Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Sollte man ASS 100, DOAK und Co. bei Blutungen absetzen?
Treten gastrointestinale Blutungen bei Patientinnen und Patienten mit antithrombotischer Therapie auf, ist eine Frage zentral: Sollen die Wirkstoffe zunächst abgesetzt, oder weiter eingenommen werden?Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Gastrointestinale Blutungen
01.04.2026, 15:30 Uhr
Keine Korrelation erkennbar
In der Literatur finden sich widersprüchliche Daten, die auf ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale Tumore im Zusammenhang mit der Einnahme von Bisphosphonaten hindeuten. Also wurde in einer großangelegten Fall-Kontroll-Studie untersucht, ob es eine Korrelation zwischen der Einnahme dieser Osteoporose-Mittel und dem Auftreten bestimmter Krebsarten gibt. Nun kann Entwarnung gegeben werden: Es wurde kein Zusammenhang festgestellt.Show moreKrebs durch Bisphosphonate?
13.02.2013, 23:00 Uhr
Exenatid und Liraglutid im direkten Vergleich
Glucagon-like-peptide (GLP)-1-Agonisten verbessern die glykämische Kontrolle und senken das Körpergewicht von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. In der DURATION-6-Studie wurden die GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatid und Liraglutid erstmals direkt miteinander verglichen, wobei sich beim primären Studienendpunkt ein leichter Vorteil für Liraglutid zeigte.Show moreVorteil Liraglutid
13.02.2013, 23:00 Uhr
Zweiwöchige Sequenztherapie gegen H. pylori
Kann die Tripeltherapie als verbreiteter Standard bei der H.-pylori -Eradikation durch eine sequenzielle Behandlung abgelöst werden? Dies war die Fragestellung einer großangelegten Studie aus Taiwan, die eine Sequenztherapie über 10 bzw. 14 Tage mit einer 14-Tage-Tripeltherapie verglich. Es zeigte sich eine Überlegenheit beider Sequenztherapien, statistisch signifikant war der Unterschied nur bei zweiwöchiger Behandlung. Besondere Beachtung fanden die Untersuchungen der Autoren zum Einfluss der Antibiotikaresistenz auf den Therapieerfolg.Show moreDie Resistenzlage im Blick behalten!
06.02.2013, 23:00 Uhr
Phytotherapeutika in der alternativen Tumortherapie
In der alternativen Krebstherapie spielen Phytopharmaka keine unerhebliche Rolle. Teils, weil der Patient der Pflanze eine besondere, nebenwirkungsarme Heilkraft zuspricht, teils durch die geschickte, mitunter skrupellose Vermarktung einzelner Hersteller oder "Wunderheiler". Welche Toxizitäten pflanzliche Krebsmittel der Alternativmedizin aufweisen, erläuterte Prof. Dr. Thomas Zilker, München, am 27. Januar 2013 beim 21. NZW in Hamburg-Harburg.Show moreVon harmlos bis giftig
06.02.2013, 23:00 Uhr
Pro und Kontra regelmäßiger Mammographie
Eine Analyse des britischen Screening-Programms zur Früherkennung von Mammakarzinomen kommt zum Schluss, dass dank frühen Diagnosen die tumorbedingte Sterblichkeit gesenkt werden kann. Diesem Benefit steht aber ein hoher Anteil an Überdiagnosen gegenüber.Show moreBrustkrebs-Screening nutzt
06.02.2013, 23:00 Uhr
Erkältungshusten
Von falschen Hoffnungen und wirksamen Phytopharmaka
Sabine Werner | Die Therapie eines hartnäckigen Erkältungshustens ist eine alltägliche Beratungssituation in der Apotheke. Häufigste Ursache ist eine akute Infektion der oberen Atemwege. Da auch ein banaler Erkältungshusten oft quälend ist, erwartet der Patient in der Apotheke Hilfe, vor allem bei einer längeren Krankheitsdauer. Dass die Erwartungen von Patienten an die Geschwindigkeit, mit der ein Erkältungshusten wieder abklingt, meist falsch sind, zeigte eine Studie aus den USA.Show more06.02.2013, 23:00 Uhr
Gute Heilungschancen durch Stuhltransplantation
Seit der Einführung von Breitbandantibiotika ist die Antibiotika-induzierte Diarrhö eine bekannte Nebenwirkung. Dadurch können sich Keime wie Clostridium difficile im Darm ausbreiten. Beobachtungsstudien mit der fäkalen Transplantation zeigten positive Effekte bei der Wiederherstellung einer gesunden Darmflora [2]. Dabei werden Portionen des Mikrobioms aus dem Darm eines Spenders auf den Erkrankten übertragen. So soll die Darmflora wieder in den gesunden Zustand versetzt werden. Jetzt zeigte eine erste klinische Studie eine überzeugende Wirkung der Transplantation von Fäzes bei der Behandlung chronischer Infektionen mit Clostridium difficile.Show moreSpenderkot gegen Clostridien
06.02.2013, 23:00 Uhr
Bei akuten unkomplizierten Infektionen nutzlos
Eine akute Bronchitis gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern in Apotheke und Allgemeinarztpraxis und wird oft antibiotisch behandelt. Eine Antibiose bringt aber bei akuten unkomplizierten Infektionen der unteren Atemwege keine Vorteile, wie jetzt gezeigt werden konnte.Show moreAntibiose bei Bronchitis?
