Apothekenpraxis
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
So stark kann Gemeinschaft im Gesundheitswesen sein
Wissen, Austausch und Unterstützung standen im Mittelpunkt eines lebendigen Nachmittags im Bürgerhaus Erzhausen. Der 4. Erzhäuser Gesundheits- und Pflegetag zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll regionale Vernetzung, persönliche Begegnung und fachliche Orientierung für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte sind. Die Heegbach Apotheke, Gewinner des „Apotheken-Award für das Beste soziale Engagement“ war ebenfalls dabei.Show moreWie aus Erstkunden Stammkunden werden
Nur der Eindruck des Kunden zähltOb Kunden immer in dieselbe Stamm-Apotheke gehen oder nach dem Zufallsprinzip von der einen Apotheke zur anderen wechseln, hängt von mehreren Faktoren ab. Wer Erstkunden zu Stammkunden machen will, muss dafür sorgen, dass sie gerne wiederkommen und einen nachhaltigen, positiven Eindruck hinterlassen.
Show moreWenn Kunden nicht bezahlen ...
Mahnaktivitäten: so kommen Sie schneller ans GeldZahlungsunwillige Kunden verursachen Verluste, die den Deckungsbeitrag schmälern. Für den Apotheker sind offene Rechnungen problematisch. Schlimmstenfalls können Zahlungsrückstände der Kunden sogar die eigene Zahlungsfähigkeit in Gefahr bringen. Darum: Informieren Sie Ihren Kunden mit jedem Auftrag über Ihre Zahlungskonditionen. Zahlung "rein netto" ist üblich. Bei größeren Aufträgen oder unsicheren Kunden bestehen Sie auf "ein Drittel der Summe direkt bei Anlieferung".
Show moreWie Sie Mitarbeiter motivieren können
Öfters mal an steuerfreie Zuwendungen denkenDas Thema "Motivation von Mitarbeitern" ist Chefsache und sollte in Unternehmen, auch in Apotheken, einen besonderen Stellenwert einnehmen. Dabei geht es nicht immer nur um Gehaltserhöhungen. Lob und Anerkennung oder ein gutes Betriebsklima sind weitere wichtige Faktoren. Auch Prämien für gute Arbeit erfreuen jeden Mitarbeiter. Aber oft ist die Enttäuschung groß, wenn nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben netto viel weniger auf dem Konto ankommt. Bei einem unterstellten Grenzsteuersatz von 30 Prozent und einer sozialversicherungsrechtlichen Belastung von 20 Prozent bleibt von einer Prämie oder einer Lohnerhöhung nur die Hälfte. Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber ergänzend zur Lohnerhöhung noch einen sozialversicherungsrechtlichen Anteil von rund 20 Prozent tragen muss. Bei einer zusätzlichen Zahlung von 100 Euro sind dann also rund 70 Euro an Steuern und Sozialabgaben fällig.
Show moreDer Apotheker als Gründer oder Träger eines MVZ
Wie sich der Apotheker als Kooperationspartner des Arztes positionieren kannDie Mehrzahl der Apotheken in Deutschland macht ihren wesentlichen Umsatz mit Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Durch die neuen Versorgungsformen können sich jedoch wesentliche Veränderungen in der Verteilung ergeben. Ein Apotheker kann beispielsweise als Träger oder Gründer eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) agieren. Der nachfolgende Beitrag befasst sich mit der Frage, wie ein Apotheker den Aufbau eines MVZ in die Wege leiten kann.
Show moreAltersgrenze „68“ für Zahnärzte gilt für alle oder keinen
Raus aus dem Motivationsloch!
Wer eigentlich motiviert den Apotheker?Derzeit ist häufig die Rede davon, was Führungskräfte tun können, um in schwierigen Zeiten zur Motivation der Mitarbeiter beizutragen. Darüber wird zuweilen vergessen, dass auch eine Führungskraft ins Demotivationsloch fallen kann.
Show moreVon der GKV in die PKV: Noch sind drei Jahre das Minimum
Den Firmen müssen jetzt auch fremde Archive geöffnet werden(bü). Der Jahreswechsel war seit jeher auch Wechseltermin für gut verdienende Arbeitnehmer, die von ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu einem Privatversicherer überwechseln wollten. Das war jahrzehntelang immer dann möglich, wenn das regelmäßige Gehalt so erhöht wurde (oder schon hoch genug war), dass die im folgenden Jahr maßgebende Versicherungspflichtgrenze in der "GKV" überschritten war.
Show moreGeteilte Tabletten in Heimen und Pflegeambulanz
Von Thomas Wellenhofer
Obwohl die Vielfalt an im Handel befindlichen Wirkstärken von Arzneimitteln stetig zunimmt, wird in Deutschland etwa jede vierte Tablette geteilt [1], denn oft werden Dosierungen verordnet, die sich nicht als Fertigpräparat im Handel befinden. Dies ist vor allem bei der Behandlung von Kindern und Senioren, aber auch bei bestimmten Indikationen (z. B. Gerinnungshemmung durch Phenprocoumon) der Fall [2]. Ein weiteres für die Teilung von Tabletten angeführtes Argument ist ihre Wirtschaftlichkeit [3], was jedoch für den deutschen Arzneimittelmarkt eher nicht zutrifft [4]. Neuen Zündstoff erhielt die Diskussion um dieses Thema aufgrund der im Juli 2009 in Kraft getretenen Änderung von § 21 AMG, der für die patientenindividuelle Verblisterung nur unveränderte – also ungeteilte – Arzneiformen erlaubt [5]. Dies war ein Anlass, die patientenindividuell und automatisiert verblisterte Medikation von Heimbewohnern und ambulant versorgten Patienten hinsichtlich Art, Umfang und Ersetzbarkeit von geteilten Tabletten zu untersuchen.
Show moreSteuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen
Neuregelung ab 1. Januar 2010 durch das BürgerentlastungsgesetzDer Apotheker hat wie jedermann ein elementares Interesse daran, sich gegen die Hauptrisiken des Lebens wie Krankheit, Alter und Invalidität zu versichern. Das ist für ihn jedoch mit hohen Kosten verbunden, weil er im Gegensatz zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, dessen Beitragsleistungen zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden, die Versicherungsbeiträge voll aus seinem verfügbaren Einkommen aufzubringen hat. Diese Aufwendungen gehören einkommensteuerrechtlich zu den so genannten Vorsorgeaufwendungen, die in bestimmten Grenzen steuerlich abzugsfähig sind. Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16.7.2009 (BGBl. I S. 1959) hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2010 die steuerliche Berücksichtigung von Beiträgen insbesondere zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich verbessert.
Show moreRetaxfalle „Zuzahlungs-Falle“
(tmb). Welche Zuzahlung ist für ein Arzneimittel in der Apotheke zu leisten? – "Es hängt davon ab …" ist meist die passende, aber wenig hilfreiche Antwort. Denn vielfältige Sonderregelungen für unterschiedliche Produkte und Krankenkassen lassen auf die einfache Frage meist keine einfache Antwort mehr zu. Für Patienten ist dies zumindest ärgerlich – und für Apotheken ebenso. Denn je komplizierter die Regeln sind, umso eher können sie auch zu teuren Retaxationen führen.Show moreStressbewältigung in der Apotheke
So bleiben Sie in Stresssituationen handlungs- und kommunikationsfähigEin Mitarbeiter nörgelt herum, das Betriebsklima ist gewittrig, das Handy klingelt, zu Hause ist das Kind krank und der Kunde beschwert sich. – Ganz so knüppeldick wird es für den Apotheker wohl nicht kommen. Trotzdem stellt sich die Frage: Wie bleibt er jetzt so gelassen, dass er in der Lage ist, alle Probleme und die Stresssituation konstruktiv zu bewältigen?
Show moreQMS – wo stehen wir heute?
Eine aktuelle ÜbersichtVon Thomas Müller-Bohn, Süsel
Das Qualitätsmanagement in Apotheken ist ein Dauerthema. Doch derzeit sind Qualitätsmanagementsysteme (QMS) in Apotheken aus zwei Gründen besonders aktuell. Erstens hat die Bundesapothekerkammer (BAK) ein bundeseinheitliches Siegel für das QMS eingeführt. Die ersten Apothekerkammern haben vor gut einer Woche die Vereinbarungen für die Vergabe des Siegels abgeschlossen. Weitere verbindliche Zusagen zur Teilnahme an diesem System sind kurzfristig zu erwarten. Das vielfach geforderte bundesweit koordinierte Vorgehen erlebt damit seine erste Bewährungsprobe. Und zweitens hat der Deutsche Apothekerverband kürzlich erstmals einem Hilfsmittelliefervertrag zugestimmt, der ein QMS für Apotheken verpflichtend vorsieht, wenn auch mit einer Übergangsfrist von vier Jahren.
Show moreRetaxfalle „Inko-Vlies“
(tmb). Die Versorgung mit Hilfsmitteln ist für Apotheken ein mühsames und wirtschaftlich sehr problematisches Geschäft. Viele Retaxationen im Apothekenalltag betreffen Hilfsmittel, aber dies ist längst nicht das einzige Problem. Minimale Margen machen Gewinne praktisch unmöglich. Doch es geht noch viel schlimmer! Durch Einstandspreise über den Abrechnungsbeträgen drohen sogar Verluste. Im äußersten Fall tappen Apotheken in die "Inko-Vlies-Falle". Wiederholte Unachtsamkeit an dieser Stelle kann die wirtschaftliche Basis einer Apotheke gefährden. Darum muss sich das ganze Apothekenteam dieses Problem bewusst machen.Show moreRezeptbedruckung für Zytostatika neu geregelt
Von Peter Willadt
Mit den Änderungen der Arzneimittelgesetzgebung und des SGB V im Juli 2009 wurden die Preise von Fertigarzneimitteln, die in parenteralen Rezepturen verwendet werden, freigegeben. Damit verbunden ist ein Auskunftsrecht der Krankenkassen zu den Einkaufskonditionen; die technische Umsetzung des Auskunftsverfahrens ist inzwischen veröffentlicht. Da sie in gewisser Weise einen Dammbruch darstellt, wird sie im Folgenden detailliert beschrieben.
Show moreRechtliches
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