Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Krebs durch chronische Entzündungsreaktion?
Entzündungsreaktionen sind Ausdruck eines aktivierten Immunsystems und können dazu beitragen, der Entstehung von Tumoren entgegenzuwirken. Aber chronische Entzündungen können einer Krebsentstehung den Weg bahnen. Gut dokumentiert ist dies vor allem im Gastrointestinaltrakt.Show moreGastrointestinaltrakt
30.06.2010, 22:00 Uhr
Lapatinib zur First-line-Kombinationstherapie
Die Europäische Zulassungsbehörde hat jetzt die Kombination von Lapatinib (Tyverb®) mit einem Aromatasehemmer für die Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem metastasiertem Brustkrebs, deren Tumore ErbB2 (HER2) überexprimieren und die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind, zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
30.06.2010, 22:00 Uhr
„Die Sicherheit ist nicht erwiesen!“
Prof. Dr. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zeichnet sich als Koautor mitverantwortlich für die vor einem Jahr veröffentlichte IQWiG/AOK-Studie, in der ein dosisabhängiges Krebsrisiko unter Insulin Glargin festgestellt worden war. Im Gespräch mit der DAZ erläutert er, warum aus seiner Sicht auch vor dem Hintergrund neuer Daten keine Entwarnung gegeben werden kann.Show moreDAZ-Interview
30.06.2010, 22:00 Uhr
Zulassung für Fingolimod bei schubförmiger MS beantragt
Mit dem Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptor-Modulator Fingolimod kann die zerstörerische Wirkung autoaggressiver Lymphozyten in Gehirn und Rückenmark gehemmt werden. Klinische Studien zeigen bei schubförmiger multipler Sklerose eine Reduktion der jährlichen Schubrate im Vergleich zu Placebo um 50 bis 60% und eine Überlegenheit gegenüber intramuskulär appliziertem Interferon-beta-1a. Fingolimod (in den USA vorgesehener Handelsname Gilenia®) befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren in den USA und Europa.Show moreNeues aus der MS-Forschung
30.06.2010, 22:00 Uhr
Antidepressiva bei neuropathischen Diabetesfolgen
Diabetes mellitus geht nicht nur auf die Gefäße, sondern auch auf die Nerven. Bis zu 50% der Diabetiker entwickeln eine diabetische Polyneuropathie, die schmerzhaft sein kann. Oft zieht sie Schlafstörungen und psychische Erkrankungen nach sich. Weil die Nervenschädigung pathomechanistisch weit oben steht, spielen – ungeachtet ihrer Indikationsbezeichnung – Antikonvulsiva und Antidepressiva eine wichtige Rolle in der Diabetestherapie. Ein Symposium beim Diabeteskongress beleuchtete Eignung und Unterschiede der Wirkstoffe.Show moreDiabetes mellitus
23.06.2010, 22:00 Uhr
Lupus: Molekularbiologische Zusammenhänge nachgewiesen
Wissenschaftler der Universität Münster haben erstmals gezeigt, wie bestimmte Moleküle zur Entwicklung einer systemischen Autoimmunität beitragen können. An einem Mausmodell und dann durch Untersuchungen an Patienten wurde die entscheidende Rolle von zwei Proteinen bei der Entstehung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) nachgewiesen [1]. Diese Ergebnisse könnten Grundlage neuer Therapieansätze für den SLE, aber auch andere Autoimmunerkrankungen sein, die auf ähnliche Mechanismen zurückzuführen sind.Show moreAutoimmunerkrankungen
23.06.2010, 22:00 Uhr
„Keine routinemäßige Ezetimib-Verordnung!“
Die in der Vergangenheit veröffentlichten Studien zu Ezetimib (Ezetrol®, Inegy®) haben mehr Fragen als Antworten aufgeworfen und Zweifel an dem Nutzen des Cholesterinsenkers hervorgerufen. Neuen Auftrieb hat die Diskussion durch eine vor Kurzem im European Heart Journal veröffentlichte Studie erhalten, nach der Ezetimib die proatherogenen LDL-Subfraktionen erhöht (s.a. DAZ 24/2010, S. 35). Wir haben mit Prof. Dr. Heiner Berthold vom Interdisziplinären Stoffwechselzentrum der Charité Berlin und Coautor der Studie über die Bedeutung dieser Ergebnisse gesprochen. Wir wollten wissen, welche Konsequenzen für die Praxis zu ziehen sind. Ist der Einsatz von Ezetimib noch zu rechtfertigen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?Show moreDAZ-Interview
23.06.2010, 22:00 Uhr
Bereichert Lasofoxifen die Therapie?
