Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Cilengitid kann dosisabhängig Tumorwachstum auch fördern
Cilengitid ist ein cyclisches Pentapeptid und gehört zur Klasse der Integrinhemmer, die in die Gefäßadaption von Tumoren eingreifen. Es wurde von der Merck KGaA in Zusammenarbeit mit der TU München entwickelt und wird derzeit in der Onkologie auf seine Anwendbarkeit als Angiogenesehemmer gegen Glioblastome, eine besonders bösartige Form von Hirntumoren, erprobt. Nach zunächst sehr positiven Bewertungen kommt eine aktuelle Studie zu dem Ergebnis, dass das Krebsmedikament in zu geringer Dosis das Tumorwachstum sogar fördert [1].Show moreAus der Forschung
15.04.2009, 22:00 Uhr
Aktinische Keratosen als carcinoma in situ nicht unterschätzen
Nicht-melanozytäre Hauttumoren zählen heute zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen. Ihre präsentesten Formen – Basalzelkarzinome, Plattenepithelkarzinome und aktinische Keratosen – sind unter dem Begriff heller Hautkrebs zusammengefasst. Lange Zeit als so genannte Präkanzerosen nicht zwingend behandelt sind aktinische Keratosen mittlerweile als Frühformen des Plattenepithelkarzinoms klassifiziert. Daraus ergibt sich die dringende Indikation eines schnellen Einschreitens, was durch neue, nicht-invasive diagnostische und therapeutische Verfahren ermöglicht wird.Show moreHeller Hautkrebs
15.04.2009, 22:00 Uhr
Klinisch relevante Interaktion: Clopidogrel und Protonenpumpeninhibitoren
Clopidogrel ist ein Prodrug, das erst nach einer Metabolisierung in der Leber zum potenten Inhibitor der Thrombozytenaggregation wird. Die Metabolisierung erfolgt über das Enzym Cytochrom P450 2C19, über das auch Protonenpumpeninhibitoren (PPI) metabolisiert werden. Da deshalb bei gleichzeitiger Einnahme von PPI und Clopidogrel klinisch relevante Interaktion möglich sind, haben die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e.V. (DPhG) dazu folgende gemeinsame Stellungnahme verfasst.Show moreGemeinsame Stellungnahme der AMK und der DPhG
15.04.2009, 22:00 Uhr
Eine Aura hinterlässt Spuren im Gehirn
Etwa zehn Millionen Deutsche leiden an Migräne. Bei ca. 15 bis 20% von ihnen tritt vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen eine sogenannte Aura mit neurologischen Symptomen wie visuellen und seltener auch sensorischen sowie motorischen Störungen auf. Während bei Migräne ohne Aura das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse nicht erhöht ist, zeigten epidemiologische Studien einen Zusammenhang zwischen Migräne mit Aura und ischämischen Schlaganfällen, Angina pectoris sowie Herzinfarkt.Show moreMigräne
08.04.2009, 22:00 Uhr
Orale Alternative zur Chemotherapie
Der oral einzunehmende Tyrosinkinase-Hemmer Gefitinib (Iressa®) zeigt bei Patienten mit einem fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom eine vergleichbare Wirkung wie das intravenös zu verabreichende Zytostatikum Docetaxel (Taxotere®). Somit steht eine orale, gut verträgliche Alternative zur Chemotherapie zur Verfügung.Show moreLungenkrebs
08.04.2009, 22:00 Uhr
Inhalator gegen Lungenkrebs
Ein neuartiges Therapiekonzept zur Bekämpfung des Bronchialkarzinoms entwickeln Wissenschaftler aus Saarbrücken und Stuttgart. Sie arbeiten an Wirkstoffen, die eingeatmet werden können und deren Angriffspunkt das Enzym Telomerase ist. Das als Tumormarker bekannte Enzym ist entscheidend für die Vermehrung von Krebszellen verantwortlich. Durch die Hemmung der Telomerase könnte auch das unkontrollierte Wachstum der Krebszellen verhindert werden.Show moreBronchialkarzinom
08.04.2009, 22:00 Uhr
Chronobiologische Erkenntnisse galenisch umgesetzt
Am 15. April 2009 wird in Deutschland eine neuartige Prednison-Formulierung mit verzögerter Wirkstofffreisetzung eingeführt. Sie ist zur Behandlung der mäßigen bis schweren rheumatoiden Arthritis zugelassen und eignet sich besonders für diejenigen Patienten, die stark unter morgendlicher Gelenksteifigkeit leiden. Die Entwicklung dieser Prednisontablette (Lodotra®) wurde durch neue Erkenntnisse zur Chronobiologie von Entzündungsmediatoren möglich.Show moreRheumatoide Arthritis
08.04.2009, 22:00 Uhr
Weihrauch besitzt dermatologisches Potenzial
Bereits seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Heilkunde und Volksmedizin angewandt, stehen Extrakte aus Weihrauchharzen heute im Focus vieler wissenschaftlicher Arbeiten. Als besonders biologisch aktive Komponenten gelten Boswelliasäuren, für die bereits verschiedene Wirkmechanismen postuliert sind. Bei der Suche nach speziellen Zielproteinen für Boswelliasäuren ließ sich ein hochaffines Target identifizieren, das in auch psoriatischer Haut vermehrt vorliegt. Daraus könnten sich neue Forschungsansätze zur Verwendung von Weihrauchextrakten in topischen Dermatika ergeben.Show morePflanzliche Heilmittel
08.04.2009, 22:00 Uhr
10-valenter Impfstoff deckt drei zusätzliche Serotypen ab
Seit Anfang April steht der neue 10-valente Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Synflorix® europaweit zur Verfügung. Säuglinge und Kleinkinder lassen sich dadurch besser vor invasiven Pneumokokkeninfekten sowie akuten Mittelohrentzündungen schützen als mit der bislang zur Verfügung stehenden 7-valenten Vakzine. Denn die neue Vakzine enthält drei zusätzliche Serotypen, die vor allem in Europa vorkommen. Er ist zugelassen zur aktiven Immunisierung von Säuglingen und Kleinkindern gegen invasive Erkrankungen und Mittelohrentzündungen durch Streptococcus pneumonie ab einem Alter von sechs Wochen bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr.Show morePneumokokken-Konjugatimpfstoff
08.04.2009, 22:00 Uhr
Fortschritt in der Diagnose von Parkinson-Plus-Syndromen
Sogenannte Parkinson-Plus-Syndrome sind selten; es gibt allerdings eine hohe Dunkelziffer, da es oft zu Fehldiagnosen kommt z. B. Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer oder Depressionen. Für zwei dieser schwierig zu diagnostizierenden neurodegenerativen Erkrankungen wurden jetzt eindeutige diagnostische Kriterien vorgelegt: für die Multisystematrophie und die progressive supranukleäre Blickparese. Damit stehen Ärzten nun erstmals klare Kriterien zur Erfassung potenziell betroffener Patienten zur Verfügung.Show moreNeurodegenerative Erkrankungen
01.04.2009, 22:00 Uhr
Hauttoxizitäten unter neuen onkologischen Wirkstoffen
Neue Substanzen in der Onkologie zeigen Nebenwirkungen, die unter einer klassischen Zytostatikatherapie nicht oder nur in geringem Ausmaß auftreten. Dies trifft vor allem auf Inhibitoren der Tyrosinkinase und auf EGFR-Blocker zu, deren Einsatz meist mit kutanen Veränderungen einhergeht. Eine sorgfältige Aufklärung des Patienten, eine adäquate Hautpflege sowie lokale und systemische Therapien können die kutanen Reaktionen lindern.Show moreDermatologie
01.04.2009, 22:00 Uhr
„PCa-Screeningstudien sind nicht aussagekräftig!“
In der aktuellen März-Ausgabe von Lancet Oncology hatte Priv.-Doz. Dr. Hans-Hermann Dubben vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf den laufenden Prostatakarzinom(PCa)- Screeningstudien jeglichen Nutzen abgesprochen. Wir haben mit ihm über die widersprüchlichen Zwischenergebnisse der amerikanischen PLCO-Studie und der europäischen ERSPC-Studie gesprochen und ihn um seine Einschätzung gebeten.Show moreInterview
01.04.2009, 22:00 Uhr
Längere osteoanabole Therapie mit Teriparatid möglich
Das Parathormon-Fragment rhPTH (1-34) (Teriparatid, Forsteo®) hat von der Europäischen Zulassungsbehörde die Zulassung für die Verlängerung der Behandlungsdauer von maximal 18 auf 24 Monate erhalten. Vor allem Patienten mit hohem Frakturrisiko sollen von dieser verlängerten osteoanabolen Therapie profitieren.Show moreSchwere Osteoporose
01.04.2009, 22:00 Uhr
Studie zur Gewichtszunahme unter Kontrazeptiva
Innerhalb von drei Jahren liegt die durchschnittliche Gewichtszunahme bei Anwendung einer Drei-Monatsdepotspritze von Medroxyprogesteron bei 5,1 kg. Bei Anwendung oraler Kontrazeptiva wurde keine Gewichtzunahme im Vergleich zu nicht-hormonellen Verhütungsmethoden beobachtet, wohl aber ein Anstieg des Körperfettanteils. So das Ergebnis einer prospektiven Studie mit über 700 Frauen.Show moreVerhütung
01.04.2009, 22:00 Uhr
Moxifloxacin bei Infektionen des oberen Genitaltraktes
Für das Fluorchinolon Moxifloxacin wurde die Zulassung für die Behandlung von leichten bis mäßig schweren entzündlichen Erkrankungen des Beckens erweitert. Damit können Infektionen des oberen weiblichen Genitaltraktes einschließlich Salpingitis und Endometritis nun auch mit einer Monotherapie mit Moxifloxacin statt wie bisher mit einer Antibiotika-Dreifachkombination behandelt werden, sofern Moxifloxacin-resistente Gonokokken ausgeschlossen werden können.Show moreZulassungserweiterung
01.04.2009, 22:00 Uhr
Zweifel am Nutzen des PSA-Screenings bleiben
Ob ein PSA-Test Männer davor bewahren kann, an einem Prostatakarzinom zu sterben, ist umstritten. Aufschluss über den Nutzen sollen u. a. zwei zurzeit in Europa und den USA laufende randomisierte Studien geben. Soeben veröffentlichte Zwischenergebnisse der amerikanischen Studie untermauern den Verdacht, dass zwar durch den PSA-Test mehr Prostatakarzinome diagnostiziert werden und die Krebsbehandlungen zunehmen, aber nicht die Überlebenschancen. Zwischenergebnisse der europäischen Studie sehen auf den ersten Blick günstiger aus.Show moreProstatakarzinom
01.04.2009, 22:00 Uhr

Hypertonie
Der erhöhte arterielle Blutdruck, systolisch wie diastolisch, ist weltweit die häufigste kardiovaskuläre Erkrankung und mit einer Reihe von schweren Spätschäden verbunden. Es besteht ein direkter linearer Zusammenhang zwischen der Höhe des Blutdrucks und dem kardiovaskulären Gesamtrisiko und damit auch zu den zwei der häufigsten und schwersten Volkskrankheiten, der Herzinsuffizienz und dem Schlaganfall. | Von Prof. Dr. med. Thomas HerdegenShow morePharmako-logisch!
25.03.2009, 23:00 Uhr
Keine eindeutigen Vorteile, aber auch keine Nachteile
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat seinen Abschlussbericht zum Einsatz langwirksamer Insulinanaloga bei Typ-2-Diabetes veröffentlicht. Das Fazit: Es gibt keine Belege für einen Vorteil langwirksamer Insulinanaloga im Vergleich zu herkömmlichem Humaninsulin bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes. Auch wenn inzwischen zum Insulin Glargin die Ergebnisse einer Fünf-Jahres-Studie vorliegen, so sind der mögliche langfristige Nutzen und Schaden dieser Substanzgruppe noch immer nicht ausreichend untersucht.Show moreLangwirksame Insulinanaloga
25.03.2009, 23:00 Uhr
Besonderheiten bei der Pharmakotherapie
Aufgrund einer vaskulären oder diabetischen Nephropathie unterziehen sich in Deutschland rund 65.000 bis 70.000 Patienten einer regelmäßigen Dialyse. Neben der terminalen Niereninsuffizienz liegen meist weitere Komorbiditäten vor, so dass eine komplexe Pharmakotherapie erforderlich ist. Besonderes Augenmerk gilt hier der renalen Anämie und den Störungen des Calcium- und Knochenstoffwechsels.Show moreHämodialyse
25.03.2009, 23:00 Uhr
Hypertonie – Wichtige Neben- und Wechselwirkungen
In der Hypertoniebehandlung müssen verschiedene grundsätzliche Nebenwirkungen beachtet werden. Dazu zählen ein plötzlicher zu starker Blutdruckabfall ebenso wie eine Kardiodepression, Ödembildung oder Elektrolytverlust. Sie bestimmen in hohem Maße auch das Interaktionspotenzial.Show more25.03.2009, 23:00 Uhr
Bösartigkeit von schwarzem Hautkrebs einschätzen
Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg ist der Nachweis gelungen, dass die Konzentration eines löslichen Wachstumsfaktors, des Angiopoietins 2 (Ang-2), der im Blut von Melanompatienten zirkuliert, ein präziser Marker für das Fortschreiten und das Stadium des malignen Melanoms ist [1]. Die Forscher erhoffen nicht nur eine bessere Verlaufskontrolle der Erkrankung; der Wachstumsfaktor könnte auch Zielstruktur für therapeutische Maßnahmen sein.Show moreAus der Forschung
25.03.2009, 23:00 Uhr
Hypertonie – Die Pathophysiologie
Meistens lässt sich die Ursache für einen erhöhten Blutdruck nicht ermitteln, man spricht von primärer oder essenzieller Hypertonie (Abb. 1). Sie erfordert immer eine lebenslange Behandlung! Sind die Störungen bekannt (z. B. eine Nierenarterienstenose), handelt es sich um eine sekundäre arterielle Hypertonie. Die Beseitigung der Ursache normalisiert dann auch den Blutdruck.Show more
25.03.2009, 23:00 Uhr
Neues estradiolbasiertes orales Kontrazeptivum
Ein neues orales Kontrazeptivum, das Estradiolvalerat mit dem Gestagen Dienogest kombiniert enthält (Qlaira® , gesprochen "Klära"), hat die Zulassung erhalten. Da bereits während der gastrointestinalen Resorption im Organismus der Valeratrest abgespalten wird, sollen alle estrogenbedingten Wirkungen ausschließlich durch "natürliches" Estradiol vermittelt werden. Bislang konnte das im Menschen wirkende Estradiol nicht direkt in oralen Kontrazeptiva eingesetzt werden, da der Zyklus nur unzureichend kontrolliert werden konnte.Show moreEmpfängnisverhütung
25.03.2009, 23:00 Uhr
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