Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
KI-Chatbots mangelt es an Gesundheitsexpertise
In einer aktuellen Studie haben die Autoren fünf beliebte KI-Chatbots einem Stresstest zu Gesundheitsthemen unterzogen [1]. Das Ergebnis: Rund die hälfte der Antworten stufen Experten als problematisch ein.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Dr. Googles Erben im Stresstest
24.04.2026, 12:00 Uhr
Galantamin bessert Kognition auch bei schwerer Demenz
Der Acetylcholinesterasehemmer Galantamin ist zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz zugelassen. Die Serad-Studie zeigt nun, dass der Wirkstoff auch bei schwerer Demenz gut verträglich und sicher ist: Galantamin führte im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verbesserung der Kognition, nicht jedoch der Alltagsfähigkeiten.Show moreAlzheimer Demenz
14.01.2009, 23:00 Uhr
Intradermale Applikation verbessert Impfstoffansprechen
Ein neuer Grippeimpfstoff, der intradermal appliziert wird, soll das Ansprechen älterer Menschen auf die Influenzaimpfung verbessern. Ein entsprechender Impfstoff ist vom wissenschaftlichen Gremium der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA positiv beurteilt worden. Sanofi Pasteur MSD plant nach der Zulassung den Impfstoff mit dem vorgesehenen Handelsnamen Intanza zur intradermalen Anwendung auf den Markt zu bringen.Show moreGrippeimpfung
07.01.2009, 23:00 Uhr
Depotformulierung von Olanzapin zugelassen
Die europäischen Behörden haben die Zulassung für eine injizierbare Depotformulierung des atypischen Neuroleptikums Olanzapin (ZypAdhera) für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie, die während einer akuten Behandlung hinreichend mit oralem Olanzapin stabilisiert wurden, erteilt. Voraussichtlich ab Ende Februar 2009 soll das Präparat zur Verfügung stehen.Show moreTherapie der Schizophrenie
07.01.2009, 23:00 Uhr
Überlebenszeit von mehr als einem Jahr möglich
Die Second-line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit Bevacizumab (Avastin) und Erlotinib (Tarceva) kann bei vielen Patienten zu einer Krankheitsstabilisierung von mehr als zwölf Monaten führen, wie aktuelle Studiendaten einer großen retrospektiven Analyse zu Erlotinib zeigen.Show moreLungenkrebs
07.01.2009, 23:00 Uhr
Zeitgerechte Behandlung der Morgensteifigkeit
Bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis versucht man, neue Erkenntnisse über zirkadiane Schwankungen pro- und antiinflammatorischer Hormone stärker als bisher zur Therapieoptimierung zu nutzen. So wurde eine orale Prednison-Formulierung entwickelt, aus der der Wirkstoff nach abendlicher Gabe erst in den frühen Morgenstunden freigesetzt wird. Damit lässt sich die Dauer der Morgensteifigkeit – ein Leitsymptom der rheumatoiden Arthritis – deutlich reduzieren. Lodotra hat soeben die Zulassungsempfehlung der europäischen Arzneimittelbehörden erhalten.Show moreRheumatoide Arthritis
07.01.2009, 23:00 Uhr
Impfung verhindert multiple Sklerose
Bei der multiplen Sklerose attackiert und zerstört das Immunsystem gesundes Nervengewebe. Jetzt ist es Wissenschaftlern am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg gelungen, Mäuse mit speziell präparierten, körpereigenen Immunzellen zu impfen und die Erkrankung an einer der multiplen Sklerose ähnlichen Nervenentzündung zu verhindern.Show moreAus der Forschung
07.01.2009, 23:00 Uhr
Neue Melatoninagonisten vor der Einführung
Das körpereigene Hormon Melatonin reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und ist in einer retardierten Form (Circadin) zur Behandlung von Schlafstörungen auf dem Markt. Außerdem befinden sich mehrere Melatoninagonisten in der Entwicklung. Jetzt wurden neue Studiendaten für den Melatoninagonisten Tasimelteon zur Behandlung des Jetlag veröffentlicht. Ein weiterer Melatoninagonist in der Entwicklung ist Agomelatin, das zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden soll.Show moreArzneimittel in der Entwicklung
07.01.2009, 23:00 Uhr
Impfstoffe gegen Morbus Alzheimer in der Entwicklung
Die zurzeit verfügbaren Arzneimittel zur Behandlung von Morbus Alzheimer können den Krankheitsverlauf zwar verzögern aber nicht davor schützen, dass die Patienten letztendlich ihre geistigen Fähigkeiten und viele körperliche Funktionen vollständig verlieren. Dagegen wäre eine Impfung, die zielgerichtet an den Amyloid-ß-Plaques angreift, ein kausaler Behandlungsansatz, mit dessen Hilfe diese zurzeit noch unheilbare Erkrankung eines Tages vielleicht erfolgreich behandelt werden könnte.Show moreAus der Forschung
17.12.2008, 23:00 Uhr
Helfen Probiotika bei Morbus Crohn?
Patienten mit Morbus Crohn leiden unter einer schmerzhaften chronischen Entzündung vor allem des unteren Dünndarmbereiches, die zu Durchfall und Gewichtsverlust führt. Französische Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass der Darmflora dieser Patienten bestimmte Bakterien fehlen, die entzündungshemmende Substanzen ausscheiden. Es wird vermutet, dass dadurch die Erkrankung gefördert wird. In Studien soll jetzt überprüft werden, ob entsprechende Probiotika, die die Bakterien enthalten, einen positiven Effekt haben.Show moreChronisch-entzündliche Darmerkrankungen
17.12.2008, 23:00 Uhr
Leitfaden zur Verordnung und Abgabe von Benzodiazepinen
Die Landesärztekammer und Landesapothekerkammer Baden-Württemberg haben einen gemeinsamen Leitfaden zur Verordnung und zur Abgabe von Benzodiazepinen und deren Analoga erarbeitet. Neben Hinweisen zur Therapie der Medikamentenabhängigkeit und Informationen über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Benzodiazepinen enthält der gemeinsame Leitfaden Hinweise zur Verschreibung, zum Erkennen von abhängigen Patienten und zur Abgabe in Apotheken. Der Leitfaden wird Ende Dezember von der LAK Baden-Württemberg veröffentlicht.Show moreBenzodiazepinabhängigkeit
17.12.2008, 23:00 Uhr
Pegyliertes Interferon auch für vorbehandelte Patienten
Peginterferon alfa-2a (Pegasys®) hat in Kombination mit Ribavirin (Copegus®) die Zulassung für eine Behandlungsdauer von bis zu 72 Wochen für die Wiederbehandlung von Hepatitis-C-Patienten erhalten, bei denen eine vorherige Therapie mit Interferon alfa (pegyliert oder nicht-pegyliert) als Monotherapie oder in Kombination mit Ribavirin nicht erfolgreich war.Show moreZulassungserweiterung
17.12.2008, 23:00 Uhr
PDE-5-Hemmer Sildenafil wirkt auch bei Frauen
Häufige Begleiterscheinungen einer Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern sind sexuelle Dysfunktionen. Diese können mithilfe von Sildenafil (Viagra®) auch bei Frauen gelindert werden, so das Ergebnis einer kleineren Studie. Bei knapp drei Viertel der Frauen führte die Einnahme von Sildenafil zu einer Verbesserung des Sexuallebens.Show moreSexuelle Dysfunktionen unter Antidepressiva
17.12.2008, 23:00 Uhr
FDA-Experten fordern Verbot von Monotherapeutika
Ein Expertengremium der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA fordert, Salmeterol und Formoterol als Monotherapeutika bei Asthma bronchiale zu verbieten. Beide lang wirkenden BetaAgonisten sollten nur noch in fixer Kombination mit einem Steroid zur Asthmatherapie zur Verfügung stehen.Show moreLang wirkende Beta-Agonisten
17.12.2008, 23:00 Uhr
Mit Omalizumab mehr Luft zum Atemholen
Schweres allergisches Asthma macht das Leben von Betroffenen oft zur Qual. Trotz leitlinienkonformer Behandlung mit oralen oder inhalativen Corticoiden und Beta-2-Sympathomimetika leiden die Patienten immer wieder unter schweren Anfällen. Seit drei Jahren ist in Deutschland der injizierbare Wirkstoff Omalizumab (Xolair®) zugelassen – ein monoklonaler Antikörper, der in die Abwehrkaskade des Körpers eingreift, bevor typische Symptome auftreten. Eine Studie belegt, dass die adjuvante Therapie mit Omalizumab die Zahl der Asthmaanfälle verringert.Show moreAllergisches Asthma
17.12.2008, 23:00 Uhr
Gefährden Cyclooxygenasehemmer auch Gesunde?
