Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Selbstständigkeit: Willkommen im goldenen Käfig!?
Obwohl die Zahl der Apotheken zur Übernahme unter anderem demografiebedingt steigt – die Gründergeneration der späten 1980er- bis frühen 2000er-Jahre tritt zunehmend ab – hält sich die Begeisterung der potenziellen Nachfolger in Grenzen. Doch ungeachtet subjektiver Präferenzen: Was spricht für, was gegen eine Selbstständigkeit mit einer oder gar mehreren Apotheken, und welche (Miss-)Erfolgsfaktoren gilt es zu beachten?Show moreKonflikte im Apothekenteam – wie man damit umgeht
Konflikte sind zwar nicht vermeidbar, aber man kann sie managen"Konflikte gibt es bei uns nicht!", möchte jedes Apothekenteam von sich behaupten. Konflikte im Apothekenteam werden gerne verleugnet. Sie werden ignoriert und unter den Tisch gekehrt. Ihnen soll so wenig wie möglich Beachtung geschenkt werden, damit sie nicht eskalieren. Das Gegenteil ist der Fall: Meinungsverschiedenheiten und Reibereien sind die Regel im Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen. Der erfolgreiche Umgang mit solchen zunächst kleinen Konflikten entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines ganzen Unternehmens, z. B. einer Apotheke.
Show moreRezepturprobleme erkennen und lösen
Ein Handlungsvorschlag für den ApothekenalltagVon Gerd Wolf
Die Herstellung von Rezepturen ist ein komplexer Vorgang mit vielen potenziellen Fehlerquellen. Dies gilt besonders für Rezepturen, die nicht auf standardisierten Vorschriften beruhen. Gemäß Umfragen von Apothekerkammern sind etwa 80 bis 90 Prozent aller verordneten Rezepturen frei komponiert und damit anfällig für vielfältige Kompatibilitäts- und Stabilitätsprobleme. Am Beispiel einer glucocorticoidhaltigen Rezeptur stellt Dr. Gerd Wolf ein strukturiertes Vorgehen für die Fehlersuche vor und unterbreitet Lösungsmöglichkeiten.
Show moreMitarbeiterführung
Machtspiele in der Apotheke konstruktiv lösenDer Apotheker ist sicher: Zwischen zwei Mitarbeitern läuft ein Machtspiel ab. Sie legen dem Konkurrenten jeweils auf unfaire Weise Stolpersteine in den Weg nach oben. Woran erkennt der Apotheker, dass ein Machtspiel die Effektivität der Arbeit in seinem Verantwortungsbereich behindert? Und wie kann er eingreifen?
Show moreEine erste „Abrechnung“
Entwurf der neuen ApothekenbetriebsordnungDr. Reinhard Herzog
Als wäre das "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung" (kurz AMNOG) mit der geplanten Kappung der Großhandelsrabatte nicht genug, steht zum nächsten Jahr zusätzlich die schon lange angekündigte neue Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) an. Für viele Apotheken könnte sich das zu einem schweren Doppelschlag auswachsen. Selbst wenn bisher nur ein inoffizieller und schon wieder zurückgezogener Entwurf kursiert, der an vielen Punkten noch modifiziert werden wird – wir umreißen dennoch bereits einmal die möglichen wirtschaftlichen und sonstigen Konsequenzen dieser für den Apothekenbetrieb wichtigsten Verordnung.
Show moreWie man die Mitarbeiter in der Apotheke fördert
Auch die soliden Handwerker unter den Mitarbeitern stärkenSie werden bei der Mitarbeiterförderung oft vernachlässigt – die BMitarbeiter, die solide, aber durchschnittlich Agierenden, die "grauen Mäuse": Dabei liegt hier ungeheures Potenzial brach – und zwar nach oben. Was kann der Apotheker tun, um die B-Mitarbeiter entsprechend zu fördern und zu fordern?
Show moreKeiner bleibt ohne Versicherungsschutz
Wer nimmt mich auf, wenn meine Krankenkasse Pleite geht?(bü). Jahrzehntelang kein Thema – inzwischen schon greifbare Realität: Mehrere gesetzliche Krankenkassen sind in solch großen finanziellen Schwierigkeiten, dass eine Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Was haben ihre Mitglieder zu erwarten, wenn der Ernstfall eintritt? Droht der Verlust des Versicherungsschutzes?
