Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Was der neue AMTS-Aktionsplan in petto hat
Zum 1. April 2026 hat das Bundeskabinett einen neuen Aktionsplan für Arzneimitteltherapiesicherheit beschlossen. Insgesamt 20 Maßnahmen sollen dazu beitragen, die AMTS zu stärken. Von den Ideen ist noch nichts in Stein gemeißelt: Die Ansätze werden zunächst erarbeitet bzw. erprobt.Show morearzneimittel-und-therapie
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Arzneimitteltherapiesicherheit
22.04.2026, 15:50 Uhr
Ivermectin als neue Option zur innerlichen Anwendung?
Sie sind lästige und perfekt an den Menschen angepasste Plagegeister: Kopfläuse. Viele Betroffene erinnern sich mit Schrecken an die Begegnung mit den scheinbar unbezwingbaren Parasiten. Oral angewendetes Ivermectin, ein bisher vor allem in der Veterinärmedizin eingesetztes Antiparasitikum, zeigte sich in einer Vergleichsstudie an Kindern mit schwer zu therapierendem Kopflausbefall dem topisch angewendeten Phosphorsäureester Malathion überlegen.Show moreKopflausbefall
14.04.2010, 22:00 Uhr
Tumore überlisten Immunabwehr
Die Immunabwehr wird normalerweise durch Proteine aktiviert, die von Tumoren gebildet werden. Zumindest eines dieser Signalproteine ist allerdings auch daran beteiligt, das Abwehrsystem zu täuschen. Unter seinem Einfluss bildet der Tumor eine Schutzschicht und wird dann nicht mehr als schädliches Gewebe erkannt: Der Krebs kann sein Wachstum ungehindert fortsetzen.Show moreAus der Forschung
14.04.2010, 22:00 Uhr
Chemotherapie des alten Tumorpatienten
Unter Berücksichtigung altersabhängiger Besonderheiten können auch alte Tumorpatienten von einer zytotoxischen Behandlung profitieren. Grundlage für die Therapieentscheidung sind ein geriatrisches Assessment und entsprechend adaptierte Behandlungsprotokolle.Show moreOnkologie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Capsaicin-Pflaster – neue Option in der Schmerztherapie
Die medikamentöse Therapie von Patienten mit peripheren neuropathischen Schmerzen ist bis heute oft nicht zufriedenstellend und mit einer Reihe unerwünschter Wirkungen verbunden. Zusätzlich wird die Behandlung durch Wechselwirkungen, einen langsamen Wirkungseintritt, sowie schlechte Patienten-Compliance erschwert. Mit dem Wirkstoffpflaster Qutenza stellt die Astellas Pharma GmbH nun eine neue therapeutische Option zur Verfügung, die direkt am Entstehungsort der peripheren neuropathischen Schmerzen ansetzt und aufgrund der topischen Applikation kaum zu systemischen Nebenwirkungen führt.Show moreNeuropathie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Kombination mit Infliximab nach Methotrexat-Monotherapie
Den Ergebnissen einer schwedischen Studie zufolge könnte sich bei einer frühen rheumatoiden Arthritis folgendes Vorgehen bewähren: Eine dreimonatige Gabe von Methotrexat, der bei ungenügendem Ansprechen eine Kombination aus einem TNFα-Inhibitor plus Methotrexat folgt.Show moreFrühe rheumatoide Arthritis
14.04.2010, 22:00 Uhr
Clopidogrel/Omeprazol-Interaktion ohne Folgen?
