
Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wie man Nierensteinen vorbeugen kann
Nierensteine neigen zum Rezidiv, und wer einmal einen Nierenstein hatte, muss mit weiteren rechnen. Für viele Betroffene stellt sich daher die Frage, wie sie erneuten Nephrolithen vorbeugen können. Der Stellenwert diätetischer und pharmakotherapeutischer Interventionen wurde in einem systematischen Review untersucht. Show more
Therapie von Hepatitis-C-Infektionen vereinfachen
Die Infektionskrankheit Hepatitis C zeichnet sich zwar durch eine hohe Chronifizierungsrate aus, zeigt aber ein gutes Ansprechen auf eine antivirale Therapie in der Frühphase der Infektion. Eine akute HCV-Infektion wird standardmäßig mit Interferon α oder pegyliertem Interferon α über 24 Wochen durchgeführt. Aufgrund der unangenehmen, langwierigen Behandlung mit Interferonen wird seit einigen Jahren die Möglichkeit einer Interferon-freien Therapie untersucht. Jetzt stellten Wissenschaftler eine Studie vor, die eine Behandlung mit zwei oral verfügbaren Virustatika in Aussicht stellt.Show moreIndometacin kann Pankreatitis verhindern
Hilfe bei akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung
Dass nicht-steroidale Antirheumatika das Auftreten einer Post-ERCP-Pankreatitis verhindern können, wurde in der Vergangenheit schon am Beispiel Diclofenac gezeigt. Jetzt belegt eine Studie, dass auch die einmalige rektale Applikation von Indometacin einer Pankreatitis vorbeugen kann.Show moreLicht und Schatten einer Trastuzumab-Therapie
Brustkrebs-Mortalität sinkt, kardiales Risiko steigt
Frauen mit HER2-Rezeptor-positivem Brustkrebs haben größere Überlebenschancen, wenn sie mit dem gegen HER2 gerichteten monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) behandelt werden. Doch dieser Benefit hat seinen Preis: Trastuzumab ist kardiotoxisch. Das erfordert eine sorgfältige Nutzen-RisikoAbwägung.Show more
Ins Gespräch kommen
Tipps zur Kommunikation zwischen Apotheker und Patient
Verena Stahl | Apotheker sprechen täglich mit zahlreichen Patienten, welche mit vielfältigen Fragen unterschiedlicher Themengebiete und Situationen zu ihnen kommen. Doch wird wirklich"mit" oder nur "zum" Patienten gesprochen? Erfolgt das Zusammentragen von Informationen vielschichtig oder lediglich durch Interpretation des Rezeptes? Wird das pharmazeutische Wissen anschließend vermittelt oder übermittelt?Show moreMTM für Arzt und Patient
Was sich hinter einem Medication Therapy Management verbirgt
Monika Alter, Isabel Waltering, Olaf Rose und Hartmut Derendorf | Das Medication Therapy Management stellt eine besondere Form der intensiven pharmazeutischen Betreuung dar. Es beinhaltet das direkte Einbringen des Apothekers in die Arzneimitteltherapie des Patienten unabhängig von der Arzneimittelabgabe und bietet dadurch die Möglichkeit, sich durch Patientenorientierung und Beratungsstärke zu profilieren und den eigenen Beruf von der Logistik loszulösen. Im Ausland haben sich für diese Betreuungsform bereits eigene Vergütungsmodelle etabliert, die so Unabhängigkeit vom Packungsverkauf ermöglichen. Der nachfolgende Artikel gibt einen Überblick über die Definition des Medication Therapy Managements und die derzeitige Situation international und in Deutschland.Show more
Neuere Antidepressiva sind für Parkinsonpatienten sicher
Die Lebensqualität Betroffener entscheidend verbessern
Mehr als 40% aller Patienten mit Morbus Parkinson leiden im Verlauf ihrer Erkrankung an depressiven Verstimmungen. Bei etwa einem Drittel von ihnen treten sie als erstes Symptom auf. Tricyclische Antidepressiva haben sich zwar in der Vergangenheit als wirksam erwiesen, jedoch machen sie wegen ihrer vielfachen Nebenwirkungen einen sorgsamen Einsatz und eine permanente Überwachung notwendig. Wie eine klinische Studie US-amerikanischer Wissenschaftler zeigt, können die Patienten auch mit neueren Antidepressiva sicher und wirksam behandelt werden.Show moreGute Zukunftsaussichten beim Asthma bronchiale
Verschiedene neue Wirkstoffe sind in der Pipeline
Die Behandlungsmöglichkeiten des Asthma bronchiale dürften sich in absehbarer Zukunft deutlich erweitern. Bis zum Jahre 2015 werden voraussichtlich verschiedene innovative Therapieoptionen aus unterschiedlichen Substanzgruppen verfügbar werden und zu Fortschritten in der Asthmatherapie führen. Dies wurde beim 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in Nürnberg berichtet.Show moreWeniger Genitalwarzen durch konsequente HPV-Impfung
Nationales Impfprogramm in Australien ist erfolgreich
Die Deutschen sind impfmüde. Das gilt ganz besonders für die HPV-Impfung. Anders die Australier, die im Rahmen eines nationalen Impfprogramms mit einer tetravalenten Vakzine konsequent gegen HPV impfen. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Das Risiko für Genitalwarzen und hochgradige zervikal-Läsionen ist dadurch deutlich gesunken.Show more
Fehlverordnungen von Fentanyl-Pflastern
AkdÄ gibt Empfehlungen für sicheren Umgang
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert unter Berufung auf eine Studie des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) [1] über die Über- und Fehlversorgung mit Fentanylpflastern in Deutschland [2]. Sie erinnert an Empfehlungen zum sicheren Umgang mit transdermalem Fentanyl, um das Risiko schwerwiegender unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu minimieren.Show more"It’s the patient, stupid!"
Warum wir die Klinische Pharmazie forcieren müssen
Monika Alter | Mit dieser Ausgabe startet die neue DAZ-Serie "POP – Patientenorientierte Pharmazie" mit dem Anliegen, die Klinische Pharmazie in Deutschland zum Wohle der Patienten besser zu etablieren. Der folgende Beitrag erläutert, welche Chancen die Klinische Pharmazie bietet. Sie ist vor allem ein Gewinn für Patienten, aber auch für die Fortentwicklung der Pharmazie und für das gesamte Gesundheitssystem.Show more
Eine Patientin mit Hyperlipidämie
Patientin Gerhardine Meyer (G.M.) ist 73 Jahre alt und erscheint besorgt in ihrer Apotheke. Sie zeigt ihrem Apotheker folgende Hautveränderungen um die Augen und am Ellenbogen und bittet ihn am Freitagnachmittag um Rat ... | Von Olaf Rose und Hartmut DerendorfShow moreBei schwerer Osteoporose die Therapie eskalieren
Wenn Knochensubstanz fehlt, die stimuliert werden kann
Die schwere Osteoporose ist eine klinisch manifeste Osteoporose mit mindestens einer symptomatischen Fraktur, Schmerzen und Funktionseinschränkungen. Das Frakturrisiko ist um ein Mehrfaches gegenüber der Erstfraktur erhöht. Die Risikokonstellation kann den Wechsel von einer antiresorptiven auf eine knochenanabole Therapie erforderlich machen. Doch bei der Umstellung ist einiges zu beachten.Show more
Unerwünschte Wirkungen von Antibiotika: Netzhautablösung unter oralen Fluorochinolonen
Fluorochinolon-Antibiotika zeichnen sich durch ein breites Wirkungsspektrum und eine vergleichsweise gute Verträglichkeit aus. Neben einer zunehmenden Resistenzbildung sind jedoch auch zahlreiche Nebenwirkungen bekannt. Dazu gehören vor allem Störungen des Gastrointestinaltrakts und zentralnervöse Störungen. Auch nach kurzfristiger Applikation kann es zu einer Minderung der Sehnenfestigkeit kommen. Jetzt weisen kanadische Wissenschaftler auf eine weitere Nebenwirkung hin: Unter einer oralen Fluorochinolon-Therapie ist das Risiko für eine Netzhautablösung kurzfristig erhöht.Show moreAntiepileptika und Knochenerkrankungen
Unter der Langzeitanwendung von Antiepileptika wurden Fälle von Minderungen der Knochendichte (Osteoporose bis hin zu pathologischen Frakturen) berichtet. Das BfArM hat daraufhin am 20. März 2012 ein Stufenplanverfahren der Stufe II zur Aufnahme dieser Nebenwirkungen in die Produktinformationen eingeleitet [1]. Ein Mechanismus, über den der Knochenmetabolismus beeinflusst wird, ist noch nicht bekannt.Show more
Projekt Zukunft
Klinische Pharmazie und die Umsetzung in öffentlichen Apotheken
Ein Meinungsbeitrag von Jochen Pfeifer | Die inhabergeführte öffentliche Apotheke gewährleistet derzeit eine patientennahe, sichere und rasche Arzneimittelversorgung. Allerdings fragen sich viele Kolleginnen und Kollegen angesichts der Herausforderungen durch Rabattverträge und AMNOG, ob es überhaupt noch Sinn macht, in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation neue pharmazeutische Betreuungsprojekte in der öffentlichen Apotheke zu etablieren.Show more
Tageszeitliche Schwankungen bei COPD beachten: Neue Präparate zweimal täglich inhalieren
Tageszeitliche Schwankungen sind nicht nur charakteristisch für das Asthma, sondern auch für die COPD. Der neue langwirkende, inhalierbare Muscarin-Antagonist Aclidinium, der sich in der Zulassung befindet, trägt den aktuellen Erkenntnissen durch eine zweimal tägliche Applikation Rechnung. So kann die Symptomatik der Patienten effektiver gelindert werden – bei Tag und Nacht.Show moreIndividualisierte Therapie beim NSCLC: Phase-III-Studien mit ErbB-Inhibitor Afatinib
Bei vielen Krebsarten, so auch beim Lungenkrebs, sind Rezeptor-Tyrosinkinasen aus der ErbB-Familie überexprimiert. Der Tyrosinkinaseinhibitor Afatinib blockiert selektiv zwei dieser Vertreter (EGFR/erbB1 und HER2/erbB2) und hemmt dadurch Signalwege, die unkontrolliertes Zellwachstum begünstigen. Beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), bei Kopf-Hals-Tumoren und beim Mammakarzinom wird es derzeit in Phase III geprüft.Show moreImpfmüdigkeit ist gefährlich: Auch an die Zeckenschutzimpfung denken!
Gerade zu Beginn des Frühlings sollen alle Menschen, die im Wald unterwegs sind oder im Grünen aktiv sind, daran denken, sich vor Zecken und durch Zecken übertragene Krankheiten zu schützen. Zecken halten sich bevorzugt in Wäldern in nicht zu trockenen Lagen in hohem Gras und Gebüsch sowie in losem Laub auf. Der Speichel der Zecke, der über den Stich ins Blut gelangt, kann die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen.Show moreEpo-Alternative Peginesatid mit längerer Halbwertszeit
Neuer Wirkstoff stimuliert Erythropoese
Show moreZirkulierende Tumorzellen
Bessere Tumorprognose mit neuem Verfahren
Bei einigen Tumorarten sind die gängigen Surrogatmarker wie der PSA-Wert beim Prostatakarzinom nicht immer optimal geeignet, um die Prognose der Patienten einzuschätzen. Große Hoffnungen ruhen daher auf Verfahren zur Bestimmung im Blut zirkulierender Tumorzellen (CTCs). Bei einigen Krebsarten werden sie bereits in klinischen Studien zur Prognoseabschätzung und zum Therapiemonitoring eingesetzt.Show moreBevacizumab bei Brustkrebs
Neoadjuvante Gabe verbessert die Remissionsrate
Durch die präoperative Gabe von Bevacizumab (Avastin®) konnte die pathologische Remissionsrate bei Frauen mit einem frühen Mammakarzinom verbessert werden. Mögliche Auswirkungen auf das Gesamtüberleben sind derzeit noch nicht abzuschätzen.Show moreIL-17-Antikörper bessern Psoriasis
Ixekizumab und Brodalumab in Phase II erfolgreich
Zwar können sehr unterschiedliche Faktoren Auslöser oder Risikofaktoren für die Entstehung der Schuppenflechte (Psoriasis) sein und auch deren Krankheitsverlauf beeinflussen; eine zentrale Rolle in der Pathogenese spielen jedoch offensichtlich bestimmte Zytokine. Eine wichtige Funktion hat in diesem Zusammenhang das Interleukin 17 (IL-17), das Autoimmunreaktionen induziert. In Phase-II-Studien haben die Antikörper Ixekizumab und Brodalumab, die das Zytokin blockieren, jetzt eine deutliche Wirkung bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis gezeigt.Show moreADHS zu häufig diagnostiziert
Bundesweite Befragung offenbart Fehldiagnosen
Was Experten und die Öffentlichkeit schon lange vermuten, belegen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Basel erstmals mit repräsentativen Daten: ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wird zu häufig diagnostiziert. Psychotherapeuten und Psychiater für Kinder und Jugendliche fällen ihr Urteil offensichtlich eher anhand von Faustregeln, so genannten Heuristiken, statt sich eng an die gültigen Diagnosekriterien zu halten. Insbesondere bei Jungen stellen sie deutlich mehr Fehldiagnosen als bei Mädchen.Show moreAktualisierte Leitlinie zum Typ-1-Diabetes mellitus: Langfristig den Blutzucker stabilisieren
Etwa 300.000 Menschen leiden in Deutschland an einem Typ-1-Diabetes. Bei dieser Autoimmunerkrankung zerstört das körpereigene Immunsystem die Insulin-produzierenden B-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Da eine Heilung bislang nicht möglich ist, sind die Patienten auf eine lebenslange Insulintherapie angewiesen. Eine aktualisierte Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft wendet sich gezielt an die Betroffenen mit dem Ziel einer Stabilisierung des Langzeitblutzuckers, das mit dem Patienten individuell abgesprochen werden soll.Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung