Fortbildungskongresse
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Was 3D und 4D mit der öffentlichen Apotheke zu tun haben
Ein dritter Schwerpunkt auf dem Jubiläums-Pharmacon war ein Blick in die Zukunft: wird alles nur teurer oder auch besser? Wie gelingt ein belastbares und patientenfreundliches Gesundheitssystem? Steht bald in jeder Apotheke ein 3D-Drucker zur Entwicklung einer individuellen Medikation? Und welche neuen Wirkstoffe könnten bald zugelassen werden? Show moreInsulintherapie bei Typ-2-Diabetes
Individuell gestalten – Hypoglykämien senken
Insuline können auch bei Patienten mit einem Typ-2-Diabetes notwendig werden, nämlich immer dann, wenn das angestrebte Therapieziel für die Stoffwechsellage anders nicht zu erreichen ist. Über die Details der Insulintherapie muss individuell entschieden werden, auch nach den Wünschen und Fähigkeiten des Patienten, so Dr. Matthias Kaltheuner, niedergelassener Diabetologe in Leverkusen.Show moreHomöopathie beim geriatrischen Patienten
Die Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin
Dr. Markus Wiesenauer, Kernen, stellte in einem dreistündigen Seminar ein ganzes Arsenal von Homöopathika für ältere Patienten vor. Er bezeichnete die Homöopathie als "personalisierte Medizin", denn ihr Gründer Hahnemann habe schon vor über 200 Jahren praktiziert, was heute zunehmend von der Schulmedizin gefordert wird: jeden Patienten individuell zu therapieren. Die Auswahl des jeweiligen Mittels beruht auf Erfahrungen, die großenteils ebenso alt sind wie die Homöopathie selbst.Show moreNeue Wirkstoffe: Nur neu oder auch ein Fortschritt?
Wirkliche Innovationen verbessern die Therapie
Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz und Prof. Dr. Dieter Steinhilber von der Goethe-Universität Frankfurt stellten in ihrem Doppelvortrag neue Wirkstoffe vor, die bald den Arzneimittelbestand bereichern könnten. Neben neuen onkologischen Wirkstoffen sind das auch Wirkstoffe zur Behandlung der überaktiven Blase, zur Therapie der Mukoviszidose und zur antiepileptischen Therapie.Show moreSteigende Fallzahl
Sturzrisiko nimmt unter psychotropen Arzneimitteln und Antihypertonika zu
Ein Drittel der Senioren über 65 Jahre und die Hälfte der über 80-Jährigen fallen statistisch gesehen einmal pro Jahr. Denn altersbedingt nehmen Gangunsicherheit, Muskelschwäche, kognitive und Seheinschränkungen zu. Generell steigt das Sturzrisiko aber unter einer Polymedikation. Welche Arzneimittel relevant sind und warum Vitamin D den Patienten auf den Beinen hält, erläuterte Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse aus Hamburg.Show more"peel it, boil it, cook it or forget it!"
Reiseberatung in der Apotheke
Loperamid-Kapseln, DEET-haltiges Insektenschutzmittel und Hepatitis-Impfungen – typische Themen für eine Reiseberatung in der Apotheke. Doch schnell gerät man an die Grenzen des eigenen Wissens, wenn Gesundheitstipps zum Urlaub in tropischen Ländern gefragt sind. Wer sich für eine aktive Reiseberatung fit machen wollte, hatte auf der Interpharm die Möglichkeit, seine Kenntnisse zu vertiefen: Dr. med. Christian Schönfeld vom Institut für Tropenmedizin der Charité Berlin informierte praxisnah und anschaulich über häufige Reisekrankheiten, Impfungen und Malaria-Prophylaxe.Show moreIndividualisierte Therapie – Fortschritt oder Masche?
Die Zukunft liegt in der stratifizierten Therapie
Elf Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms finden das Wissen über genetische Besonderheiten und daraus resultierende therapeutische Konsequenzen nur zögernd Eingang in den medizinischen Alltag. Die Berücksichtigung der individuellen genetischen Ausstattung könnte zu einer stratifizierten Therapie führen. Wie diese aussehen kann, schilderte Prof. Dr. Theodor Dingermann, Frankfurt.Show moreOrgan des "guten Geschmacks"
Die Leber aus Sicht der anthroposophischen Medizin
Die Anthroposophie spricht jedem Organ stoffliche, lebendige, beseelte und durchgeistete Eigenschaften zu. Prof. Dr. Volker Fintelmann aus Hamburg zeigte, wie die Leber die Gesundheit des Menschen beeinflussen und wie ein leberkranker Patient im Sinne der Anthroposophie behandelt werden kann.Show moreRechtzeitig gegensteuern!
Weit verbreitetes Problem: Mangelernährung im Alter
Mangelernährung ist bei betagten und hochbetagten Menschen ein weit verbreitetes Problem. Das sollte man bei der Beratung in der Apotheke stets im Hinterkopf haben, denn es kann für gesundheitliche Probleme mitverantwortlich sein und zudem eine Arzneimitteltherapie ungünstig beeinflussen. Alleine auf seine Augen kann man sich dabei allerdings nicht verlassen – denn auch normal- oder übergewichtige Senioren können mangelernährt sein, wie Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder auf der Interpharm betonte.Show morePriscus-Liste versus Forta-Klassifikation
Wie die Arzneimitteltherapie im Alter sicherer werden kann
Heute schon benötigen die über 65-Jährigen 80% der Medikamente. Ihr Anteil wird steigen, doch die Evidenz für den Einsatz der Medikamente in dieser Altersgruppe ist schlecht. Mit Listen wie der Priscus-Liste und der Forta-Klassifikation will man die Therapie sicherer machen. Prof. Dr. Petra Thürmann, Wuppertal, federführend an der Priscus-Liste beteiligt, und Prof. Dr. Martin Wehling, Mannheim, der die Forta-Klassifikation mit entwickelt hat, diskutierten unter der Moderation von DAZ-Herausgeber Dr. Klaus G. Brauer, welchen Beitrag solche Listen leisten können.Show moreHomöopathie kann vielfach unterstützend wirken
Die Leber aus Sicht der Homöopathie
Die Bedeutung von homöopathischen Arzneimitteln bei Lebererkrankungen erläuterte Dr. Markus Wiesenauer, Kernen-Stetten, im Rahmen der Interpharm-Vortragsreihe zur Komplementärmedizin. Er betonte den Stellenwert der Homöopathie als Begleitmedikation bei chronischen und akuten Entzündungen der Leber sowie als Mittel der Selbstmedikation bei Verdauungsbeschwerden, die mit einer Leberfunktionsstörung einhergehen können.Show moreStufentherapie von Tumorschmerzen
Zur adäquaten Schmerztherapie gehören Analgetika, Supportiva und Co-Analgetika
Die Therapie von Tumorschmerzen erfordert neben der Auswahl und richtigen Applikation entsprechender Analgetika auch die Gabe von Supportiva und Co-Analgetika. Welche Regeln dabei zu beachten und welche Fehler zu vermeiden sind, erläuterte Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger, Frankfurt.Show moreKleine Mengen, großer Nutzen
Mikronährstoffe können die Arzneitherapie unterstützen
Vitamin-B12-Ampullen, Coenzym-Q10-Kapseln, Magnesium-Granulat oder Folsäuretabletten – die Apothekenregale sind voll mit Mikronährstoffpräparaten unterschiedlicher Zusammensetzungen und Darreichungsformen. Welcher Patient ist womit am besten versorgt? Apotheker und Nährstoffspezialist Uwe Gröber erklärte, welche Mikronährstoffe arzneimittelbedingte Nebenwirkungen mindern und welche Rolle die Mitochondrien in der Arzneimitteltherapie spielen können. Er geht davon aus, dass die Bedeutung der "mitochondrialen Medizin" weiter zunehmen wird.Show moreHarninkontinenz bei geriatrischen Patienten
Ausführliches Assessment vor der Therapie
Vor der Therapie einer Harninkontinenz sollte ein Kontinenzassessment durchgeführt werden, um die Besonderheiten und Probleme geriatrischer Patienten zu erfassen. Worauf dabei zu achten ist, erläuterte Dr. Klaus Becher, Nürnberg.Show moreDiabetes-Prävention fördern
Warum Apotheker gefordert sind
Angesichts von ca. 8 Millionen Diabetikern in Deutschland zweifelt niemand daran, dass die Anstrengungen zur Prävention der Erkrankung erhöht werden müssen. Doch wer soll dafür die Verantwortung übernehmen? Prof. Dr. Peter E. H. Schwarz, Inhaber eines Lehrstuhls für Diabetesprävention am Universitätsklinikum der TU Dresden, wünscht sich ein stärkeres Engagement der Apotheker in diesem Bereich. Denn sie sind nicht nur dafür qualifiziert, sondern können die Patienten auch sehr gut erreichen.Show moreBeratung bei der Einnahme oraler Zytostatika
Häufig ungenaue Angaben zur Einnahme
Mit den neuen oralen Zytostatika sind potente Medikamente auf den Markt gekommen, deren Wirksamkeit und Toxizität auch von ihrer richtigen Einnahme abhängen. Hier fällt dem Apotheker eine wichtige Aufgabe zu, da kein orales Zytostatikum ohne Beratung abgegeben werden sollte. Was bei der Einnahme zu beachten ist, erläuterte Prof. Dr. Werner Weitschies, Greifswald.Show moreMedikationsmanagement für Diabetiker
Multimedikationsprobleme erkennen und lösen
Die Verordnung verschiedener Medikamente, möglicherweise von verschiedenen Ärzten, kann zu einem gefährlichen Medikamentencocktail führen. Medikationsmanagement heißt das Zauberwort, mit dem Patienten vor drohenden Interaktionen und Nebenwirkungen geschützt werden sollen. Das setzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Apothekern, Ärzten, Patienten und Pflegepersonal voraus.Show moreSenioren und problematische Arzneiformen
Tipps für die korrekte Anwendung von Arzneimitteln
Zu wenig Kraft in den Fingern, schlechtes Gehör, verminderte Sehfähigkeit und nachlassende Gehirnleistungen – das sind alterstypische Einschränkungen, die auch die korrekte Anwendung von Arzneimitteln vereiteln oder behindern können. Bestimmte Arzneimittel sind aufgrund ihrer Anwendungsweise für Senioren schlicht unpassend, andere sind erklärungsbedürftig. Hier trägt die Apotheke eine große Verantwortung, um die Arzneimitteltherapie sicherer zu machen, wie Dr. Wolfgang Kircher, Peißenberg, darlegte.Show moreTumorpatienten das Leben unter Zytostatika erleichtern
Hilfe bei Hauterscheinungen, Alopezie, oraler Mukositis
Tumortherapien werden immer häufiger ambulant durchgeführt. Mit Nebenwirkungen von Zytostatika sind deshalb auch Apothekenmitarbeiter immer häufiger konfrontiert und müssen zur Aufklärung und Beratung beitragen. Im Mittelpunkt stehen schwere Hauterscheinungen, Alopezie oder orale Mukositis, manchmal auch kardiotoxische Effekte. Für den Patienten ist es oft schon beruhigend zu wissen, dass diese Begleiterscheinungen meist passager sind, betonte Prof. Dr. Ulrich Jaehde, Bonn. Und es gibt viele konkrete Empfehlungen, wie sie sich besser ertragen lassen.Show moreDie Hälfte aller Krebserkrankungen ist vermeidbar
Was nutzen Krebs-Vorbeugung und Früherkennung?
Trotz verbesserter Aufklärung, staatlich geförderter Früherkennung und einem funktionierenden Gesundheitssystem sterben in Deutschland jährlich immer noch 210.000 Menschen an einer Krebserkrankung. Bis zum Jahr 2050 gehen Epidemiologen davon aus, dass es bis zu 30% mehr Krebserkrankungen geben wird. Der Frage, ob die bisherigen Vorsorgeuntersuchungen nicht ausreichen oder worin ihr Nutzen trotz steigender Fallzahlen liegt, stellte Prof. Dr. Alexander Katalinic vom Lehrstuhl für Klinische Epidemiologie der Universität Lübeck.Show moreVergleich oraler Antidiabetika
Welche Substanz für welchen Diabetiker?
Die Palette der heute verfügbaren oralen Antidiabetika ist breit. Doch welche Substanz ist für den jeweiligen Patienten am besten geeignet? Prof. Dr. med. Thomas Herdegen, Pharmakologe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, gab in seinem Vortrag eine Einschätzung der Wirksamkeit und Verträglichkeit der auf dem Markt befindlichen Wirkstoffe und vermittelte Abgabehinweise für die Beratung in der Apotheke.Show moreMit PTAheute in Urlaubsstimmung
Der PTAheute-Kongress auf der Interpharm
Die beiden PTAheute-Veranstaltungen während der Interpharm in Frankfurt hatten ein gemeinsames Thema: das Reisen. Die Vorträge der Referenten ließen bei den Teilnehmern schnell die richtige Urlaubsstimmung aufkommen!Show moreGut gepunktet
Peter Ditzel | Wissenschaft und Wirtschaft, Politik und Recht, Kommunikation und Meinungsaustausch – mit diesen Schlagwörtern lässt sich die Interpharm 2012, die vom 9. bis 11. März im Congress Center Messe in Frankfurt stattfand, umschreiben. Der kompakte pharmazeutische Fortbildungskongress im Vorfrühling bot die Plattform für Spitzenvorträge und -diskussionen. Die Interpharm war das Forum, auf dem sich knapp 3000 Teilnehmer, Apothekerinnen und Apotheker, PTA, Pharmaziestudierende und PKA, trafen, um sich fortzubilden, zu lernen, zu kommunizieren und zu diskutieren.
Show moreVerhältnis zu Kassen auf dem Tiefpunkt
"Kassensturz: Apotheker und Krankenkassen – Gegner, Partner, Opfer, Täter?" So lautete der Titel das Vortrages von Prof. Dr. Andreas Kaapke auf der Interpharm in Frankfurt. Das Fazit des bekannten Apotheken-Ökonomen fiel klar und eindeutig aus: Die gesetzlichen Krankenkassen sind "häufig Gegner und in erster Linie Täter". "Kommen Sie zur Einsicht", rief Kaapke den Kassenchefs zu.
Show moreAufbruch in eine neue Welt
Für den Gesetzgeber ist die frühe Nutzenbewertung das Herzstück des zum 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG). Mit ihr wird erstmals in die Preisbildung innovativer Arzneimittel eingegriffen. Arzneimittelhersteller und Krankenkassen betreten vollkommen neues Terrain. Sie müssen nun miteinander verhandeln – am Ende sollen "faire Preise" für die neuen Arzneimittel stehen.
Show moreSchlechter als zuvor
Nicht nur das Verhältnis der Apotheker zu den Krankenkassen ist angespannt. Auch zwischen Apothekern und Großhändlern kriselt es. Darüber diskutierten auf der Wirtschafts-Interpharm Phagro-Vorsitzender Dr. Thomas Trümper und Dr. Frank Diener von der Treuhand Steuerberatungsgesellschaft Hannover unter der Überschrift: "Apotheker und Großhandel nach dem AMNOG: Von der Alliance zur Mesalliance?" In einem Punkt waren sich beide einig: Sowohl Apothekern als auch Großhändlern geht es nach AMNOG schlechter als zuvor.
Show moreUniDAZ-Wissenschaftspreis
2012 für "Injizierbares Implantat"
Eine echte Premiere gab es auf der Interpharm 2012 am Sonntag zu feiern. Erstmals vergab die UniDAZ, das Studentenmagazin der Deutschen Apotheker Zeitung ihren Wissenschaftspreis für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit, die im Rahmen des Pharmaziestudiums angefertigt wurde.Show moreAMNOG und die Folgen
Die Folgen des AMNOG bleiben das zentrale Thema für die wirtschaftliche Situation der Apotheken. Wie stark die Apotheken betroffen sind und wie vielfältig die Konsequenzen sind, machten die Steuerberater Doris Zur Mühlen und Axel Witte, beide Essen, bei der Wirtschafts-Interpharm deutlich. Sie zeigten Daten über die Ergebnisse des Apothekenbetriebs, stellten aber auch die Konsequenzen für die Zukunft und die Verkäuflichkeit von Apotheken dar. Trotz vieler Probleme sieht Witte gute Zukunftschancen für strategisch gut geführte Apotheken.
Show moreRechtliches
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