06.02.2013, 23:00 Uhr
Heilung auch ohne Chemo möglich – mit Arsentrioxid
(aj). Die akute promyeloische Leukämie ist eine seltene, sehr aggressive Untergruppe der akuten myeloischen Leukämie. Standardtherapien sind Chemotherapie-Kombinationen. Jetzt hat eine deutsch-italienische Forschergruppe gezeigt, dass eine kurative Behandlung ohne Chemotherapie möglich ist.Show moreAkute promyeloische Leukämie
30.01.2013, 23:00 Uhr

Des Helfers Helfer
Was das Cave-Modul für die Therapiesicherheit leisten kann
Andreas Niclas Förster | Zum Alltag in der Apotheke gehört seit vielen Jahren die Nutzung elektronischer Unterstützung. Vom Wareneingang, bis zur Abgabe von Arzneimitteln beschäftigen sich sämtliche Mitarbeiter mit dem Warenwirtschaftssystem, sie pflegen Daten ein und erhalten Informationen aufgrund des Abgleichs mit der Datenbank des Servers. Auch bei der apothekerlichen Aufgabe, die Sicherheit der Arzneimitteltherapie zu gewährleisten, können solche elektronischen Unterstützungsmaßnahmen genutzt werden.Show more30.01.2013, 23:00 Uhr
Großer Therapievergleich gestartet
(hel). Im Januar wurde mit einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie begonnen, der PREFERE-Studie. In ihr werden bis zum Jahr 2030 erstmals die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs an rund 7600 Patienten vergleichend untersucht.Show moreProstatakarzinom
30.01.2013, 23:00 Uhr
Meningokokken-B-Vakzine wirksam und verträglich
Für einen Impfstoff zum Schutz vor Infektionen mit Meningokokken der Serogruppe B wurde jetzt von der EMA eine Zulassung erteilt. Der Hersteller Novartis hofft, den Impfstoff Bexsero® im Sommer 2013 einzuführen. Kürzlich wurde eine Phase-III-Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit publiziert. Darin erzielte man nach Gabe von drei Dosen im Alter von zwei, vier und sechs Monaten sowie einer Boosterdosis im Alter von zwölf Monaten bei 95 bis 100% der Kinder einen ausreichenden Impfschutz. Die Immunogenität anderer, gleichzeitig verabreichter Impfstoffe wurde nicht beeinträchtigt.Show moreImpfstoff schließt Lücke
30.01.2013, 23:00 Uhr
Wirksam bei HER2-positivem Brustkrebs
In der Studie EMILIA wurde bei Frauen mit Trastuzumab-vorbehandeltem HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs das Antikörperkonjugat Trastuzumab Emtansine (T-DM1) verglichen mit der Kombination aus Capecitabin und Lapatinib. In dieser randomisierten Phase-III-Studie verlängerte Trastuzumab Emtansine bei weniger Toxizität signifikant sowohl das progressionsfreie als auch das Gesamtüberleben.Show moreTrastuzumabkonjugat als neue Hoffnung
30.01.2013, 23:00 Uhr
Weniger Rezidive mit neuem Antibiotikum
Clostridium-difficile -Infektionen werden immer häufiger und verlaufen immer schwerer. Bislang beschränkten sich die medikamentösen Therapieoptionen im Wesentlichen auf Metronidazol und Vancomycin mit dem Problem einer sehr hohen Rezidivrate. Mit dem neuen makrozyklischen Antibiotikum Fidaxomicin (Dificlir®) lassen sich vergleichbar hohe klinische Heilungsraten erreichen. Die Rezidivrate ist jedoch deutlich niedriger.Show moreClostridium difficile im Visier
30.01.2013, 23:00 Uhr
Gegen Alzheimer mit verschiedenen Mechanismen
Die Gabe eines Acetylcholinesterase-Inhibitors plus Memantin hat sich als eine optimierte Möglichkeit in der Behandlung der Alzheimer-Demenz erwiesen. Diese Kombination zeigte sich den Einzel-Applikationen überlegen. Zielparameter war der Behandlungsabbruch aufgrund von Wirkungslosigkeit.Show moreKombination effektiver
30.01.2013, 23:00 Uhr

Der richtige Umgang
Folgerungen aus der bayerischen Interaktionsstudie
Franziska Scharpf, Kathrin Schmid, Markus Zieglmeier | Im Juli 2011 hat die Bayerische Landesapothekerkammer zusammen mit den bayernweiten Qualitätszirkeln Pharmazeutische Betreuung die Studie "Der Interaktionscheck in der Apotheke" durchgeführt. Diese Studie zeichnet ein repräsentatives Bild dieses wichtigen Aspektes der Arzneimitteltherapiesicherheit und zeigt auf, welche Maßnahmen zu treffen sind, um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten.Show more30.01.2013, 23:00 Uhr

