Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Auf der Zielgeraden: BTK-Inhibitor bei MS, neue Gentherapie und siRNA
In ihrer April-Sitzung gibt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Startschuss zur Zulassung für drei neue Arzneimittel. Neben einem Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer zur Behandlung der sekundär progredienten multiplen Sklerose (MS) erteilt der Ausschuss für Humanarzneimittel auch ein positives Votum für eine neue Gentherapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie sowie für eine siRNA.Show morearzneimittel-und-therapie
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EMA empfiehlt drei neue Arzneimittel zur Zulassung
24.04.2026, 14:30 Uhr
DPP-4-Hemmer mit vorteilhafter Pharmakokinetik
Linagliptin ist ein neuer Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitor (DPP-4-Inhibitor), der sich zurzeit in der späten Phase III der klinischen Entwicklung befindet. Aufgrund seines pharmakokinetischen Profils könnte er für Typ-2-Diabetiker mit Nierenschädigung geeignet sein. Nach Angaben des Herstellers Boehringer Ingelheim wird die Zulassung in naher Zukunft erwartet.Show moreBehandlung des Typ-2-Diabetes
10.11.2010, 23:00 Uhr
Duloxetin für chronische muskuloskelettale Schmerzen
Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung von Duloxetin (Cymbalta®) auf die Behandlung chronischer muskuloskelettaler Schmerzen erweitert. Duloxetin kann damit in den USA auch zur Behandlung von Arthroseschmerzen und chronischen Rückenschmerzen eingesetzt werden.Show moreFDA-Zulassungserweiterung
10.11.2010, 23:00 Uhr
Das HLA-System entscheidet über Verlauf der HIV-Infektion
Nicht jeder HIV-Infizierte entwickelt auch automatisch die Symptome der Immunschwäche-Krankheit Aids. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt die Ergebnisse ihrer weltweiten Megastudie GWAS (genome-wide association study) vorgelegt. Danach führt eine vergleichsweise geringe Änderung der Aminosäuresequenz im HLA-B-Protein, einer Komponente des Immunsystems, zu einem Schutz vor der Progression der Aids-Erkrankung nach einer HIV-Infektion. Die entsprechende Region auf dem Eiweiß bindet an Viruspeptide und sorgt damit für die weitere Abtötung der Viren.Show moreAids
10.11.2010, 23:00 Uhr
Gefährdet perinatale Nevirapin-Gabe die Folgetherapie?
Rund die Hälfte der weltweit ca. 35 Millionen HIV-infizierten Menschen sind Frauen im gebärfähigen Alter, etwa 2,1 Millionen sind Kinder, von denen die meisten während Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit infiziert wurden. Dank einer verstärkten Prävention der Mutter-Kind-Übertragung durch Nevirapin (Viramune®) ging die Zahl neu infizierter Kinder seit 2002 kontinuierlich zurück. Jüngste Studien nähren jedoch den Verdacht, die peripartale Nevirapin-Gabe könne zu Resistenzen führen, die die Wirksamkeit antiretroviraler Folgetherapien mindern.Show moreAids
10.11.2010, 23:00 Uhr
Mobilisierte Blutstammzellen in der Stammzelltransplantation
Blutstammzellen zur allogenen Stammzelltransplantation gewinnen zunehmend an Bedeutung, da die Blutspende im Vergleich zur Knochenmarkspende weniger belastend ist. Um die Bildung geeigneter Zellen beim Spender anzuregen, wird die Hämatopoese mithilfe von Wachstumsfaktoren angeregt.Show moreTransplantationsmedizin
03.11.2010, 23:00 Uhr
Dabigatran zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat den oralen, direkten Thrombininhibitor Dabigatranetexilat (Pradaxa®) zur Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) zugelassen. Dabigatranetexilat ist nur in den USA für die klinische Anwendung zur Prophylaxe von Schlaganfall und Blutgerinnseln bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen.Show moreSchlaganfallprävention
03.11.2010, 23:00 Uhr
Neue bivalente Schluckimpfung zeigt bessere Ergebnisse
Die Nachrichten erschienen fast gleichzeitig: Während neue Poliofälle in der WHO-Region Europa erstmalig wieder auftraten, zeigt ein neuer oraler Impfstoff gegen Kinderlähmung Erfolg versprechende Ergebnisse. In einer randomisierten klinischen Doppelblind-Studie mit mehr als 800 Neugeborenen konnte die Überlegenheit der neuen bivalenten Polio-Vakzine (bOPV) gegenüber der derzeit verwendeten trivalenten Vakzine gezeigt werden. Die bivalente Vakzine rief eine stärkere Immunantwort gegen die Poliovirus Typen 1 und 3 hervor.Show morePoliomyelitis
03.11.2010, 23:00 Uhr
Wie das HI-Virus in den Zellkern gelangt
Forscher vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen haben jetzt den Mechanismus aufgeklärt, wie das HIV-Genom vom molekularen Transporter CRM1 in den Zellkern gebracht wird. Die Erkenntnisse könnten zukünftig neue Therapiewege zur Behandlung von Aids eröffnen.Show moreAus der Forschung
03.11.2010, 23:00 Uhr
Bestrahlung bringt keinen Vorteil
Bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom unterschied sich nach einer neuen Untersuchung die Überlebenszeit von Patienten, die mit Chemo- und Strahlentherapie behandelt wurden, nicht von der von Patienten, die sich nur einer Chemotherapie unterzogen.Show moreNon-Hodgkin-Lymphom
03.11.2010, 23:00 Uhr
Botulinumtoxin in den USA gegen Migräne zugelassen
Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat Onabotulinumtoxin A (Botox) zur Behandlung von Patienten mit chronischer Migräne zugelassen. Das Medikament dient zur Prävention der charakteristischen Migräne-Kopfschmerzen bei Erwachsenen. Die Behörde reagierte damit auf die Ergebnisse von zwei Phase-III-Studien, die eine signifikante Abnahme der Kopfschmerztage nach Botulinumtoxin-Injektionen gegenüber Placebo-Injektionen zeigten.Show moreChronische Migräne
27.10.2010, 22:00 Uhr
Acetylsalicylsäure kann vor Dickdarmkrebs schützen
Acetylsalicylsäure (ASS) senkt nicht nur das Herzinfarktrisiko. Die Langzeiteinnahme von mindestens 75 mg ASS pro Tag kann auch das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken oder zu versterben, reduzieren. Darauf deuten die Ergebnisse eines 20-Jahre-Follow-up von fünf randomisierten Studien hin.Show moreKolonkarzinom
27.10.2010, 22:00 Uhr
Laninamivir in Japan zugelassen
Ein neues Medikament zur Prophylaxe und Therapie von Infektionen mit Influenzaviren A und B kommt zunächst in Japan auf den Markt. Laninamivir (Inavir®) ist wie Oseltamivir (Tamiflu® ) und Zanamivir (Relenza®) ein Neuraminidaseinhibitor, besitzt aber eine längere Wirkung. Es wird als Pulver über einen speziellen Inhalator (TwinCaps®) appliziert und soll als Einzeldosis die gleiche Wirksamkeit zeigen wie eine fünftägige Anwendung von Oseltamivir.Show moreNeuer inhalierbarer Neuraminidasehemmer
27.10.2010, 22:00 Uhr
Keine erhöhte Missbildungsrate nach Virustatika
Nach den Ergebnissen einer dänischen Studie besteht kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko für Neugeborene, deren Mütter wegen einer Herpes-Infektion im ersten Schwangerschaftsdrittel mit Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir behandelt wurden. Für eine abschließende Bewertung der Teratogenität dieser Substanzen reichen die Daten jedoch noch nicht aus.Show moreArzneimittel in der Schwangerschaft
27.10.2010, 22:00 Uhr
Erhaltungstherapie mit Rituximab
Eine zweijährige Erhaltungstherapie mit Rituximab führt beim follikulären Lymphom zu einer deutlichen Erhöhung der progressionsfreien Überlebenszeit. Obwohl die Nachbeobachtungsperiode noch zu kurz ist, um Aussagen zum Gesamtüberleben zu machen, wird die Erhaltungstherapie mit Rituximab vermutlich zum neuen Standard werden.Show moreLymphome
27.10.2010, 22:00 Uhr
Neues Einsatzgebiet für Nitroglycerin
Schnell wirksame Nitroglycerinpräparate (z. B. Nitrolingual®) sind für Therapie und Rehabilitation der koronaren Herzkrankheit (KHK) essenziell. Akut-Nitrate eignen sich sowohl zur akuten Anfallskupierung als auch als prophylaktische Maßnahme vor einer Belastung.Show moreKoronare Herzkrankheit
27.10.2010, 22:00 Uhr
Mehr Brustkrebs-Todesfälle nach Hormonersatztherapie
Dass eine kombinierte Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko erhöht, ist eine wichtige Erkenntnis der WHI-Studie. Jetzt wurden Ergebnisse einer elfjährigen Nachbeobachtung dieser Studie veröffentlicht. Danach steigt nach einer Hormonersatztherapie die Inzidenz von invasiven Brustkrebserkrankungen, ebenso die Brustkrebs-bedingte Sterblichkeit.Show moreWHI-Follow-up
27.10.2010, 22:00 Uhr
Wie Reboxetin durch Datenselektion wirksam wurde
Mit einer aufsehenerregenden Metaanalyse im British Medical Journal haben die Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gezeigt, wie nur durch Unterschlagung von negativen Daten eine Wirksamkeit des umstrittenen Antidepressivums Reboxetin nachzuweisen war. Vor diesem Hintergrund erneuert das IQWiG seine Forderung an den Gesetzgeber, die Publikationspflicht für alle Studien festzuschreiben, egal ob es sich um neue oder ältere Medikamente handelt.Show moreUmstrittenes Antidepressivum
20.10.2010, 22:00 Uhr
Neuer Therapiestandard für Leukämie
Erstmals konnte durch einen medikamentösen Therapieansatz die Überlebenszeit von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie deutlich verlängert werden. Der zusätzlich zur Standardtherapie aus Fludarabin und Cyclophosphamid gegebene monoklonale Antikörper Rituximab verlängerte das Leben der Patienten im Vergleich zur alleinigen Standardchemotherapie signifikant.Show moreChronische lymphatische Leukämie
20.10.2010, 22:00 Uhr
Schwere Fetopathien durch Sartane
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist darauf hin, dass schwere Fetopathien durch Einnahme von Sartanen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel möglich sind. Der AkdÄ wurden in kurzem Abstand zwei Fälle gemeldet, in denen Sartane trotz bestehender Kontraindikation während der Schwangerschaft eingenommen wurden und es zu fetalen Schäden gekommen ist.Show moreAkdÄ Drug Safety Mail
20.10.2010, 22:00 Uhr
Atypische Knochenbrüche unter Bisphosphonaten
Bisphosphonate, die zur Prophylaxe und Therapie der Osteoporose eingesetzt werden, stehen im Verdacht, bei Langzeitanwendung das Risiko für atypische Frakturen zu erhöhen. Obwohl eine Kausalität nicht erwiesen ist, muss in den USA jetzt in den Produktinformationen aller Bisphosphonate, die im Rahmen einer Osteoporose eingesetzt werden, auf dieses Risiko hingewiesen werden.Show moreOsteoporose
20.10.2010, 22:00 Uhr
Alzheimer-Patienten droht Überdosierung bei altem Dosierungsschema
Memantin-Lösung mit Dosierpumpe
20.10.2010, 22:00 Uhr
Verhaltenstherapie hilft, Stärken und Schwächen zu erkennen
Bei erwachsenen ADHS-Patienten kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein und pharmakotherapie-resistente Symptome lindern. Einer aktuellen Studie zufolge führen der bewusste Umgang mit der Erkrankung und das Erlernen von Strategien zur Problemlösung bei zwei Drittel der Patienten zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden.Show moreADHS bei Erwachsenen
20.10.2010, 22:00 Uhr
Antihypertensive Prinzipien, die sich in einer Fixkombi ergänzen
Die neue Fixkombination Twynsta® enthält den Angiotensinrezeptorblocker Telmisartan und den Calciumkanalblocker Amlodipin. Die Fixkombination ist von der EMA zugelassen für die Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck durch eine Therapie mit Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert werden kann, sowie als Ersatztherapie für Erwachsene, die Telmisartan und Amlodipin bislang in separater Darreichung in der gleichen Dosierung erhalten.Show moreEssenzielle Hypertonie
20.10.2010, 22:00 Uhr
Probleme durch niedrigen Testosteronspiegel
Testosteronmangel führt zu erektiler Dysfunktion, Libidoverlust und erhöhter Depressivität. Dieser Zusammenhang ist seit Langem bekannt. Niedrige Testosteronwerte sind aber auch mit zahlreichen anderen Erkrankungen älterer Männer assoziiert. Auf dem Jahreskongress Männergesundheit 2010 wurden die Ergebnisse unterschiedlicher Studien jetzt vorgestellt: Auch Typ-2-Diabetes, verminderte Knochendichte, metabolisches Syndrom und Übergewicht sind mit einem Testosteronmangel verbunden. Letztlich führt dieser auch zu einer signifikanten Minderung der Lebenserwartung.Show moreTestosteronmangel
20.10.2010, 22:00 Uhr
Tetravalenter Meningokokken-Konjugatimpfstoff schützt
Seit gegen Haemophilus influenzae Typ B und Pneumokokken geimpft wird, sind bakterielle Meningitiden und Blutvergiftungen seltener. Der Fokus richtet sich nun auf die Meningokokken. Ein Konjugatimpfstoff gegen Serotyp C steht bereits seit einiger Zeit zur Verfügung. Mit einem neuen tetravalenten Konjugatimpfstoff ist nun Schutz vor den Serotypen A, W-135 und Y möglich. Neisseria meningitides bereitet den Vakzinologen aber nach wie vor Kopfzerbrechen. Denn die Suche nach einer Vakzine gegen den häufigen Serotyp B verläuft bislang erfolglos.Show moreMeningokokkenimpfung
13.10.2010, 22:00 Uhr
Auszeichnung für Mifarmutid
Das Orphan Drug Mifamurtid (Mepact®) erhielt den 16. PZ Innovationspreis. Mit dem Immunmodulator ist 2010 erstmals seit über 20 Jahren ein neues Medikament zur Behandlung des Osteosarkoms bei Kindern und Jugendlichen auf den deutschen Markt gekommen. Dieser Knochentumor, der oftmals einen tödlichen Verlauf nimmt, ist selten. Daher hat Mifamurtid den Status eines Orphan-Arzneimittels erhalten. Die Zusatztherapie mit Mifamurtid konnte in einer klinischen Studie die Gesamtüberlebensrate der jungen Patienten deutlich erhöhen.Show moreOrphan drug
13.10.2010, 22:00 Uhr
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