpatienten eingeleitet. Anlass sind Todesfälle, die in einer in Deutschland durchgeführten randomisierten kontrollierten Studie auftraten, deren Ziel es war, die neurologischen Defizite und die Größe des Infarktareals durch Behandlung mit Erythropoetin zu vermindern.Show moreSchlaganfallstudie
08.10.2008, 22:00 Uhr
Neuer Impfstoff gegen Tuberkulose in klinischer Phase I
Seit Mitte September wird in Neuss ein neuer Impfstoff gegen Tuberkulose mit der Bezeichnung VPM1002 in der klinischen Phase I an freiwilligen Probanden auf seine Sicherheit getestet. Basis für VPM1002 ist der "klassische" Impfstoff Bacille Calmette-Guérin (BCG), der gentechnisch so weiter entwickelt wurde, dass er wesentlich wirksamer eine Infektion mit dem Tuberkulose-Erreger verhindern soll als sein vor mehr als 80 Jahren entwickelter Vorgänger.Show moreAus der Forschung
08.10.2008, 22:00 Uhr
Neue Optionen für Prävention und Therapie
Die Chancen für die Bekämpfung des Morbus Alzheimer liegen in der Vorbeugung und in einer frühestmöglichen Intervention. Denn das Zeitfenster, in dem die Erkrankung sich manifestiert, umfasst 15 bis 20 Jahre. Präventive Maßnahmen sind im Wesentlichen dieselben, die auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Fortschritte in der Therapie versprechen neue Wirkstoffe und Kombinationen. Was als nächstes die bekannten Antidementiva ergänzen könnte, diskutierten Experten auf dem diesjährigen Neurologenkongress.Show moreAlzheimer Demenz
08.10.2008, 22:00 Uhr
Degarelix hemmt die Testosteronproduktion
Degarelix ist ein neuer Gonadorelin-Antagonist, der für die Behandlung des metastasierten Prostatakarzinoms entwickelt wird. Die Zulassung in Europa und in den USA ist beantragt, Degarelix soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen.Show moreNeuer Gonadorelin-Antagonist
08.10.2008, 22:00 Uhr
Chondroprotektivaenttäuschen erneut
Glucosamin und Chondroitinsulfat scheinen nach den Ergebnissen einer neuen Studie weder alleine noch in Kombination die Progression einer Kniegelenkarthrose aufhalten zu können. Darauf deuten Gelenkspaltmessungen hin, die sowohl unter den Chondroprotektiva als auch unter Placebo und Celecoxib ähnliche Werte ergaben.Show moreKniegelenk-Arthrose
08.10.2008, 22:00 Uhr
Nasales Fentanyl sorgt für rasche Schmerzlinderung
Deutlich rascher als bei den bisherigen Darreichungsformen setzt die schmerzlindernde Wirkung von Fentanyl bei der intranasalen Applikation ein. Tumorpatienten mit Durchbruchschmerzen kann so innerhalb von Minuten geholfen werden.Show moreDurchbruchschmerzen bei Tumorpatienten
08.10.2008, 22:00 Uhr
Fesoterodin hilft bei überaktiver Blase
Mit Fesoterodin (Toviaz®) ist seit Mitte September ein neues Antimuscarinikum zur Behandlung der überaktiven Blase auf dem Markt. Fesoterodin ist mit Tolterodin, das ebenfalls zur Behandlung der überaktiven Blase eingesetzt wird, strukturverwandt. Beide Substanzen werden im Körper in den aktiven Metaboliten 5-Hydroxymethyltolterodin umgewandelt.Show moreNeuer Muscarinrezeptor-Antagonist
01.10.2008, 22:00 Uhr
Nutzen von Antihypertonika altersunabhängig
Heute steht eine Vielzahl von Wirkstoffen zur Behandlung des Bluthochdrucks zur Verfügung. In Abhängigkeit von individuellen Lebensumständen, Begleiterkrankungen und Alter obliegt es den Ärzten das bestmögliche Therapieregime für den Patienten auszuwählen. Nun wurden von der australischen Blood Pressure Lowering Treatment Trialists‘ Collaboration im Rahmen einer Metaanalyse verschiedene Behandlungsschemata hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in Abhängigkeit vom Patientenalter miteinander verglichen.Show moreBluthochdruck
01.10.2008, 22:00 Uhr
Erste Zulassung für Rivaroxaban
Die kanadische Gesundheitsbehörde Health Canada hat weltweit die erste Zulassung für den neuen Gerinnungshemmer Rivaroxaban (Xarelto®) erteilt, wie Bayer HealthCare mitteilte. Der einmal täglich einzunehmende orale, direkte Faktor-Xa-Inhibitor kann damit zur Prävention von venösen Thromboembolien bei Patienten nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation eingesetzt werden.Show morePrävention venöser Thromboembolien
