Bis Ostern

Frist für TI-Reparatur – DAV will ansonsten statt E-Rezept „Ersatzverfahren“

Berlin - 15.03.2024, 16:15 Uhr

DAV-Vorsitzender Hans-Peter Hubmann. (Foto: ABDA)

DAV-Vorsitzender Hans-Peter Hubmann. (Foto: ABDA)


Die TI-Ausfälle halten an – sollte sich das nicht ändern, will sich der Deutsche Apothekerverband für ein „Ersatzverfahren“ stark machen. Außerdem fordert er, dass auch die Expertise der Leistungserbringer stärker eingebunden wird.

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) fordert von Bundesgesundheitsministerium (BMG) und Gematik, dass das E-Rezept-System bis spätestens Ostern stabilisiert wird – ansonsten werde man sich „auch gegenüber den anderen Leistungserbringer-Gruppen im Gesundheitswesen dafür aussprechen, in ein zeitweises Ersatzverfahren überzugehen“. Das sagte der DAV-Vorsitzende Hans-Peter Hubmann laut einer Pressemitteilung der ABDA. Worum es sich bei dem Ersatzverfahren handeln könnte, sagte er nicht. Ziel dieser Maßnahme sei aber, „langfristig das Vertrauen in digitale Lösungen zu erhalten“.

Auch an diesem Morgen meldete die Gematik wieder „Beeinträchtigungen“ beim Verschreiben und Einlösen von E-Rezepten. Die Probleme dauern nun schon seit zwei Wochen an.

„Unsere Patientinnen und Patienten benötigen eine stabile, schnelle und unkomplizierte Versorgung mit Arzneimitteln“, so Hubmann. Die vom BMG und Gematik aufgebaute E-Rezept-Struktur komme diesen Anforderungen derzeit aber nicht nach.

Der DAV-Vorsitzende verlangte zudem, dass die Expertise der am System beteiligten Leistungserbringer stärker eingebunden wird: „Um das erst kürzlich flächendeckend ausgerollte System endlich fehlerfrei zu betreiben, muss umgehend nach Auftreten von relevanten Fehlern ein Krisenstab eingesetzt werden, in den unbedingt auch die Expertise der betroffenen Gruppen eingebunden werden muss.“


Deutsche Apotheker Zeitung
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