Ein Meinungsbeitrag von Kay Brune und Bertold RennerDie Diskussion über die kardiovaskulären Risiken der Cyclooxygenasehemmer reißt nicht ab. Nachdem die Langzeitstudien mit Celecoxib, Rofecoxib und Valdecoxib ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei chronischer Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt haben [4, 14], stellte sich heraus, dass auch die nicht-selektiven, traditionellen Cyclooxygenasehemmer, wie Diclofenac und Ibuprofen, das kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen erhöhen können [1, 8, 11]. Nunmehr verängstigt eine dänische Untersuchung [7] den gesunden Verbraucher, der gelegentlich zur Schmerztablette greift: Auch er soll durch die Anwendung von Cyclooxygenasehemmern sein kardiovaskuläres Risiko erhöhen.Show more
17.12.2008, 23:00 Uhr
Auch EMEA sieht Risiken
Atypische Neuroleptika wie Aripiprazol, Olanzapin und Risperidon können bei alten dementen Patienten die Sterberate erhöhen. Davor wird seit Jahren gewarnt. Neuere Studien haben gezeigt, dass dieses Risiko auch unter konventionellen Neuroleptika wie Haloperidol besteht. Im Juni 2008 hatte die FDA daher eine entsprechende Black-box-Warnung für die konventionellen Antipsychotika verfügt. Jetzt fordert auch die EMEA einen Hinweis auf das erhöhte Mortalitätsrisiko in den Produktinformationen konventioneller Neuroleptika.Show moreKonventionelle Neuroleptika
10.12.2008, 23:00 Uhr
Etravirin wirkt auch bei resistenten Viren
Etravirin (Intelence®) ist ein neuer nicht-nucleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) zur Behandlung der HIV-Infektion. Er weist keine Kreuzresistenz gegenüber den bereits verfügbaren Substanzen dieser Klasse auf. Daher können mit Etravirin auch Patienten erfolgreich behandelt werden, bei denen bereits eine Resistenz gegen einen anderen NNRTI besteht.Show moreReverse-Transkriptase-Inhibitor
10.12.2008, 23:00 Uhr
Omega-3-Fettsäuren können Sterberate leicht senken
Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, die zusätzlich zur Standardbehandlung auch mit Omega-3-Fettsäuren therapiert werden, können davon zumindest moderat profitieren: Die Sterberate und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten werden leicht gesenkt.Show moreHerzinsuffizienz
10.12.2008, 23:00 Uhr
Tamoxifen-Resistenz bei Mammakarzinom geklärt
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen; etwa 17.000 Frauen versterben jährlich in Deutschland daran. Das Antiöstrogen Tamoxifen gilt weltweit als Goldstandard in der Behandlung des Estrogenrezeptor-(ER-)positiven Mammakarzinoms. Die Resistenz von Tumorzellen auf das Zytostatikum stellt jedoch ein wichtiges klinisches Problem dar. Jetzt ist es gelungen, den Pathomechanismus für diese Resistenz aufzuklären.Show moreOnkologie
10.12.2008, 23:00 Uhr
Cetuximab zur Erst-Linien-Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für den monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux®) zur Erst-Linien-Therapie in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie von Patienten mit rezidivierenden oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses erteilt. Cetuximab ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
10.12.2008, 23:00 Uhr
Adalimumab bei rheumatischen Erkrankungen von Jugendlichen