Im Arsenal der Wirkstoffe zur Therapie der Osteoporose hat der selektive Estrogenrezeptor-Modulator (SERM) Raloxifen mittlerweile einen festen Stellenwert. Durch die Interaktion mit verschiedenen Estrogenrezeptoren im Körper entfalten SERM neben der Hemmung des Knochenabbaus eine Vielzahl an Wirkungen. Ein weiterer SERM ist Lasofoxifen, das versucht in den Kreis der etablierten Substanzen aufzusteigen. Eine Studie untersuchte den Einfluss auf das Frakturrisiko, das Risiko für Brustkrebs und für kardiovaskuläre Erkrankungen.Show moreOsteoporosetherapie
23.06.2010, 22:00 Uhr
Erhöhtes Krebsrisiko unter Sartanen?
Einer soeben erschienen Metaanalyse zufolge scheinen Sartane das Krebsrisiko geringfügig zu erhöhen. Da die Patienten überwiegend mit Telmisartan (Micardis®, Kinzalmono®) behandelt worden waren, lastet der Verdacht in besonderem Maße auf diesem Angiotensin-II-Rezeptorblocker. Der Hersteller Boehringer Ingelheim sieht keine Gefahr. Eine interne Sicherheitsanalyse zeige kein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen unter Telmisartan.Show moreAngiotensin-II-Rezeptorblocker
23.06.2010, 22:00 Uhr
Häufiger Diabetes durch Betablocker und Diuretika
Unter der Therapie mit Betablockern und Diuretika scheint häufiger Diabetes aufzutreten. Das verdeutlicht ein jetzt beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichter Bericht. Es konnte ein signifikanter Unterschied in der Entwicklung des Typ-2-Diabetes unter antihypertensiver Behandlung gezeigt werden. Unter Diuretika und/oder Betablocker war die Diabetesinzidenz am höchsten, eine mögliche präventive Wirkung haben ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker.Show moreAntihypertonika
23.06.2010, 22:00 Uhr
Sildenafil-Derivat in Instant-Kaffee
Der Magic Power Coffee soll allein auf rein pflanzlicher Basis die Lust bei Männern und Frauen gleichermaßen steigern. Die FDA warnt vor der Verwendung dieses Nahrungsergänzungsmittels. In dem Instant-Kaffee wurde Hydroxythiohomosildenafil gefunden, das mit dem in Viagra ® enthaltenen Sildenafil verwandt ist.Show moreFDA-Warnung
23.06.2010, 22:00 Uhr
„Ezetimib-Atherogenität ist nicht belegt!“
Ezetimib ist in Deutschland als Ezetrol® und in Kombination mit Simvastatin als Inegy® im Handel. Der Hersteller, MSD Sharp und Dohme, hat zu der European-Heart-Journal-Studie [Berneis K. et al. doi:10.1093/eurheartj/ehq181)] wie folgt Stellung genommen.Show moreStellungnahme von MSD Sharp & Dohme
23.06.2010, 22:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Olmesartan?
In zwei großen Studien sollte gezeigt werden, dass das Antihypertensivum Olmesartan bei Typ-2-Diabetikern die Progression einer diabetischen Nephropathie verlangsamen kann. Doch in beiden Studien stieg unter dem Angiotensin-II-Rezeptorblocker überraschend das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle. Die FDA hat dies zum Anlass genommen, das kardiovaskuläre Sicherheitsprofil von Olmesartan zu überprüfen.Show moreFDA prüft
16.06.2010, 22:00 Uhr
Eribulin verlängert Gesamtüberlebensdauer
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Phase-III-Studie belegen eine deutliche Verlängerung der durchschnittlichen Gesamtüberlebensdauer bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs durch Eribulin-Mesylat. Bei der Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentierte Eisai Inc. die Auswertung der EMBRACE-Studie [1], einer offenen, randomisierten, multizentrischen Studie an 762 Patientinnen mit lokal rezidivierendem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor bereits mindestens zwei Chemotherapien erhalten hatten.Show moreMammakarzinom
16.06.2010, 22:00 Uhr
Tumorsuppressor-Moleküle führen gemeinsam zur Apoptose
Das Protein p53 fungiert als Tumorsuppressor. Es unterbindet die Zellteilung, wenn die DNA Schäden aufweist. Wird die Erbsubstanz nicht repariert, kann der Zelltod, die Apoptose, eingeleitet werden. Auf diese Weise ist es möglich, die krebsgefährdete Zelle aus dem Organismus zu entfernen. Mutationen des Gens p53 und – damit verbunden – die Bildung nicht funktionsfähiger Proteine können zu Tumoren führen. Jetzt konnte gezeigt werden, dass die Kooperativität zwischen mehreren p53-Molekülen letztlich darüber entscheidet, ob die Apoptose eingeleitet wird oder ob die Zelle überlebt.Show moreAus der Forschung
16.06.2010, 22:00 Uhr
Warum Ezetimib Arterien wohl nicht schützen kann
Patienten, bei denen mit einem Statin der Cholesterinspiegel nicht ausreichend zu senken ist, sollten von einer Zusatztherapie mit Ezetimib profitieren. Doch die Ergebnisse verschiedener Studien ließen Zweifel an dem Zusatznutzen von Ezetimib aufkommen. Jetzt wurde möglicherweise eine Erklärung dafür gefunden. Ezetimib scheint proatherogene LDL-Subfraktionen zu erhöhen und damit positive Effekte der Cholesterinsenkung zu antagonisieren.Show moreCholesterinsenker
16.06.2010, 22:00 Uhr
Vitamin-B12-Spiegel sinkt unter Metformin
Eine neue Studie untermauert die Beobachtung, dass eine Langzeittherapie mit Metformin den Vitamin-B12-Spiegel senken und den Homocystein-Spiegel erhöhen kann. Die Autoren der Studie empfehlen daher, bei Metformin-Behandlung regelmäßig den Vitamin-B12-Spiegel zu kontrollieren und gegebenenfalls zu substituieren. Zu einer generellen Substitution des Vitamins unter Metformin-Therapie raten sie jedoch im Gegensatz zu anderen Experten nicht.Show moreTyp-2-Diabetes
16.06.2010, 22:00 Uhr
Add on: Liraglutid senkt Blutzucker stärker als Sitagliptin
Inkretinmimetika bieten ein großes Potenzial, die Stoffwechselkontrolle beim Diabetiker ohne Gewichtszunahme und ohne Hypoglykämien zu erreichen. In der ersten offenen Vergleichsstudie zwischen einem GLP-1-Analogon und einem DPP-4-Inhibitor bei Typ-2-Diabetikern führte Liraglutid zu einer stärkeren Blutzuckersenkung und Gewichtsabnahme als Sitagliptin.Show moreDiabetes mellitus Typ 2
16.06.2010, 22:00 Uhr
Quo vadis Diabetes-Versorgung?
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft wurde die zweite Auflage des "Weißbuch Diabetes" vorgestellt, ein Update der 2006 veröffentlichen Auflage. Es bewertet die aktuelle Situation und weist Wege für die dringend notwendige nationale Strategie im Umgang mit der Volkskrankheit.Show moreWeissbuch Diabetes in Deutschland
16.06.2010, 22:00 Uhr
Hormonblockade bei resistentem Prostatakarzinom
Mit einem neuen Androgen-Rezeptor-Antagonisten wurden in einer klinischen US-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom längerfristige Remissionen erzielt. MDV3100 ist im Gegensatz zu den bisherigen Antiandrogenen ein reiner Androgenrezeptor-Antagonist und blockiert die nukleäre Translokation des Androgenrezeptors. Er entwickelt keine agonistische Wirkung, falls es im Laufe der Behandlung zu einer Androgenrezeptor-Überexpression kommt. Ein Antiandrogenentzugseffekt wie nach Flutamid oder Bicalutamid ist nicht zu erwarten.Show moreOnkologie
16.06.2010, 22:00 Uhr
Neuer CD20-Antikörper Ofatumumab
Ofatumumab (Arzerra®) ist ein monoklonaler Antikörper gegen das Protein CD20. Er ist angezeigt für die Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die refraktär auf Fludarabin und Alemtuzumab sind. Die Zulassung wurde unter der Auflage erteilt, dass weitere Studiendaten nachgeliefert werden.Show moreChronische lymphatische Leukämie
09.06.2010, 22:00 Uhr
Ethosuximid scheint die beste Wahl zu sein
Ethosuximid und Valproinsäure sind bei der Behandlung von Kindern mit diagnostisch gesicherter Absence-Epilepsie über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten wirksamer als Lamotrigin. Zu diesem Ergebnis kam eine doppelblinde, randomisierte Studie mit zuvor unbehandelten Kindern. Ethosuximid schnitt zusätzlich bei der Messung von Aufmerksamkeitsparametern besser ab als Valproinsäure.Show moreAbsence-Epilepsie bei Kindern
09.06.2010, 22:00 Uhr
Dutasterid plus Tamsulosin für moderate bis schwere BPH
Die Fixkombination Dutasterid plus Tamsulosin (Duodart®) ist seit Ende Mai in Deutschland für die Behandlung moderater bis schwerer Symptome der benignen Prostatahyperplasie (BPH) und für die Risikoreduktion von akutem Harnverhalt und operativen Eingriffen bei Patienten mit moderaten bis schweren BPH-Symptomen zugelassen. Die europäische Zulassung erfolgte bereits Ende März 2010. Ab 15. Juni wird das Duo nun auf dem Markt erhältlich sein.Show moreBenigne Prostatahyperplasie
09.06.2010, 22:00 Uhr
Hoffnungsvolle Therapieoption gegen Sepsis
Jedes Jahr erkranken weltweit etwa 20 Millionen Menschen an einer Sepsis. Als Folge einer bakteriellen Infektion gerät das Immunsystem außer Kontrolle und es kommt zu einer komplexen systemischen Entzündungsreaktion des Organismus. Die Therapiemöglichkeiten sind bislang begrenzt, und bis zu 50% der Patienten sterben. Wissenschaftler haben jetzt im Tierversuch einen neuen Weg zur Bekämpfung von Blutvergiftungen aufgezeigt: durch Blockierung eines spezifischen Enzyms, das während der Entzündung verstärkt aktiviert wird, wurde die Sterberate deutlich gesenkt.Show moreAus der Forschung
09.06.2010, 22:00 Uhr
RANK-Inhibitor Denosumab reduzierte das Frakturrisiko
Die europäischen Behörden haben dem vollhumanen monoklonalen Antikörper Denosumab (Prolia®) die Zulassung erteilt. Er ist indiziert zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko und zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine hormonablative Therapie (Androgendeprivation) bei Männern mit Prostatakarzinom und erhöhtem Frakturrisiko. Denosumab wird zweimal jährlich subkutan injiziert.Show moreNeuer Wirkstoff zugelassen
02.06.2010, 22:00 Uhr
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