01.10.2008, 22:00 Uhr
Erlotinib: Vorsicht bei Leberfunktionsstörungen
Erlotinib (Tarceva®) kann bei Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen zu schweren hepatotoxischen Komplikationen führen. Die amerikanischen Herstellerfirmen haben in den USA an alle Ärzte eine Sicherheitswarnung herausgegeben und die Fachinformationen um entsprechende Warnhinweise ergänzt.Show moreHepatotoxizität
01.10.2008, 22:00 Uhr
Die 2. sexuelle Revolution
Als am 1. Oktober 1998 der PDE-5-Hemmer Sildenafil (Viagra®) zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingeführt wurde, konnte sich kaum jemand vorstellen, dass die kleine blaue Pille die Behandlung der Erektionsstörungen derart revolutionieren würde. Die erektile Dysfunktion und die damit verbundenen Probleme in der Partnerschaft sind heute, zehn Jahre später, ein Thema geworden, über das man sprechen kann. Und unbestritten ist inzwischen auch, dass eine solche Pille nicht nur Erektions-, sondern auch Partnerschaftsprobleme zu lösen vermag. Zudem hat die Forschung rund um die PDE-5-Hemmer zu einem enormen Kenntniszuwachs auf dem Gebiet der männlichen, aber auch der weiblichen Sexualstörungen geführt.Show more10 Jahre Viagra®
01.10.2008, 22:00 Uhr
Benefit durch Dexamethason?
Die zusätzliche parenterale Gabe von Dexamethason zur Standardtherapie einer Migräneattacke hat zwar keinen unmittelbaren schmerzsenkenden Einfluss, kann aber das erneute Auftreten der Kopfschmerzen verhindern; so das Fazit einer kanadischen Metaanalyse.Show moreMigräneanfall
01.10.2008, 22:00 Uhr
Neuer Ansatz gegen Parkinson im Tiermodell erfolgreich
Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch eine dopaminerge Neurodegeneration. Eine zentrale Rolle bei der Zerstörung der Dopamin-produzierenden Zellen spielen intrazelluläre Aggregate (Lewy-Körperchen), deren Hauptbestandteil das Protein α-Synuclein ist. Ein in Hefe, aber nicht in vielzelligen Tieren (Metazoen) vorkommendes Eiweiß, der sogenannte protein-remodeling factor Hsp104, löst verklumpte Eiweiße auf und reaktiviert sie. In einem Ratten-Parkinson-Modell konnte jetzt gezeigt werden, dass Hsp104 die Bildung von α-Synuclein-Aggregaten und -Fibrillen hemmt [1].Show moreAus der Forschung
01.10.2008, 22:00 Uhr
Frühe Immuntherapie versus konservative Behandlung
In einer belgischen Studie wurden mit einer frühen kombinierten Immuntherapie des Morbus Crohn bessere Ergebnisse erzielt als unter der konventionellen Behandlung. Sollten diese Resultate in weiteren Untersuchungen bestätigt werden, könnte sich der Behandlungsalgorithmus bei Patienten mit Morbus Crohn ändern.Show moreMorbus Crohn
24.09.2008, 22:00 Uhr
Genetischer Fingerabdruck verbessert Therapie
Fünf bis sechs genetische Veränderungen können aus einer normalen Zelle eine Krebszelle machen. Die entscheidenden Veränderungen, die den tödlichen Prozess in Gang setzen, betreffen vor allem Onkogene und Tumorsuppressorgene. Moderne Krebstherapeutika greifen an diesen spezifischen Veränderungen an, und mit modernen Diagnostika lassen sie sich sichtbar machen.Show moreBösartige Tumoren
24.09.2008, 22:00 Uhr
Bortezomib für Primärtherapie des multiplen Myeloms
Die europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA hat die Zulassung für Bortezomib (Velcade®) in Kombination mit Melphalan und Prednison zur Primärtherapie von Patienten mit multiplem Myelom, die nicht für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind, erteilt.Show moreZulassungserweiterung
24.09.2008, 22:00 Uhr
IQWiG: Diuretika Mittel der ersten Wahl
Im Rahmen des Auftrags zur vergleichenden Nutzenbewertung antihypertensiver Wirkstoffgruppen als Therapie der ersten Wahl bei Patienten mit essenzieller Hypertonie hat das IQWiG am 18. September 2008 die vorläufigen Ergebnisse seiner Nutzenbewertung in einer zweiten Version publiziert. Es stuft wie schon in der ersten Version Diuretika als Mittel der ersten Wahl in der Therapie der essenziellen Hypertonie ein.Show moreDiskussion um Nutzenbewertung von Antihypertensiva
24.09.2008, 22:00 Uhr
Fördert Paracetamol Asthma?
