„Data Science in Health”

Neues Zertifikatsprogramm soll fit für die Digitalisierung machen

Frankfurt am Main - 01.08.2022, 07:00 Uhr

(a / Bild: House of Pharma & Healthcare)

(a / Bild: House of Pharma & Healthcare)


Täglich werden Unmengen von Gesundheitsdaten produziert, zum Beispiel durch elektronische Patientenakten oder Wearables. Genutzt werden diese Daten allerdings in Deutschland bislang kaum, obwohl das Potenzial riesig ist. Mit ein Grund, dass dieser Schatz nicht gehoben wird: Es fehlen Menschen mit der notwendigen Qualifikation. Hier will das neue Zertifikatsprogramm „Data Science in Health” der Goethe Business School und des House of Pharma & Healthcare ansetzen.

Die Digitalisierung der Gesundheitsbranche ist in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern nicht weit fortgeschritten. Dabei kann sie, sinnvoll eingesetzt, einen wichtigen Beitrag leisten, den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft, bei sich gleichzeitig verschärfendem Fachkräftemangel oder in strukturschwachen ländlichen Gebieten medizinisch zu begegnen. 
Denn bereits heute werden durch elektronische Patientenakten, hochinnovative Wearables und der Telematikinfrastruktur immer größere Datenmengen produziert. Strukturiert, verknüpft und analysiert man diese Daten, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur besseren Diagnostik und individuellen Behandlung, aber auch zur Prävention von Krankheiten oder effizienteren Versorgung von Patienten. Dafür bedarf es auf der einen Seite fachliche Kenntnisse, zum Beispiel in Pharmakologie, Medizin und in Bezug auf das Gesundheitswesen, sowie eine hohe Affinität zu Daten und Skills im Umgang damit auf der anderen Seite. 

Format für die gesamte Gesundheitsbranche 

Das Zertifikatsprogramm „Data Science in Health” der Goethe Business School und des House of Pharma & Healthcare will Fach- und Führungskräfte aus der gesamten Gesundheitswirtschaft darauf vorbereiten, „die Digitalisierung aktiv anzugehen und die Branche zu transformieren“. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Pharma-Branche, Krankenhaus-Management, Medizintechnik, Gesundheitsverwaltung, Krankenkassen sowie Apotheker und Ärzte, sollen sich gemeinsam das Fachwissen und die Fähigkeiten aneignen, um eine „datengetriebene, digitale, dem Gemeinwohl dienliche Gesundheitsbranche zu gestalten“, erklären die Veranstalter. 

Das Weiterbildungsprogramm ist in drei Module mit den Themenblöcken „Ökosystem der Gesundheitsdaten“, „Data Analytics & KI im Gesundheitssektor“ und „Datengetriebene Entscheidungen & Geschäftsmodelle“ mit je vier Tagen Präsenzunterricht gegliedert, denen Selbstlernphasen vorgeschaltet sind. Die Präsenztage finden stets freitags und samstags auf dem Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität statt.

Die heterogene Teilnehmergruppe und verschiedene Networking-Formate sollen das gegenseitige Lernen voneinander, Perspektivwechsel und den Aufbau eines fundierten diversen Business Netzwerkes ermöglichen, so das Versprechen. 

Experten aus der Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft

Die Mischung der Dozentinnen und Dozenten aus Academia und Praxis soll den Veranstaltern zufolge eine hohe Aktualität und Relevanz der Lehrinhalte garantieren. Das Dozentenkonzept konnten die akademischen Direktoren Prof. Dr. Uwe Walz und Dr. Otto Quintus Russe bereits im Digital Transformation- und im Pharma-MBA erfolgreich etablieren, wie sie gegenüber der DAZ berichten. Im neuen "Data Science in Health"-Programm werden Lehrende aus Krankenkassen, Pharma-Unternehmen, Behörden und Verbänden oder aus dem Krankenhaus-Management die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland aus verschiedenen Blickwinkeln und anhand hochaktueller Use Cases beleuchten, sowie den Blick auf „digitalere“ Gesundheitssysteme aus anderen Ländern richten.

 


Deutsche Apotheker Zeitung
redaktion@daz.online


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