Die Zulassungserweiterung gilt für die Therapie der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis in Kombination mit Methotrexat bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Adalimumab (Humira®) ist zudem bei Patienten indiziert, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Basistherapeutika nur unzureichend angesprochen haben. Im Fall einer Unverträglichkeit von Methotrexat (MTX), oder wenn eine weitere Behandlung damit nicht angezeigt ist, kann Adalimumab auch als Monotherapie verabreicht werden.Show moreZulassungserweiterung
03.12.2008, 23:00 Uhr
Weiterer Lepraerreger entdeckt
Weltweit sollen etwa 8 bis 12 Millionen Menschen mit der Lepra infiziert sein. Ihre Symptome können stark variieren, wobei zwei wesentliche Verlaufsformen – die tuberkuloide und die lepromatöse Lepra – unterschieden werden. Diese Erscheinungsformen sind bislang mit individuellen Reaktionen des Immunsystems erklärt worden. Jetzt gelang es, einen weiteren Lepraerreger zu identifizieren. Er wurde aus dem Gewebe von zwei an einer lepromatösen Lepra Verstorbenen isoliert. Daher wurde für den neu beschriebenen Infektionserreger der Name Mycobacterium lepromatosis s. nov. vorgeschlagen.Show moreInfektionskrankheiten
03.12.2008, 23:00 Uhr
Liraglutid schlägt Glimepirid bei frühem Diabetes
Inkretinbasierte Therapien sind en vogue. Nach Gliptinen und Exenatid ist mit der Zulassung des GLP-1-Analogons Liraglutid zu rechnen. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Liraglutid werden derzeit im Phase-III-Studienprogramm Lead (Liraglutide Effect and Action in Diabetes) geprüft. In einer aktuell im Lancet publizierten Einjahres-Studie führte Liraglutid bei Diabetikern im Frühstadium zu einer besseren Stoffwechselkontrolle als Glimepirid. Außerdem entwickelten sich Blutdruck und Körpergewicht günstiger als unter dem Sulfonylharnstoff. Die Patienten scheinen umso deutlicher von dem GLP-1-Mimetikum zu profitieren, je weniger ihre Erkrankung fortgeschritten ist.Show moreTyp-2-Diabetes
03.12.2008, 23:00 Uhr
Neue Tyrosinkinase-Inhibitoren bei Imatinib-Resistenz
Ein Problem der Imatinib-Therapie sind frühe Rezidive oder Unverträglichkeiten. Risikopatienten müssen mithilfe hämatologischer, zytogenetischer und molekularer Marker rechtzeitig erfasst und auf eine neue Therapie umgestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit dem Multityrosinkinase-Inhibitor Dasatinib (Sprycel®). Ein Update entsprechender Studien zeigt den Benefit eines solchen Vorgehens.Show moreChronisch myeloische Leukämie
03.12.2008, 23:00 Uhr
STIKO soll HPV-Impfungneu bewerten
Die Diskussion um den HPV-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs reißt nicht ab. Jetzt haben 13 namhafte Wissenschaftler ein Manifest verfasst (s. Kasten). Ihre Forderung: die Ständige Impfkommission (STIKO) soll die HPV-Impfung neu bewerten. Zudem müsse den irreführenden Informationen ein Ende bereitet werden. Im Gespräch mit der DAZ äußerte Dr. Yvonne Deleré von der Geschäftsstelle der STIKO am Robert Koch-Institut zwar Verständnis für einige Kritikpunkte. Doch die Empfehlung der STIKO stehe zurzeit nicht zur Disposition.Show moreGebärmutterhalskrebs
03.12.2008, 23:00 Uhr
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