Eine soeben publizierte Querschnittsstudie lässt den Verdacht aufkommen, dass Paracetamol mitverantwortlich für die steigende Zahl von Asthmaerkrankungen bei Kindern ist. Sollten die ermittelten Daten die Wirklichkeit widerspiegeln, ließe sich etwa ein Drittel aller Asthmaerkrankungen im Kindesalter auf den Paracetamol-Gebrauch im ersten Lebensjahr zurückführen.Show moreKleinkinder
24.09.2008, 22:00 Uhr
Keine Evidenz für Beschwerden durch Zahnamalgam
Amalgam schadet im Allgemeinen nicht – außer denen, die darunter leiden. Das ist zugespitzt das Ergebnis des international größten Amalgamforschungsprojektes. Zwar haben Amalgamträger mehr Quecksilber im Blut, das – zumindest in Laborversuchen – auch viele Zellfunktionen hemmt. Doch gelang es in klinischen Studien nicht, einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Zahl der Füllungen oder dem Quecksilberblutspiegel und den subjektiven Beschwerden von "amalgamgeschädigten" Menschen nachzuweisen. Konkrete Hinweise gab es zur Diagnostik und zur Therapie eines "Amalgamschadens".Show moreZahnwerkstoff Amalgam
24.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Studien zur Frühtherapie
Welche Behandlungsmethoden das Fortschreiten einer multiplen Sklerose gleich zu Beginn aufhalten können, wird seit vielen Jahren intensiv untersucht. Zugelassen zur Frühtherapie sind bisher nur Betaferon® (Interferon beta-1b) und Avonex® (Interferon beta-1a). Jetzt werden auch Rebif® (Interferon beta-1a) und Cladribin, eine neue orale Behandlungsform in der Entwicklung, beim frühzeitigen Einsatz getestet.Show moreMultiple Sklerose
24.09.2008, 22:00 Uhr
Alitretinoin soll chronische Handekzeme kurieren
Das chronische Handekzem ist ein Sorgenkind der Dermatologie. Es stigmatisiert 300.000 Menschen. Die Behandlung gilt als schwierig, weil das Ekzem häufig chronisch und therapieresistent wird, selbst gegen topische Corticoide. Abhilfe verspricht eine natürlich vorkommende Isoform der Vitamin-A-Säure: Orales Alitretinoin (Toctino®) hat sich in einer großen klinischen Studie beim Handekzem bewährt. In Großbritannien wurde die Zulassung für diese Indikation schon erteilt, in Deutschland steht sie kurz bevor.Show moreChronisches Handekzem
17.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Erkenntnisse zum molekularen Mechanismus
Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass der Ginkgo-biloba-Extrakt EGb761® (Tebonin®) zu einem Dopaminanstieg im präfrontalen Kortex führt und Lernleistung sowie Lerngeschwindigkeit fördert. Möglicherweise können so auch die klinisch beobachteten verbesserten kognitiven Leistungen unter einer Therapie mit Ginkgo biloba erklärt werden.Show moreGinkgo biloba
17.09.2008, 22:00 Uhr
Placebo wirksamer als Johanniskraut
Derzeit wird das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom in erster Linie mit Stimulanzien wie Methylphenidat medikamentös therapiert. Viele Eltern suchen jedoch nach alternativen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Im Fokus des Interesses steht dabei auch ein Klassiker der Phytotherapie, Hypericum perforatum. Eine amerikanische Forschergruppe untersucht nun erstmals systematisch die Wirksamkeit von Johanniskraut bei der Indikation ADHS in einer klinischen Studie.Show moreADHS
17.09.2008, 22:00 Uhr
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