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Apozin bewirbt eigene App als Nachfolger von „Deine Apotheke“

Stuttgart - 14.01.2022, 17:15 Uhr

Apozin bewirbt die eigene App als Nachfolger von „deine Apotheke” (Screenshot: Google Play Store / DAZ)

Apozin bewirbt die eigene App als Nachfolger von „deine Apotheke” (Screenshot: Google Play Store / DAZ)


Die bisherigen App-Angebote von Phoenix und Noventi – „Callmyapo“ und „Deine Apotheke“ – werden nicht weitergeführt, sie gehen im gemeinsamen Angebot gesund.de auf. Vom Anbieter wird das als großer Vorteil verkauft, die Apotheken sehen das nicht alle so. So waren die bisherigen Apps teils gut etabliert. Jetzt, kurz vor dem Auslaufen der „Deine Apotheke“-App, bringt sich ein weiterer Player als – so wörtlich – „unabhängiger und fairer Nachfolger“ von „Deine Apotheke“ ins Spiel. Dahinter steckt ein Apothekenkreisen bekanntes Unternehmen: Apozin aus Wiesbaden.

Zum 31. Januar ist auch mit der Phoenix-App „deine Apotheke“ Schluss, das Noventi-Angebot „Callmyapo“ hat dieses Schicksal bereits ereilt. Die beiden Initiatoren und Gesellschafter von „gesund.de“, hatten von Anfang an angekündigt, ihre bisherigen Apps „Deine Apotheke“ und „callmyApo“ auslaufen beziehungsweise sie in der gesund.de-App aufgehen zu lassen. Das Ganze kommt also nicht überraschend. Die Nutzer werden schon seit einer Weile mit Bannern auf die Umstellung hingewiesen und zum Download der App von gesund.de aufgefordert.

Nun, wo das Ende der App „Deine Apotheke“ kurz bevorsteht, ergreift ein weiterer Anbieter die Gelegenheit nochmals auf sein Angebot aufmerksam zu machen. Apozin aus Wiesbaden. Die Firma ist seit langem im Apothekenmarkt unterwegs und unterstützt Apotheken vor allem bei Marketingthemen. Außerdem hat sie das Gesundheitsportal Amamed mit passender App entwickelt.

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Und die sei, so schreibt Apozin in einer aktuellen Mitteilung, die „kontinuierliche“ Weiterentwicklung der App „Deine Apotheke“, schließlich sei einst „Deine Apotheke“ aus der hauseigenen Amamed-App entwickelt worden. Die App stehe „Deine Apotheke“ in nichts nach, bewirbt Apozin das Angebot und nennt exemplarisch die Funktionen Rezepte einlösen, Medikamente bestellen, den Direkt-Chat zwischen Kunde und Apotheke, die Schnittstelle in die ADG-WaWi und den Werbemittel-Shop. Für Apotheken, die ein anderes Kassensystem nutzen, diene der VITUS-Client (ehem. Powercockpit) als umfangreiches Verwaltungstool.

Für 35 Euro soll alles mit drin sein

Über die Vergleichbarkeit hinsichtlich der Handhabung etc. müssen letztendlich die Nutzer:innen entscheiden. Eine günstigere Alternative ist Amamed auf jeden Fall: Mit der monatlichen Gebühr von 35,00 Euro seien bereits sämtliche Kosten abgedeckt und es werde keine Einrichtungsgebühr erhoben, verspricht Apozin. Außerdem wolle man auf Transaktionsgebühren verzichten. Bei gesund.de werden pro Monat 199 Euro fällig sowie eine einmalige Installationspauschale von 799 Euro. Hinzu kommen Transaktionsgebühren von 6 Prozent oder 4 Prozent für jeden Non-Rx-Kauf über den Shop, je nach Konditionen. Für E-Rezepte, wenn es sie dann mal gibt, sollen hingegen keine Transaktionsgebühren anfalle

Dass Apozin durchaus selbstbewusst auftritt, ist nicht neues. So wurde die eigene App kürzlich in einer Kampagne als „gesunde Alternative“ beworben. Auch die Aussage in der aktuellen Mitteilung, dass die „Web- und App-Lösung so konzipiert sei, dass an den Versandhandel verloren gegangene Kunden erfolgreich zurück in die lokale Apotheke gebracht werden“ klingt nicht nach Understatement.


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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