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Streit ums Gehalt: Verdient KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zu viel? (Foto: KBV)
KBV-Gehaltsstreit
Bahr will Köhlers Gehalt kürzen
Berlin - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) verlangt von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die Gehaltserhöhung für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Köhler zu stoppen. Bahr setzte der KBV in einem Schreiben eine Frist, bis zum 9. März die geplante Erhöhung auf 350.000 Euro Jahresgehalt „nachzubessern“. Ansonsten will Bahr Köhlers Gehalt per Anordnung des Ministeriums deutlich absenken.
Die Vertreterversammlung der KBV hatte Köhler im April 2011 eine Gehaltserhöhung um rund 90.000 Euro zugesprochen. Diese Erhöhung ist aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums „unangemessen“. Das BMG hält einen Betrag zwischen 220.000 und 250.000 Euro für angebracht, wie er beispielsweise für Krankenkassenchefs oder die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes üblich ist. Laut Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat es die KBV in geheimer Sitzung aber abgelehnt, die Jahresgehälter der KBV-Spitzen wieder zu begrenzen.
Als Dachorganisation der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen vertritt die KBV auf bundespolitischer Ebene die Interessen von Ärzten und Psychotherapeuten. Weil sie Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, untersteht sie der Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums. Sollten Köhler & Co. der Aufforderung nicht nachkommen, könnte ein Verpflichtungsbescheid aus dem Hause Bahr drohen.
Im Dezember des vergangenen Jahres hatte es bereits Streit wegen Extrazahlungen an den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin gegeben: Die drei Vorstände erhielten „Übergangsgelder“ in Höhe von insgesamt 549.000 Euro, obwohl sie in ihren Ämtern für weitere sechs Jahre bestätigt wurden. Zwischen dem Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) und der KV finden derzeit Gespräche statt. Auch die Staatanwaltschaft Berlin prüft die umstrittenen Zahlungen.
Lesen Sie hierzu auch:
Sonderzahlungen an Ärztefunktionäre: Berlin: 549.000 Euro extra für den KV-Vorstand
Juliane Ziegler/Lothar Klein / 30.01.2012, 11:08 Uhr
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Godam sagt:
31.01.2012 11:30er hat nicht gesagt, dass er die 250T eu für nen kassenchef angebracht hält.
er würde diesen betrag für den kbv-chef für angebracht halten, da dieser betrag für kassenchefs üblich ist...da ist schon ein unterschied.
wir wollen ja auch nicht dass man uns die worte im mund rumdreht.
LandApo sagt:
30.01.2012 21:59ein Nebensatz mit mehr Brisanz als der Titel:
"... 250.000 Euro für angebracht, wie er beispielsweise für Krankenkassenchefs ..."
bei ca. 150 Krankenkassen kann sich der Beitragszahler ja schnell ausrechnen, welche Millionenbeträge nur für die Chefetagen der Krankenkasse verpulvert werden.
Und das mit voller politischer Rückendeckung ("angebracht" !!!) aus gesetzlich "eingetriebenen" Pflichtbeiträgen.
Jetzt erklär mir dochmal einer, was diese "Chefs" denn so großartiges für den Bürger leisten, dass sie ein vielfaches der Bezüge einer Bundeskanzlerin "verdienen" ???
Fabian Fuchs sagt:
30.01.2012 16:50Die Überschrift ist aber schon arg tendenziös, oder? Bahr will Köhlers Gehaltserhöhung kürzen - und nicht das Gehalt. Abgesehen davon, dass ich als chronisch Kranker über die Summe entsetzt bin, auch ohne Erhöhung. Ärzte verschlafen es, dass meine Medikamente (Biologics) in Berlin bei meiner Psoriasis anstandslos verschrieben werden dürfen - aber Gehalt erhöhen können sie sich.
howy sagt:
30.01.2012 12:17Ach was soll diese geheuchelte Aufregung!
Pack schlägt sich - Pack verträgt sich!
...und retten tut diese scheinheilige Kürzung die maroden Finanzen eh nicht mehr!
dient also in erster Linie der Beruhigung, Beweihräucherung und sonstiger psychologoscher Tricks des Herrn Bahr und seiner Freien Demokratischen Partei