Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Semaglutid gegen Fettleber zugelassen
Die EU-Kommission hat Semaglutid zur Behandlung der Metabolismus-assoziierten Steatohepatitis zugelassen. Zulassungsinhaber Novo Nordisk möchte diese Indikation nun als Label Update für das Arzneimittel Wegovy® beantragen. Semaglutid ist der zweite Wirkstoff, für den eine Wirksamkeit bei Fettleber bestätigt wird.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Subkutane Therapie gegen MASH
08.04.2026, 11:00 Uhr
Leitfaden zur Verordnung und Abgabe von Benzodiazepinen
Die Landesärztekammer und Landesapothekerkammer Baden-Württemberg haben einen gemeinsamen Leitfaden zur Verordnung und zur Abgabe von Benzodiazepinen und deren Analoga erarbeitet. Neben Hinweisen zur Therapie der Medikamentenabhängigkeit und Informationen über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Benzodiazepinen enthält der gemeinsame Leitfaden Hinweise zur Verschreibung, zum Erkennen von abhängigen Patienten und zur Abgabe in Apotheken. Der Leitfaden wird Ende Dezember von der LAK Baden-Württemberg veröffentlicht.Show moreBenzodiazepinabhängigkeit
17.12.2008, 23:00 Uhr
Pegyliertes Interferon auch für vorbehandelte Patienten
Peginterferon alfa-2a (Pegasys®) hat in Kombination mit Ribavirin (Copegus®) die Zulassung für eine Behandlungsdauer von bis zu 72 Wochen für die Wiederbehandlung von Hepatitis-C-Patienten erhalten, bei denen eine vorherige Therapie mit Interferon alfa (pegyliert oder nicht-pegyliert) als Monotherapie oder in Kombination mit Ribavirin nicht erfolgreich war.Show moreZulassungserweiterung
17.12.2008, 23:00 Uhr
PDE-5-Hemmer Sildenafil wirkt auch bei Frauen
Häufige Begleiterscheinungen einer Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern sind sexuelle Dysfunktionen. Diese können mithilfe von Sildenafil (Viagra®) auch bei Frauen gelindert werden, so das Ergebnis einer kleineren Studie. Bei knapp drei Viertel der Frauen führte die Einnahme von Sildenafil zu einer Verbesserung des Sexuallebens.Show moreSexuelle Dysfunktionen unter Antidepressiva
17.12.2008, 23:00 Uhr
FDA-Experten fordern Verbot von Monotherapeutika
Ein Expertengremium der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA fordert, Salmeterol und Formoterol als Monotherapeutika bei Asthma bronchiale zu verbieten. Beide lang wirkenden BetaAgonisten sollten nur noch in fixer Kombination mit einem Steroid zur Asthmatherapie zur Verfügung stehen.Show moreLang wirkende Beta-Agonisten
17.12.2008, 23:00 Uhr
Mit Omalizumab mehr Luft zum Atemholen
Schweres allergisches Asthma macht das Leben von Betroffenen oft zur Qual. Trotz leitlinienkonformer Behandlung mit oralen oder inhalativen Corticoiden und Beta-2-Sympathomimetika leiden die Patienten immer wieder unter schweren Anfällen. Seit drei Jahren ist in Deutschland der injizierbare Wirkstoff Omalizumab (Xolair®) zugelassen – ein monoklonaler Antikörper, der in die Abwehrkaskade des Körpers eingreift, bevor typische Symptome auftreten. Eine Studie belegt, dass die adjuvante Therapie mit Omalizumab die Zahl der Asthmaanfälle verringert.Show moreAllergisches Asthma
17.12.2008, 23:00 Uhr
Gefährden Cyclooxygenasehemmer auch Gesunde?
Ein Meinungsbeitrag von Kay Brune und Bertold RennerDie Diskussion über die kardiovaskulären Risiken der Cyclooxygenasehemmer reißt nicht ab. Nachdem die Langzeitstudien mit Celecoxib, Rofecoxib und Valdecoxib ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei chronischer Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt haben [4, 14], stellte sich heraus, dass auch die nicht-selektiven, traditionellen Cyclooxygenasehemmer, wie Diclofenac und Ibuprofen, das kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen erhöhen können [1, 8, 11]. Nunmehr verängstigt eine dänische Untersuchung [7] den gesunden Verbraucher, der gelegentlich zur Schmerztablette greift: Auch er soll durch die Anwendung von Cyclooxygenasehemmern sein kardiovaskuläres Risiko erhöhen.Show more
17.12.2008, 23:00 Uhr
Auch EMEA sieht Risiken
Atypische Neuroleptika wie Aripiprazol, Olanzapin und Risperidon können bei alten dementen Patienten die Sterberate erhöhen. Davor wird seit Jahren gewarnt. Neuere Studien haben gezeigt, dass dieses Risiko auch unter konventionellen Neuroleptika wie Haloperidol besteht. Im Juni 2008 hatte die FDA daher eine entsprechende Black-box-Warnung für die konventionellen Antipsychotika verfügt. Jetzt fordert auch die EMEA einen Hinweis auf das erhöhte Mortalitätsrisiko in den Produktinformationen konventioneller Neuroleptika.Show moreKonventionelle Neuroleptika
10.12.2008, 23:00 Uhr
Etravirin wirkt auch bei resistenten Viren
Etravirin (Intelence®) ist ein neuer nicht-nucleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) zur Behandlung der HIV-Infektion. Er weist keine Kreuzresistenz gegenüber den bereits verfügbaren Substanzen dieser Klasse auf. Daher können mit Etravirin auch Patienten erfolgreich behandelt werden, bei denen bereits eine Resistenz gegen einen anderen NNRTI besteht.Show moreReverse-Transkriptase-Inhibitor
10.12.2008, 23:00 Uhr
Omega-3-Fettsäuren können Sterberate leicht senken
Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, die zusätzlich zur Standardbehandlung auch mit Omega-3-Fettsäuren therapiert werden, können davon zumindest moderat profitieren: Die Sterberate und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten werden leicht gesenkt.Show moreHerzinsuffizienz
10.12.2008, 23:00 Uhr
Tamoxifen-Resistenz bei Mammakarzinom geklärt
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen; etwa 17.000 Frauen versterben jährlich in Deutschland daran. Das Antiöstrogen Tamoxifen gilt weltweit als Goldstandard in der Behandlung des Estrogenrezeptor-(ER-)positiven Mammakarzinoms. Die Resistenz von Tumorzellen auf das Zytostatikum stellt jedoch ein wichtiges klinisches Problem dar. Jetzt ist es gelungen, den Pathomechanismus für diese Resistenz aufzuklären.Show moreOnkologie
10.12.2008, 23:00 Uhr
Cetuximab zur Erst-Linien-Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für den monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux®) zur Erst-Linien-Therapie in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie von Patienten mit rezidivierenden oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses erteilt. Cetuximab ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
10.12.2008, 23:00 Uhr
Adalimumab bei rheumatischen Erkrankungen von Jugendlichen
Die Zulassungserweiterung gilt für die Therapie der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis in Kombination mit Methotrexat bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Adalimumab (Humira®) ist zudem bei Patienten indiziert, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Basistherapeutika nur unzureichend angesprochen haben. Im Fall einer Unverträglichkeit von Methotrexat (MTX), oder wenn eine weitere Behandlung damit nicht angezeigt ist, kann Adalimumab auch als Monotherapie verabreicht werden.Show moreZulassungserweiterung
