Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Sekundärprävention
16.04.2026, 15:30 Uhr
Phytotherapie in Not?
Ein Meinungsbeitrag von André-Michael Beer, Heinz Schilcher und Dieter Loew | Pflanzliche Arzneimittel werden in der ärztlichen Praxis bei verschiedenen Indikationen verordnet, jedoch bis auf vier Ausnahmen nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet. Sehr viele Präparate sind im Zuge der Nachzulassung und Anpassung an EU-Richtlinien oder aus ökonomischen Gründen vom Markt verschwunden und haben Indikationslücken hinterlassen. Der folgende Beitrag nennt bewährte Zubereitungen, die künftig wieder von der GKV erstattet werden sollten. Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Neue Hoffnung für Diabetiker
Die Nieren sind wesentlich an der Glucose-Homöostase durch Glukoneogenese sowie an der Rückresorption von Glucose aus dem Glomerulumfiltrat beteiligt. Ein innovatives Konzept zur Reduktion des Blutzucker-Spiegels basiert auf der Inhibition der Glucose-Rückresorption in den Nieren. Eine klinische Studie konnte zeigen, dass unter der Therapie mit dem Natrium-abhängigen Glucose-Co-Transporter-2-Inhibitor Canagliflozin bei Typ-2-Diabetikern im Vergleich zu Glimepirid eine bessere HbA1c-Senkung bei Gewichtsabnahme und geringer Hypoglykämiegefahr möglich ist.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Beeinflussen Nährstoffe Asthma?
Für die stetige Zunahme an Asthma-Erkrankten in Industrieländern könnten Veränderungen im Ernährungsverhalten eine Erklärung sein. Im Fachmagazin Lancet Respiratory Medicine wurde kürzlich ein Review veröffentlicht, der die Zusammenhänge zwischen einzelnen Nährstoffen, wie verschiedene Vitamine und Methyldonatoren, und der Prävention oder Therapie von Asthma näher untersucht. Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Metformin zur Krebsprävention?
Hat Metformin einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf von Diabetikern, die an einem Prostatakarzinom erkrankt sind? Mit dieser Frage befasste sich eine Anfang August dieses Jahres publizierte Studie. Ihr Fazit: Prostatakarzinompatienten, die aufgrund ihres Diabetes Metformin eingenommen hatten, zeigten im Vergleich mit Prostatakarzinompatienten, die eine andere antidiabetische Therapie erhalten hatten, geringere Mortalitätsraten.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Kein Amoxicillin und Ampicillin bei Keuchhusten
Amoxicillin und Ampicillin werden in den aktuellen Leitlinien nicht mehr zur Therapie des Keuchhustens empfohlen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte daher im Februar ein Stufenplanverfahren eingeleitet, um diese Indikation aus den Fachinformationen zu entfernen. Im nächsten Schritt des Stufenplanverfahrens haben die Hersteller noch 30 Tage Zeit, dann müssen sie die Wirksamkeit belegen oder das Anwendungsgebiet Keuchhusten/Pertussis streichen. Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Sport hilft nicht bei Depression
Bewegung tut in jedem Lebensalter gut. Dennoch gelang es in einer englischen randomisierten kontrollierten Studie bei Bewohnern von Altenpflegeheimen nicht, durch ein zweimal wöchentliches Sportprogramm sowie mehr körperliche Aktivität im Alltag deren depressive Symptome zu verringern.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Krimi um neue Antidiabetika
Von Verena Stahl | Unfassbares scheint sich bei der Risikobewertung von GLP-1-basierten Therapien (Inkretinmimetika und DPP-4-Inhibitoren) abzuspielen, wenn man den investigativen Recherchen des anerkannten British Medical Journals glauben kann. Lange ist bekannt, dass den Hoffnungsträgern in der Diabetestherapie ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Pankreaskarzinomen anhängt. Wie weitreichend Risiko-identifizierende Studiendaten kritisiert oder gar nicht erst veröffentlicht wurden, war jedoch bislang nicht bekannt. Demgegenüber stehen jüngst abgeschlossene Untersuchungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die zum jetzigen Zeitpunkt kein erhöhtes Risiko für das Pankreas feststellen konnten.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Off-label-Use von Arzneimitteln
Wollen Ärzte Arzneimittel außerhalb ihrer Zulassung einsetzen (Off-label-Use), müssen sie zahlreiche rechtliche Vorgaben beachten. Ein Team des Universitätsklinikums Heidelberg aus Klinikapotheke, Kooperationseinheit Klinische Pharmazie und Stabsstelle Qualitätsmanagement und Medizin-Controlling entwickelte erstmals einen Leitfaden zur Abklärung einer geplanten Off-label-Behandlung.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Zulassungserweiterung für Bortezomib | Neuer Antikörper verzögert Progression bei Typ-1-Diabetes
Kurz gemeldet
15.08.2013, 00:00 Uhr
Lieferengpässe von Humanarzneimitteln
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert seit April 2013 über etwaige Lieferengpässe von Arzneimitteln. In dem Register werden aktuelle Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland auf der Basis freiwilliger Informationen der Zulassungsinhaber in einer Übersicht zusammengestellt – siehe Tabelle auf den nächsten Seiten.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Chemoprävention mit 5α-Reduktasehemmern
Studien haben gezeigt, dass eine Chemoprävention mit 5α-Reduktasehemmern das Risiko für ein Prostatakarzinom senken kann, allerdings nur für weniger aggressive Formen. Dagegen wurden aggressivere Tumore unter der Einnahme häufiger diagnostiziert. In einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie zeigte sich nun bei Männern, denen 5α-Reduktasehemmer gegen Beschwerden des unteren Harntraktes verordnet worden waren, kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für aggressive Prostatakarzinome sowie eine Risikoreduktion bei niedriggradigeren Erkrankungen.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr

Auf- und Abstieg von Dronedaron
Von Verena Stahl | Alles sollte besser werden mit Dronedaron (Multaq®). Zum Zeitpunkt der Zulassung ruhten viele Hoffnungen auf dem neuen Antiarrhythmikum. Vor allem erwartete man sich ein vorteilhafteres Nebenwirkungsprofil als das des strukturverwandten Amiodarons, dem bisherigen Therapiestandard. Unter anderem versprach man sich niedrigere Absetzraten aufgrund von Unverträglichkeiten. Das hätte in der ohnehin nicht gut steuerbaren Vorhofflimmern-Rezidivprophylaxe eine erhebliche Verbesserung bedeutet. In der Nachzulassungsphase traten jedoch schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse und erhebliche Nebenwirkungen auf. Die Anwendung wurde deutlich eingeschränkt.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Calcium-Antagonisten unter Verdacht
Die Liste bekannter und potenzieller Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung wird immer länger. Nun stehen auch Calcium-Antagonisten unter Verdacht, das Mammakarzinomrisiko zu erhöhen. Eine Anfang August 2013 veröffentlichte Studie weist auf einen Zusammenhang zwischen der langjährigen Einnahme von Calciumkanal-Blockern und dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs hin.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Hypoglykämie geht ans Herz
Dass Typ-2-Diabetiker ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko haben, ist bekannt. Bisher wurde aber über mögliche Ursachen gestritten: sind es die Hypoglykämien oder sind es Erkrankungen der Nieren und Leber bei den meist älteren Diabetikern? Eine Metaanalyse zeigt nun, dass die Hypoglykämie selbst das Problem sein könnte. Vermutlich werden bei einer Unterzuckerung Stresshormone ausgeschüttet, die das Herz belasten. Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Neues Antihypertonikum für Risikopatienten
Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Systems stellen eine sichere und wirksame Option der Hypertoniebehandlung bei Diabetespatienten dar. Bei unzureichender Einstellung der Blutzuckerwerte können sich jedoch diabetische Nephropathien entwickeln, sodass etablierte Behandlungen keine ausreichende Blutdrucksenkung erzielen. Daher wurde nun Daglutril als neuartiges Antihypertonikum getestet und potenziell protektive Effekte bei diabetischen Spätfolgen evaluiert.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Belastungsstörung und Alkoholabhängigkeit
Die Komorbidität von Alkoholabhängigkeit mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) scheint nahezu behandlungsresistent. Ärzte befürchten, dass eine sogenannte Prolonged-Exposure-Therapie, in der dem Trauma-Patienten durch wiederholtes kontrolliertes Wiedererleben der Situation zwar geholfen werden kann, eine Alkoholabhängigkeit möglicherweise aber noch verschlimmert wird. Eine Studie, in der zwei evidenzbasierte Therapien gegen Alkoholabhängigkeit einerseits bzw. PTSD anderseits getestet wurde, gibt nun Entwarnung. Show more15.08.2013, 00:00 Uhr

Eine Patientin mit Herzrhythmusstörungen
Von Andreas Niclas Förster, Robert Hermann und Hartmut Derendorf | In der Klinischen Pharmazie dreht sich alles um den Patienten, um Leitlinien und um das klinische Ergebnis. Bearbeiten Sie mit uns diesen Patientenfall und erlernen Sie so zusätzliches Wissen in Klinischer Pharmazie.Show moreDer 17. POP-Fall
15.08.2013, 00:00 Uhr
Neues zur Kompatibilität bei Ambroxol-Injektionslösung
Boehringer Ingelheim informiert über Kompatibilitätsuntersuchungen zu Mucosolvan® Injektionslösung nach Mischen mit 5%iger Glucoselösung. Es wurde ein Abbauprodukt von Ambroxol-HCl nachgewiesen, das bei der Reaktion mit Formaldehyd entsteht. Diese Reaktion tritt nicht nach dem Mischen mit physiologischer Kochsalz- oder Ringer-Lösung auf. Boehringer Ingelheim wird die Produktinformationen entsprechend ändern.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Gut gedacht = gut gemacht?
Ein Meinungsbeitrag von Harald G. Schweim und Michael A. Überall | In der letzten Zeit hat sich die Situation der Versorgung von Patienten mit Schmerzmitteln dramatisch verändert, da die EMA aktuelle Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit ausgewertet und neue Warnhinweise und Beschränkungen ausgesprochen hat. Das betrifft verschreibungspflichtige (Flupirtin) ebenso wie nicht-verschreibungspflichtige Wirkstoffe (Diclofenac). Doch warum werden für den einen Wirkstoff starke Beschränkungen zu Anwendungsgebiet und -dauer ausgesprochen, für den anderen aber nur ein relativierender Warnhinweis? Und wie sehen die Konsequenzen für den Alltag von Schmerzpatienten aus? Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Neue Warnhinweise der FDA für Mefloquin
Ende Juli 2013 informierte die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA über neue Warnhinweise bei der Anwendung des Malariamittels Mefloquin (Lariam®). Die Einnahme von Mefloquin kann psychiatrische und neurologische Nebenwirkungen hervorrufen, die mitunter auch Monate nach Absetzen des Medikaments auftreten. Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Betablocker: Die meisten Nebenwirkungen sind keine
Betablocker verlängern deutlich das Überleben bei Herzinsuffizienz, aber nur bei Patienten, die sie einnehmen. Doch sind die Complianceraten enttäuschend. Eine Überbetonung möglicher Nebenwirkungen könnte die Ursache sein, vermuten englische Forscher, und versuchten in ihrer Metaanalyse, echte von scheinbaren Nebenwirkungen dieser Substanzen zu trennen. Mit verblüffend klarem Ergebnis. Am Ende wird dringend geraten, die Kommunikation mit dem Patienten auf eine Handvoll „echte“ Nebenwirkungen zu beschränken.Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Ingenolmebutat bei aktinischer Keratose
Rote, schuppige Hautläsionen werden manchmal irrtümlich für Ausschläge oder harmlose Hautreizungen gehalten. Doch gerade bei hellhäutigen Menschen in höherem Lebensalter, die häufig der Sonne ausgesetzt waren oder sind, kann es sich dabei um eine aktinische Keratose handeln. Für diese Hautkrebs-Frühform stehen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, darunter auch ein Gel mit dem Wirkstoff Ingenolmebutat. Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Langzeitstudie zeigen eine effektive und anhaltende Abheilung der Läsionen.Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Sinnvoll auswählen!
80% der Erwachsenen, die 65 Jahre und älter sind, haben mindestens eine chronische Erkrankung, ungefähr 50% haben drei und mehr. Da immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter erreichen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich vermehrt gerade ältere Patienten medizinischen Behandlungen unterziehen müssen. Da diese Gruppe in klinischen Studien deutlich unterrepräsentiert ist, ist die Evidenzlage für viele dieser Maßnahmen schlecht. Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
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