Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
18 „Likes“ und viele Fragen
Mit einem neuen Werbe-Post für die sozialen Medien haben die Agentur GUD.berlin und die Abda bei Betrachtern für Verwirrung gesorgt. Einen Shitstorm muss man jedoch nicht befürchten, denn dafür fehlt die Reichweite.Show moreDick aufgetragen: Der ARD-Film „Heilung unerwünscht“
Eine Vitamin-B12-haltige "Wundersalbe" soll als Medizinprodukt auf den Markt kommen und Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten helfen
Von Doris Uhl
Ein in der ARD am 19. Oktober 2009 ausgestrahlter Beitrag mit dem Titel " Heilung unerwünscht" über eine angebliche Wundersalbe hat für große Aufregung gesorgt. Die Vitamin-B12 - und Avocadoöl-haltige Salbe könne Millionen von Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten die ersehnte Linderung verschaffen. Doch die Einführung dieses "Juwels im Verborgenen" werde durch die Pharmaindustrie verhindert, so der Grundtenor des Films. Als dann auch noch der Autor des Films in "hart aber fair" seinen Film und das passend dazu veröffentlichte Buch vorstellen durfte und zeitgleich die Markteinführung der Wundersalbe Mitte November unter dem Namen Regividerm® verkündet wurde, kam der Verdacht auf, dass es sich um einen geschickt eingefädelten PR-Coup handelt (s. a. Kommentar vom 22. 10. 2009 auf unserem Internetportal DAZ.online).
Show moreFrage an das BfArM - Arzneimittel oder Medizinprodukt?
Die geplante Einführung von Regividerm ® als Medizinprodukt zur Behandlung der Neurodermitis und Psoriasis ab dem 1. Lebensjahr lässt die Frage aufkommen, ob diese Salbe tatsächlich ein Medizinprodukt ist oder ob sie als Arzneimittel einzustufen ist. Wir haben beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nachgefragt und folgende Antwort erhalten:Show moreDie LOHAS – eine Zielgruppe für Apotheken
LOHAS - Menschen mit dem Lebensstil für Gesundheit und NachhaltigkeitVon C. A. Schmitz und R. Zeiß
Gesundheit wird von den Medien zum neuen Megatrend ausgerufen und betrifft schon lange nicht mehr nur das private Umfeld. Produkte mit gesundem Mehrwert und Nachhaltigkeit für die Umwelt sind auf dem Vormarsch, ziehen sich quer durch alle Branchen und verhelfen Gesundheitsanbietern zu respektablen Renditen – auch in Zeiten der Welt-Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit. Dieser Trend scheint bisher jedoch an den meisten Apotheken vorbeigegangen zu sein. Dabei sind es doch gerade sie, welche nahezu prädestiniert sind, den neuen Anforderungen an das Gesundheitsverständnis gerecht zu werden und ihren Wettbewerbsvorteil auszuspielen. Etwa 12% der deutschen Bevölkerung können bereits der Gruppe der LOHAS zugeordnet werden. Es sind Menschen, die einen Lebensstil pflegen, der auf Gesundheit und Nachhaltigkeit aufbaut (Lifestyle of Health and Sustainability – LOHAS).
Show moreRetaxfalle Verordnungsmenge
(tmb). Schon bei der "Verordnung ungenau-Falle" (siehe DAZ 29) wurden die möglichen Widersprüche zwischen dem ärztlichen Willen und der formal-juristisch exakten Interpretation von Rezepten deutlich. Ein ähnliches Problem ergibt sich vielfach bei der Frage nach der richtigen Verordnungsmenge, ganz besonders wenn bei der Abgabe mit mehreren Packungen gestückelt werden muss. Wenn dabei die geltenden Lieferverträge nicht genau beachtet werden, droht die "Verordnungsmengen-Falle".Show moreRetaxfalle BtM-Verordnungshöchstmengen
(tmb). Der Variantenreichtum der Retaxationen nimmt weiter zu. Während einige Retaxationen, die in dieser Serie vorgestellt wurden, schon seit Jahren immer wieder vorkommen, wird in dieser Folge eine offenbar neue Variante präsentiert. Dabei geht es um die Interpretation der Verschreibungshöchstmengen bei Betäubungsmitteln.
Show moreHydrophile Betamethasonvalerat-Hautemulsion NRF
Von Holger Latsch, Lisa Schlegel, Angelika Hohmann, Mona Tawab, Manfred Schubert-ZsilaveczDas Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) hat vom Januar bis April 2009 einen Ringversuch zur Qualitätssicherung von in Apotheken hergestellten Rezepturen durchgeführt. Als Rezeptur war die "Hydrophile Betamethasonvalerat-Hautemulsion 0,05% (NRF 11.47.)" ausgewählt worden, die von den Apotheken im Routinebetrieb anzufertigen war. Die Auswertung des Ringversuchs ergab, dass in Abhängigkeit vom angewandten Herstellverfahren deutliche Unterschiede bei der Konsistenz der Emulsion auftreten.
Show moreJährliches „American & German Healthcare Forum“ in Minneapolis
Die pharmazeutische Kompetenz besser nutzen
Implementierung von internationalen Best-Practice-Standards in das deutsche ApothekenwesenVon Jochen Pfeifer und Andreas Niclas Förster
Im Anschluss an das Urteil des EuGH vom 19. Mai 2009 zum Fremd- und Mehrbesitzverbot in Deutschland [1] ist es an der Zeit, sich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, auf welcher Grundlage pharmazeutische Tätigkeit in Deutschland fußt, vor allem angesichts von „Pick-up-Stellen“ in Drogeriemärkten und Versandapotheken, Discountapotheken verschiedenster Ausprägung und Preisdumping mit teilweise grotesken Ausprägungen, wie der „Happy hour“ oder „15% auf Alles an jedem Samstag“. Wir sollten uns auf unsere heilberufliche Ausprägung rückbesinnen und diese in den Vordergrund unseres Handelns stellen.
Show moreGleich fünffach kann „haushaltsnah“ abgerechnet werden
Steuerersparnis kann 510 Euro, aber auch 5200 Euro ausmachen(bü). Wer sich in seinem Privathaushalt von anderen gegen Entgelt helfen lässt, der kann einen Teil seines Aufwandes gegen seine Steuerzahlung an das Finanzamt aufrechnen. Das heißt: Die Zahlungen werden nicht lediglich vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen, sondern mindern unmittelbar die an sich zu zahlenden Steuern. Dabei handelt es sich um "haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse", um "haushaltsnahe Dienstleistungen", um Handwerker- sowie um Pflegeleistungen.
Show moreGruppenidentität im Apothekenteam entwickeln
Die Frage nach dem "fundamentalen Zweck" beantwortenFür die Identifikation der einzelnen Apothekenmitarbeiter mit ihrer Arbeit, ihren Produkten, der Apotheke und schließlich dem Team zu sorgen, gehört zu den Königsaufgaben der Führungskraft – und das nicht ganz uneigennützig. Denn Gruppenidentität führt zu einem leistungssteigernden Zusammengehörigkeitsgefühl.
Show moreRetaxfalle Ungenaue Verordnung
(tmb). Ärztliche Verordnungen dürfen nur beliefert werden, wenn sie eindeutig sind. Doch der Apothekenalltag zeigt, dass nicht immer eindeutig ist, ob eine Verordnung eindeutig ist. Was zunächst wie Wortklauberei erscheinen mag, ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Der Apotheker berücksichtigt bei der Interpretation eines Rezeptes die Gesamtumstände und kann damit zu einem eindeutigen Ergebnis kommen, das im Einzelfall von der isolierten Bedeutung der Buchstaben abweichen kann. Leider kann dies für den Apotheker zu einer teuren Retaxfalle werden.Show moreCategory Management
Lohnt sich die Sortimentsoptimierung für 16% des Umsatzes?Von Burkhard Strobel und Uwe Hüsgen
Arzneimittel sind Waren der besonderen Art, die – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nur von Apotheken abgegeben werden dürfen. Daher funktioniert die Abgabe von Arzneimitteln in Apotheken auch völlig anders als der Warenverkauf im klassischen Einzelhandel. So sind rund 84% des Gesamtumsatzes ärztlich verordnet, während 16% auf die Selbstmedikation und das Ergänzungssortiment entfallen. Trotz dieses geringen Umsatzanteils hat schon seit geraumer Zeit das Category Management in den Apotheken Einzug gehalten und nimmt – mit Blick auf den klassischen Einzelhandel – sogar eine gewisse Vorreiterrolle ein.*
* Dieser Beitrag stammt in wesentlichen Teilen aus dem Buch: Uwe Hüsgen, Burkhard Strobel: Apothekenmanagement mit Kennzahlen, Stuttgart 2009.
Show moreDie akustische Visitenkarte der Apotheke
Das Telefon als Kundenbindungsinstrument"Warum soll ich denn meine Stimme trainieren? Ich bin doch Mitarbeiterin in einer Apotheke – und keine Moderatorin." Die Bedeutung der Stimme in der Kommunikation wird nach wie vor unterschätzt – und das wirkt sich nachteilig gerade bei der Gesprächsführung am Telefon aus: Apotheker und Mitarbeiter sind dort allein auf ihre Stimme angewiesen. Das Team sollte daher Strategien entwickeln, um sich nach außen angemessen zu präsentieren und auch so Vertrauen zum Kunden aufzubauen.
Show moreWie man Mitarbeiter führt
Den einzig richtigen Führungsstil gibt es nichtDie Art und Weise der Mitarbeiterführung in der Apotheke ist auch typabhängig. Dem eher autoritären Apotheker wird es schwerfallen, zum demokratischen oder gar zum Laissez-faire-Führungsstil umzuschwenken. Apotheker sollten sich Optionen erarbeiten, um in der konkreten Situation mitarbeiterindividuell und kontextbezogen reagieren zu können.
Show moreMitarbeiterführung in der Apotheke
Führen mit konkreten Zielvereinbarungen und AktivitätenMit klar umrissenen Zielvereinbarungen können Apotheker eine Commitment-Kultur aufbauen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert, die Apothekenziele zu ihren Zielen zu machen und engagiert und überzeugt "Ja" zu ihnen zu sagen.
Show moreRetaxfalle Normgrößen
(tmb). Die bürokratischen Vorschriften bei der Abgabe von Arzneimitteln zulasten der GKV sind kaum noch zu überschauen. Doch die Apotheker müssen die Regelungen nicht nur beachten, sondern sie auch noch den Patienten erklären. Wenn es dabei um die Packungsgröße der verordneten Arzneimittel geht, reagieren viele Versicherte besonders misstrauisch. Daher sorgen die Normgrößen für zahlreiche Probleme im Apothekenalltag – im Umgang mit den Patienten und als Anlass für Retaxationen.Show moreVeränderung trotz Bewahrermentalität herbeiführen
Persönlichkeitsorientiertes Vorgehen verspricht ErfolgWenn im Apothekenteam zu viele Bewahrertypen sitzen, die am Bewährten festhalten wollen und die Veränderung scheuen, droht Stagnation. Verbesserungschancen können nicht genutzt werden. Wie stellt der Apotheker fest, welche Mitarbeiter zu den Bewahrern gehören? Und wie kann er deren Blockadepotenzial aufbrechen oder für den Veränderungsprozess nutzen?
Show moreRechtliches
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