Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Clascoteron: neues Akne-Arzneimittel ab Juni verfügbar
Clascoteron (Winlevi®) ist ein topisches, verschreibungspflichtiges Akne-Arzneimittel mit neuartigem Wirkprinzip. Im Oktober 2025 erhielt es die europäische Zulassung. Nun soll es ab Juni 2026 auf den deutschen Markt eingeführt werden und über den Großhandel bestellbar sein.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Androgenrezeptor-Antagonist
13.05.2026, 10:00 Uhr
Drei Frühchen sterben an Klebsiella-Infektion
Drei Frühchen sind im Klinikum Bremen-Mitte an einer Klebsiella-Infektion verstorben, vier weitere Babys sind schwer erkrankt. Insgesamt ist der Keim bei 15 Kindern seit August nachgewiesen worden. Derzeit suchen Experten und Behörden nach der Ursache für die Infektionen. Das Bakterium ist für nosokomiale Pneumonien bei immuninkompetenten stationären Patienten bekannt. Klebsiellen besitzen eine natürliche Resistenz gegen Penicillin G und Ampicillin. Als kritisch wird die Verbreitung ESBL (extended-spectrum beta-lactamases)-bildender Stämme gesehen.Show moreKrankenhauskeime
09.11.2011, 23:00 Uhr
Selbstmordgefahr unter Vareniclin besonders hoch?
Eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin (Champix®) und Bupropion (Zyban®) kann mit einem erhöhten Risiko für neuropsychiatrische Nebenwirkungen bis hin zu suizidalem Verhalten verbunden sein. Schon im Juli 2009 hatte die FDA entsprechende Meldungen zum Anlass für einen verschärften Warnhinweis (Boxed Warning) genommen. Eine Auswertung des Adverse-Event-Reporting-Systems (AERS) der FDA legt jetzt den Verdacht nahe, dass eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin wesentlich häufiger zu Depressionen, Suizidgedanken und Selbstmord führt als eine Entwöhnung mit Bupropion.Show moreRaucherentwöhnung
09.11.2011, 23:00 Uhr
Wenn der "Honeymoon" zu Ende geht
Früher oder später schwächt sich bei Parkinsonpatienten die Wirkung der dopaminergen Medikation ab. Das wearing-off genannte Phänomen läutet das Ende des "Honeymoons" ein und ist ein Signal, die Medikation anzupassen. Nur so kann dem Parkinson-Kranken etwas länger eine bessere Lebensqualität erhalten werden. Verschiedene Strategien stehen zur Verfügung, wie Fraktionierung und Retardierung der Medikation, oder die weitgehende Hemmung der Levodopa-abbauenden Enzyme.Show moreMorbus Parkinson
09.11.2011, 23:00 Uhr
Polystyrol-Mikrosphären regen die Wundheilung an
Für therapierefraktäre chronische Wunden steht mit Polyheal™ ein innovatives Medizinprodukt zur Verfügung, das, eingebettet in ein Gesamtkonzept, neue Heilungschancen eröffnet. Negativ geladene Polystyrol-Mikrosphären stoßen den endogenen Wundheilungsprozess an und können zu einer "Wund-Dechronifizierung" führen. Verglichen mit einer Standardtherapie lassen sich höhere Granulationsraten erreichen.Show moreChronische Wunden
09.11.2011, 23:00 Uhr
Diskussion um Todesfälle unter Dabigatran (Pradaxa®)
Ein Rote-Hand-Brief zu dem oralen Gerinnungshemmer Dabigatran (Pradaxa®) hat für Unruhe und Irritationen gesorgt. Ausgelöst durch eine Vorabpublikation der Wochenzeitschrift "Die Zeit" häuften sich Schlagzeilen wie "Tödliche Pillen" (sueddeutsche.de), "Schlaganfall-Mittel wirkt tödlich" (RPonline) oder "Tote nach Einnahme von Schlaganfall-Medikament" (Bild). Was ist der Hintergrund? Und geht von Dabigatran tatsächlich eine unerwartet große Gefahr aus?Show moreGerinnungshemmung
09.11.2011, 23:00 Uhr
PDE-4-Hemmer drängt Exazerbationsstatus zurück
COPD-Patienten, die häufig akute Exazerbationen erleiden, profitieren in besonderem Maße von einer Behandlung mit dem Phosphodiesterase-4-(PDE 4)-Hemmer Roflumilast (Daxas®): Dieser senkt nicht nur die Exazerbationsrate, sondern kann aktuellen Daten zufolge auch bewirken, dass sogenannte "häufige Exazerbierer" zu "seltenen Exazerbierern" werden.Show moreCOPD
02.11.2011, 23:00 Uhr