Nicht nur die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA rät davon ab, bei einer Clopidogrel-Behandlung den Protonenpumpenblocker Omeprazol einzusetzen. Auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt, nach Möglichkeit auf die routinemäßige Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol zu verzichten. Denn durch Interaktionen kann die Wirksamkeit des Thrombozytenaggregationshemmers Clopidogrel herabgesetzt werden. Das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko soll steigen. Eine neue Metaanalyse kann diesen Zusammenhang nicht bestätigen.Show moreHerzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
14.04.2010, 22:00 Uhr
Neuer Xanthinoxidase-Hemmstoff Febuxostat
Febuxostat (Adenuric®) ist ein neuer nicht Purin-selektiver Hemmstoff der Xanthinoxidase, der als Alternative zu Allopurinol zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen indiziert ist, die bereits zu Uratablagerungen geführt haben. Mit der Febuxostatbehandlung sollte erst nach vollständigem Abklingen eines akuten Gichtanfalls begonnen werden.Show moreHyperurikämie
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dienogest: neue Therapieoption bei Endometriose
Endometriose wird häufig erst spät erkannt. Vielleicht weil das Beschwerdebild mit Blutungsstörungen und starken Unterbauchschmerzen dem typischen "Frauenleiden" gleicht und deshalb von Ärzten wie von Patientinnen nicht ernst genommen wird. Bisheriger Standard für die medikamentöse Therapie waren GnRH-Analoga. Mit der Einführung des Gestagens Dienogest (Visanne®) für die Indikation Endometriose erweitert sich die Palette der Möglichkeiten. Für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch bleibt der chirurgische Eingriff aber die einzige Option, die Fertilität zu verbessern.Show moreGegen Dysmenorrhoe und Blutungsstörungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Einfache Diagnose durch Darmbakterien
Die Zahl der im menschlichen Darmtrakt vorkommenden Bakterien wird auf etwa 100 Trillionen geschätzt. Ein Ungleichgewicht dieser Keime kann zu Darmerkrankungen führen und – umgekehrt – bei verschiedenen Erkrankungen kann ein unterschiedliches Artenspektrum beobachtet werden. So findet man bei Patienten mit Morbus Crohn weniger Bakterien der Art Faecalibacterium prausnitzii , bei Colitis ulcerosa hingegen tritt dieser Keim vermehrt auf. Dies könnte für eine einfache Diagnostik hilfreich sein, bietet zudem aber auch Therapieoptionen.Show moreDarmerkrankungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Orale MS-Therapie ist „durchaus vielversprechend“
Cladribin und Fingolimod sind nach Einschätzung des ärztlichen Beirats der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) zur oralen Behandlung der multiplen Sklerose "durchaus vielversprechend". Die Nebenwirkungen seien derzeit aber noch schwer abzuschätzen. Der ärztliche Beirat bezieht sich auf die Ergebnisse von drei Studien, die kürzlich veröffentlicht wurden.Show moreDeutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
07.04.2010, 22:00 Uhr
Pharmakotherapeutische Möglichkeiten
Psychostimulanzien erhöhen die Freisetzung oder die Präsenz von biogenen Aminen im synaptischen Spalt, insbesondere von Dopamin und Noradrenalin. Im Gegensatz zu den Antidepressiva lösen sie keine depressiven Stimmungen, sondern erhöhen die Konzentrationsfähigkeit und vermindern die Hyperaktivität von ADHS-Patienten.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
DNA-Kontamination in Rotarix
Jüngst verbreitete sich die Meldung, dass "mithilfe neuer Analysenmethoden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen" DNA des Porcinen Circovirus Typ 1 (PCV-1) im oralen Impfstoff Rotarix® nachgewiesen wurde. Und zwar nicht nur in einer der letzten Impfstoff-Chargen, sondern von Anfang an. Also auch das Virus-Saatgut und die Ausgangs-Zellbank, die für die Herstellung des Impfstoffes verwendet wird, sind kontaminiert [1].Show moreRotavirus-Impfstoff
31.03.2010, 22:00 Uhr
Die Diagnose und Pathogenese
Die Diagnose ADHS ist eine Ausschlussdiagnose. Oft ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen schwierig. Bezeichnungen wie "Zappelphilipp" und "Hans Guck-in-die-Luft" lassen erahnen, wie unterschiedlich die Symptome ausgeprägt sein können. Sie treten in der Regel vor dem siebten Lebensjahr in Erscheinung und wandeln sich mit dem Älterwerden. Wie es zu diesen Störungen kommt, ist unklar. Strittig ist nach wie vor, ob es sich um eine eigene Krankheitsentität handelt oder um ein Syndrom mit vielfältigen Ursachen. Sicher ist jedoch, dass ADHS nicht nur eine Kinder- und Jugenderkrankung ist, sondern auch als eine zu lange unterschätzte Krankheit im Erwachsenenalter persistieren kann.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
Das therapeutische Vorgehen
Nach den Leitlinien zur Therapie der ADHS im Kindes- wie Erwachsenenalter ist der Einsatz von Psychostimulanzien wie Methylphenidat und Amphetamin die wirksamste medikamentöse Therapie. Sie führt zur Remission der Grundsymptome, aber nach Beendigung treten die Symptome wieder auf. Der Erfolg der Pharmakotherapie ist unter anderem auch abhängig vom Umfeld des Patienten, soziale Probleme können ihn erschweren.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
Spinale Muskelatrophie: Medikamentöse Therapie möglich?
Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine genetisch bedingte neuromuskuläre Erkrankung, die in verschiedenen Formen auftreten kann. Mit einer Häufigkeit von 1:6000 bei Lebendgeborenen ist sie nach der Mukoviszidose die zweithäufigste rezessiv vererbte Erkrankung beim Menschen. Nachdem kanadische Forscher bereits früher festgestellt hatten, dass ein bestimmtes Enzym bei SMA-Patienten übermäßig aktiv ist, konnten sie jetzt im Tierversuch durch Hemmung dieses Enzyms die Lebensdauer erkrankter Mäuse signifikant verlängern.Show moreNeuromuskuläre Erkrankungen
31.03.2010, 22:00 Uhr
Zellulärer Defekt mit erhöhter Krebsanfälligkeit ist therapierbar
Amerikanische und israelische Wissenschaftler haben einen zellulären Defekt gefunden, der die Entstehung von Krebserkrankungen offensichtlich begünstigt. Gleichzeitig konnten sie mit einem neuartigen Präparat, das derzeit in klinischen Phase-I-Studien getestet wird, die durch den entarteten Zellstoffwechsel entstandenen Krebszellen erfolgreich bekämpfen.Show moreAus der Forschung
31.03.2010, 22:00 Uhr
Produktinformation für Yasmin® wird aktualisiert
Die Bayer Schering Pharma AG wird die Produktinformation für ihr orales Kontrazeptivum Yasmin® (3 mg Drospirenon und 0,03 mg Ethinylestradiol) in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktualisieren und die Ergebnisse von vier epidemiologischen Studien aufnehmen. So wird künftig darauf hingewiesen, dass das Risiko einer Thrombose unter Drospirenon höher liegt als bei älteren Wirkstoffen.Show moreOrale Kontrazeptiva
31.03.2010, 22:00 Uhr
Fixkombination aus Clopidogrel und ASS
Ab 15. April 2010 wird in Deutschland mit DuoPlavin® Filmtabletten eine Fixkombination aus Clopidogrelhydrogensulfat und ASS verfügbar sein, wie Sanofi-Aventis bekannt gab. Die Fixkombinationstablette enthält 75 mg Clopidogrelhydrogensulfat und 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS) und ist indiziert bei erwachsenen Patienten, die bereits Clopidogrel und ASS einnehmen.Show moreAkutes Koronarsyndrom
31.03.2010, 22:00 Uhr
Duloxetin zur Langzeitbehandlung der Depression
Die Indikation des selektiven Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmers Duloxetin (Cymbalta®) wurde erweitert. Die Europäische Kommission hat auf Basis einer aktuellen Langzeitstudie die bisherige Zulassung für schwere depressive Episoden um den Indikationsbereich schwere depressive Erkrankungen ergänzt.Show moreIndikationserweiterung
31.03.2010, 22:00 Uhr
Welches Insulin nach Versagen oraler Therapie?
Einer aktuellen Studie zufolge sollten Typ-2-Diabetiker, die auf eine orale Therapie nicht mehr ansprechen, ein basales Insulin erhalten. Ist die Blutzuckerkontrolle dann noch immer unzulänglich, kann zusätzlich prandiales Insulin appliziert werden.Show moreDiabetes
31.03.2010, 22:00 Uhr

ADHS
Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) gehören zu den häufigsten Störungsbildern im Kindes- und Jugendalter. 3 bis 10% aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Im Erwachsenenalter sind mehr Menschen von ADHS betroffen als von Depression oder Schizophrenie. Pharmakotherapeutika der ersten Wahl sind Psychostimulanzien, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gut verträglich und nicht organtoxisch sind. Der Einsatz von Psychostimulanzien kann das Risiko für spätere Suchterkrankungen reduzieren. | Von Thomas HerdegenShow morePharmak-Logisch!
31.03.2010, 22:00 Uhr
Gene beeinflussen das Krankheitsrisiko
Wie bei allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen auch bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) die Gene eine Rolle. Die Mechanismen, über die das Krankheitsrisiko auf genetischer Ebene beeinflusst wird, sind allerdings noch weitgehend unbekannt. Ein internationales Forscherteam konnte nun einen neuen genetischen Risikofaktor für die KHK identifizieren. In einem bekannten Risikogen wurden zwei Einzelnukleotid-Polymorphismen entdeckt, die das Risiko des Trägers dieser Genvariante eine KHK zu entwickeln annähernd verdoppeln.Show moreKoronare Herzkrankheit
31.03.2010, 22:00 Uhr
Eltrombopag für chronische Immunthrombozytopenie
Die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat Eltrombopag (Revolade) am 11. März 2010 für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) nach Splenektomie zugelasssen, die auf andere Therapien wie Glucocorticoide oder Immunglobuline refraktär sind. Darüber informierte jetzt der Hersteller GlaxoSmithKline.Show moreOraler Thrombopoetin-Rezeptoragonist
24.03.2010, 23:00 Uhr
Blockade des EGF-Rezeptors mit Panitumumab
Der humane Antikörper Panitumumab (Vectibix®) ist ein Baustein der zielgerichteten Therapie beim metastasierten kolorektalen Karzinom. Unter bestimmten Voraussetzungen – in diesem Fall bei Vorliegen eines nicht-mutierten KRAS-Gens – kann durch die Blockade des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) ein verlängertes progressionsfreies Überleben erzielt werden. Zwei neue Phase-III-Studien befassen sich mit der Kombination aus einer klassischen Chemotherapie und dem Antikörper Panitumumab.Show moreDarmkrebs
24.03.2010, 23:00 Uhr
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