Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Tecovirimat Siga bei Mpox nicht mehr zugelassen
Menschen mit Mpox dürfen Tecovirimat künftig nicht mehr erhalten, die Zulassung wird beschränkt. Grund ist eine fehlende Wirksamkeit. Bei Pocken und Kuhpocken bleibt das Virostatikum weiter zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Rote-Hand-Brief
18.05.2026, 11:00 Uhr

Geriatrische Pharmazie
Biologische und pharmakologische Grundlagen
Markus Zieglmeier | Im Alter verändern sich mit den Strukturen des menschlichen Körpers auch die Wirkungen vieler Arzneimittel. Im Vordergrund stehen dabei eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Arzneimittelwirkungen und pharmakokinetische Veränderungen, die meist verstärkte und verlängerte Wirkungen zur Folge haben. In der Geriatrie wird versucht, diesen Gegebenheiten durch Anpassung der Dosierungen, der Arzneimittelauswahl (weit über die Vorgaben der PRISCUS-Liste hinaus) und durch gezieltes Monitoring Rechnung zu tragen. Neben seinen logistischen Aufgaben, etwa in der Versorgung von Senioren- und Pflegeheimen, kann der Apotheker als Klinischer Pharmazeut hier einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität alter Menschen leisten. Dies könnte in Zukunft ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der versorgenden Apotheke durch Heimleitungen werden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Metastudie zeigt Überlegenheit von ACE-Hemmern
Geringere Gesamtmortalität
Im Vergleich zu anderen Antihypertonika senken ACE-Hemmer die Gesamtmortalität von Blutdruckpatienten am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metastudie, in der die Ergebnisse von 20 Untersuchungen zu kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität aus den Jahren 2000 bis 2011 ausgewertet wurden. Verglichen wurden dabei zunächst Patienten, die einen RAAS-Inhibitor erhielten, mit denen, die mit anders wirkenden Antihypertonika oder mit Placebo behandelt wurden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Rückfall-Schutz durch Antipsychotika
Review zeigt Benefit für Schizophreniepatienten
Antipsychotika (Neuroleptika) können die Rückfallquote bei Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo innerhalb eines Jahres effektiv senken. Dies ergab eine umfangreiche Metaanalyse deutscher Wissenschaftler, die kürzlich im renommierten Fachblatt Lancet veröffentlicht worden war. Eine Dauermedikation ist dennoch nicht unbedenklich, so die Autoren, da starke Nebenwirkungen auftreten können und noch nicht genügend Erkenntnisse zur Morbidität und Mortalität nach längerfristiger Gabe vorliegen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Brustkrebsentstehung und Umwelt: Wissen um Risikofaktoren ermöglicht gezielte Prävention
Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Brustkrebsentstehung ist offenbar größer als bisher angenommen. Eine kombinierte Hormontherapie und Übergewicht in der Postmenopause, übermäßiger Alkoholkonsum und medizinische Strahlenbelastung sind am engsten mit einem erhöhten Risiko verknüpft, so die Ergebnisse einer groß angelegten amerikanischen Untersuchung, die die Literatur zu dieser Thematik systematisch aufgearbeitet hat.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Neue Beobachtungsliste zu Arzneimittelrisiken erschienen: FDA schreibt 16 Wirkstoffe zur Beobachtung aus
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA veröffentlicht quartalsweise eine Beobachtungs-/Kontrollliste (FDA watch list) zu Wirkstoffen mit schwerwiegenden Risiken, welche anhand des nationalen Meldesystems unerwünschter Arzneimittelereignisse AERS (Adverse Event Reporting System) identifiziert wurden [1].Show more09.05.2012, 22:00 Uhr

Cotrimoxazol nicht mehr erste Wahl bei Harnwegsinfektionen: Geänderte Empfehlung wegen hoher Resistenzquote
Zu den häufigsten Infektionen zählen Infekte der ableitenden Harnwege. Sie werden vorwiegend durch Bakterien der Darmflora, vor allem das gram-negative Stäbchenbakterium Escherichia coli, aber auch andere Enterobakterien wie Klebsiella- und Proteus-Arten, verursacht. Bislang galt Cotrimoxazol als Standardtherapeutikum bei unkomplizierten Harnwegsinfekten. Wegen einer zunehmenden Resistenzquote von E. coli wird eine Antibiotikatherapie mit Fosfomycin und Nitrofurantoin empfohlen.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Odanacatib erhöht die Knochendichte: Neue Klasse von Knochenabbau-Hemmern lässt hoffen
Cathepsin-K-Antagonisten hemmen knochenauflösende Enzyme der Osteoklasten, ohne, wie andere Antiresorptiva, den Knochenstoffwechsel komplett zu unterdrücken. Eine Phase-IIb-Studie mit dem Cathepsin-K-Inhibitor Odanacatib bestätigt das Konzept und zeigt erste Langzeitergebnisse: Bei postmenopausalen Frauen steigt die Knochenmineraldichte über fünf Jahre an entscheidenden Frakturstellen an – kontinuierlich, aber reversibel.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Sichere Arzneimitteltherapie für ältere Patienten: Update der amerikanischen Beers-Liste
Die Beers-Liste ist eine Zusammenstellung von Wirkstoffen, die bei älteren Patienten nicht oder nur bedingt eingesetzt werden sollten. Sie wurde erstmals 1991 erstellt und liegt nun in ihrer dritten Aktualisierung vor, die in Kooperation mit der American Geriatrics Society (AGS) erstellt wurde. Diese Liste kann bei der Auswahl eines geeigneten Arzneimittels für ältere Patienten herangezogen werden, lässt sich aber nicht in allen Bereichen auf deutsche Verhältnisse übertragen.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Narkolepsie-Fälle nach Pandemrix®-Impfung: Aktuelle Informationen vom PEI
Nachdem 2010 in Skandinavien das Narkolepsierisiko bei entsprechend geimpften Menschen unter 20 Jahren um das - bis 13-Fache gestiegen war, wurde der mögliche Zusammenhang zwischen dem pandemischen A(H1N1)-Grippeimpfstoff Pandemrix® und der erhöhten Zahl von Narkolepsien weiter untersucht. 2011 informierte die AMK über eine Anwendungsbeschränkung: Der Impfstoff sollte bei Personen unter 20 Jahren nur noch dann eingesetzt werden, wenn kein saisonaler trivalenter Grippeimpfstoff zur Verfügung steht. Nun hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aktuelle Zahlen vorgelegt.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Nicht "Krankheiten", sondern "kranke Menschen" behandeln
Ein DNA-Test, mit dem Frauen sich ein individuelles Tamoxifen-Wirkprofil erstellen lassen können, soll die Brustkrebsbehandlung mit Tamoxifen verbessern. Da das Antiestrogen über das genetisch sehr variable Enzym CYP2D6 verstoffwechselt wird, sprechen die Patientinnen unterschiedlich auf die Therapie an. Bei etwa 3% der behandelten Frauen ist CYP2D6 besonders aktiv. Hier besteht die Gefahr einer Überdosierung. Starke Nebenwirkungen und daraus resultierend eine schlechtere Compliance können die Folge sein.Show moreMolekulare Diagnostik
02.05.2012, 22:00 Uhr

Wie starke Arzneistoffe bei schwacher Niere dosieren?
Ein Arzneimittel wirkt bei zwei Patienten nie genau gleich - manchmal auch nicht bei ein und demselben Patienten. Denn Alter und Krankheit verändern metabolische Funktionen. Vielfach muss bei stark wirksamen Arzneistoffen für jede Situation die maßgeschneiderte Dosierung gefunden werden - auf der Basis messbarer Größen wie der Nierenfunktion, die mit der Wirkung in einem bekannten Zusammenhang stehen. Das Update Klinische Pharmazie thematisierte die Dosisindividualisierung am Beispiel der Gerinnungshemmer.Show moreDie Dosis individualisieren!
02.05.2012, 22:00 Uhr

Laborparameter
Wie Laborwerte in der Klinischen Pharmazie zu interpretieren sind
Markus Zieglmeier | Zwischen Laborparametern und der Arzneimitteltherapie gibt es eine Reihe von Berührungspunkten. Einerseits dienen Laborwerte oft als Basis der Diagnose und damit als Indikation für die eingesetzten Arzneimittel und im Verlauf der Therapie auch als Erfolgskontrolle. Andererseits liefern sie Anhaltspunkte für die Wahl des richtigen Arzneimittels bzw. der richtigen Dosierung, im Extremfall begründen sie auch eine Kontraindikation. Damit ist die Kenntnis der Laborparameter und ihrer Aussagekraft z. B. für die Pharmakokinetik von Arzneimitteln eine wesentliche Grundlage für produktive Gespräche zwischen Arzt und Apotheker.Show more02.05.2012, 22:00 Uhr
Neuer Wirkstoff zur Therapie aktinischer Keratosen
Ein Gel mit dem Wirkstoff Ingenol Mebutat (Picato® -Gel) wurde Anfang dieses Jahres von der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Behandlung aktinischer Keratosen zugelassen. Bereits eine zwei- bis dreimalige Anwendung zeigte eine gute und lang anhaltende Wirkung.Show moreExtrakt aus der Wolfsmilch gegen prämaligne Läsionen
02.05.2012, 22:00 Uhr

Es fehlt an Therapieoptionen bei Divertikulitis
Die Divertikelkrankheit ist ein bislang noch weitgehend vernachlässigtes Krankheitsbild. Die Störung ist weit verbreitet, doch es fehlt an Therapiemöglichkeiten und -leitlinien. Zudem sind die verfügbaren medikamentösen wie auch chirurgischen Therapieoptionen kaum systematisch untersucht. Entsprechend kontrovers wird ihre Wertigkeit unter Experten diskutiert – bis hin zu der Frage, wann, wie und wie lange medikamentös behandelt werden kann und wann eine Operation, in aller Regel eine Sigmaresektion, indiziert ist.Show moreKeine klare Leitlinien
02.05.2012, 22:00 Uhr

Erfolgreicher Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban
Das Risiko von Infarktpatienten, einen weiteren Infarkt zu erleiden oder im Verlauf der nächsten Jahre zu versterben, lässt sich durch verbesserte Hemmung der Blutgerinnung reduzieren. Neue Daten zeigen, dass hier zusätzlich zum bisherigen Standard der neue Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) das Risiko senkt.Show moreBessere Gerinnungshemmung reduziert Herzinfarktrisiko
02.05.2012, 22:00 Uhr
Die Suche nach protektiven Antikörpern geht weiter
Während der 30 Jahre seit der Entdeckung des HI-Virus als Ursache von Aids galt immer auch die Entwicklung eines Impfstoffes als Herausforderung. Die ist so schwierig, weil es im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten keine natürlich erworbene Immunität gegen das HI-Virus gibt. Nachdem die ersten beiden Impfstoffe in klinischen Studien keine Wirksamkeitsnachweise erbringen konnten [1, 2], zeigte ein Kombinationsimpfstoff eine gewisse präventive Effektivität im Hinblick darauf, eine HIV-1-Infektion zu verhindern [3].Show moreAuf dem Weg zu einer effektiven HIV-Vakzine
25.04.2012, 22:00 Uhr
Schnellere Diagnose, verbesserte Therapie
Auf dem 84. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurde eine neue Leitlinie für die Therapie der multiplen Sklerose (MS) vorgestellt. Der S2-Leitlinie liegen eine systematische evidenzbasierte Recherche und Einordnung wissenschaftlicher Publikationen und Studien zugrunde. Die Leitlinie gibt detaillierte Hinweise zur Diagnose und Therapie der multiplen Sklerose.Show moreNeue MS-Leitlinie
25.04.2012, 22:00 Uhr
Etoricoxib zur postoperativen Zahnschmerztherapie
Zahnoperationen ziehen typischerweise einen starken, entzündungsbedingten Schmerz nach sich. Nicht-steroidale Analgetika sind daher Mittel der Wahl nach den meisten Eingriffen an Zahn und Kiefer. Eine aktuelle Studie belegt eine vergleichbare postoperative Schmerzlinderung für hochdosiertes Ibuprofen und für Etoricoxib. Daraufhin wurde die Indikation von Etoricoxib (Arcoxia®) um die Kurzzeitbehandlung mäßig starker Schmerzen nach Zahnoperationen erweitert.Show moreZahnschmerzen brauchen Entzündungshemmer
25.04.2012, 22:00 Uhr
Sicherheit von 5α-Reduktase-Inhibitoren belegt
In einer Studie mit gesunden Probanden wurde der Frage nachgegangen, ob die Conversion von Testosteron zu Dihydrotestosteron für die anabolen Effekte auf die fettfreie Körpermasse erforderlich ist bzw. ob die androgenen Wirkungen des Hormons durch einen 5α-Reduktase-Inhibitor abgeschwächt werden.Show moreVerminderte androgene Wirkung von Testosteron?
25.04.2012, 22:00 Uhr

Statin-induzierte Myopathie
Statine besitzen ein myotoxisches Potenzial, das dosisabhängig ist. Dabei ist zu beachten, dass Arzneimittel, die über das Cytochrom-P450-System den Statin-Abbau hemmen, zu erhöhten Statin-Serum-Spiegeln führen und damit das Myopathierisiko erhöhen. Doch nicht nur CYP-450 ist für die Statin-induzierte Myopathie von Bedeutung, auch Wechselwirkungen von Arzneimitteln mit P-Glykoprotein und dem Aufnahmetransporter OAT1B1 sind zu beachten.Show moreAMTS-Spezial
25.04.2012, 22:00 Uhr
Therapie von Hepatitis-C-Infektionen vereinfachen
Die Infektionskrankheit Hepatitis C zeichnet sich zwar durch eine hohe Chronifizierungsrate aus, zeigt aber ein gutes Ansprechen auf eine antivirale Therapie in der Frühphase der Infektion. Eine akute HCV-Infektion wird standardmäßig mit Interferon α oder pegyliertem Interferon α über 24 Wochen durchgeführt. Aufgrund der unangenehmen, langwierigen Behandlung mit Interferonen wird seit einigen Jahren die Möglichkeit einer Interferon-freien Therapie untersucht. Jetzt stellten Wissenschaftler eine Studie vor, die eine Behandlung mit zwei oral verfügbaren Virustatika in Aussicht stellt.Show moreVorteile oral applizierter Virustatika gegenüber Interferon
25.04.2012, 22:00 Uhr
Indometacin kann Pankreatitis verhindern
Hilfe bei akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung
Dass nicht-steroidale Antirheumatika das Auftreten einer Post-ERCP-Pankreatitis verhindern können, wurde in der Vergangenheit schon am Beispiel Diclofenac gezeigt. Jetzt belegt eine Studie, dass auch die einmalige rektale Applikation von Indometacin einer Pankreatitis vorbeugen kann.Show more18.04.2012, 22:00 Uhr
Licht und Schatten einer Trastuzumab-Therapie
Brustkrebs-Mortalität sinkt, kardiales Risiko steigt
Frauen mit HER2-Rezeptor-positivem Brustkrebs haben größere Überlebenschancen, wenn sie mit dem gegen HER2 gerichteten monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) behandelt werden. Doch dieser Benefit hat seinen Preis: Trastuzumab ist kardiotoxisch. Das erfordert eine sorgfältige Nutzen-RisikoAbwägung.Show more18.04.2012, 22:00 Uhr
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