Therapiekonzepte bei Kopf-Hals-Tumoren
Kombinationstherapien mit dem Antikörper Cetuximab (Erbitux®) verbessern die Behandlungserfolge bei malignen Kopf-Hals-Tumoren. Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Basel wurden verschiedene Therapiekonzepte vorgestellt und der Einfluss von HPV-Infektionen auf den Krankheitsverlauf diskutiert.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Koanalgetika – die anderen Analgetika
Viele Arzneistoffe können Schmerzen reduzieren, ohne im eigentlichen Sinn Schmerzmittel zu sein. Die Trennung zwischen "Analgetika" oder "Koanalgetika" ist unscharf. Im engeren Sinn sind sowohl Koanalgetika als auch Analgetika Substanzen, die an neuronalen Strukturen angreifen und nozizeptive Prozesse abschwächen.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Wie Schmerzen entstehen
Man muss sich immer wieder klar machen, dass Schmerzen (wie alle anderen Sinneseindrücke) "lediglich" das Bewusstsein von neuronalen Erregungen aus spezifischen peripheren Nerven und ihren zentralen aufsteigenden Nervenbahnen sind. Wenn hier pathologische Veränderungen auftreten, dann ändert sich die Schmerzempfindung. Diese pathophysiologischen Veränderungen bestimmen auch die Schmerztherapie, daher sind die Kenntnisse von den nozizeptiven Prozessen eine notwendige Grundlage zum Verständnis der analgetischen Strategien.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
"Pille" senkt Ovarialkrebs- und erhöht Brustkrebsrisiko
Eine langwährende Verhütung mit kombinierten oralen Kontrazeptiva senkt das Ovarialkrebsrisiko. Damit bestätigt eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie mit mehr als 300.000 Frauen den Einfluss von Hormonen auf das Ovarialkarzinom. Für Frauen, die mindestens zehn Jahre lang auf diese Weise verhüteten, ist das Risiko nahezu halbiert im Vergleich zu Frauen, die entsprechende Präparate höchstens ein Jahr lang oder gar nicht anwenden. Allerdings ist mit dieser Verhütung ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko verbunden.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Spezifische Schmerztherapie
In der Schmerztherapie sind es die chronischen Schmerzen, die Patienten wie Ärzte vor große Herausforderungen stellen. Oft ist ein Wechsel zwischen den Wirkstoffen des WHO-Schemas und den Koanalgetika sowie eine invasive Analgesie notwendig. Prinzipiell erfordert eine erfolgreiche Therapie chronischer Schmerzen nicht nur das gekonnte Spiel mit den zur Verfügung stehenden Therapieformen, sondern vor allem eine enge Führung des Patienten.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Verkürzte Wirkung des Impfstoffs bei Adipösen
Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Morbidität und Mortalität und Adipositas war nach der Schweinegrippe-Pandemie (H1N1 2009/2010) beobachtet worden. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist auch die Grippeimpfung bei fettleibigen Menschen weniger wirksam. Die Immunabwehr reagiert bei ihnen schwächer und weniger lang anhaltend auf den Impfstoff. Die Untersuchungen zeigen eine verminderte Antikörperantwort bei adipösen Menschen. Außerdem ist bei ihnen die Aktivierung bestimmter Gedächtniszellen des Immunsystems eingeschränkt.Show moreInfluenza
02.11.2011, 23:00 Uhr

Schmerzspezifische Analgesie
Schmerzen begleiten die meisten Krankheiten. Sie sind ein Alarmsignal aus dem Körper, das auf bedrohliche und zerstörerische Prozesse hinweist. Mit der Beseitigung der Ursachen hören die Schmerzen meist auf, so dass immer eine ursächliche Therapie anzustreben ist. Große Probleme bereiten Schmerzzustände, die sich nicht (mehr) kausal therapieren lassen, Schmerzen aus geschädigten Nervenfasern oder die Verselbstständigung von Schmerzen als Schmerzkrankheit. Die effektive Analgesie aus der Fülle der Analgetika und Koanalgetika erfordert eine klare Diagnose und damit das Verständnis der Schmerzentstehung.
Von Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
02.11.2011, 23:00 Uhr
Senioren zur Impfung raten
Zu Herbstbeginn legen viele Hausärzte ihren über 60-jährigen Patienten nahe, die von der STIKO empfohlene Grippeschutzimpfung durchführen zu lassen. Weniger aktiv wird nach Expertenmeinung auf die ebenfalls für diesen Personenkreis empfohlene Pneumokokken-Impfung hingewiesen. Dabei sind ältere Menschen, genau wie Säuglinge und Kleinkinder, besonders anfällig für Pneumokokken-Erkrankungen und von schweren Verläufen und Todesfällen häufiger betroffen als jüngere Erwachsene.Show morePneumokokken-Infektion
02.11.2011, 23:00 Uhr
Kopfschmerzen bei Kindern rasch behandeln
Kinder und Jugendliche leiden zunehmend häufiger unter Kopfschmerzen. Meist handelt es sich um Spannungskopfschmerzen, seltener um Migräne, sehr häufig treten beide Formen nacheinander auf. Bei Jugendlichen nimmt die Kopfschmerzinzidenz zu, das Bild ähnelt dem bei Erwachsenen. Die medikamentöse Behandlung akuter Attacken von Migräne und Spannungskopfschmerz bei Kindern ist ähnlich, mit Ausnahme der Triptane. Wichtig ist, nach einer sorgfältigen Anamnese, der rechtzeitige Einsatz ausreichender Dosierungen.Show morePädiatrie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Telaprevir zur Behandlung der Hepatitis C
Telaprevir (Incivo®) ist nach Boceprevir ein weiterer neuer Hemmer der HCV-Protease zur Behandlung der Hepatitis C. Der Wirkstoff ist in Kombination mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin zur Behandlung der chronischen Hepatitis C vom Genotyp1 bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (einschließlich Zirrhose) indiziert.Show moreNeuer Proteasehemmer
26.10.2011, 22:00 Uhr
Symptomlinderung unter Rituximab-Therapie
Am chronischen Erschöpfungssyndrom leiden in Deutschland über 300.000 Menschen, die Dunkelziffer ist hoch. Die chronische Erkrankung unbekannter Ätiologie ist charakterisiert durch anhaltende geistige und körperliche Erschöpfung in Kombination mit weiteren spezifischen Symptomen. Nach einem Zufallsbefund haben Wissenschaftler jetzt einen überraschenden therapeutischen Effekt bei CFS-Patienten mit Rituximab (MabThera®) erzielt. Der monoklonale Antikörper wird zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen und Lymphomen eingesetzt.Show moreChronisches Erschöpfungssyndrom
26.10.2011, 22:00 Uhr
Impfung kann Entwicklung nicht verhindern
Große Hoffnung in der Behandlung des Typ-1-Diabetes wird in die Immuntherapie gesetzt. In einer aktuellen Studie konnte allerdings ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung durch Anwendung eines Glutamatdecarboxylase-Impfstoffs (GAD) innerhalb der ersten drei Monate nach Diagnose nicht erreicht werden. Dennoch sollte die Option, Betazellen vor autoimmunen Angriffen zu schützen, weiter verfolgt werden, so die Autoren.Show moreTyp-1-Diabetes
26.10.2011, 22:00 Uhr
Multimodales Therapiekonzept für Opioide
PET-Untersuchungen belegen, dass der Körper ein "endogenes opioiderges System" besitzt, über das er Schmerzreize kontrolliert. Die Wirkung der Opiate macht man sich in der Schmerztherapie vor allem bei chronisch Schmerzkranken zunutze. Dabei ist auf eine gut verträgliche Behandlung zu achten und darauf, dass die Medikamente in ein multimodales Behandlungskonzept eingebettet werden, so hieß es beim Deutschen Schmerzkongress in Mannheim.Show moreSchmerztherapie
26.10.2011, 22:00 Uhr
Neuer selektiver Alpha-2-Rezeptoragonist zur Sedierung
Die europäischen Behörden haben den selektiven Alpha-2-Rezeptoragonisten Dexmedetomidin (Dexdor ®) zur Sedierung erwachsener, intensivmedizinisch behandelter Patienten zugelassen. Mit Dexmedetomidin wird eine relativ geringe Sedierungstiefe erzielt, die ein Erwecken durch verbale Stimulation noch erlaubt.Show moreDexmedetomidin zugelassen
26.10.2011, 22:00 Uhr
Weniger ist mehr
Eine prospektive Beobachtungsstudie mit älteren Frauen sieht in der langfristigen Supplementation von Vitaminen und Mineralstoffen keinen Nutzen und weist für einige Nahrungsergänzungsmittel auf eine Korrelation zwischen der langfristigen Einnahme und einer erhöhten Mortalitätsrate hin.Show moreNahrungsergänzungsmittel
26.10.2011, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz gegen aggressive Viren
Hendra- und Nipah-Viren sind für einige lokal begrenzte Ausbrüche bei Haustieren (besonders Pferden und Schweinen) und Menschen verantwortlich, auf die sie durch Tröpfcheninfektion oder Einatmen von Urin-haltigen Aerosolen übertragen werden. Die Infektionen besitzen eine hohe Letalität, da die Viren neben Pneumonien auch Enzephalitiden hervorrufen können. Jetzt wurden die Ergebnisse von ersten erfolgreichen Therapien gegen Hendra- und Nipah-Viren mit einem spezifischen monoklonalen Antikörper veröffentlicht.Show moreAus der Forschung
26.10.2011, 22:00 Uhr
Best of the year
Vom 30. September bis 4. Oktober 2011 fand in Basel die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie statt. Zum Auftakt wurden in der Plenarsitzung wichtige Entwicklungen in diesem Jahr aus der Sicht eines Onkologen, Hämatologen und Radiologen dargelegt.Show moreOnkologie und Hämatologie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Hoffnung auf völlig neue Therapieansätze
Noch unbefriedigend sind die Behandlungsmöglichkeiten bei der pulmonalen Hypertonie. Derzeit wird dabei auf verschiedenen Ebenen versucht, neue Therapieansätze zu entwickeln, wobei zunehmend auch die Veränderungen im Bereich des rechten Herzens in den Fokus rücken und die Möglichkeiten, über die Regulation des endogenen Vasodilatators NO direkt Einfluss auf die Pathogenese zu nehmen.Show morePulmonale Hypertonie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Botulinumtoxin befreit von neurogenen Beschwerden
Am 23. September 2011 hat Botox® (Botulinumtoxin Typ A) die Zulassung zur Migräne-Behandlung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Zeitgleich erfolgte die Zulassung des Präparates für neurogen bedingte Inkontinenz. Damit erweitert sich das Indikationsspektrum der verfügbaren Botulinumtoxin-Zubereitungen weiter.Show moreMigränetherapie
19.10.2011, 22:00 Uhr
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