03.12.2008, 23:00 Uhr
Weiterer Lepraerreger entdeckt
Weltweit sollen etwa 8 bis 12 Millionen Menschen mit der Lepra infiziert sein. Ihre Symptome können stark variieren, wobei zwei wesentliche Verlaufsformen – die tuberkuloide und die lepromatöse Lepra – unterschieden werden. Diese Erscheinungsformen sind bislang mit individuellen Reaktionen des Immunsystems erklärt worden. Jetzt gelang es, einen weiteren Lepraerreger zu identifizieren. Er wurde aus dem Gewebe von zwei an einer lepromatösen Lepra Verstorbenen isoliert. Daher wurde für den neu beschriebenen Infektionserreger der Name Mycobacterium lepromatosis s. nov. vorgeschlagen.Show moreInfektionskrankheiten
03.12.2008, 23:00 Uhr
Liraglutid schlägt Glimepirid bei frühem Diabetes
Inkretinbasierte Therapien sind en vogue. Nach Gliptinen und Exenatid ist mit der Zulassung des GLP-1-Analogons Liraglutid zu rechnen. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Liraglutid werden derzeit im Phase-III-Studienprogramm Lead (Liraglutide Effect and Action in Diabetes) geprüft. In einer aktuell im Lancet publizierten Einjahres-Studie führte Liraglutid bei Diabetikern im Frühstadium zu einer besseren Stoffwechselkontrolle als Glimepirid. Außerdem entwickelten sich Blutdruck und Körpergewicht günstiger als unter dem Sulfonylharnstoff. Die Patienten scheinen umso deutlicher von dem GLP-1-Mimetikum zu profitieren, je weniger ihre Erkrankung fortgeschritten ist.Show moreTyp-2-Diabetes
03.12.2008, 23:00 Uhr
Neue Tyrosinkinase-Inhibitoren bei Imatinib-Resistenz
Ein Problem der Imatinib-Therapie sind frühe Rezidive oder Unverträglichkeiten. Risikopatienten müssen mithilfe hämatologischer, zytogenetischer und molekularer Marker rechtzeitig erfasst und auf eine neue Therapie umgestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit dem Multityrosinkinase-Inhibitor Dasatinib (Sprycel®). Ein Update entsprechender Studien zeigt den Benefit eines solchen Vorgehens.Show moreChronisch myeloische Leukämie
03.12.2008, 23:00 Uhr
STIKO soll HPV-Impfungneu bewerten
Die Diskussion um den HPV-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs reißt nicht ab. Jetzt haben 13 namhafte Wissenschaftler ein Manifest verfasst (s. Kasten). Ihre Forderung: die Ständige Impfkommission (STIKO) soll die HPV-Impfung neu bewerten. Zudem müsse den irreführenden Informationen ein Ende bereitet werden. Im Gespräch mit der DAZ äußerte Dr. Yvonne Deleré von der Geschäftsstelle der STIKO am Robert Koch-Institut zwar Verständnis für einige Kritikpunkte. Doch die Empfehlung der STIKO stehe zurzeit nicht zur Disposition.Show moreGebärmutterhalskrebs
03.12.2008, 23:00 Uhr
Rifaximin bei Reisediarrhö
Rifaximin (Xifaxan®) ist ein halbsynthetisches Rifamycin-Derivat. Es wird nicht resorbiert und wirkt deshalb ausschließlich im Darm. In Deutschland ist Rifaximin zur Behandlung der Reisediarrhö bei Erwachsenen indiziert, wenn diese durch nicht-invasive enteropathogene Bakterien verursacht wird.Show moreNeues Antibiotikum
26.11.2008, 23:00 Uhr
Bevacizumab kann venöse Thromboembolien fördern
Venöse Thromboembolien sind gefürchtete Komplikationen einer Krebserkrankung, die häufig tödlich enden. Sie können in Folge der Grunderkrankung oder einer konventionellen Chemotherapie auftreten. Aber auch der Angiogenesehemmer Bevacizumab steht im Verdacht, das Risiko zu erhöhen.Show moreOnkologie
26.11.2008, 23:00 Uhr
Was nützt Mitochondrien ein eigener genetischer Code?
Vor 30 Jahren wurde entdeckt, dass Mitochondrien einen eigenen genetischen Code und eine eigene Eiweißbiosynthese besitzen. Jetzt haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nachgewiesen, dass dieser zweite genetische Code der Bildung ganz spezieller Proteine dient, die gegen oxidativen Stress wesentlich besser geschützt sind.Show moreAus der Forschung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Wie sollte Bluthochdruck heute behandelt werden?
Die Diskussion um eine geeignete antihypertensive Therapie wird zunehmend von politischen und ökonomischen Faktoren geprägt. Die primären Ziele – eine effektive Blutdrucksenkung und eine zuverlässige Patientencompliance – geraten dabei oft ins Hintertreffen. Therapieentscheidungen, die diese Aspekte nicht berücksichtigen, erscheinen fragwürdig und werden kaum zum gewünschten dauerhaften Erfolg führen.Show moreHypertoniebehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Zeit läuft: time is brain
Bereits eine Stunde nach einem Schlaganfall sind etwa 120 Millionen Nervenzellen zerstört – so viele wie sonst in 3,6 Jahren. Mit jeder weiteren Stunde steigt das Ausmaß irreversibler Schäden. Durch eine sofortige und effektive thrombolytische Therapie in Schlaganfall-Einheiten können Folgeschäden verhindert oder zumindest verringert werden.Show moreSchlaganfallbehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
5-HT4-Agonist Prucaloprid steigert die Darmmotilität
In einer klinischen Studie führte der 5-HT4-Agonist Prucaloprid bei Patienten mit schwerer Obstipation zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden. Diese Studie wurde 1998 durchgeführt, aber erst 2008 veröffentlicht. Ein Kommentator weist kritisch auf den langen Zeitintervall zwischen der Untersuchung vor knapp zehn Jahren und der heutigen Publikation der Daten hin und fordert weitere Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneistoffs aktuell einschätzen zu können. Show moreSchwere Obstipation
19.11.2008, 23:00 Uhr
Leukämiepatient überwindet HIV-Infektion
Ein Leukämiepatient der Berliner Charité scheint dank einer Knochenmarktransplantation mit HIV-resistenten Stammzellen von seiner HIV-Infektion geheilt zu sein. Dieser Fall erregte großes Aufsehen in den Medien. Doch die Berliner Wissenschaftler warnen vor zu großen Hoffnungen.Show moreAids
19.11.2008, 23:00 Uhr
Wenn Clopidogrel das Herz nicht schützen kann
Protonenpumpenblocker wie Omeprazol, Pantoprazol und Lansoprazol werden über das Cytochrom-P450-2C19-Enzym metabolisiert. Dieses Enzym benötigt auch der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel, um in seine aktive Form überführt zu werden. Die gleichzeitige Behandlung mit diesen Arzneistoffen scheint bei Patienten nach Stentoperation oder Ballondilatation das kardiovaskuläre Risiko zu erhöhen.Show moreProtonenpumpenblocker
19.11.2008, 23:00 Uhr
Interferon dirigiert natürliche Killerzellen ins Krebsgewebe
Natürliche Killerzellen sind in der Lage, abnorme Zellen wie Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen abzutöten. Im Gegensatz zu den T-Zellen des Immunsystems müssen sie dabei keine spezifischen Zielstrukturen erkennen: Sie töten gezielt solche Körperzellen ab, die ihren "molekularen Pass", bestimmte Proteinkomplexe auf der Zelloberfläche, im Verlauf einer Virusinfektion oder Krebsentartung verloren haben. Jetzt konnte im Tierversuch gezeigt werden, dass Interferon γ und eine weitere Signalsubstanz (CXCL10) Killerzellen zum Tumor locken können [1].Show moreAus der Forschung
19.11.2008, 23:00 Uhr
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