Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Selbstständigkeit: Willkommen im goldenen Käfig!?
Obwohl die Zahl der Apotheken zur Übernahme unter anderem demografiebedingt steigt – die Gründergeneration der späten 1980er- bis frühen 2000er-Jahre tritt zunehmend ab – hält sich die Begeisterung der potenziellen Nachfolger in Grenzen. Doch ungeachtet subjektiver Präferenzen: Was spricht für, was gegen eine Selbstständigkeit mit einer oder gar mehreren Apotheken, und welche (Miss-)Erfolgsfaktoren gilt es zu beachten?Show moreInformationen: managen, bearbeiten, verteilen
Beim Apotheker laufen viele eingehende Informationen zusammen: Mails, Briefe, Werbepost, Fachzeitschriften. Dabei entsteht die Frage, welche Informationen an die Mitarbeiterinnen weitergeleitet werden sollen. Denn wer bewusst oder versehentlich über wichtige Sachverhalte nicht informiert wird, reagiert mit sinkendem Engagement und ist nicht mehr auf dem Laufenden. Show more
Retaxationen ohne Grenzen
DAP | Ein Abkommen zur gegenseitigen grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung ist z.B. die Sicherung von Familienangehörigen der „Grenzgänger“ (z.B. das IZOM-Projekt). Diese sind zwar im Regelfall am Wohnsitz krankenversichert, können jedoch unter bestimmten Bedingungen auch grenzüberschreitend ärztliche Leistungen und Arzneimittel in Anspruch nehmen. Diese grenzüberschreitende Versorgung ist für alle Bewohner der Euregio Maas-Rhein zugänglich. In diesem Punkt herrscht jedoch noch ein Vereinbarungs- und Informationsdefizit, wie der nachfolgende Retaxfall zeigt.Show more
Der beste Moment: die persönliche Beratung
diz | Trotz boomenden Internethandels: Die persönliche Beratung, von Angesicht zu Angesicht, ist für viele Menschen der beste Moment beim Einkaufen. Die Menschen suchen erlebnisorientiertes Einkaufen. Warum gerade die Apotheke hier hervorragende Chancen hat, erklärt Prof. Dr. Claudius Schmitz in unserem Gespräch. Er ist Professor für Marketing und Handel an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Er berät den Hauptverband des deutschen Einzelhandels und verschiedene Handelskonzerne. Auf dem Managementkongress auf Mallorca Anfang November befasst er sich mit der Emotionalisierung der Apotheke, dem Arbeiten mit Imagefaktoren, Marketing-Innovationen und der Lust auf Einzelhandel. Show more
Das Wirtschaftlichkeitsgebot
DAP | Das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot in den Paragrafen 12 und 70 des SGB V ist die Grundlage der Arzneimittelversorgung durch die Apotheken. Die Details zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit werden in den Versorgungsverträgen der Apotheken vereinbart.Show more
Kranken-, Eltern-, Arbeitslosengeld & Co.
bü | Kurios, aber Tatsache und im Ergebnis nicht ungerecht - wenn auch die Betroffenen das vielleicht anders sehen: der steuerliche Progressionsvorbehalt. Er hat zur Folge, dass steuerfreie Einnahmen letztlich doch die Steuerzahlung erhöhen. Im Prinzip jedenfalls. Wie wirkt sich dieses Wortungetüm in der Praxis aus?Show moreDas sind ja ganz neue Methoden!
Wer wagt, gewinnt neue Mitarbeiterinnen (da die überwiegende Anzahl der Apothekenmitarbeiterinnen weiblich ist, schreibe ich in der weiblichen Form. Männliche Kollegen dürfen sich gerne mit angesprochen fühlen). Trauen Sie sich, die ganz anderen Wege für die pharmazeutische Personalfindung zu suchen und gehen Sie diese bis zum glücklichen Ende. Ein paar unorthodoxe Ideen für den Anfang möchte ich Ihnen vorstellen. Dabei merken Sie sicher, dass einige Möglichkeiten Ihnen mehr liegen als andere, die Sie sich gar nicht vorstellen können. Versuchen Sie jeweils Variationen zu finden.Show moreWas wann wo im Fernsehen
Was läuft im Fernsehen? Was könnte interessant sein? Wir haben das Programm der Sender durchgesehen. Bei unserer Auswahl haben wir auch Sendungen berücksichtigt, die von Ihren Kunden angeschaut werden und zu denen sie in der Apotheke Fragen stellen könnten. Eine Wertung der Sendungen nehmen wir nicht vor.Show moreApotheke muss Erwartungen übertreffen
diz | Der Neurobiologe Prof. Dr. Martin Korte von der TU Braunschweig hat sich mit der Arbeitsweise des Gehirns befasst. Er untersuchte beispielsweise, wie Kinder heute lernen. Und er befasste sich auch mit Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden. Wir sprachen mit Professor Korte darüber, wie die Begriffe Lust und Apotheke in unserem Gehirn zusammenkommen. Show moreInvestitionen – aus „steuerlichen Gründen“
Kaufen Sie sich eigentlich für den Hausgebrauch im Dreijahresturnus jeweils einen neuen PC, obgleich dessen technische wie wirtschaftliche Lebenserwartung sechs Jahre durchaus übersteigt? Keineswegs – werden Sie wohl antworten. Denn ein selbst nur drei Jahre alter PC lässt sich nicht mehr verkaufen (allenfalls zu einem indiskutablen Preis); es verbleiben nur die Entsorgungskosten. Zudem werden Sie zu Recht darauf verweisen, der Erwerb eines PCs im 3-Jahresturnus sei angesichts dessen mindestens 6-jähriger Lebenserwartung blanke wirtschaftliche Unvernunft.Show more
Retax eines Kinderrezeptes
DAP | Gerade für Kinder werden häufig Arzneimittel verordnet, die nicht verschreibungspflichtig sind. Hier stellt sich mitunter die Frage nach der Erstattungsfähigkeit. Bei der Beurteilung der Erstattungspflicht ist zu unterscheiden zwischen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, apothekenpflichtigen Arzneimitteln, nicht apothekenpflichtigen Arzneimitteln und Nichtarzneimitteln. Vorsicht ist geboten bei nicht apothekenpflichtigen Arzneimitteln.Show more
Steuern sparen und preiswerte soziale Absicherung
bü | Ob ein Unternehmer in seinem Betrieb eine fremde Arbeitskraft beschäftigt oder seinen Ehegatten: arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlich macht das keinen Unterschied. Doch für beide, für den Arbeitgeber wie für seinen Ehepartner, bringt ein solcher Vertrag Vorteile.Show moreFeedback geben
Mitarbeiterorientierte Chefs geben ihren Mitarbeitern ständig Feedback – sie loben und kritisieren, sie spenden Aufmunterung und unterbreiten Verbesserungsvorschläge. Damit dies gelingt, sollten sie genau zwischen den einzelnen Feedbackarten unterscheiden können.Show more
Mehr als nur Computer
Heutzutage ist der Betrieb einer Apotheke ohne umfassende EDV-Lösung nicht mehr vorstellbar, zu sehr haben fast im Jahrestakt abfolgende Gesundheitsreformen mit immer neuen Anforderungen des Gesetzgebers und der enorme Effizienzdruck auf die Apotheken ihre Spuren hinterlassen. Was als Ersatz für die Microfiche-Artikeltaxe und als einfaches Bestellsystem beim pharmazeutischen Großhandel begonnen hat, ist spätestens durch die Rezeptbedruckung und die Umsetzung der Rabattverträge mit den Krankenkassen zu einem unverzichtbaren Arbeitsmittel in der Apotheke geworden. | Von Chris Krüger

Muss man N3 stückeln?
DAP | Retaxationen berufen sich im Allgemeinen auf vertragliche Abkommen wie den Rahmenvertrag. Diese Woche wurde im vorgestellten Retaxfall jedoch die allgemeine Rechtsgrundlage des Wirtschaftlichkeitsgebotes gemäß § 12 SGB V der Retaxation zugrunde gelegt. Dass dies den vertraglichen Regelungen entgegensteht, zeigt der vorgestellte Fall jedoch deutlich.Show more

„Kollege Computer“
Eine Apotheke ohne ausgefeilte EDV und Warenwirtschaft? Das ist undenkbar geworden. Kaum ein Rezept lässt sich heute noch lege artis ohne Rechnerunterstützung beliefern. Und so gilt gerade in der Apotheke der bekannte Spruch: „Alle Räder stehen still, wenn der Computer das so will ...“. Ein optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Apotheke zugeschnittenes EDV-System ist daher zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden. | Von Reinhard Herzog
Show moreMethadon und Co.
Von Helmut Spielvogel | Opiatsucht ist eine schwere Erkrankung mit erheblichen sozialen Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige. Die Ärzteschaft berichtet von geschätzt 150.000 Opiat- und Opioidabhängigen in Deutschland [1]. Heroin und andere Opioide werden häufiger von Männern als von Frauen konsumiert; ein gesteigerter Missbrauch dieser Substanzen ist vor allem bei Personen der Altersgruppe 30 bis 39 zu beobachten [2]. Vordringliche Ziele einer Suchttherapie sind Überlebenssicherung und Minderung riskanter Konsumsituationen, verbunden mit dem Bestreben, den Konsum von Rauschdrogen zu reduzieren. Mittel- und langfristig werden gesundheitliche und soziale Stabilisierung sowie berufliche Wiedereingliederung angestrebt. Bei Vorliegen einer Schwangerschaft stehen ergänzend die Vermeidung einer gesundheitlichen Schädigung des Fötus sowie die Verhinderung der Weitergabe der Sucht an das Neugeborene im Fokus der Bemühungen.Show more
Digitale Betriebsprüfung
Seit einiger Zeit scheint es ruhiger um das Thema „Digitale Betriebsprüfung“ zu werden, doch dieser Eindruck täuscht. Nach wie vor ist es für viele Apotheker sehr aufwendig, Sachverhalte, die teilweise mehrere Jahre zurückliegen, der Finanzverwaltung plausibel zu erläutern. Während die Finanzverwaltung die Zahlen der Finanzbuchhaltung früher lediglich mit den Originalbelegen abglich, vergleicht sie diese mittlerweile auch mit den Daten des Warenwirtschaftssystems.
Von Stefan Kurth

Apotheken-EDV – wie finanzieren?
Die EDV und die Warenwirtschaft spielen in der Apotheke eine immer größere Rolle. Ohne sie geht heutzutage fast nichts mehr. Aber die Weiterentwicklung ist enorm. Daher sind immer wieder Anpassungen der vorhandenen Systeme oder gar ein kompletter Austausch erforderlich. Abhängig vom Umfang und dem Ausstattungsniveau können die Kosten dafür schnell einen hohen Betrag erreichen. Die Investition kann jedoch die Steuerlast mindern – und das sogar Jahre im Voraus. | Von Peggy Eichhorn
Warum Apotheke Design braucht
diz | Trends, Mode, Zeitgeschmack – muss eine Apotheke das mitmachen, um erfolgreich zu sein? Muss eine Apotheke beim äußeren Erscheinungsbild mit der Zeit gehen, um im Wettbewerb bestehen zu können? Oder: Worauf kommt es heute bei der Gestaltung einer Apotheke in erster Linie an? Über den Wert der Gestaltung bei Apotheken unterhielten wir uns mit dem Innenarchitekten Klaus Bürger. Show moreMultitalent Harnstoff
Von Josef Pfeuffer | Harnstoff ist sowohl in Fertigarzneimitteln als auch in Rezepturen vielfach enthalten. Dies erklärt sich aus dem günstigen Wirkprofil. Normalerweise ist die Verarbeitung von Harnstoff in wasserhaltigen Rezepturen problemlos. Ist ausreichend Wasser in der Zubereitung enthalten, liegt Harnstoff gelöst vor. Im Gegensatz zu Suspensionszubereitungen ist die Herstellung von Lösungssalben meist einfach. Jedoch gilt es aus Stabilitätsgründen, einige Punkte zu beachten. Show more
Rabattarzneimittel: Ohne gemeinsame Indikation kein Austausch
DAP | Durch die Vorgaben des Rahmenvertrages § 4 (2) sind Apotheken verpflichtet, vorrangig Rabattarzneimittel abzugeben. Die Kriterien für die Abgabe sind dabei dem Rahmenvertrag § 4 (1) zu entnehmen. Diese Vorgaben sind bundesweit für alle GKV-Kassen verbindlich, falls in den ergänzenden Lieferverträgen gem. § 2 (4) keine zusätzlichen Vorschriften enthalten sind. Wichtig ist dabei auch der Blick auf die Indikation, wie folgender Retaxfall zeigt.Show more

Importe im Sprechstundenbedarf
DAP | Auch Arztpraxen lösen Rezepte in der Apotheke ein, um ihren Sprechstundenbedarf zu decken. Dabei werden oft Importe verordnet und es stellt sich die Frage, ob die Erfüllung der Importquote auch bei der Belieferung von Sprechstundenbedarfsrezepten zu beachten ist. Dass es auch in diesem Bereich häufig zu Retaxationen kommt, zeigt folgendes Beispiel.Show more
Rechtliches
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