Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Studierende laden zum Fertigarzneimittelseminar ein
Am 27. Mai 2026 laden die Studierenden des 8. Pharmaziesemesters der Goethe-Universität Frankfurt zum Fertigarzneimittelseminar (FAS) ein. In diesem Jahr dreht sich dabei alles um das Thema Reisen und Impfungen.Show moreModerne Krebsmedizin: Fortschritte und Herausforderungen
Rund eineinhalb Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland mit einer Krebserkrankung, die in den vorangegangenen fünf Jahren entdeckt wurde – Tendenz steigend. Ein Grund ist der zunehmende Anteil alter Menschen an der Bevölkerung, ein anderer sind die Fortschritte der Krebstherapie. Sie sorgen nicht nur für mehr Heilungserfolge, sondern vor allem dafür, dass Tumorpatienten länger als früher mit der Erkrankung leben. Beide Entwicklungen stellen die moderne Krebsmedizin vor erhebliche Herausforderungen, wie beim 29. Deutschen Krebskongress deutlich wurde.Show moreGrüner Tee gegen Warzen – ist das ein Erfolgskonzept?
In klinischen Phase-III-Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei immunkompetenten Patienten zeigte sich, dass die dreimal tägliche Behandlung mit Veregen 10% über bis zu 16 Wochen signifikant wirksamer war als die Behandlung mit Placebo in Bezug auf die vollständige sichtbare Abheilung aller äußerlichen Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich. Wir sprachen mit Prof. Dr. Eggert Stockfleth vom Hauttumorcentrum Charité (HTCC) an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Berlin, über die Einsatzmöglichkeiten der Salbe aus Grünem Tee-Extrakt.Show moreGelenkverschleiß: Da kann man nichts machen ... oder?
Empfehlungen der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft zur Arthrosetherapie
Von Kirsten Lennecke
Hunderte Tuben Diclofenac-Gel gehen jeden Tag über den HV-Tisch in unseren Apotheken. Diese Gele werden bei akuten Verletzungen wie Prellungen und Zerrungen verwendet, aber sehr häufig auch langfristig gegen Arthrose. Die Patienten behandeln damit Schmerzen in den Knien, in der Hüfte, in der Schulter. Fragt man sie, wie es ihnen hilft, so fragen die Patienten oft zurück: "Wieso fragen Sie? Haben Sie denn eine andere, eine bessere Empfehlung?" Der Markt mit Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung von Arthrose ist groß und unübersichtlich. Welche Therapieempfehlungen gibt die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft? Welche Empfehlung können Apotheker darüber hinaus geben?
Show moreGlatirameracetat im Frühstadium wirksam
Die frühzeitige Gabe von Glatirameracetat (Copaxone®) kann die Konversion zur klinisch manifesten multiplen Sklerose verzögern. So das Ergebnis einer internationalen, multizentrischen Studie mit knapp 500 Patienten. Den Studienautoren und Kommentatoren zufolge zeigen diese Resultate, dass Glatirameracetat ähnlich wirksam ist wie Beta-Interferone.Show moreMucopolysaccharid im Tierversuch wirksamer als Heparin
Sowohl Mucopolysaccharidpolysulfat (MPS) als auch Heparin haben eine durchblutungsfördernde und gerinnungshemmende Wirkung. Sie eignen sich daher besonders zur Verhinderung und Behandlung von Hämatomen. Die Wirkung beider Substanzen auf verschiedene Parameter der Blutgerinnung wurde jetzt im Tierversuch überprüft. Dabei zeigte sich, dass die Wirksamkeit von MPS der von Heparin nach topischer Applikation offensichtlich überlegen ist.Show moreTamoxifen nicht zusammen mit Paroxetin einsetzen
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG) warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor gleichzeitiger Paroxetin- und Tamoxifen-Einnahme. Anlass sind die Ergebnisse einer im British Medical Journal veröffentlichten Kohortenstudie, nach der bei Brustkrebspatientinnen unter gleichzeitiger Paroxetin- und Tamoxifen-Einnahme die Sterblichkeitsrate höher lag als bei anderen Antidepressiva.Show moreImpfstoffe durch Zucker tropentauglich und preisgünstiger
Britische Wissenschaftler haben eine effektive und preiswerte Technik entwickelt, Impfstoffe gegen hohe Temperaturen widerstandsfähig zu machen: Lebende Impfviren werden in eine Zuckerlösung gegeben und dann langsam auf einem Filter getrocknet. Als Testorganismen wurden ein Adenovirus und ein Vaccinia-Virus eingesetzt. Der Impfstoff kann nach Rehydration verwendet werden; die Testviren überlebten mehrere Monate bei Temperaturen von 45 °C. Klinische Studien müssen nun Sicherheit und Wirksamkeit der temperaturstabilen Impfstoffe belegen.Show moreZu intensive Behandlung erhöht das Mortalitätsrisiko
In jüngster Zeit mehren sich Untersuchungen, die die These stützen, dass unter bestimmten Umständen eine strenge HbA1c-Einstellung in Nähe des Normwertes bei Typ-2-Diabetikern mit einer höheren Mortalität assoziiert ist, als eine konventionelle Therapie. Eine retrospektive Kohortenstudie, die die Daten von fast 50.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes analysierte, bestätigte nun diese Vermutung.Show moreGeneralprobe für eine Pandemie
Nochmal Glück gehabt? Im Rückblick stellt sich der bisherige Verlauf der Neuen Grippe (umgangssprachlich Schweinegrippe) wie eine Probe für den wirklichen Ernstfall dar: Eine Pandemie war es mit Blick auf die weltweite Ausbreitung des A(H1N1)-Virus von Mensch zu Mensch. Aber, dank der schwachen Pathogenität des Virus, kein Vergleich zu den Katastrophen früherer globaler Influenzawellen. Für die Impfstoffproduktion und die Wirksamkeit zieht der Hersteller eine positive Bilanz. Doch bleiben hier auch Fragen offen, die auf einem Symposium diskutiert wurden.Show moreSchwerhörig durch Schmerzmittel?
Acetylsalicylsäure, Paracetamol und nicht-steroidale Antirheumatika scheinen vor allem bei Jüngeren zu einem Verlust des Hörvermögens zu führen. Besonders gefährdet sind nach einer Auswertung der Health Professionals Follow-up-Study unter 50-jährige Männer, die regelmäßig Paracetamol einnehmen.Show moreErhöhtes Diabetesrisiko unter Statinen?
Eine aktuelle Metaanalyse zeigt einen Zusammenhang zwischen einer Statintherapie und dem vermehrten Auftreten von Diabetes. Da aber das diabetogene Risiko der Statine als gering eingestuft wird, erscheint derzeit keine Intervention bei mit Statinen behandelten Patienten erforderlich. Der Nutzen der Statine wird höher eingeschätzt als ihr vergleichsweise geringer Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.Show moreImmunglobulin zur Reinfektionsprophylaxe
Das Hepatitis-B-Immunglobulin Zutectra® ist seit Ende 2009 in Europa zur HBV-Reinfektionsprophylaxe bei erwachsenen, HBV-DNA-negativen Patienten ab dem sechsten Monat nach einer Lebertransplantation zugelassen. Es wird subkutan injiziert und ist seit 15. Februar 2010 in Deutschland verfügbar.Show moreKieselalgen als Hoffnungsträger für Leukämietherapie
Eine Arbeitsgruppe der norwegischen Universität Bergen untersuchte Extrakte aus verschiedenen Kieselalgen (Diatomeen) in Screeningversuchen auf ihre Wirksamkeit an Leukämiezelllinien. Die Ergebnisse zeigen ermutigende zelltoxische Eigenschaften. Sogar Zellklone mit bekannter Resistenz gegen Zytostatika wurden von den Einzellerextrakten in die Knie gezwungen.Show moreUS-Gutachter fordern Marktrücknahme von Rosiglitazon
In den USA werden Forderungen laut, Rosiglitazon wegen seiner Kardiotoxizität vom Markt zu nehmen. Das ist der New York Times vom 20. Februar 2010 zu entnehmen, die sich auf einen vertraulichen Regierungsbericht beruft. Allein im dritten Quartal 2009 sollen der FDA 304 Todesfälle unter dem Glitazon gemeldet worden sein. Die Gutachter des Berichts sehen in Pioglitazon eine wesentlich risikoärmere Alternative: Pro Monat könnten rund 500 Herzinfarkte und 300 Fälle von Herzinsuffizienz verhindert werden, wenn auf Rosiglitazon zugunsten von Pioglitazon verzichtet würde, so die Hochrechnung.Show moreErhöhtes Mortalitätsrisiko bei Lungenkrebs
Eine Post-hoc-Analyse der Women’s Health Initiative (WHI) kommt zum Schluss, dass die postmenopausale Estrogen- und Progesterongabe das Risiko für die Sterblichkeit an Lungenkrebs erhöht. Dieses Ergebnis gesellt sich zu den bereits bekannten unerwünschten Wirkungen einer Hormonersatztherapie und wird von einem Kommentator als "weiterer Sargnagel der postmenopausalen Hormongabe" bezeichnet.Show moreModerater Sport tut Herzkranken gut
Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nehmen seltener als andere Herzkranke an Rehabilitationsmaßnahmen teil. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass spezielle Trainingsprogramme ihre Belastbarkeit erhöhen und die Lebensqualität steigern können.Show moreMultimodale Behandlung als neues Therapiekonzept
Wie Trendforscher prognostizieren, werden die Gesellschaften in Ländern mit hoher Lebenserwartung schon bald mit erheblichen Herausforderungen durch die hohe Anzahl kognitiv beeinträchtig-ter Menschen zu kämpfen haben, wenn es keine effektive Therapien zur Verhinderung oder Behandlung von Alzheimer und verwandten Demenzen gibt. Nach Schätzungen werden sich die Demenz-Prävalenzraten innerhalb eines Geburtenjahrgangs ab dem 65. Lebensjahr alle fünf Jahre verdoppeln. Neue und innovative Konzepte für die Demenztherapie sind daher unabdingbar.Show moreWie sich Mikroorganismen zu Biofilmen zusammenrotten
Bestimmte Mikroorganismen können von einer Lebensform als bewegliche Einzelgänger zur sesshaften Koloniebildung übergehen. Dieser als Biofilm bezeichnete Zustand verhilft ihnen zu einem größeren Widerstand gegen widrige Umweltbedingungen. So wird die Resistenz gegen Antibiotika erhöht, aber auch die Fähigkeit, durch Interaktion im Biofilm Infektionen auszulösen. Wissenschaftler haben jetzt für Cholera-Vibrionen entscheidende Komponenten des Signalwegs zur Biofilm-Bildung aufgeklärt. Damit eröffnen sich auch Optionen für neue Therapieansätze.Show moreKommt der Impfstoff gegen Helicobacter pylori?
