Overwiening in der „Süddeutschen Zeitung“

Erste Apothekenimpfungen ab Januar

Stuttgart - 23.12.2021, 10:45 Uhr

Bis Apotheken in größerem Stil gegen COVID-19 impfen können, wird es aber wohl Februar werden. (Foto: Schelbert)

Bis Apotheken in größerem Stil gegen COVID-19 impfen können, wird es aber wohl Februar werden. (Foto: Schelbert)


Gabriele Regina Overwiening rechnet mit ersten Corona-Impfungen in der Apotheke Anfang Januar. In großem Stil könnten Apotheken Impfungen jedoch erst ab Februar anbieten, erklärt die ABDA-Präsidentin in der „Süddeutschen Zeitung“. Woran hakt's?

Apotheker sollen gegen COVID-19 impfen, das ist erklärtes Ziel der Politik. Erfreulich ist, dass etwa die Hälfte der bundesweiten Apotheken sich auch bereit erklärt hat, dies zu tun. Allerdings könnte es noch etwas dauern, bis Apotheken im großen Stil impfen können. Warum? ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening gibt in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) die Antwort.

Breites Impfen erst ab Februar

Overwiening geht davon aus, dass Apotheken, die bereits in Modellprojekten zur Grippeimpfung eingebunden sind, „vielleicht Anfang Januar“ beginnen, auch gegen COVID-19 zu impfen. Sie erklärt der „SZ“: „Bei allen anderen Apotheken wird es wohl noch länger dauern – bis Mitte, Ende Januar. In größerem Stil wohl erst von Februar an.“ Als Grund nennt sie, dass die Software, die Apotheken benötigen, um Daten zu den Impfungen an das Robert Koch-Institut zu melden, wohl nicht einsatzbereit ist und noch programmiert werde.

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Die ABDA-Präsidentin betont, dass Apotheken durch die Impftätigkeit „auf gar keinen Fall (...) in Konkurrenz zu den Ärzten treten“ wollten. Und weiter: „Das Ziel ist ja nicht, den Ärzten Impfstoff wegzunehmen, das Ziel ist, die Impfquote zu erhöhen. Das geht nur, wenn viel Impfstoff in das System fließt.“ Allerdings spüre man seit Beginn der Boosterimpfungen, dass Impfstoffmengen „zum Teil deutlich“ gekürzt würden.

Etwa die Hälfte aller Vor-Ort-Apotheken in Deutschland will gegen COVID-19 impfen. Bei den anderen stehen laut Overwiening personelle oder räumliche Gründe dem Impfen entgegen oder „einige, die mögen einfach das Spritzen nicht“, so Overwiening.

Manche Apotheken impfen schon gegen Corona

Erste Apotheken haben bereits begonnen, gegen COVID-19 zu impfen. So setzte Apotheker Robert Herold aus dem sächsischen Falkenstein bereits am 17. Dezember die erste Spritze zur Corona-Impfung in seiner Apotheke, wie er im Interview mit der DAZ erklärte.


Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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Streit ums Impfen

2 Kommentare

Impfungen

von Martin Straulino am 23.12.2021 um 18:20 Uhr

Auch wenn ich mich wiederhole:
Nein - ich bin nicht bereit - ich will NICHT impfen.
Natürlich bin ich für Corona-Impfungen - aber durch Ärzte.
Und der ABDA sage ich: es ist ein strategischer Fehler.
Von der Politik werden wir als Duckmäuser gesehen.
Den Ärzten können wir bzgl. des E-Rezeptes dankbar sein, der ABDA ganz und gar nicht.
Und jetzt sollen (laut ABDA 50% - das glaube ich nie im Leben) die Apotheken trotz Impfstoffmangel und allen anderen Gegenargumenten (habe ich früher schon mal geschrieben) impfen, um sich bei den Ärzten eher unbeliebt zu machen???

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Impfen

von Sabine Schneider am 23.12.2021 um 16:35 Uhr

Das e-Rezept ist erstmal vom Tisch ,und schon taucht Frau Oberdingsbums aus der Versenkung auf.

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