Interpharm

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wie die Apotheke hybride Kunden (zurück-)gewinnt
Die Marktdaten zeigen die Versender im rezeptfreien Markt im Aufwind. Im Rx-Bereich ist ihr Marktanteil weiter gering, aber 31% der Verbraucher*innen haben gemäß einer Sempora-Studie bereits Rezepte online eingelöst. Daher geht es im Apothekenmarkt vor allem um solche „hybriden Kunden“. Bei der Interpharm Wirtschaft analysierte Frank Weißenfeldt, Senior Business Development Manager Insight Health, die Marktdaten und präsentierte daraufhin strategische Handlungsoptionen für Vor-Ort-ApothekenShow moreCAVE, DrugBase, PubMed & Co
(hb). Ohne elektronische Medien geht in der Apotheke gar nichts mehr. Das gilt nicht nur für die Warenbewirtschaftung, sondern auch für die zeitnahe Beschaffung von Wissen, das für eine kompetente Arzneimittelberatung bei der Abgabe erforderlich ist. Andreas Niclas Förster aus Velbert, PharmD und Apotheker in einer öffentlichen Apotheke, gab einen kurzen Überblick darüber, welche wissenschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen in der Apotheke hierzu genutzt werden können.Show moreKann es Rezepturarzneimittel noch geben?
(ks). Bei der Wahrnehmung von Rezepturarzneimitteln herrscht zwischen Pharmazie und Rechtsprechung ein starkes Spannungsverhältnis. Während die Anforderungen an die Herstellung mit der neuen Apothekenbetriebsordnung erhöht und Rezepturarzneimittel pharmazeutisch aufgewertet wurden, scheint die Rechtsprechung diese Arzneimittel mehr und mehr zu verdrängen. Jüngstes Beispiel: das Gemzar-Urteil des 1. Strafsenats des Bundesgerichtshofs aus dem vergangenen September (Az.: 1 StR 534/11). Dr. Heinz-Uwe Dettling zeigte beim ApothekenRechtTag diese gegensätzlichen Entwicklungen auf – und legte dar, wo seines Erachtens die Lösung liegen sollte.Show moreLäuft die Apotheke nicht, Finger weg von der Filiale
(lk). Der schnellste Weg, Umsatz und Gewinn einer Apotheke zu steigern, ist der Kauf oder die Gründung einer Filialapotheke. Diese Empfehlung gab Diplom-Kaufmann und Steuerberater Axel Witte von der RST Beratungsgruppe aus Essen auf der Wirtschafts-Interpharm in Hamburg in seinem Vortrag "Noch eine Filiale – oder besser doch nicht?" Aber Witte riet zur Vorsicht: "Sie müssen die Filialapotheke extrem gut aussuchen – sonst droht Gefahr für ihre Hauptapotheke."Show moreHonorierung, Notdienstpauschale und neue Vergütungsmodelle in der Diskussion
(lk). "Welche Honorierung wollen wir?" lautete die Frage als Arbeitsauftrag an die Diskutanten am ersten Tag der Wirtschafts-Interpharm. Weil neben Uwe Hüsgen und Prof. Dr. Andreas Kaapke auch der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, auf dem Podium saß, war klar, dass der Blick in die Zukunft zunächst in der Gegenwart hängen blieb. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das derzeitige Honorarsystem der Apotheken um weitere Strukturkomponenten erweitert werden sollte.Show moreInternetvertriebsplattformen für Apotheken
(jz). Seit der Zulassung des Versandhandels gibt es eine gewisse Unruhe im deutschen Apothekenmarkt. Eine Reihe von innovativen Online-Offline-Geschäftsmodellen sorgt für Aufmerksamkeit. Professor Dr. Elmar Mand, Universität Marburg, erläuterte im Rahmen des ApothekenRechtTags, weshalb er dennoch nicht an einen großen Umbruch im Bereich der Botendienst- und Zustellmodelle glaubt: Internetvertriebsplattformen für Apotheken seien zwar durchaus realisierbare Geschäftsmodelle – doch die Ausgestaltung im Einzelfall unterliege rechtlich engen Grenzen.Show more„Die Zukunft wird am Patienten entschieden“
(tmb). "Wo geht‘s lang, Herr Schmidt" – dieser Frage stellte sich ABDA-Präsident Friedemann Schmidt im Gespräch mit den DAZ-Herausgebern Dr. Klaus G. Brauer und Peter Ditzel bei der Interpharm. Die vielfältigen Themen reichten von der aktuellen Notdiensthonorierung bis zur langfristigen Umgestaltung des Berufsbildes der Apotheker. Schmidt präsentierte sich nicht nur als Präsident mit stets klarer Position, sondern auch als Mensch mit persönlichen Erfahrungen und Vorlieben, aber auch als Medienprofi mit 15 Jahren Erfahrung beim MDR-Fernsehen.Show moreFrühe Nutzenbewertung: rechtliche Aspekte der praktischen Umsetzung
(ks). Deutschland galt lange als Pharma-Paradies: Neue Arzneimittel haben einen unmittelbaren Marktzugang und werden von den Krankenkassen erstattet. Zugleich dürfen die Hersteller den Preis für ihre Präparate frei bestimmen. Doch seit 2011 weht ein anderer Wind: Die frühe Nutzenbewertung für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen wurde ins Leben gerufen. Rechtsanwalt Dr. Gerhard Nitz zeigte auf dem ApothekenRechtTag die rechtlichen Aspekte dieses neuen Sparinstruments auf.Show moreApotheker dringend gesucht
(ks). Seit Jahresbeginn läuft in Deutschland ein Projekt zur Arzneimittelsicherheit: securPharm. Entsprechend der Vorgaben der EU-Fälschungsrichtlinie will dieses System davor schützen, dass gefälschte Arzneimittel in die legale Lieferkette gelangen. An der Initiative beteiligt sind Verbände der pharmazeutischen Unternehmen, Großhändler und der Apotheken. Nun gilt es Erfahrungen zu sammeln – möglichst viele Arzneimittelpackungen unterschiedlicher Hersteller sollen dafür über zahlreiche HV-Tische zum Patienten gelangen. 150 Apotheken beteiligen sich bereits – doch es werden dringend noch mehr gesucht.Show moreUniDAZ-Wissenschaftspreis 2013 verliehen
(zie). Wie schon im vergangenen Jahr nutzte die UniDAZ, das Studentenmagazin der DAZ, auch heuer den feierlichen Rahmen der Interpharm, um ihren Wissenschaftspreis zu verleihen. Aus der Vielzahl hochklassiger Beiträge wählte die Jury die Arbeit "Untersuchung der chemopräventiven und -therapeutischen Aktivität synthetischer, geruchloser Schwefelverbindungen in menschlicher Leukämie" von Anne-Kathrin Baltes zur Siegerin des diesjährigen Wettbewerbs. Die Arbeit wird in der DAZ Nr. 14 vom 4. April 2013 erscheinen.Show moreDas Erfolgsgeheimnis moderner Apothekenkonzepte
(jz). Die Zeiten für Apotheker waren schon rosiger – und gleichwohl gibt es sie auch heute: erfolgreiche Apotheken. Aber was machen "die lieben Kollegen" eigentlich, um das zu erreichen? Dieser Frage ging DAZ-Herausgeber Peter Ditzel im Rahmen der Wirtschafts-Interpharm gemeinsam mit Dr. Klaus Fehske, Leiter der Rathaus-Apotheke in Hagen, und Dietmar Wolz, Inhaber der Bahnhof-Apotheke in Kempten, nach. Die Konzepte der beiden Apotheker sind zwar verschieden – und doch sind sich beide einig: Nicht Discountpreise führen zum Erfolg, sondern ein guter Kundenservice und starker Teamgeist.Show moreOffene Fragen zur neuen Apothekenbetriebsordnung
(jz). Die Novelle der Apothekenbetriebsordnung hat in einigen Bereichen für Klarheit gesorgt – viele Fragen sind aber auch weiterhin offen. Im Rahmen des ApothekenRechtTags griff Dr. Valentin Saalfrank, Fachanwalt für Medizinrecht in Köln, einige von ihnen auf und stellte seine Lösungsansätze vor. Im Vordergrund stand dabei, welche räumlichen Anforderungen eine Apotheke erfüllen muss (Stichwort "Barrierefreiheit"), wie es um die Informationspflicht – auch von Versandapotheken – steht und wann Dienstleistungen "apothekenüblich" sind.Show moreGraue: Rechenzentren können Notdienstpauschale kostenfrei umsetzen
(lk). In seinem Grußwort zur Eröffnung der Wirtschafts-Interpharm in Hamburg mahnte der Vorsitzende des Hamburger Apothekervereins, Dr. Jörn Graue, die neue Nacht- und Notdienstpauschale dürfe "nicht im bürokratischen Dschungel" steckenbleiben. Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, betonte, dass der Apotheker als Heilberufler "vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen" zum Überleben benötige.Show moreRaus aus der Vergangenheitsfalle!
(rs). Den Blick in den Rückspiegel statt nach vorn, gelähmt von ökonomischen Zwängen und den Tabus seiner Tradition, kämpft der Apotheker ums Überleben in einer sich wandelnden Gesundheitslandschaft. Neben der versprochenen "soziologischen Provokation" bot Prof. Dr. Gerhard Schulze in seinem Festvortrag auch "Pharma Fiction": eine Skizze des Apothekers der Zukunft. Sein Fazit: Vergesst den Apotheker, wie ihr ihn kennt! Die entscheidende Frage aber sei: Wollen die Apotheker diesen Wandel?Show moreDepressiv oder „nur“ ausgebrannt?
(cb). Prof. Dr. med. Volker Faust, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in eigener Praxis in Ravensburg, gab in seinem Festvortrag interessante Einblicke in zwei heute weit verbreitete Krankheitsbilder mit teilweise überlappenden Symptomen und stellte Möglichkeiten vor, sie voneinander abzugrenzen.Show moreEin Drittel der Apotheken hat Liquiditätsprobleme
(wes). Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz, kurz AMNOG, von 2010 war und ist eingebettet in eine große schwarz-gelbe Arzneimittelmarkt-Reform. Daran erinnerte Dr. Frank Diener, Generalbevollmächtigter der Treuhand Hannover, zu Beginn seines Rückblicks auf die Auswirkungen des AMNOG auf die Apotheken. Das AMNOG selbst habe die Apotheken in einem Kaskadeneffekt gleich mehrfach getroffen.Show moreOffene Fragen beim Verblistern von Arzneimitteln
(ks). Die neue Apothekenbetriebsordnung definiert das Medikationsmanagement als pharmazeutische Tätigkeit und hat das Stellen und Verblistern von Arzneimitteln neuen Regelungen unterworfen. Gerade für pflegebedürftige Menschen kann die Zusammenstellung ihrer regelmäßig einzunehmenden Arzneimittel in Wochenblistern ein wichtiges Instrument des Medikationsmanagements sein. Doch nach wie vor gibt es viele offene Fragen rund um das Verblistern. Professor Dr. Hilko Meyer vom Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht an der Fachhochschule Frankfurt/Main zeigte beim ApothekenRechtTag auf, wo diese liegen, gab Hinweise für die Apothekenpraxis und wies auf weiteren Regelungsbedarf hin.Show moreJetzt erst recht!
Interpharm 2013 in Hamburg – der Kongress mit Blick nach vorne
(diz). Es lag Frühlingsduft in der Luft, auch wenn’s draußen noch bitterkalt war und Schnee lag. Aber die Teilnehmer an der Interpharm, Deutschlands größtem pharmazeutischem Fortbildungskongress, konnten sie deutlich spüren: die Aufbruchstimmung, ein "Jetzt-erst-recht!". 3832 Apothekerinnen und Apotheker, PTA, PKA und Pharmaziestudierende waren ins Hamburger Congresscentrum gekommen, um sich fortzubilden, zu diskutieren – und den Blick nach vorn zu richten. Die Interpharm bot ihnen dazu reichlich Gelegenheit mit über 40 Vorträgen, zahlreichen Diskussionsrunden und Seminaren. So wird der Apothekerberuf als Heilberuf zukunftsfest, ohne die wirtschaftliche Seite zu vernachlässigen. Und die pharmazeutische Ausstellung bot Herstellerinformationen rund um Arzneimittel und Apothekenbedarf aus erster Hand. Die Interpharm 2013 war wieder einmal "legendär", wie sie ein Teilnehmer kommentierend in einem sozialen Netzwerk bezeichnete.Show moreHilfe für die Leber aus dem Reich der Mitte
Die Leber aus Sicht der Chinesischen Medizin
Die Chinesische Medizin betrachtet den menschlichen Organismus und seine Erkrankungen auf völlig andere Weise als die Schulmedizin. Dr. Fritz Friedl, Gründer und Chefarzt der Silima-Klinik (Silima chin.: Es möge dir wohl ergehen!) in Riedering im Chiemgau stellte in seinem Vortrag Grundzüge der chinesischen Krankheitslehre sowie Arzneidrogen aus dem Reich der Mitte, die gegen Störungen der Leber eingesetzt werden, vor.Show moreNormnahe Diabetes-Werte nicht um jeden Preis
Begleiterkrankungen rücken in den Fokus
Das glukozentrische Weltbild der Diabetologie wankt schon länger. Weitere Risikofaktoren, also Begleitkrankheiten wie Bluthochdruck und hohe Blutfette sind in den letzten Jahren stärker in den Blick gerückt. Die Blutzuckersenkung ist und bleibt wichtig, steht aber im Kontext weiterer Therapieziele und ist nicht auf einen bestimmten Wert fixiert. Alle Therapieziele werden individuell vereinbart. Weiterhin umfasst das Paradigma der heutigen Diabetes-Therapie das Vermeiden von Unterzuckerungen und von starker Gewichtszunahme. Das waren Kernbotschaften des Diabetologen Dr. Heinz-Jürgen Rüßmann aus Dinslaken.Show moreNebenwirkungen durch Mikronährstoffe begrenzen
Supplemente können die Krebstherapie optimieren
Eine auf die Krebstherapie ausgerichtete Supplementierung von Mikronährstoffen kann das Ansprechen auf die Grundbehandlung bessern. Ebenso können Nebenwirkungen minimiert und die Compliance für die belastende Chemo- oder Radiotherapie erhöht werden. Die verbliebene Lebensqualität steigt. Welche Mikronährstoffe in welcher Menge wann geeignet sind, das legten in ihrem Doppelvortrag Apotheker Uwe Gröber, Akademie und Zentrum für Mikronährstoffmedizin, Essen, und Dr. med. Peter Holzhauer vom onkologischen Kompetenzzentrum der Klinik Bad Trissl dar.Show moreDexamethason plus Setron plus Aprepitant
Übelkeit und Erbrechen unter Zytostatika zu verhindern, ist eine der wesentlichen Aufgaben im Nebenwirkungsmanagement bei Krebspatienten. Dabei gilt: Je höher die Emetogenität des Zytostatikums, umso höher das Risiko. Erhöht ist es außerdem bei Frauen, bei Menschen vor dem fünfzigsten Lebensjahr, bei Patienten, die bereits unter Zytostatika-induziertem Erbrechen gelitten haben, sowie, aus welchen Gründen auch immer, bei Patienten, die keinen oder wenig Alkohol konsumieren.
Die Emetogenität des Zytostatikums ist entscheidend
Erbrechen und Übelkeit können antizipatorisch, akut und verzögert auftreten. Gegen das akute und verzögerte Erbrechen stehen inzwischen wirksame Antiemetika zur Verfügung, die in Abhängigkeit von der Emetogenität des bzw. der Zytostatika nach einem Stufenschema zum Einsatz kommen. Basis der medikamentösen Prophylaxe ist jeweils Dexamethason, das in Risikostufe 3 mit Palonosetron, in Risikostufe 4 mit einem Setron und dem Neurokinin-1-Rezeptorantagonist Aprepitant kombiniert wird. Ein hohes Risiko von über 90% für Übelkeit und Erbrechen besteht beispielsweise bei hochdosiertem Cyclophosphamid, Dacarbazin, Carmustin oder Cisplatin, also "vor allem bei Zytostatika, die die DNA unmittelbar verändern", erläuterte Prof. Dr. Klaus Mohr. 30 bis 90% der Patienten entwickeln diese Nebenwirkungen unter niedrig dosiertem Cyclophosphamid, Carbo- oder Oxaliplatin, aber auch unter dem Topoisomerasehemmer Irinotecan und dem Antikörper Alemtuzumab. Bei Zytostatika mit niedrigem mitogenem Potenzial finden sich keine platinierenden Substanzen mehr und mit Mitomycin nur noch eine DNA-alkylierende Substanz. Dagegen finden sich mehr Zytostatika mit Mikrotubulus-Interferenz (Docetaxel, Paclitaxel) sowie Antikörper wie Panitumumab und Trastuzumab. Minimal ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient erbricht, beispielsweise unter Vincaalkaloiden, Cladribin und Fludarabin oder auch unter den Antikörpern Bevacizumab und Cetuximab.
Gut untersucht: Setrone und Aprepitant
Die Wirkprinzipien der eingesetzten Substanzen sind verschieden. Während der Mechanismus für die antiemetische Wirkung der Glucocorticoide nicht endgültig geklärt ist, liegt er bei Setronen und Aprepitant detailliert auf dem Tisch:
Setrone sind 5-HT3-Rezeptorantagonisten, die ihre Wirkung vor allem über eine Blockade der 5-HT3-Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt entfalten und das Früherbrechen erfolgreich verhindern. Palonosetron ist dabei mit einer Halbwertszeit von 40 Stunden das Setron mit der längsten Wirkungsdauer. Zum Vergleich: Die Halbwertszeit von Ondansetron liegt bei drei Stunden, von Granisetron bei neun Stunden.
Der Neurokinin-1-Rezeptorantagonist Aprepitant blockiert NK1-Rezeptoren vor allem im Nucleus tractus solitarii und ist wirksam gegen das verzögerte Erbrechen. Er wird in Kombination mit Dexamethason und Setronen appliziert. Mohr verwies auf die Gefahr von CYP-Interaktionen. Wird Aprepitant eingesetzt, sollte Dexamethason, das als Basismedikation agiert, reduziert werden.
Weniger wirksam: D2-Antagonisten und Cannabinoide
Weniger wirksame Ansätze sind D2-Antagonisten wie Alizaprid und Metoclopramid oder auch das Neuroleptikum Olanzapin, das ebenfalls den D2-Rezeptor blockiert. Cannabinoide sind möglich, in Deutschland aber nicht zugelassen. Gegen antizipatorisches Erbrechen kann eine Verhaltenstherapie helfen oder ein Benzodiazepin.
Mohr betonte, dass sich mit diesem Regime Erbrechen wirksam behandeln lässt. "Es gibt aber keine Korrelation zwischen der Wirkung auf das Erbrechen und der Wirkung auf die Übelkeit. Das muss erst noch erforscht werden.
bf
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DAZ 2012, Nr. 12, S. 60
DAZ 2012, Nr. 12, S. 60, 22.03.2012

Pharmakotherapie älterer Patienten
Vorsicht bei Nieren- und Leberinsuffizienz
Bei der Pharmakotherapie älterer Patienten sind eine verringerte Organfunktion sowie pharmakokinetische und pharmakodynamische Besonderheiten zu berücksichtigen, die zu einem verstärkten oder abgeschwächten Effekt des Arzneimittels führen können. Mit diesen Problemen wird auch der Offizinapotheker konfrontiert, da Dr. Andrea Liekweg, Sankt Augustin, zufolge jeder zehnte Kunde von einer Organinsuffizienz betroffen sein kann.Show moreNichts geht über Körpersprache
Mit Krebspatienten in der Apotheke kommunizieren
"Die Ärzte haben gestern neue Metastasen entdeckt", sagt der Stammkunde bei seinem Besuch in der Apotheke. Dieser Satz löst Gefühle wie Hilflosigkeit, Trauer und Hoffnung auf eine mögliche Fehldiagnose aus. Wie kann ein Beratungsgespräch in solch einer Situation ablaufen, wenn man als Apotheker gleichzeitig Arzneimittelfachmann, nüchterner Naturwissenschaftler und sachlicher Ratgeber ist? Peter E. Brandt, Theologe und Kommunikationstrainer, führte viele Beispiele vor, wie Apothekenmitarbeiter mit Betroffenen und ihren Angehörigen umgehen können.Show moreFortbildung auf der Interpharm
DAZ-Redaktion | Wer neuestes Wissen didaktisch gut aufbereitet sucht, wer sich mit hervorragenden Vorträgen fortbilden will, wer dies kompakt an einem Wochenende tun und dazu noch sein Punktekonto auffüllen möchte, kommt an der Fortbildung auf der Interpharm nicht vorbei. Die Interpharm 2012, die vom 9. bis 11. März in Frankfurt stattfand, setzte hier wieder Maßstäbe. Wenn Sie die Vorträge nacharbeiten möchten oder wenn Sie nicht dabei sein konnten: Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie unsere Berichte über die wissenschaftlichen Vorträge und Seminare.Show moreInsulintherapie bei Typ-2-Diabetes
Individuell gestalten – Hypoglykämien senken
Insuline können auch bei Patienten mit einem Typ-2-Diabetes notwendig werden, nämlich immer dann, wenn das angestrebte Therapieziel für die Stoffwechsellage anders nicht zu erreichen ist. Über die Details der Insulintherapie muss individuell entschieden werden, auch nach den Wünschen und Fähigkeiten des Patienten, so Dr. Matthias Kaltheuner, niedergelassener Diabetologe in Leverkusen.Show moreHomöopathie beim geriatrischen Patienten
Die Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin
Dr. Markus Wiesenauer, Kernen, stellte in einem dreistündigen Seminar ein ganzes Arsenal von Homöopathika für ältere Patienten vor. Er bezeichnete die Homöopathie als "personalisierte Medizin", denn ihr Gründer Hahnemann habe schon vor über 200 Jahren praktiziert, was heute zunehmend von der Schulmedizin gefordert wird: jeden Patienten individuell zu therapieren. Die Auswahl des jeweiligen Mittels beruht auf Erfahrungen, die großenteils ebenso alt sind wie die Homöopathie selbst.Show moreRechtliches
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