Größtes Benefizkartrennen Deutschlands

Race4Hospiz – Kart-Rennen für „rasenden Apotheker“ in jeder Hinsicht ein Erfolg

Düsseldorf - 01.03.2023, 17:50 Uhr

Apotheker und Hobby-Kartfahrer Christoph Riesner (Mitte, hinten, oranges Shirt) setzte sich mit seinen beiden Teams „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Fun“ und „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Pro“ gegen 30 andere Teams durch. (Foto: Riesner / Race4Hospiz)

Apotheker und Hobby-Kartfahrer Christoph Riesner (Mitte, hinten, oranges Shirt) setzte sich mit seinen beiden Teams „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Fun“ und „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Pro“ gegen 30 andere Teams durch. (Foto: Riesner / Race4Hospiz)


Zum ersten Mal seit der COVID-19-Pandemie fand am letzten Februar-Wochenende auf der Daytona-Kartbahn in Essen wieder Deutschlands größtes Benefizkartrennen „Race4Hospiz“ statt. Mit am Start Apotheker Christoph Riesner von der Flora-Apotheke aus Castrop-Rauxel. Warum das Rennen für ihn gleich in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg war, hat er uns erzählt.

Neun Stunden lang rasten am letzten Februar-Wochenende 2023 die Karts über die 1200 Meter lange Strecke der Daytona Kartbahn in Essen – für den guten Zweck. Denn zum ersten Mal seit drei Jahren konnte das nach Angaben des Veranstalters größte Benefizkartrennen Deutschlands „Race4Hospiz“ wieder stattfinden. Erst gegen Mitternacht gab es dann die Siegerehrung – ganz oben auf dem Podest stand dabei der Apotheker Christoph Riesner aus Castrop-Rauxel.

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Mit seinen beiden Teams „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Fun“ und „Flora-Apotheke Castrop-Rauxel Pro“ setzten sich der 46-Jährige und seine Mitstreiter gegen 30 andere Teams durch. „Wir haben tatsächlich in beiden Wertungen – also der Fun- und der Profi-Wertung – den ersten Platz belegt. Damit sind wir die ersten, denen das gelungen ist“, sagt Riesner schon etwas stolz. Ganze 12 Sekunden hätten am Schluss über den Sieg entschieden. Dabei geht es dem Apotheker eigentlich gar nicht so sehr um den Sieg bei dem sportlichen Event, auch wenn das Kart-Rennen sowohl bei ihm als auch bei seiner mittlerweile 14 Jahre alten Tochter eine echte Leidenschaft ist.

Jeder Fahrer darf maximal 150 Minuten an dem Renntag fahren. (Foto: Riesner / Race4Hospiz)

„Eigentlich ist der Sieg ja zweitrangig“, sagt er. Schließlich sei es viel wichtiger, dass das Benefizrennen nach der langen Corona-Pause nun wieder habe stattfinden können. Die Einnahmen aus den Startgeldern, Spenden der Zuschauer, das eingenommene Geld aus dem Catering und auch die „Gebühr“, um mit einem Renntaxi als Beifahrer Kart-Feeling genießen zu können, sowie aus einer Tombola kommen als gutem Zweck der Kinder- und Jugendhospizarbeit zugute. Seit dem Jahr 2010 gibt es dieses Event „aus einer kleinen Idee geboren“, wie der Veranstalter „Verein Race4Hospiz e.V.“ mit Sitz in Herne auf seiner Webseite schreibt. Ganz konkret unterstützt man vor allem das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe, das im Jahr 1998 als erstes Kinderhospiz Deutschlands eröffnet wurde.

Spenden sind für die Kinder- und Jugendhospizarbeit wichtig

„Es ist so wichtig, dass die Menschen wissen, dass es dieses und andere Kinderhospize gibt. Dass dort Kinder vor ihren Eltern gehen und diese sich voneinander verabschieden können“, sagt er. Natürlich bekommen diese Einrichtungen Gelder aus öffentlicher Hand, sagt er. „Aber alles, was über das Notwendige hinausgeht, wird dabei durch Spenden finanziert.“ Riesner musste selbst in der Familie erleben, wie ein Kind schwer erkrankte und alle um dessen Leben bangen mussten. Daher sei es ihm wichtig, bei solchen Spenden-Events mitzumachen und dafür auch Werbung zu machen, sagt er. „Ich hoffe, im kommenden Jahr kann der Veranstalter wieder alle 36 möglichen Teams beim Race4Hospiz verzeichnen“, sagt er. In diesem Jahr kamen nach der langen Pause erst im Januar und Februar die meisten Meldungen – und sechs Startplätze blieben unbesetzt. „Da fehlen dann natürlich auch Startgelder im Spendentopf“, sagt Riesner. Rund 1000 Euro Startgeld sind das pro Team. „In der Corona-Pause habe ich die Startgelder auch so immer gespendet“, sagt er, weil ihm der Spendenzweck einfach wichtig sei.

In Renntaxis können Beifahrer das Rennen miterleben, ohne selbst fahren zu müssen. (Foto: Riesner / Race4Hospiz)

Insgesamt sei das Benefizrennen aber erfolgreich gewesen – natürlich auch wegen des Doppelsieges der Flora-Apotheken-Teams. Aus der Apotheke selbst seien allerdings nur er als Fahrer dabei gewesen, die übrigen Fahrer seien wie er begeisterte Hobby-Fahrer mit viel Übung. „Die anderen aus der Apotheke waren da, um anzufeuern – und ein paar meiner Mitarbeiter haben das Kart-Feeling auch im Renntaxi selbst erlebt“, sagt der Apotheker. Die Renntaxis sind dabei Karts, in denen ein passionierter Fahrer einen Beifahrer gegen eine kleine Gebühr auf der Strecke im Renngeschehen mitnimmt.

Seine Tochter fährt im kommenden Jahr wohl selber mit

Riesner selbst hat nun bereits zum sechsten Mal an dem Event teilgenommen, zum Teil als Fahrer in anderen Teams. In den neun Stunden des Langstreckenkartrennens wechseln dabei die Fahrer mit mindestens 15 vorgeschriebenen Boxenstopps regelmäßig. Jeder Fahrer darf dabei maximal 150 Minuten an dem Renntag fahren. „Und das Fahren ist tatsächlich anstrengend“, sagt Riesner, der seit dem Jahr 2001 begeisterte Hobby-Kartfahrer ist. „Die Daytona-Bahn ist ja auch unsere Hausbahn“, sagt er. Im kommenden Jahr werde wahrscheinlich auch seine Tochter als Fahrerin mitmachen beim Race4Hospiz. „Und es gibt ja noch viele andere Rennen – auch für den guten Zweck“, sagt er. So fahre er auch etwa beim RTL-Spendenmarathon mit, zu dem auch immer ein Kart-Rennen auf der Bahn in Essen gehört.

Natürlich kann man auch unabhängig von den Benefiz-Events für die Arbeit des Vereins Race4Hospiz hier spenden oder auch direkt für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe. Auch der Deutsche Kinderhospizverein unterstützt zum einen die Arbeit der verschiedenen Kinder- und Jugendhospize in Deutschland, nimmt dafür hier Spenden entgegen, die verteilt werden oder bietet hier ein Suchportal an, in dem sich Kinder- und Jugendhospize finden lassen, die auch jeweils einzeln unterstützt werden können.


Volker Budinger, Diplom-Biologe, freier Journalist
redaktion@daz.online


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