Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Studierende laden zum Fertigarzneimittelseminar ein
Am 27. Mai 2026 laden die Studierenden des 8. Pharmaziesemesters der Goethe-Universität Frankfurt zum Fertigarzneimittelseminar (FAS) ein. In diesem Jahr dreht sich dabei alles um das Thema Reisen und Impfungen.Show moreErste Head-to-Head-Studie zu kardiovaskulärem Risiko
Die randomisierte italienische Studie TOSCA.IT soll prüfen, welche Auswirkungen die Zugabe von Pioglitazon oder einem Sulfonylharnstoff zu einer Metformin-Behandlung auf das kardiovaskuläre Risiko von Typ-2-Diabetikern besitzt. Es wird der erste Head-to-Head-Vergleich mit harten Endpunkten sein, dessen Ergebnisse nach Ansicht von Experten auch die Diabetestherapie in Deutschland verändern könnten.Show moreLysin-Acetylsalicylat soll Vermehrung hemmen
Mitten in die deutsche Grippewelle landet die Pressemitteilung, dass eine internationale Machbarkeitsstudie gestartet wird, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit von LASAG (Lysin-Acetylsalicylat Glycin) zu testen. Dreimal täglich inhaliert, soll das Präparat die Krankheitssymptome einer Influenza bessern und die Vermehrung der Grippeviren verlangsamen.Show moreBeta-Blocker bei Herzinsuffizienz alle ähnlich wirksam
Der Nutzen von Beta-Blockern bei Herzinsuffizienz wurde in zahlreichen Studien belegt. Nun wurden klinische Daten einzelner Beta-Blocker verglichen, um zu untersuchen, welche Substanz bei systolischer Herzinsuffizienz die höchste Wirksamkeit aufweist und somit als optimale Therapieoption gilt. Da jedoch keine signifikanten Unterschiede auftraten, wird der therapeutische Effekt der gesamten Substanzklasse zugeschrieben.Show moreKein erhöhtes Risiko bei Rheumatikern festgestellt
TNF-alpha-Inhibitoren zählen mittlerweile als etablierte Therapieoption bei rheumatoider Arthritis und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Es ist bekannt, dass Rheumatiker ein zwei- bis dreifach höheres Risiko haben, an Herpes Zoster zu erkranken. Unklar war bisher, ob die Anwendung von TNF-Antagonisten den Ausbruch von Herpes Zoster bei Rheumapatienten begünstigt. US-amerikanische Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass TNF-Blocker kein höheres Risiko als die Therapie mit Nicht-Biologicals darstellen.Show moreGemeinsam gegen HER2-positiven Brustkrebs
Seit März 2013 ist Pertuzumab (Perjeta®) in Kombination mit dem bisherigen Therapiestandard Trastuzumab (Herceptin®) plus Docetaxel für die Erst-Linien-Therapie des metastasierten HER2-positiven Mammakarzinoms zugelassen. Der neue humanisierte monoklonale Antikörper verbessert die zielgerichtete Therapie beim metastasierten Mammakarzinom: Bei den betroffenen Frauen verlängerte er in den klinischen Studien das Gesamtüberleben signifikant.Show moreOmeprazol-Fälschungen weiten sich aus
Nachdem schon Ratiopharm mehrere gefälschte Chargen von Omeprazol-Kapseln aus dem Handel genommen hat, ruft nun auch Hexal Omep® 40 mg magensaftresistente Hartkapsel 100 Stück mit der Chargenbezeichnung CH6604 zurück. Die betroffene Charge ist gefälscht.Show moreFrüher Beginn einer antiretroviralen Therapie verhindert möglicherweise HIV-Infektion
Ist die "functional cure" einer HIV-Infektion möglich? Das war sicherlich DIE spannende Frage auf der 20th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, die vom 3. bis 6. März in Atlanta stattgefunden hat. Aufhänger war der Fall eines infizierten frühgeborenen Mädchens.Show moreBereits im Nanogramm-Bereich nachweisbar
(hel). Pharmakologen des Universitätsklinikums Heidelberg konnten erstmals zeigen, dass sich Wechselwirkungen von Medikamenten mithilfe winziger Dosen im Nanogramm-Bereich nachweisen lassen. Show moreHausärztliche Leitlinie „Multimedikation“ gibt Tipps
Medikationsmanagement ist schwer im Kommen. Mithilfe des Medikationsmanagements soll gewährleistet werden, dass jeder Patient notwendige Medikamente zum richtigen Zeitpunkt in adäquater Dosierung und geeigneter Darreichungsform erhält. Inhalte des Medikationsmanagements haben jetzt auch Eingang in die Hausärztliche Leitlinie gefunden, die Empfehlungen zum Umgang mit Multimedikation bei Erwachsenen und geriatrischen Patienten gibt.Show moreSchwarzes Dreieck für Arzneimittel | Keine neue Diätpille für Europa | EMA empfiehlt Indikationserweiterungen
Vitamin D und das Allergierisiko
Weltweit hat die Prävalenz allergischer Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen [1]. Bereits in den ersten Lebensjahren können sich allergische Erkrankungen als Nahrungsmittelallergie oder als atopische Dermatitis manifestieren. Später werden sie oft von respiratorischen Allergien mit Rhinitis allergica und/oder Asthma bronchiale abgelöst [2]. Umweltfaktoren und der jeweilige Lebensstil scheinen das individuelle Erkrankungsrisiko bedeutend zu beeinflussen. Seit Ende der 1990er Jahre wird auch über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und Allergien diskutiert [3, 4].Show moreRevival für Nalmefen zur Behandlung Alkoholabhängiger
Abstinenz ist für viele Alkoholabhängige ein sehr hoch, häufig zu hoch, gestecktes Ziel. Nun soll der Opioid-Rezeptormodulator Nalmefen, ein alter Wirkstoff mit neuer Indikation, Süchtigen helfen, den Alkoholkonsum lediglich zu reduzieren. Ende Februar hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für Nalmefen (Selincro®) zur Behandlung der Alkoholabhängigkeit erteilt. Die Markteinführung in Europa ist für Herbst dieses Jahres geplant.Show moreTyp-2-Diabetiker können gleich nach dem Spritzen essen
Insulinpflichtige Diabetiker halten normalerweise einen Spritz-Ess-Abstand: Bisher wurde darauf hingewiesen, nach der Insulinspritze eine Pause von 20 bis 30 Minuten einzuhalten, bevor etwas gegessen werden kann. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Jena (UKJ) widerlegt diese These und zeigt, dass Patienten direkt nach dem Spritzen von Normalinsulin essen können, ohne dass der Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt.Show morePositive Corticoid-Effekte sind nur von kurzer Dauer
Schmerzen aufgrund einer lateralen Epicondylitis werden durch Corticoid-Injektionen rasch behoben, allerdings kehrt der Schmerz nach kurzer Zeit wieder zurück. Physiotherapeutische Maßnahmen führen hingegen zu einem längerfristigen Erfolg, so das Ergebnis einer australischen Studie.Show more
Blutdruck runter, Blutzucker rauf
Von Verena Stahl | Bis zu 90% der Typ-2-Diabetiker leiden unter Hypertonie [1] und hypertone Diabetiker zeigen eine ausgeprägte Erhöhung ihres gesamten kardiovaskulären Risikos. Einer gut abgestimmten Therapie beider Erkrankungen inklusive der Einhaltung bestimmter Zielwerte kommt daher eine große Bedeutung zu. Jedoch gibt es auch antihypertensive Wirkstoffe, die diabetogen wirken und daher bei hypertonen Diabetikern vermieden werden sollten.Show more

Eine Patientin mit Juckreiz und Ödemen
Die 89-jährige Frau K. lebt seit Jahren in einem Seniorenwohnheim. Sie ist verwitwet und war früher Lehrerin. Nach einem leichten Schlaganfall im Jahr 2010 hat sich ihr Zustand verschlechtert. | Von Gabriele Baumgärtner, Markus Zieglmeier, Robert Hermann und Hartmut Derendorf
Show moreBritische Studie spricht von kausaler Assoziation
Seit 2010 besteht der Verdacht, dass zwischen der Pandemrix®-Impfung und dem Auftreten einer Narkolepsie ein Zusammenhang besteht. In mehreren europäischen Studien wurde dieser Frage nachgegangen, die jüngste Untersuchung hierzu wurde Ende Februar 2013 publiziert. Die Autoren sprechen von einer kausalen Assoziation zwischen der A/H1N1-Impfung und einer Narkolepsie, halten sich aber mit einer konkreten Einschätzung des Risikos zurück.Show moreHochdosiertes Calcium ohne Risiko für Frauen?
In einer breit angelegten US-amerikanischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen regelmäßiger Calcium-Einnahme und dem Auftreten von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Das erstaunliche Ergebnis: Die Einnahme von hochdosiertem Calcium erhöht das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben – allerdings überraschenderweise nur bei Männern. Frauen waren davon nicht betroffen.Show moreErster Vergleich antibiotischer Therapien bei akuten bakteriellen Hautinfektionen
Mit Tedizolid befindet sich eine Alternative zur Behandlung akuter bakterieller Hautinfektionen zum seit 2001 eingesetzen Linezolid in klinischer Prüfung. Beide Oxazolidinon-Antibiotika führen zu vergleichbaren klinischen Ansprechraten. Allerdings gibt es Hinweise auf leichte Vorteile von Tedezolid bei der Therapiesicherheit. Außerdem ist die Therapiedauer unter der neuen Substanz kürzer. Die ESTABLIH-1 Studie soll zeigen dass Tedizolid dem etablierten Linezolid nicht unterlegen ist.Show moreNeuer IL5-Antikörper Mepolizumab bei Asthma
Die Blockade von Interleukin 5 durch den monoklonalen Antikörper Mepolizumab senkt das Exazerbationsrisiko von Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma.Show moreEvidenzlage und Nebenwirkungen der Cholesterinsenker-Therapie
Von Olaf Rose | Cholesterin-Senker vom Typ HMG-Co-A-Reduktase-Hemmer gehören zu den weltweit mit am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Dank ausgezeichneter Evidenzlage setzen viele Leitlinien wie der Third Report of the National Cholesterol Education Program (NCEP) seit über 10 Jahren auf Statine als Standard in der Therapie erhöhter Cholesterin-Werte. Die bekannteste Nebenwirkung ist spätestens seit dem Skandal um Lipobay® der gefürchtete Muskelabbau, die Rhabdomyolyse. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen niedrigen Coenzym Q10-Spiegeln, bedingt durch den Wirkmechanismus der Statine, und unerwünschten Wirkungen auf die Muskulatur wird diskutiert.Show more
Diabetes mellitus Typ 2
Seit dem ersten Pharmakologisch-Beitrag zu Diabetes mit dem Titel "Diabetes mellitus Typ 2– die Spinne im Netz des metabolischen Syndroms" (DAZ 5/2009, 424 – 443) hat sich im Bereich der Diabetes-Therapie eine der großen "Revolutionen" der Pharmakotherapie vollzogen: die oralen insulinotropen Sulfonylharnstoffe und Glinide werden durch Inkretin-Mimetika und Gliptine verdrängt. Dazu kommt noch mit den SGLT-2-Hemmstoffen ein weiteres neues Prinzip, nämlich die Förderung der Glucose-Ausscheidung mit dem Harn.
Von Thomas Herdegen
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