„How to sell drugs offline (fast)“

ABDA erhält Auszeichnung für Nachwuchskampagne

Berlin - 10.06.2024, 17:30 Uhr

V.l.: Oliver Pauli (Cyrano), Gianluigi Ortu (ABDA), Matthias Cieslak (Cyrano), Karim Cheranti (Laudator, Deutsche Telekom). (Foto: ABDA/ Mirella Frangella / Quadriga)

V.l.: Oliver Pauli (Cyrano), Gianluigi Ortu (ABDA), Matthias Cieslak (Cyrano), Karim Cheranti (Laudator, Deutsche Telekom). (Foto: ABDA/ Mirella Frangella / Quadriga)


Mit dem Preis für Onlinekommunikation wurde die ABDA für ihre heiß diskutierte Nachwuchskampagne ausgezeichnet. Die oberste Standesvertretung hofft, mit der Kampagne dem sich verschärfenden Fachkräftemangel in den Apotheken entgegenwirken zu können.

Für ihre Nachwuchskampagne „How to sell drugs offline (fast)“ wurde die ABDA mit dem Preis für Onlinekommunikation (DPOK 2024) ausgezeichnet. In der Kategorie „Kampagne von Institutionen & Verbänden“ erhielt sie am vergangenen Freitag den Preis für die Kampagne des Jahres. Insgesamt wurden die besten Digitalprojekte in 52 Kategorien ausgezeichnet.

Auf der DPOK-Webseite heißt es dazu: „Selbstbewusst spielt die Nachwuchskampagne für Apothekenberufe der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit dem Titel der erfolgreichen Netflix-Serie. Sie erzielt damit große Aufmerksamkeit, erntet Lob wie Kritik (zu provokant!). Gefallen muss es am Ende der Zielgruppe: Jugendlichen, die sich beruflich noch nicht festgelegt haben“.

ABDA fühlt sich bestätigt

ABDA-Kommunikationschef Benjamin Rohrer zeigte sich in einer Pressemitteilung vom heutigen Montag hocherfreut und sieht die ABDA in ihrem Vorgehen bestätigt. Er erinnerte daran, dass nach aktuellen Schätzungen zwischen 10.000 und 13.000 approbierte Fachkräfte in den Apotheken bis zum Ende der Dekade fehlen könnten. 

Neben Lieferengpässen und fehlender Honoraranpassung gehöre der Nachwuchs- und Fachkräftemangel zu den größten Problemen der Apotheken. „Als Standesvertretung der Apothekerschaft müssen wir dafür sorgen, dass das Pharmaziestudium und die Ausbildungen zu den Apothekenberufen in der Zielgruppe, den Jugendlichen, als attraktive Berufsmöglichkeit wahrgenommen werden. Nach dem Start der Kampagne im Februar dieses Jahres können wir inzwischen auch erkennen, dass der Plan aufgeht“, betonte Rohrer.

Mit dem Claim „How to sell drugs offline (fast)“ knüpft die ABDA-Kampagne an den Titel einer bei Jugendlichen beliebten Netflix-Serie an. Gezielt wird mit der Doppelsinnigkeit des Wortes „drugs“ gespielt – was im Englischen sowohl „Drogen“ als auch „Arzneimittel“ bedeuten kann. 

Über die Werbebanner auf TikTok, SnapChat und Youtube wird die Zielgruppe auf die Infoseite www.apotheken-karriere.de weitervermittelt, wo sich die Interessierten genauer über die Anforderungen und Vorzüge des Apothekenberufs informieren können. Parallel wurden über die eigens produzierte Mockumentary-Serie „Die Apotheke“ viele Jugendliche erfolgreich auf die Webseite vermittelt. Bereits Ende März konnte die ABDA über 100.000 Besucher*innen auf der Seite verzeichnen.

Die ABDA sah sich nach dem Start der Kampagne vermehrter Kritik durch Apotheker*innen ausgesetzt. Aus deren Sicht hätte die ABDA-Kampagne den Apothekerberuf in die Nähe des Drogenhandels gerückt. Auch mit der Mini-Serie konnten viele Standesvertreter*innen wenig anfangen. 

ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold hatte schon zum Kampagnenstart in einer Presskonferenz gegenüber den Kritiker*innen erklärt: „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Das scheint offenbar zu funktionieren. Rohrer bedankte sich bei der zuständigen Werbeagentur: „Ohne Cyrano wären diese mutigen Ideen, die insbesondere im eigenen Lager auch auf Kritik stoßen, nicht umsetzbar gewesen.“


Deutsche Apotheker Zeitung
redaktion@daz.online


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