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Atomoxetin und Methylphenidat in der Warteschleife
Engpass bei ADHS-Medikamenten – was tun?
Wieder ein besorgniserregender Lieferengpass, dieses Mal trifft es das ADHS-Therapeutikum Atomoxetin. Dass ein Problem mit Atomoxetin-haltigen Hartkapseln und Filmtabletten besteht, zeichnete sich bereits in den letzten Wochen und Monaten ab. Aufgrund starker Schwankungen im Wirkstoffgehalt, der durchschnittlichen Masse (Kapsel) und der Gleichförmigkeit der Masse mussten zuletzt zahlreiche Präparate chargen- und stärkenübergreifend zurückgerufen werden [1].
12.08.2024, 10:45 Uhr

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Retardiertes Ritalin – was bei einem Wechsel der Präparate zu beachten ist
Soll man Methylphenidat beziehungsweise seine verschiedenen retardierten Darreichungsformen im Handel mit oder ohne Nahrung einnehmen? Die britische Arzneimittelbehörde machte im September darauf aufmerksam, dass diese Frage bei Methylphenidat wichtiger ist als bei anderen Arzneimitteln. Und nicht nur deshalb sollte ein Wechsel zwischen den Präparaten möglichst vermieden werden. Hier finden Sie eine vergleichende Tabelle mit Beispielpräparaten zur Übersicht.
Methylphenidat
Von Lukas Gockel und Gerd Bendas | Methylphenidat (z. B. Ritalin®) ist als der am häufigsten verschriebene psychostimulierende Arzneistoff zur Therapie bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Obwohl Methylphenidat seit Jahrzehnten in seiner Wirksamkeit geschätzt und teilweise als Heilsbringer beschrieben wurde, standen dieser positiven pharmakologischen Einschätzung auch immer kritische Diskussionen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung des Krankheitsbildes ADHS, der Therapie durch Methylphenidat sowie dessen Missbrauchspotenzial entgegen. Rational gesehen aber steckt in diesem alten Arzneistoff ein immer noch großes Potenzial, was mittlerweile deutlich über die anfänglich beschriebene Therapierung von „Zappelphilipp“-Kindern hinausgeht. Daher soll hier Methylphenidat auch im Licht neuer Erkenntnisse aus pharmakologischer und medizinisch-chemischer Sicht ins Gedächtnis gebracht werden.
Die Therapie der ADHS
Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist bei Kindern und Jugendlichen eine der häufigsten psychischen Störungen. Sie wird meist im Kindesalter diagnostiziert, bleibt jedoch in etwa 70% der Fälle bis ins Erwachsenenalter hinein bestehen. Betroffene sind in ihrer Lebensqualität meist stark beeinträchtigt. Dazu trägt auch die regelhaft vorkommende Stigmatisierung bei, die den Leidensdruck erheblich erhöhen kann. Für die Behandlung der ADHS stehen im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts neben Aufklärung, Beratung und psychosozialen Interventionen auch pharmakotherapeutische Maßnahmen zur Verfügung. | Von Daniela Leopoldt
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