Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
EU-Zulassung für Ticagrelor bei akutem Koronarsyndrom
Die Europäische Kommission hat am 6. Dezember 2010 die Zulassung für den oralen Thrombozytenaggregationshemmer Ticagrelor (Brilique™) bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom erteilt. Ticagrelor schützt besser vor kardiovaskulären Ereignissen als Clopidogrel, die Zahl der kardiovaskulären Todesfälle und die Gesamtmortalität sind niedriger als bei Clopidogrel.Show moreNeuer Thrombozytenaggregationshemmer
15.12.2010, 23:00 Uhr
Pfizer plant Marktrücknahme von Sitaxentan
Seit 2007 ist der Endothelinrezeptor-Antagonist Sitaxentan (Thelin®) in Deutschland zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) auf dem Markt. Zwei Fälle von schwerwiegenden, unerwarteten Leberschäden mit tödlichem Verlauf sollen Pfizer jetzt bewogen haben, das Medikament vom Markt zu nehmen, alle Studien mit Sitaxentan wurden gestoppt.Show moreTödliche Leberschäden
15.12.2010, 23:00 Uhr
Kommt die Diätpille aus Bupropion und Naltrexon?
Aus Sicherheitsgründen wurden in diesem Jahr zwei Appetitzügler (Sibutramin und Rimonabant) vom Markt genommen, Qnexa® (Wirkstoffe: Phentermin und Topiramat) und Lorcaserin wurden von den FDA-Gutachtern abgelehnt. Jetzt haben sich die externen Gutachter der FDA für eine Zulassung der Kombination aus dem Antidepressivum Bupropion und dem Opioid-Antagonisten Naltrexon (Contrave®) ausgesprochen. Doch auch zu diesem Medikament gibt es erhebliche Sicherheitsbedenken. So wurden weitere Studien zur kardiovaskulären Unbedenklichkeit gefordert.Show moreAppetitzügler
15.12.2010, 23:00 Uhr
Sauerstoffgehalt bestimmt Verlauf von Chlamydieninfektion
Chlamydieninfektionen sind mit Antibiotika im Allgemeinen gut therapierbar, Resistenzen sind nicht bekannt. Dennoch ist eine Behandlung in zahlreichen Fällen schwierig. Auch ist es verwunderlich, dass sich die Erreger über einen langen Zeitraum in Schleimhäuten einnisten können, ohne vom Immunsystem erfasst und eliminiert zu werden. Wissenschaftler aus Lübeck und Ulm konnten jetzt zeigen, welche Einflüsse der Sauerstoffgehalt in den betroffenen Geweben auf den Verlauf einer Chlamydieninfektion hat [1].Show moreInfektionskrankheiten
08.12.2010, 23:00 Uhr
Alkohol ist die Nummer 1
Üblicherweise wird die Schädlichkeit von Drogen entweder aus medizinischer Sicht und bezogen auf die Folgen des Konsums für ein Individuum beurteilt oder aber es wird versucht, die Folgen aus sozialwirtschaftlicher Sicht abzuschätzen. Für Großbritannien wurde nun eine Zusammenführung dieser beiden Sichtweisen untersucht: Danach ist Alkohol noch vor Heroin und Crack die gefährlichste Droge.Show moreSchädlichkeit von Drogen
08.12.2010, 23:00 Uhr
Weniger Krebstodesfälle unter niedrig-dosierter ASS
Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) scheint nicht nur vor kolorektalen Karzinomen zu schützen. Eine Analyse von randomisierten Studien deutet darauf hin, dass auch das Risiko für weitere Krebserkrankungen wie gastrointestinale Tumore gesenkt werden kann: das Risiko, an den Folgen solcher Krebserkrankungen zu sterben, wurde durch die Langzeitanwendung von Acetylsalicylsäure in einer Größenordnung von 20 bis 30% reduziert.Show moreASS-Langzeitprophylaxe
08.12.2010, 23:00 Uhr
Paracetamol: Ein Wolf im Schafspelz läuft frei herum!
Neue Studien zur Paracetamol-Einnahme in der Schwangerschaft haben Prof. Dr. Dr. Kay Brune vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, der Universität Erlangen-Nürnberg veranlasst, sich die Studienlage zu Paracetamol noch einmal genauer anzuschauen. Im folgenden Gastkommentar untermauert er seine Forderung, Paracetamol zumindest vollständig der Rezeptpflicht zu unterstellen.Show moreGastkommentar
08.12.2010, 23:00 Uhr
Langfristige Reduktion fokaler epileptischer Anfälle
Auf der diesjährigen Neurowoche wurden erstmals Erfahrungen aus der offenen Langzeitbehandlung mit dem Antiepileptikum Eslicarbazepinacetat (Zebinix®) präsentiert. Sie belegen eine anhaltende Wirksamkeit in der längerfristigen Zusatztherapie fokaler epileptischer Anfälle bei Erwachsenen. Auch die Depression als häufige Komorbidität der Epilepsie wird günstig beeinflusst.Show moreAntiepileptika
08.12.2010, 23:00 Uhr
Aflibercept bei feuchter Makuladegeneration
Das Fusionsprotein Aflibercept ist eine neue Möglichkeit zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration. Jetzt liegen für die Aflibercept-Lösung zur Anwendung am Auge (geplanter Handelsname VEGF Trap-Eye) erste Ergebnisse aus Phase-III-Studien vor, die seine Wirksamkeit belegen. Aflibercept wird gemeinsam von Bayer HealthCare und Regeneron Pharmaceuticals, Tarrytown/USA zur Behandlung der AMD entwickelt. Die Zulassungen in Europa und den USA sollen im ersten Halbjahr 2011 beantragt werden.Show moreAltersbedingte Makuladegeneration
08.12.2010, 23:00 Uhr
Neuer Therapieansatz mit TRH-Rezeptor-Antagonisten
Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Charakteristisch sind Kropfbildung, erhöhte Herzschlagfrequenz und hervortretende Augen. Für einen Großteil der – zumeist weiblichen – Patienten ist eine operative oder radioaktive Therapie notwendig. Neben verschiedenen äußeren Faktoren, die die Erkrankung auslösen können, sind es Antikörper, die den TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)-Rezeptor stimulieren. Mit der Entwicklung eines Rezeptor-Antagonisten haben US-Wissenschaftler jetzt einen neuen, vielversprechenden Therapieansatz gefunden.Show moreMorbus Basedow
08.12.2010, 23:00 Uhr
Reaktivierung des Enzyms Telomerase verjüngt Mäuse
Forever young? Das Enzym Telomerase stellt die Endstücke der Chromosomen, die Telomere, wieder her. Bei vielen Zellen geht im Alter auch die Fähigkeit verloren, die Telomerase zu bilden. Dieser Verlust ist mit zahlreichen altersbedingten Erkrankungen in Verbindung gebracht worden. US-Wissenschaftler haben in genetisch manipulierten Mäusen das entsprechende Gen zunächst abgeschaltet, anschließend die Telomerase dann reaktiviert [1]. Der Alterungsprozess der Tiere wurde dadurch nicht nur gestoppt, sondern sogar altersbedingte Veränderungen rückgängig gemacht.Show moreAus der Forschung
08.12.2010, 23:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Trizyklika
Im Gegensatz zu neueren Antidepressiva wie den Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRIs) scheinen ältere, trizyklische Antidepressiva das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu erhöhen. Darauf deutet eine prospektive schottische Beobachtungsstudie hin.Show moreAntidepressiva
08.12.2010, 23:00 Uhr
Mängel in Packungsbeilagen verhindern korrekte Dosierung
In der Laien- und Fachpresse sorgt derzeit eine amerikanische Studie für Aufmerksamkeit, die rezeptfreie flüssige Arzneimittel zur Anwendung bei Kindern hinsichtlich der Angaben der Beipackzettel und der beigelegten Dosierhilfen untersucht hat. Das ernüchternde Fazit: in fast 100 Prozent der untersuchten Fälle fand man widersprüchliche oder verwirrende Angaben, sodass fraglich ist, ob diese Medikamente damit korrekt dosiert werden können.Show moreKinderarzneimittel
08.12.2010, 23:00 Uhr

Kardiale Erkrankungen
In den letzten beiden Jahren waren es neue Antiarrhythmika wie Dronedaron, Ranolazin oder Vernakalant, die Aussicht auf frischen Wind in die Therapie kardialer und kardiovaskulärer Erkrankungen gebracht haben. So wie Hemmstoffe der Blutgerinnung mit der "Einstands-Indikation" Prophylaxe von post-operativen venösen Thromboembolien auf ihre klinische Tauglichkeit geprüft werden, so ist es das Vorhofflimmern, bei dem sich neue Antarrhythmika zunächst bewähren können.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Welche Dosis von Clopidogrel und ASS bei einer PCI?
Eine aktuelle Studie untersucht, ob bei einer perkutanen Koronarintervention (PCI) durch eine Verdoppelung der Clopidogrel- bzw. Acetylsalicylsäure-Dosis bessere kardiovaskuläre Ergebnisse erzielt werden können. Dabei zeigte sich kein überzeugender Vorteil zugunsten der höheren Dosen.Show moreAkutes Koronarsyndrom
01.12.2010, 23:00 Uhr
Kein Einfluss auf kognitive Entwicklung von Säuglingen
Kinder epilepsiekranker Mütter haben doppelt so häufig Fehlbildungen wie Kinder von Frauen ohne Epilepsie. Ob hauptsächlich die Medikation das Fehlbildungsrisiko erhöht oder aber die epileptischen Anfälle selbst, ist nicht eindeutig geklärt. Auffällig ist jedoch eine Zunahme an Fehlbildungen nach einer Kombitherapie oder einer Monotherapie mit bestimmten Antiepileptika. Stillen hat jedoch keinen Einfluss auf die kognitive Entwicklung der Säuglinge. Zu diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Studie an Babys, deren epilepsiekranke Mütter bei unterschiedlicher Medikation stillten.Show moreAntiepileptika
01.12.2010, 23:00 Uhr
Allergische Hautreaktionen: von harmlos bis tödlich
Allergische Reaktionen auf Arzneimittel treten bevorzugt an der Haut auf. Die häufigsten Manifestationen sind Ekzeme und Urtikaria; schwere Ereignisse wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse sind sehr selten. Prof. Dr. Hans Merk, Aachen, und Prof. Dr. Johannes Weiss, Ulm, erläuterten beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress pathophysiologische Grundlagen und Krankheitsbilder allergischer Reaktionen.Show moreAllergische Reaktionen auf Arzneimittel
01.12.2010, 23:00 Uhr
Behandlung von Asthmatikern mit Tiotropium untersucht
Das lang wirksame Anticholinergikum Tiotropiumbromid (Spiriva®) ist in Deutschland zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Kürzlich hat eine amerikanische Studie untersucht, ob sein Einsatz auch Asthmapatienten, deren Erkrankung unter inhalativen Steroiden allein nur unzureichend kontrolliert ist, Vorteile bringen kann.Show moreAsthmatherapie
01.12.2010, 23:00 Uhr

Blutgerinnungsstörungen
Die "Revolution" der plasmatischen Gerinnungshemmung ist in vollem Gange: orale direkte Hemmstoffe von Thrombin (F-II) oder Faktor X (F-X) werden auf ihre Wirksamkeit und Überlegenheit gegenüber Heparinen und Vitamin-K-Antagonisten in großen Studien getestet. Welche Vorteile sind zu erwarten? Bei den Hemmstoffen der Thrombozytenaggregation deutet sich ein Kommen und Gehen an. Mit Prasugrel und Ticagrelor stehen Alternativen zu Clopidogrel zur Verfügung, während die Wirkung von Dipyridamol als wenig nutzvoll gesehen wird.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Update
Die Serie Pharmako-logisch! ist seit fast zwei Jahren fester Bestandteil der DAZ. Ziel dieser Serie war und ist es, aktuelles pharmakologisches Hintergrundwissen auf dem neuesten Stand anzubieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Update der ersten sechs Folgen erstellt. Dabei werden neue Entwicklungen und Diskussionen zu Arzneistoffen und Therapien aufgegriffen, die bei Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Adipositas, Blutgerinnungsstörungen, kardialen Erkrankungen und Schlaganfall von Bedeutung sind. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako– logisch!
01.12.2010, 23:00 Uhr
Pioglitazon ab April 2011 nicht mehr für Kassenpatienten
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will bekanntlich Glitazone und Glinide zur Behandlung des Typ-2-Diabetes von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenkassen ausschließen. Zwar hatte das Bundesministerium für Gesundheit noch um ergänzende Stellungnahmen gebeten, doch nun wird das nach der Marktrücknahme von Rosiglitazon einzige verbliebene Glitazon, das Pioglitazon (Actos ®), zum 1. April 2011 nur noch in begründeten Einzelfällen von der GKV erstattet werden.Show moreTyp-2-Diabetes
01.12.2010, 23:00 Uhr
Protein-„Superklebstoff“ Sororin stabilisiert Chromosomen
Fehlerhafte Zellteilungen können zu Chromosomenschäden, Fehlgeburten oder Tumoren führen. Während der Replikation der DNA werden die beiden Schwesterchromatide mit einem Eiweiß, dem Cohesin, aneinander gebunden. Ein weiteres Protein, das Sororin, ist essenziell für eine stabile Cohesin-Bindung an die DNA. Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien zeigten jetzt die Funktion und Wirkungsweise des Sororins auf, die auch das steigende Risiko für Trisomien bei Kindern älterer Mütter erklärt.Show moreAus der Forschung
01.12.2010, 23:00 Uhr

Adipositas und Atherosklerose
Die Diskussion der sinnvollen und adäquaten Senkung der Blutfette stellt immer wieder die Frage nach den geeigneten Messparametern (LDL, CRP, Dicke der Gefäßintima) sowie nach dem Nutzen von weiteren Lipidsenkern wie Ezetimib und Nicotinsäure als ergänzende Komedikatoren zu den Statinen. Zudem gibt die Pleiotropie der Statine immer wieder Anlass, neue Indikationen wie den Einsatz gegen Krebs zu erforschen.Show moreUpdate
01.12.2010, 23:00 Uhr

Diabetes mellitus
Die aktuelle Diskussion einer modernen Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 beschäftigt sich mit zwei größeren Themenkomplexen: der Wirksamkeit der neuen Inkretin-Mimetika bzw. Gliptine und der optimalen Einstellung des Blutzuckers bzw. der Definition von Untergruppen, die von einem straff eingestellten Blutzucker profitieren.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
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