Mit weltweit nahezu einer Million Neuerkrankungen pro Jahr ist das Magenkarzinom die zweithäufigste maligne Erkrankung und hat zudem bei begrenzten therapeutischen Optionen eine sehr schlechte Prognose. Ein zentraler Faktor in der Pathogenese der Erkrankung ist das gramnegative Bakterium Helicobacter pylori. Seit etwa 20 Jahren wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Erreger von Magengeschwüren geforscht, bislang erfolglos. Jetzt zeigte eine klinische Studie von Magdeburger Medizinern, die einen Impfstoff mit einer neuartigen Zusammensetzung testeten, positive Ergebnisse.Show moreBluthochdruck wirkungsvoll senken
Ein erhöhter Blutdruck erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Als hyperton und damit behandlungsbedürftig gelten heute Blutdruckwerte von über 140/90 mmHg, die mehrfach in Ruhe gemessen wurden. Heute stehen eine Vielzahl von Wirkstoffen und Therapieprinzipien zur Verfügung. Die meisten Patienten benötigen für eine effektive Blutdruckkontrolle eine individuell abgestimmte, komplexe Kombinationstherapie.Show moreRasches Handeln ist nötig
Ein akuter Herzinfarkt erfordert rasches Handeln. Wenn die verstopften Herzkranzgefäße schnell wieder durchgängig gemacht werden, können Gewebeschäden verhindert werden. Ziel ist es, durch den möglichst frühen Einsatz kathetergestützter Interventionen und den Einsatz von Thrombozytenaggregationshemmern das Ausmaß der Myokardschäden zu reduzieren und die Restenoseraten deutlich zu senken.Show moreAtherosklerose: besiegbar, aber nicht besiegt
Auf dem diesjährigen Pharmacon Davos sorgten die Vorträge zur Atherosklerose-Entstehung und zur Bedeutung der Risikofaktoren für Diskussionsstoff. Seit Jahren vertritt Prof. Dr Sucharit Bhakdi die Hypothese, dass die Entstehung der Atherosklerose nur eine Ursache hat: eine Überlastung des Abtransports von Cholesterin aus der Gefäßwand. Danach werden Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes mellitus erst dann gefährlich, wenn zuviel LDL in die Gefäßwand eindringt und nicht mehr über HDL entsorgt werden kann (DAZ 2010, Nr. 5, S. 98).Show moreParoxetin lässt Brustkrebssterblichkeit steigen
Werden Brustkrebspatientinnen mit Tamoxifen und parallel dazu mit dem Antidepressivum Paroxetin behandelt, wird die Umwandlung von Tamoxifen in seine aktiven Metaboliten eingeschränkt. Als Folge dieser Wechselwirkung steigt die Brustkrebssterblichkeit bei den betroffenen Patientinnen. Das hat eine im British Medical Journal veröffentlichte Kohortenstudie gezeigt.Show moreVorsicht beim Austausch retardierter Arzneistoffe
Durch eine Retardierung können viele Therapieziele besser erreicht werden: die Wirksamkeit kann erhöht und das zu schnelle Anfluten von Antihypertensiva vermieden werden. Doch gerade bei retardierten Arzneistoffen sollten Einnahmehinweise beachtet und die Austauschbarkeit immer wieder hinterfragt werden.Show moreDen Herzrhythmus wieder herstellen
Vorhofflimmern ist vor allem eine Erkrankung älterer Menschen. So muss jeder vierte heute 40-jährige damit rechnen, eines Tages daran zu erkranken. Die größte Gefahr des Vorhofflimmerns ist der Schlaganfall. Eine weitere Folge ist die Herzinsuffizienz.Show moreRechtliches
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