Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Methylphenidat auch für Erwachsene zugelassen
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bei einigen Methylphenidat-haltigen Arzneimitteln einer Indikationserweiterung auf Erwachsene, die an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, zugestimmt. Bisher war die Zulassung wegen unzureichender Studiendaten auf die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren begrenzt. In Deutschland war die Therapie mit Methylphenidat bei Erwachsenen nur off label möglich, in den USA war eine Altersbeschränkung bereits 2008 aufgehoben worden.Show moreADHS
20.04.2011, 22:00 Uhr
Positive Opinion für langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat für den langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatide 1 x wöchentlich (Bydureon®) die Positive Opinion ausgesprochen. Die Zulassung wurde zur Behandlung des Typ-2-Diabetes in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bzw. Metformin und/oder einem Glitazon eingereicht.Show moreDiabetes Typ 2
20.04.2011, 22:00 Uhr
Everolimus bei neuroendokrinen Tumoren
Everolimus ist ein mTOR-Inhibitor, der zur Behandlung neuroendokriner Tumoren entwickelt wird. Die Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA als Monotherapie und in Kombination mit Octreotid ist beantragt. Everolimus ist unter dem Handelsnamen Certican® bereits für die Prävention einer Organabstoßung bei Herz- und Nierentransplantationen zugelassen.Show moreOnkologie
20.04.2011, 22:00 Uhr
Differenzierter Einsatz der Fixkombinationen
Längst nicht alle Patienten mit Asthma erreichen eine vollständige Symptomkontrolle. Ursache ist oft, dass die Wirkstoffe bei der Inhalation nicht bis in die kleinen Atemwege gelangen. Voraussetzung hierfür sind eine adäquate Galenik mit extrafeiner Verteilung der Wirkstoffpartikel, wie sie bei der Fixkombination von Beclometason und Formoterol gegeben ist, sowie ein Inhalationssystem, das eine gute Lungendeposition fördert. Damit ist auch bei den Fixkombinationen eine differenzierte Therapie angezeigt.Show moreAsthmatherapie
20.04.2011, 22:00 Uhr
Trainingsapotheke und Virtuelles Praktikum
Praxisbezogene Ausbildung an der Universität Mainz
Von Marion Eberlin und Irene Krämer
Die Pharmaziestudierenden der Universität Mainz erwerben seit dem Wintersemester 2010/11 verstärkt Kenntnisse in der patientenorientierten Pharmazie. In einer Trainingsapotheke lernen sie, mithilfe von Computern, aktueller Apothekensoftware und elektronischen Datenbanken die wesentlichen Informationen zu Fertigarzneimitteln abzurufen. Zudem nehmen sie an einem Kommunikationstraining teil und üben in Rollenspielen, ihre Patienten über die korrekte Arzneimittelanwendung zu beraten (Tab. 1).Show more20.04.2011, 22:00 Uhr
Übergewicht erhöht Metastasenund Rezidivrisiko
Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen bei Frauen. Eine britische Studie zeigte vor einigen Jahren auch einen Zusammenhang zwischen einem hohen BMI und verschlechterten Überlebenschancen bei Frauen mit Mammakarzinom. Offensichtlich ist neben Übergewicht auch eine deutliche Gewichtszunahme während einer Brustkrebstherapie mit einer erhöhten Metastasen- und Rezidivrate verbunden. Vor allem Frauen mit einem vor der Diagnose nicht erhöhten BMI haben ein erhöhtes Risiko, erneut an einem Brustkrebs zu erkranken.Show moreMammakarzinom
20.04.2011, 22:00 Uhr
Die Wirkung von Vitamin D auf Gehirn und Nervenzellen
Über viele Jahrzehnte nahm man an, dass Vitamin D nur für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung ist. Doch das Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, wirkt auch in anderen Organen und Geweben, darunter im ZNS und im peripheren Nervensystem. Neueste Forschungsergebnisse belegen sogar, dass Vitamin D bei der Prävention von Erkrankungen wie multipler Sklerose, Depression, Demenz, Morbus Parkinson oder Schlaganfall eine Schlüsselfunktion einnehmen könnte.Show moreUpdate Vitamin D
20.04.2011, 22:00 Uhr
Tuberkulose-Impfstoff in Phase-I-Studie erfolgreich
Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes gegen die Tuberkulose hat sich als langwierig und kompliziert erwiesen. Der ursprünglich verwendete BCG-Impfstoff wird seit über zehn Jahren nicht mehr in Deutschland verwendet, da bei eingeschränkter Wirksamkeit erhebliche Impfkomplikationen auftreten können. Der gentechnisch weiterentwickelte Impfstoff VPM1002, der sich 2008 im Tiermodell als wirksam und sicher erwiesen hatte, hat jetzt auch die klinische Phase-I-Studie bestanden. Jetzt soll der Impfstoff in großen Studien auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft werden.Show moreInfektionskrankheiten
20.04.2011, 22:00 Uhr
Progesteron-Gel gegen Frühgeburten
Ein verkürzter Gebärmutterhals gilt als bedeutender Risikofaktor für eine Frühgeburt. Nach den Ergebnissen einer Multicenterstudie kann mithilfe eines Progesteron-Gels das Risiko für Frühgeburten bei Frauen mit kurzem Gebärmutterhals deutlich gesenkt werden. Auch die Häufigkeit von vorzeitigen Wehen wurde signifikant reduziert und ein deutlicher Effekt auf das Geburtsgewicht der Neugeborenen nachgewiesen. Ausmaß und Art der Nebenwirkungen durch die Applikation des Progesteron-Gels waren mit denen in der Placebo-Gruppe vergleichbar.Show moreSchwangerschaft
20.04.2011, 22:00 Uhr
Erfolg mit Dreier-Kombinationbei multiplem Myelom
Patienten mit einem neu diagnostizierten multiplen Myelom, die sich für eine autologe Stammzelltransplantation eignen, profitieren von einer Kombination aus Thalidomid, Bortezomib und Dexamethason. Im Vergleich zur Kombination aus Thalidomid und Dexamethason konnten durch die zusätzliche Gabe des Proteasom-Inhibitors Bortezomib die Ansprechraten nahezu verdreifacht werden – ein in der Onkologie seltenes Ergebnis. Show moreThalidomid, Bortezomib und Dexamethason
13.04.2011, 22:00 Uhr
Akute Otitis media:Antibiotika um jeden Preis?
Müssen Kinder mit akuter Mittelohrentzündung sofort antibiotisch behandelt werden? In den letzten Jahren hat sich zunehmend die Watchful-waiting-Strategie durchgesetzt, doch zwei neue Studien kamen zu dem Ergebnis, dass eine sofortige antibiotische Behandlung einer Placebo-Behandlung überlegen war (s. DAZ 2011; Nr. 3, S. 36). Muss die Strategie des Zuwartens jetzt neu überdacht werden? Privat-Dozent Dr. Dirk Bassler, Facharzt für Kinderheilkunde und Leiter des Center for Pediatric Clinical Studies an der Kinderklinik der Universität Tübingen, hat die neuen Studien einer kritischen Bewertung unterzogen und sie in den Kontext mit älteren Untersuchungen gestellt.Show moreExpertenrat
13.04.2011, 22:00 Uhr
Angst vor Tsutsugamushi-Fieber in Japan
Das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami am 11. März 2011 in Japan könnten auch die Ausbreitung von Infektionskrankheiten gefördert haben. Das japanische Nationale Institut für Infektionskrankheiten warnt jetzt vor einer Ausbreitung des Tsutsugamushi-Fiebers (Milben-Fleckfiebers), da die als Überträger fungierende Herbstgrasmilbe durch Erdrutsche auch in zuvor nicht gefährdete Gebiete gelangt sein könnte. Die in vielen Gebieten ohnehin schwierigen hygienischen Verhältnisse können darüber hinaus zu einer weiteren Ausbreitung beitragen.Show moreInfektionskrankheiten
13.04.2011, 22:00 Uhr
Duloxetin gegen Schmerzen in Füßen und kribbelnde Händen
Jeder fünfte Diabetiker entwickelt im Verlauf der Erkrankung eine diabetische Polyneuropathie. Mit herkömmlichen Analgetika ist gegen die Schmerzen und Missempfindungen in den Händen und vor allem den Füßen und Beinen im Allgemeinen nichts auszurichten. Eine effektive Linderung der Beschwerden vermittelt der Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin (Cymbalta®).Show moreDiabetische Polyneuropathie
13.04.2011, 22:00 Uhr
Wenn das Blutungsrisiko unter ASS und Clopidogrel steigt
Die Thrombozytenaggregationshemmer Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel erhöhen schon als Monotherapie das Risiko für gastrointestinale Blutungen. Dieses Risiko steigt, wenn beide Substanzen kombiniert werden und es wird zusätzlich durch weitere Wirkstoffe wie NSAIDs, orale Antikoagulanzien und Corticosteroide erhöht. In welchem Ausmaß, das wurde in einer soeben publizierten Fall-Kontroll-Studie untersucht. Die Ergebnisse bieten eine Hilfestellung für die Nutzen-Risiko-Abwägung im Rahmen der Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen.Show moreInteraktionen
13.04.2011, 22:00 Uhr
Fingolimod verändert die zentrale Immunabwehr
Fingolimod, im März als erstes orales MS-Medikament zugelassen (Gilenya®), beeinflusst maßgeblich die Verteilung der weißen Blutkörperchen im Blut – aber auch in der Zerebrospinalflüssigkeit, wie eine deutsche Forschergruppe an Fingolimod-behandelten Patienten nachgewiesen hat. Dies könnte darauf hindeuten, dass, ähnlich wie unter Natalizumab, Patienten anfälliger für Infektionen im ZNS werden.Show moreMultiple Sklerose
13.04.2011, 22:00 Uhr
Mit Almotriptan kommt zweites rezeptfreies Triptan
Bislang stand mit Naratriptan (Formigran®) nur ein Triptan für die Selbstmedikation einer zuvor eindeutig diagnostizierten Migräne zur Verfügung. 2009 wurde mit Almotriptan ein weiterer Vertreter partiell aus der Verschreibungspflicht entlassen, jetzt wird er zum 1. Mai 2011 unter dem Namen Dolortriptan® eingeführt.Show moreSelbstmedikation der Migräne
13.04.2011, 22:00 Uhr
Boceprevir und Telaprevir bessern Hepatitis C
Der Therapieerfolg bei der durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursachten Infektionskrankheit ist abhängig vom Genotyp des Virus. Bei den Genotypen 2 und 3 ist die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich höher als beim Genotyp 1. Die derzeitige Standardtherapie bei Erkrankungen mit dem in den USA und Europa verbreiteten Genotyp 1 ist unbefriedigend. Zwei neue Studien zeigen jetzt eine deutliche Verbesserung der Behandlung auch beim HCV vom Genotyp 1 durch den Protease-Inhibitor Boceprevir. Ebenfalls erfolgreich verliefen Studien mit dem verwandten Wirkstoff Telaprevir.Show moreProteaseinhibitoren
06.04.2011, 22:00 Uhr
Prävention mit Pioglitazon senkt Typ-2-Diabetesrate
Die Therapie des Typ-2-Diabetes mit Glitazonen scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Troglitazon musste wegen Lebertoxizität vom Markt genommen werden, Rosiglitazon wegen erhöhter kardiovaskulärer Risiken. Pioglitazon (actos®) steht seit dem 1. April 2011 nur noch in Ausnahmefällen für gesetzlich versicherte Diabetiker zur Verfügung. Dass Glitazone dennoch wirksame Antidiabetika sind mit einem möglicherweise nicht zu unterschätzenden Potenzial für die Prävention, untermauert jetzt eine Studie, nach der Pioglitazon bei Prädiabetes die Manifestation eines Typ-2-Diabetes um 72% senken konnte.Show moreGestörte Glucosetoleranz
06.04.2011, 22:00 Uhr
Hilft eine Diät bei ADHS?
Kann eine ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) durch diätetische Maßnahmen gelindert werden? Mit dieser Frage befasste sich eine niederländische Arbeitsgruppe. Ihr Fazit: Eine Eliminationsdiät kann klären, ob die ADHS durch die Ernährung beeinflusst wird. Von einer Diät aufgrund von IgG-Bluttests ist abzuraten.Show moreAufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
06.04.2011, 22:00 Uhr
HPV-Impfung auch bei Männern wirksam
Von einer Impfung gegen humane PapillomaViren (HPV) können möglicherweise nicht nur Frauen, sondern auch Männer profitieren. Auch hier kann die Entstehung von Krebsvorstufen verhindert werden. Aufgrund der kurzen Beobachtungszeit können derzeit noch keine Aussagen zum Einfluss auf die Krebshäufigkeit getroffen werden.Show morePapilloma-Viren
06.04.2011, 22:00 Uhr
ADHS-Verschlechterung durch Lebensmittelfarbstoffe?
Nachdem in der sogenannten "Southampton-Studie" für Kleinkinder unterschiedlicher Altersgruppen nach dem Trinken einer Mischung aus Lebensmittelfarbstoffen und dem Konservierungsstoff Natriumbenzoat eine erhöhte Hyperaktivität nachgewiesen worden war [1], ist die Sicherheit von Lebensmittelfarbstoffen immer wieder diskutiert worden. Jetzt hat die USamerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine Tagung zu einer möglichen Exazerbation der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) durch Lebensmittelfarbstoffe anberaumt [2]. Es werden jedoch weder Verbote noch Warnhinweise erwartet.Show moreLebensmittelzusatzstoffe
06.04.2011, 22:00 Uhr
Dabigatran-Kapseln nicht ausblistern!
Das orale Antikoagulans Dabigatranetexilat (Pradaxa®) muss bis zur Einnahme in der Originalverpackung aufbewahrt werden und sollte keinesfalls in Tages- oder Wochendispenser umgefüllt werden. Denn unter Einfluss von Feuchtigkeit zerfällt der Wirkstoff und es droht ein Wirksamkeitsverlust. Darauf weist die FDA hin.Show moreThromboemboliegefahr
06.04.2011, 22:00 Uhr
Wann Medizinprodukte eine GKV-Leistung sind
Eine ältere Dame kommt in die Apotheke mit einem Rezept für ihren Mann. Verordnet sind Macrogol AL® , 50 Beutel. Außerdem hat sie ein BtM-Rezept mit einem starken Schmerzmittel für ihren Mann dabei. Bei Belieferung stellen Sie fest, dass es sich bei Macrogol AL® um ein Medizinprodukt handelt. Darf dieses überhaupt zulasten der Krankenkasse abgegeben werden? Oder hätte es auf einem grünen Rezept verordnet werden müssen? Wie ist überhaupt die Frage der Verordnungsfähigkeit und der Preisberechnung bei einem Medizinprodukt zu handhaben?Show moreNicht auf Rezept
30.03.2011, 22:00 Uhr
Neue Wirkstoffe verbessern die Lungenfunktion
Die Mukoviszidose oder Cystische Fibrose ist in Westeuropa nach der Hämochromatose die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung. Etwa 8000 Menschen leben in Deutschland mit dieser bislang unheilbaren Erbkrankheit und jedes Jahr werden 300 Kinder mit Mukoviszidose geboren. Die Lebenserwartung liegt bei 35 bis 40 Jahren. Typisches Symptom ist die Bildung eines zähflüssigen Schleims in den Bronchien. Neue schleimlösende Wirkstoffe zeigen in klinischen Phase-III-Studien eine Verbesserung der Lungenfunktion.Show moreMukoviszidose
30.03.2011, 22:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung