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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show more
Zugelassen oder registriert
Selbst für Apotheker – und für Laien ohnehin – ist nur schwer durchschaubar, mit welchem legalen Status pflanzliche Arzneimittel in Deutschland verkehrsfähig sind und wie gut deren Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit jeweils belegt sind. In diesem Beitrag sollen daher die Möglichkeiten der Verkehrsfähigkeit dargestellt werden. In einem folgenden Beitrag soll dann erläutert werden, welche Daten und Untersuchungen im Einzelnen Voraussetzung für die unterschiedlichen Verkehrsfähigkeiten (Zulassungsarten) sind, also wie das Evidenzniveau der unterschiedlichen Produkte ist und inwieweit Produkte mit gleichem oder unterschiedlichem legalen Status miteinander vergleichbar bzw. austauschbar sind.
Von Markus Veit
Damit die Galle nicht überläuft
Von Martin Smollich und Birgit Blumenschein | Das Gallenstein-Leiden gehört in Deutschland zusammen mit der gastroösophagealen Refluxerkrankung zu den epidemiologisch häufigsten und gesundheitsökonomisch teuersten gastrointestinalen Erkrankungen [1]. So sind mittlerweile ca. 40% der über 50-jährigen Frauen Steinträgerinnen [1]. Wie andere Zivilisationserkrankungen auch ist das Gallenstein-Leiden im Wesentlichen eine vermeidbare Folge der Adipositas-Epidemie, die den westlichen Lebensgewohnheiten mit hyperkalorischer Ernährung und nicht ausreichender körperlicher Aktivität geschuldet ist [2, 3]. Entsprechend gibt es zahlreiche diätetische Faktoren, die die Entstehung von Gallensteinen fördern oder hemmen und die deshalb in der Prävention, aber auch in der Begleittherapie von Gallenstein-Leiden berücksichtigt werden sollten. Die zahlreichen, in der Laienpresse vielfach noch immer als „Gallendiäten“ oder „Gallenschonkost“ beworbenen Ernährungsformen dagegen besitzen keine objektivierbare Wirksamkeit, weshalb den Patienten von derartigen Empfehlungen abgeraten werden sollte.Show more„Highly Cited Researchers“
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim hat nicht nur ungewöhnlich viele Forschungsbeiträge veröffentlicht – er ist auch besonders häufig zitiert worden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Thomson Reutersʼ Institute of Scientific Information (ISI). In der Sparte „Agricultural Sciences“ finden sich 113 Top-Wissenschaftler aus der gesamten Welt. Davon kommen neun aus Deutschland. Professor Reinhold Carle findet man ganz oben in der Welt-Rangliste der „Highly Cited Researchers“. Zusätzlich erfolgte die Ernennung zum Distinguished Adjunct Professor.Show moreRituximab schneller applizieren | Empfehlungen des CHMP | Peginterferon beta-1a bei MS zugelassen
AOK findet kaum Rabattpartner
BERLIN (ks) | Die Ausschreibung der AOK Baden-Württemberg für sieben Schutzimpfungen ist weitgehend erfolglos geblieben. Lediglich für die Versorgung mit Grippeimpfstoffen fand die Kasse einen Rabattpartner. Für die übrigen sechs Fachlose hob sie die Ausschreibung auf. Nun hat sie im Verhandlungsverfahren noch einen Rabattpartner für Impfstoffe gegen Meningokokken C gefunden.Show moreMalvenextrakt hilft bei Sicca-Syndrom
nm | Das „trockene Auge“ oder „Sicca-Syndrom“ ist keine reine Alterserkrankung mehr. Aufgrund veränderter Arbeits- und Umweltbedingungen sowie Freizeitaktivitäten klagen zunehmend auch Berufstätige und Schüler über kratzende, brennende, gerötete und müde Augen. Stundenlange Bildschirmarbeit oder Beschäftigung mit Handy, Tablet oder E Book sind mit ursächlich hierfür. Weleda bietet für die Behandlung der Symptome Visiodoron Malva® an. Es kombiniert den therapeutischen Ansatz der Hyaluronsäure mit einem Bio-Malvenextrakt.Show moreWann Cannabis helfen kann
Von Thomas Herdegen | Vor wenigen Tagen entschied ein Kölner Gericht, dass in begründeten Einzelfällen der Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlaubt ist. Mit der letzten Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes wurde auch der Umgang mit Cannabis-haltigen Arzneimitteln an einigen Stellen liberalisiert, 2011 wurde ein Cannabisextrakt zur Therapie von schwerer Spastik bei multipler Sklerose zugelassen. Welche Bedeutung hat Cannabis überhaupt für die Medizin? Hier folgt ein Update zur Studienlage – vorangestellt eine kurze Übersicht über die Funktion des körpereigenen Endocannabinoid-Systems. Show moreForm, Farbe und männliches Geschlecht
jb | Das wirksamste Arzneimittel nützt nichts, wenn es nicht eingenommen wird. Non-Adhärenz schadet aber nicht nur der Gesundheit, sondern ist auch ein wirtschaftliches Problem. Daher beschäftigen sich zahlreiche Untersuchungen mit diesem Thema und versuchen, Faktoren zu identifizieren, die die Adhärenz beeinflussen. Show moreAls „sensitiv“ beworben, aber nicht wirklich verträglich
BERLIN (ks) | Von Körperpflegeprodukten, die als „sensitiv“, „für empfindliche Haut“ oder „für trockene und sensible Haut“ beworben werden, sollten Verbraucher erwarten können, dass sie keine Substanzen enthalten, die nachweislich zu allergischen Kontaktekzemen oder Hautreizungen führen können. Doch Fehlanzeige: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat bei einer Stichprobe in Apotheken, Kaufhaus-Parfümerien, Discountern und Drogeriemärkten 16 Produkte mit bedenklichen Zutaten für Haut und Haar gefunden.Show moreBei Rückenschmerzen wirkungslos?
Laut gesetzlicher Krankenkassen stellen Rückenbeschwerden eine der häufigsten Gründe für Krankschreibungen dar. Etwa jeder dritte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Paracetamol ist dabei ein gängiges Mittel, um leichte bis moderate akute Beschwerden zu lindern und ist dazu rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Neue Ergebnisse einer klinischen Studie aus Australien lassen jetzt jedoch Zweifel aufkommen, ob die leitlinienkonforme Therapie mit Paracetamol bei akuten Rückenschmerzen tatsächlich sinnvoll ist.Show more„Pille danach“ auch bei Übergewicht
ck | Die Europäische Arzneimittelagentur hat die Überprüfung Levonorgestrel- und Ulipristal-haltiger Notfallkontrazeptiva abgeschlossen. Untersucht wurde, ob ein erhöhtes Körpergewicht die Wirksamkeit bei der Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft beeinflusst. Das Resultat: Die Notfallkontrazeptiva können weiterhin von allen Frauen unabhängig vom Körpergewicht oder Body-Mass-Index (BMI) verwendet werden. Show moreUS-Geschäft schwächelt
LONDON/BERLIN (dpa/az) | Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat im zweiten Quartal vor allem unter einer schwächeren Nachfrage in den USA gelitten. Aber auch der zunehmende Konkurrenzdruck macht dem Unternehmen zu schaffen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie ging im Zeitraum April bis Juni um ein Viertel auf 19,1 britische Pence (ca. 24,2 Euro-Cent) zurück, wie GSK am Mittwoch mitteilte. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen des Marktes. Das Pharmaunternehmen senkte das Gewinnziel für das Gesamtjahr. Statt mit einem Zuwachs rechnen die Briten nun nur noch mit einem Gewinn auf Vorjahreshöhe.Show moreVersicherte sollen mehr zahlen
BERLIN (az) | Am vergangenen Freitag traten erste Teile der Gesundheitsreform von Union und SPD in Kraft. So gilt seither die gesetzliche Verpflichtung an den Gemeinsamen Bundesausschuss, ein Institut zur Messung der Krankenhaus-Qualität in Deutschland zu gründen. In einigen Jahren sollen die Versicherten dann auch im Internet Kliniken besser miteinander vergleichen können. Zudem wurde die Förderung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland durch die Krankenkassen von 5,6 auf 9 Mio. Euro pro Jahr erhöht.Show moreVorerst keine Kuschelsocken
BERLIN (jz) | Die Bären-Apotheken dürfen vorerst bei verschreibungspflichtigen Medikamenten keine Zuwendungen oder Werbegaben in Form von Kuschelsocken mehr gewähren. Das haben zwei Verwaltungsgerichte in Nordrhein-Westfalen im Rahmen zweier einstweiliger Rechtsschutzverfahren entschieden. Die Apotheken waren gegen Verbotsverfügungen der Apothekerkammer Westfalen-Lippe vorgegangen – müssen auf die Werbegaben bis zum Ausgang des Hauptsacheverfahrens nun aber verzichten. (Verwaltungsgericht Münster, Beschluss vom 10. Juni 2014, Az. 5 L 346/14; Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Beschluss vom 17. Juni 2014, Az. 7 L 683/14)Show moreRechtliches
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