Show moreKunden angemessen beraten
So nehmen Sie den Kunden besser wahrOb Kunden die Beratungsqualität einer Apotheke für gut befinden, lässt sich an ihren (verborgenen) Reaktionen erkennen. Dabei spielt nicht nur die fachliche, sondern auch die zwischenmenschliche Ebene eine entscheidende Rolle.
Show moreBeraten und verkauft ...?
Verschiedene Beratungskonzepte für die SelbstmedikationGerade hat Ihre fachkompetente Apothekerin Frau Dr. H. wieder ein langes und intensives Beratungsgespräch zu einem Selbstmedikationsarzneimittel mit einem älteren Stammkunden geführt. Sie argumentierte fachlich hervorragend, doch als sie den Preis "vorsichtig" nannte, wollte sich der Kunde alles noch einmal überlegen. Einige Kunden aus der Kundenschlange, die sich gebildet hatte, wurden schon ganz unruhig.
Show moreZusatzverkäufe – wo unentdeckte Potenziale schlummern
Therapieergänzungen zum Thema AllergieHerr K., Mitte zwanzig, betritt die Apotheke und verlangt etwas wirklich Gutes gegen Heuschnupfen! Letztes Jahr litt er auch unter Heuschnupfen und hat Tabletten eingenommen, aber so richtig geholfen haben die nicht. Die freundliche PTA, Frau S., fragt ihn, ob er noch weiß, was er letztes Jahr ausprobiert hat. Herr K. erinnert sich nicht genau, und die freundliche PTA zeigt ihm aus der Sichtwahl eine rosa und eine grüne Packung. Herr K. denkt nach, ja, er glaubt, es war die grüne Packung. Die PTA empfiehlt ihm dann die rosa Packung, sagt ihm die Einnahme und den Preis und verabschiedet ihn freundlich. "Na, ob das hilft", denkt Herr K. beim Rausgehen.
Show moreSteuern sparen durch Einkommensübertragungen auf die Kinder
Änderungen durch das WachstumsbeschleunigungsgesetzJeder Apotheker kann seine familiären Rechtsverhältnisse so gestalten, dass sich eine möglichst niedrige Steuerbelastung ergibt. Das gilt nicht nur gegenüber seinem Ehepartner, sondern auch gegenüber seinen Kindern. Insbesondere durch Übertragung steuerpflichtiger Einkünfte des Apothekers auf seine Kinder, soweit sie über keine oder nur geringe eigene Einkünfte verfügen, lassen sich erhebliche Steuerersparnisse erzielen.
Show more„Public Viewing“ in der Firma
Schaut auch das Finanzamt mit?(bü). Auch das noch: Großzügige Arbeitgeber, die die Fußballweltmeisterschaft zum Anlass nehmen, ihren Mitarbeitern eine "private Public Viewing"-Veranstaltung zu präsentieren, können bei der nächsten Betriebsprüfung durch das Finanzamt unangenehm überrascht werden.
Show moreWenn die jüngere Führungskraft auf die ältere Mitarbeiterin trifft …
So bekommen Apotheker den "Generationenkonflikt" in den GriffKonflikte sind vorprogrammiert, wenn der Apotheker die junge Angestellte zur Teamleiterin erklärt, die nun der älteren Kollegin Anweisungen geben soll und darf. Wie soll sich die junge Teamleiterin verhalten? Was kann der Apotheker tun, um sie zu unterstützen?
Show moreHaptisches Führen
Führen und motivieren mit haptischen Berührungen und FührungshilfenDen Mitarbeiter durch Anfassen führen? Nicht nur Apotheker – viele Führungskräfte zucken zurück. Bedeutet dies nicht eine allzu große Annäherung? Andererseits: Ganzheitliche Führungskonzepte propagieren das Führen mit allen fünf Sinnen. Und dann gilt: "Wer berührt, führt!"
Show moreSelbstorganisation
Ab in den Urlaub – aber ohne StressFerienzeit – Erholungszeit: Das ist leider nicht immer so. Wer vor dem ersten Urlaubstag bis kurz vor Mitternacht arbeitet, um den Schreibtisch frei zu räumen, droht im Urlaub zu erkranken. Was kann der Apotheker tun, damit ihm und seinen Mitarbeitern so etwas nicht passiert?
Show moreÄußere Voraussetzungen
Typische altersbedingte Veränderungen, die in der Apotheke auffallen, sind motorische Beschwerden sowie Beeinträchtigungen der Sinnesfunktionen. Je weiter das Alter und die Morbidität voranschreiten, desto häufiger treten auch kognitive Defizite auf, die mit zusätzlichen psychischen Problemen und Erkrankungen einhergehen können. Nahezu alle physiologischen Funktionen lassen mit fortschreitendem Alterungsprozess nach und können, wenn sie nicht dauerhaft unterstützt werden, schließlich ganz ausfallen. Ein bekanntes Beispiel ist die Blasenfunktion, wie in unserem Eingangsbeispiel beschrieben. Ältere Patienten nehmen diese Veränderungen auch an sich selbst wahr und sind somit oft eine besonders sensible Kundengruppe.
Inhaltsverzeichnis: "Schritt für Schritt zur seniorengerechten Apotheke"
Beratung von Senioren in der Selbstmedikation
Herr Schneider, ein älterer Herr von 78 Jahren, möchte etwas gegen seine Erkältung kaufen. Er klagt über Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen. Am liebsten wäre ihm ein einziges Präparat, denn er muss bereits so viele Tabletten gegen den hohen Blutdruck und gegen den Zucker einnehmen …
Inhaltsverzeichnis: "Schritt für Schritt zur seniorengerechten Apotheke"
Schritt für Schritt zur seniorengerechten Apotheke
Ältere Menschen als ZukunftschanceVon Elisabeth Thesing-Bleck und Iris Hinneburg
Frau Müller, eine ältere Dame von 75 Jahren, löst die Rezepte für sich und ihren Mann eigentlich immer in der Luisen-Apotheke ein. Mit dem Apothekenpersonal kommt sie ganz gut zurecht, auch wenn sie sich schon ein paar Mal geärgert hat. Als sie neulich etwas für die Blasenschwäche ihres Mannes kaufen wollte, hat die PTA so laut gesprochen, dass die nebenstehenden Kunden ganz neugierig wurden. Und darunter war auch die aufdringliche Nachbarin von Frau Müller, für die das natürlich besonders interessant war. Die Stufen in die Apotheke muss sie sich auch immer hinaufquälen …
Geriatrische Pharmazie
Ein erfolgreiches Weiterbildungsprinzip in der PraxisVon Frank Hanke, Elisabeth Kohrt und Judith Hildebrand, Köln
Ob es einem Menschen vergönnt ist, ein gesundes und erfülltes Alter zu erleben, hängt auch von seinen sozialen und gesellschaftlichen Umständen ab. Da Deutschland auf dem Weg zu einer Gesellschaft des längeren Lebens ist, gibt es vielfältige strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen. Auch der Apothekerberuf ist von diesen Veränderungen stark betroffen. Die Versorgung von multimorbiden Senioren, die Koordination der am Medikationsprozess Beteiligten und die stetig zunehmenden Qualitätsanforderungen stationärer Alteneinrichtungen erfordern vertiefte geriatrische Kenntnisse und vernetztes Handeln.
Show moreSeniorengerechte Angebots- und Sortimentsgestaltung
Frau Wagner, eine 60-jährige Dame, reicht zwei Rezepte über den HV-Tisch. Neben ihren üblichen Parkinson-Medikamenten hat der Arzt ihr heute auch antibiotische Augentropfen verordnet – gegen eine akute bakterielle Konjunktivitis, wie ein Blick auf Frau Wagners linkes Auge zeigt. Während die Apothekerin die Packungen scannt, fragt sie kurz nach: "Kommen Sie eigentlich mit Augentropfen gut zurecht, Frau Wagner?" Frau Wagner zögert. "Eigentlich habe ich immer Schwierigkeiten, dass die Tropfen auch tatsächlich im Auge landen. Sie wissen ja, mit meinem Parkinson … "
Inhaltsverzeichnis: "Schritt für Schritt zur seniorengerechten Apotheke"
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung