Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Pegfilgrastim in polnischer und italienischer Aufmachung
Der humane Granulozyten-koloniestimulierende Faktor (G-CSF) Pegfilgrastim kommt für einen kurzen Zeitraum in italienischer und polnischer Aufmachung auf den deutschen Markt. So soll ein Lieferengpass verhindert werden.Show moreIn der Pipeline: SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin
Der in der klinischen Entwicklung befindliche SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin kann allein oder zusammen mit Metformin den HbA1c, den Nüchternblutzucker und das Körpergewicht über bis zu 90 Wochen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes reduzieren. Darüber informierten jetzt Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company.
Show moreHäufigkeit nosokomialer Infektionen unverändert
Die Vermeidung von Infektionen im Krankenhaus- und Pflegebereich erfordert wegen der mit dem Aufenthalt verbundenen erhöhten Applikation von Antibiotika und der möglichen Entwicklung von Resistenzen besondere Aufmerksamkeit. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat jetzt die Ergebnisse einer repräsentativen Prävalenz-Studie vorgelegt, die Teil einer europaweiten Erhebung ist. Danach ist die Häufigkeit nosokomialer Infektionen gegenüber einer ähnlichen Untersuchung von 1994 weitgehend unverändert, während der Anteil der mit Antibiotika behandelten Krankenhauspatienten deutlich gestiegen ist.
Show moreDabrafenib verlängert progressionsfreies Überleben
Der selektive BRAF-Kinase-Inhibitor Dabrafenib reduziert im Vergleich zur Dacarbazin-Standardtherapie bei metastasierten Melanomen das Progressionsrisiko um 70%. Außerdem weist Dabrafenib eine hohe Wirksamkeit bei Hirnmetastasen auf und führt zu weniger schweren Hauttoxizitäten als sein Vorgänger Vemurafenib. Mit Dabrafenib gibt es erstmals eine systemische Arzneimitteltherapie, die das Überleben von Melanompatienten mit multiplen Hirnmetastasen verlängern kann.Show moreBehandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose
Die pädiatrische multi-medikamentenresistente (multidrug-resistant, MDR) Tuberkulose ist ein wachsendes Problem der öffentlichen Gesundheit, sie macht schätzungsweise etwa 15% aller weltweiten Fälle der MDR-Tuberkulose aus. In einer Studie wurde untersucht, ob die Behandlung der MDR-Tuberkulose bei Kindern erfolgreich ist.
Show moreBei Progress: Fortführen, abbrechen oder kombinieren?
Einer britischen Studie zufolge verlangsamt bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Erkrankung die kontinuierliche Einnahme von Donepezil das Fortschreiten der Demenz, wenn auch nur in geringem Ausmaß. Es erscheint also sinnvoll, die Therapie mit dem Cholinesterase-Hemmer weiterzuführen. Die Kombination mit Memantin – ein in den USA häufig gewähltes Regime – zeigte in der Studie keinen additiven Effekt.
Show moreSenkt Kaffee das Risiko für Basalzellkarzinome?
Etwa 171.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einem Basalzellkarzinom. Dieser "weiße Hautkrebs" tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Kaffee – vor allem aber das in ihm enthaltene Coffein – kann offensichtlich das Risiko für ein Basalzellkarzinom deutlich senken, wobei die präventive Wirkung von der Menge des Kaffeekonsums abhängig ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung von zwei großen Studien mit nahezu 113.000 Probanden aus dem Gesundheitswesen, deren Teilnehmer über mehr als 20 Jahre beobachtet wurden.
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Grapefruitsaft
Inhaltsstoffe von Grapefruitsaft bergen ein hohes Interaktionspotenzial und können damit die Arzneimitteltherapie-Sicherheit (AMTS) gefährden. Auf der Liste möglicher Interaktionspartner findet man neben Statinen, HIV-Proteasehemmern, Immunsuppressiva, Antihistaminika und psychotropen Substanzen auch namhafte Vertreter kardiovaskulärer Wirkstoffe. Sie stehen im Mittelpunkt dieses AMTS-Spezial-Beitrags.
Show moreEltrombopag stimuliert Knochenmark | QT-Zeitverlängerung unter Ondansetron | Zonisamid als Monotherapie bei Epilepsie
Dequaliniumchlorid und Clindamycin gleichwertig
Bakterielle Vaginosen sind bei Frauen im gebärfähigen Alter die häufigste Ursache für Störungen der Vaginalflora. Behandelt werden sie mit Metronidazol (oral oder intravaginal) oder Clindamycin in Form einer 2%igen Vaginalcreme. Alternativ dazu könnte zukünftig das bakterizid wirkende Chinolonderivat Dequaliniumchlorid empfohlen werden, da es in einer randomisierten Studie der Clindamycin-Behandlung nicht unterlegen war.Show morePotenzial supportiver und palliativer Therapien nutzen
Der diesjährige amerikanische Krebskongress ASCO befasste sich auch mit Studien zur Supportiv- und Palliativmedizin. Auf einer von der Deutschen Krebsgesellschaft und kooperierenden Gesellschaften organisierten Veranstaltung am 22. Juni 2012 in Frankfurt wurden wichtige Studien zur Palliativ- und Supportivmedizin referiert und kommentiert.Show moreMeningokokken im Visier
Zur Prävention invasiver Meningokokkenerkrankungen stehen bislang monovalente Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppe C sowie tetravalente Impfstoffe gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y zur Verfügung. Konjugatimpfstoffe sind zu bevorzugen, insbesondere weil sie eine bessere und länger anhaltende Immunität auslösen. Noch immer auf sich warten lässt ein Impfstoff gegen B-Meningokokken. Mit Nimenrix™ ist nun der erste tetravalente Meningokokken-Konjugatimpfstoff gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y verfügbar, der bereits ab dem vollendeten zwölften Lebensmonat verimpft werden kann.Show moreIn der Pipeline: Crofelemer gegen Diarrhö
Crofelemer ist ein Substanzgemisch von Proanthocyanidin-Oligomeren. Es wird aus dem sogenannten Drachenblut gewonnen, dem Harz der südamerikanischen Pflanze Croton lechleri, einem Wolfsmilchgewächs. Es soll zur Behandlung von Diarrhöen bei Patienten mit einer HIV-Infektion eingesetzt werden.
Show moreDiabetes mellitus: Erhöhtes Risiko durch Psoriasis
In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen an Psoriasis. Das häufigste Symptom der nicht ansteckenden Erkrankung sind schuppende, punktförmige bis handtellergroße, oft stark juckende Hautstellen sowie Veränderungen an den Nägeln. Die oft chronisch verlaufende Entzündungserkrankung erhöht aber nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für verschiedene Krebsarten des Verdauungstraktes. Eine amerikanische Megastudie zeigt jetzt zusätzlich ein erhöhtes, von der Schwere der Psoriasis abhängiges Diabetesrisiko.
Show moreEffektiv bei gastrointestinalen Stromatumoren
Das neue zielgerichtete orale Medikament Regorafenib vervierfacht das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren, die Resistenzen gegen andere verfügbare Therapieoptionen wie Imatinib und Sunitinib entwickelt haben. Das war das Ergebnis einer internationalen Phase-III-Studie, die Anfang Juni während der 48. Jahrestagung der US-amerikanischen Onkologen (ASCO) vorgestellt wurde.Show moreRisiko für Antibiotika-Versagen gesenkt
Wenn Säuglinge im Alter zwischen sieben und 120 Tagen an schweren Infektionen wie Pneumonie, Sepsis oder Meningitis leiden, kann eine orale Gabe von täglich 10 mg Zink das Risiko eines Versagens der Antibiotikatherapie um 40% senken. So das Ergebnis einer im Lancet publizierten Studie indischer Forscher.Show moreUnter Antihypertensiva Harnsäurespiegel kontrollieren!
Viele Patienten mit einer arteriellen Hypertonie leiden gleichzeitig an einem erhöhten Harnsäurespiegel, einer Hyperurikämie, die als Risikofaktor für eine akute und/oder Gicht gilt. Dabei ist das Risiko für eine Gichterkrankung umso höher, je stärker die Harnsäure-Werte ansteigen. Eine Megastudie, die die Daten von nahezu 25.000 Patienten mit Bluthochdruck auswertete, zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Gichtrisiko und der Medikation mit verschiedenen Antihypertensiva auf. Bei Diuretika, Betablockern, ACE-Hemmern und anderen AT-II-Blockern war das Risiko signifikant erhöht.Show moreVorteil für den oralen Gerinnungshemmer Rivaroxaban
Der orale Gerinnungshemmer Rivaroxaban (Xarelto®) zeigte sich bei der Behandlung von Patienten mit einer akuten symptomatischen Lungenembolie als genauso sicher und wirksam wie die derzeitige Standardtherapie. Möglicherweise steht in Zukunft mit Rivaroxaban eine einfachere Alternative zur Verfügung.Show more2. Publikation zur Herstellung hochinfektiöser Viren
Was die Natur bislang noch nicht geschafft hat, ist in Laborversuchen gelungen: die "Herstellung" von hochinfektiösen humanpathogenen H5N1-Influenza-Viren. Dabei haben sich zwei Forschergruppen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, auch in den umstrittenen Publikationen der "Bauanleitungen". Das erste Paper wurde vor wenigen Wochen in der Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlicht, das zweite soeben in Science.Show moreFimH-Inhibitor verhindert Andocken von Erregern
Zu den häufigsten Infektionen des menschlichen Organismus gehören Harnwegsinfektionen. Etwa 70% der Erkrankungen sind auf eine Infektion mit Escherichia coli zurückzuführen. Eine Therapie mit Antibiotika ist zwar recht effektiv, kann aber auch verschiedene Probleme verursachen wie Resistenzentwicklung oder Schädigung der körpereigenen Darmflora. Schweizer Wissenschaftler haben jetzt eine neue Gruppe von Wirkstoffen erfolgreich im Tiermodell getestet, die die Adhäsion der Bakterien an Zellen des Harntrakts verhindern.Show moreErfolgreiche Studien zur Hypersensibilisierung
Das Wiener Biopharma-Unternehmen Biomay AG entwickelt eine neue Immuntherapie oder auch Desensibilisierung gegen Gräserpollen-Allergien. Jetzt teilte die Firma mit, dass diese "Impfung" den Zustand betroffener Patienten in einer Studie der Phase IIa in signifikanter Weise verbessert habe. Die Behandlung mit BM32 erfordert nur drei bis vier Injektionen pro Jahr.Show moreStatintherapie: Cholesterinsenker als Energiesauger
Geringe Dosen führen zu Ermüdung und Energieverlust
Über Müdigkeit oder Abgeschlagenheit hatten Patienten, die eine Therapie mit Statinen erhielten, bereits früher geklagt. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer placebo-kontrollierten Studie untersucht, wie häufig dieser Effekt unter körperlicher Belastung und bei welcher Dosierung auftreten kann. Da Patienten bereits unter relativ niedrigen Dosen der Cholesterinsenker bei körperlicher Belastung sehr häufig schnell ermüdeten, halten sie es für notwendig, diese Nebenwirkung bei der Verordnung zu bedenken. Dies gelte ganz besonders für die Anwendung zur Primärprävention.Show more
Eine Hypertonie-Patientin
Die Patientin – in diesem Fall 38 Jahre alt – kommt mit einem Rezept über Fluticason-Nasenspray in die Apotheke. Sie leidet unter saisonaler allergischer Rhinitis und hat mit diesem Medikament in den vorherigen Jahren gute Erfolge gehabt. | Von Andreas Niclas Förster, Hartmut Derendorf und Robert HermannShow more
Vitamin D3 reduziert Schmerz bei einer Brustkrebstherapie
Verbesserte Lebensqualität unter Letrozoltherapie
Ein hoher Vitamin-D3 -Spiegel im Serum kann bei Frauen mit Brustkrebs bei einer Therapie mit Aromatasehemmern lokale Entzündungen, muskuloskeletale Schmerzen und Fatigue reduzieren. Die Supplementierung von 30.000 IU Vitamin D3 pro Woche zu einer Letrozol-Therapie führte in einer Studie mit 147 Frauen im Vergleich zu Placebo zu weniger muskuloskeletalen Schmerzen. Das war das Ergebnis der sogenannten VITAL Studie, die Anfang Juni während der 48. Jahrestagung der US-amerikanischen Onkologen (ASCO) vorgestellt wurde.Show moreTyp-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu
Kooperation ermöglicht effektive Blutzuckerkontrolle
Immer mehr Kinder erkranken immer früher an einem Typ-1-Diabetes, manche schon vor dem fünften Lebensjahr. Zur Blutzuckerkontrolle setzen die Diabetologen auf eine intensivierte Insulintherapie, gerade bei kleineren Kindern häufig als kontinuierliche subkutane Insulininfusion mittels Insulinpumpe. Besonders problematisch ist die Diabetestherapie während Pubertät und Adoleszenz. Die Jugendlichen müssen in dieser Lebensphase lernen ihre Krankheit zu akzeptieren und selbst Verantwortung dafür zu übernehmen.Show moreRechtliches
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