Für den Patienten
Medikamentenrisiken verständlich kommunizieren
Dorothee Gänshirt | Es sind die Apotheker und ihr pharmazeutisches Personal, die als letzte Instanz bei der Aushändigung der Medikamente in besonderer Weise für die Arzneimitteltherapiesicherheit verantwortlich sind. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, müssen sie ihr Wissen dahingehend laufend aktualisieren. Entsprechende Datenbanken, Qualitätsmanagementsysteme und Standard Operating Procedures (SOPs) bieten Apothekern Unterstützung bei der rechtzeitigen Erkennung von Gefahren. Mit anderen Worten: wir betreiben einen hohen Aufwand zum Aufspüren von Risiken. Was passiert aber, wenn ein solches Risiko – wie etwa eine mögliche gefährliche Arzneimittelinteraktion – in der Apotheke erkannt wurde? Gibt es auch entsprechende Empfehlungen oder SOPs für Apotheker, wie Patienten in diesem Fall effektiv informiert werden? Dieser Aspekt der Arzneimittelsicherheit findet erstaunlich wenig Beachtung.Show more30.01.2013, 23:00 Uhr

Interaktionsmanagement
Entwicklung einer standardisierten Qualitätssicherung
Von Markus Zieglmeier und Claudia Goller | Wenn die Beratungsqualität von Apotheken getestet wird, geschieht dies aus gutem Grund sehr häufig anhand von Arzneimittelinteraktionen. Kein anderes Thema eignet sich besser zur externen Überprüfung der Beratungsqualität. Andererseits liegen aber auch bei keinem anderen Thema so viele Tücken im Detail. Es ist daher naheliegend, zur Bearbeitung von Interaktionsmeldungen eine standardisierte Vorgehensweise zu entwickeln, die eine gute Beratungsqualität gewährleistet und darüber hinaus als Prototyp für das Qualitätsmanagement anderer Bereiche der pharmazeutischen Beratung dienen kann.Show more30.01.2013, 23:00 Uhr
Off-label-Therapie mit Ciclosporin ist Infliximab nicht überlegen
Ciclosporin ist zur Behandlung der Colitis ulcerosa nicht zugelassen, wird jedoch beim schweren steroidrefraktären Schub als Therapieversuch eingesetzt. Nach der Hypothese einer französischen Forschergruppe könnte das Immunsuppressivum sogar wirksamer sein als die etablierte Behandlung mit Infliximab. In einer Vergleichsstudie zeigte sich jedoch eine etwas geringere Effektivität, wobei der Unterschied nicht statistisch signifikant war.Show moreCiclosporin bei Colitis
23.01.2013, 23:00 Uhr
Erfolgreiche HCV-Therapie ohne Interferon
(han). Die Ergebnisse einer Phase-IIb-Studie zur interferonfreien HCV-Therapie mit dem Protease-Inhibitor Faldaprevir zeigen hohe Heilungsraten. Von den über 360 Probanden mit Hepatitis-C-Virus-Infektionen litten nahezu 10% an einer kompensierten Leberzirrhose. Show moreHepatitis-C-Infektion
23.01.2013, 23:00 Uhr
SSRI in der Schwangerschaft nicht absetzen
Ist die Wahrscheinlichkeit einer Säuglingssterblichkeit oder einer Totgeburt für Frauen, die unter Depressionen leiden und deshalb bereits vor Beginn der Schwangerschaft ein SSRI erhalten, tatsächlich erhöht? Depressionen vor und während der Schwangerschaft treten in Industrieländern mit einer Prävalenz von 7% bis 19% auf und können zu Frühgeburten und somit auch zur Säuglingssterblichkeit führen. Es ist allerdings schwer zu sagen, ob dies durch die eigentliche Depression, die medikamentöse Therapie oder aufgrund von Faktoren wie Stress, Alkoholmissbrauch oder Rauchen ausgelöst wird.Show moreKeine Gefahr fürs Baby
23.01.2013, 23:00 Uhr
Mit HIV-Hemmstoff gegen Staphylokokken
(han). Der HIV-Hemmstoff Maraviroc (Celsentri®) verhindert als selektiver Inhibitor das Andocken von HI-Viren an den Chemokinrezeptor CCR5 menschlicher Zellen, die dann nicht infiziert werden. Über diesen Rezeptor wird auch ein Staphylococcus-aureus -Toxin eingeschleust, das Immunzellen abtötet. In Zellkulturen konnte der HIV-Hemmstoff Immunzellen schützten. Show moreInfektiologie
23.01.2013, 23:00 Uhr
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung