DAZ-Adventsrätsel – Tag 23

Ein Schuss aus der Pfefferpistole

Stuttgart - 23.12.2021, 07:00 Uhr

Die verschiedenen Pfeffersorten stammen von ein und derselben Pflanze, dem Schwarzen Pfeffer (Piper nigrum). Die jeweilige Farbe sagt nur etwas über den Reifegrad aus.  (Foto: Dar1930 / AdobeStock)

Die verschiedenen Pfeffersorten stammen von ein und derselben Pflanze, dem Schwarzen Pfeffer (Piper nigrum). Die jeweilige Farbe sagt nur etwas über den Reifegrad aus.  (Foto: Dar1930 / AdobeStock)


Hinter dem heutigen Türchen geht es um Pfeffer. Ein Gewürz, das vermutlich nahezu in jeder Küche und in jedem Esszimmer zu finden ist – beim kulinarischen Banausen, aber auch beim absoluten Gourmet. Fast jeder hat Pfeffer zu Hause, wenn auch in unterschiedlichen Farben und Ausführungen. Er verleiht dem Essen nicht nur die nötige Schärfe, sondern kann off Label auch als Munition dienen.

Man könnte manchmal fast meinen, Pfeffer existiert nur in Kombination mit Salz, so oft, wie beide gemeinsam genannt werden. Gerecht wird man dem Pfeffer damit nicht. Zumal Pfeffer auch nicht Pfeffer ist. Während so manchem in der Küche nicht besonders versiertem Menschen eine Sorte Pfeffer im Pfefferstreuer reicht, unterscheiden Feinschmecker:innen durchaus zwischen den unterschiedlichen Farben. Und die werden dann selbstverständlich frisch gemahlen, ein Pfefferstreuer kommt nicht ins Haus.

Die verschiedenen Pfeffersorten stammen allerdings von ein und derselben Pflanze, dem Schwarzen Pfeffer (Piper nigrum). Die jeweilige Farbe sagt nur etwas über den Reifegrad aus. So besteht beispielsweise Roter Pfeffer aus vollkommen reifen, ungeschälten Pfefferfrüchten. Weißer Pfeffer (Piper album) ist hingegen nur der Steinkern von vollreifem Pfeffer.

Seine Schärfe verdankt der Pfeffer dem Alkaloid Piperin (5–8 %) und dessen Derivaten, dazu gehören unter anderem Piperettin, Piperylin, Piperanin, Chavicin (eine isomere Verbindung des Piperins) und andere je nach Pfefferart in wechselnder Zusammensetzung. In weißem Pfeffer ist etwa 2,5 Prozent ätherisches Öl, sogenanntes Pfefferöl, und in grünem und schwarzem Pfeffer bis zu 4,8 Prozent davon enthalten, welches dem Pfeffer sein Aroma gibt. Im ätherischen Öl sind die Hauptbestandteile Monoterpene sowie Sesquiterpene. Außerdem findet man im Pfefferöl auch oxidierte Terpene.

In Pfefferspray ist übrigens kein Pfeffer enthalten, auch wenn es der Name vermuten lässt. Pfefferspray enthält Capsaicin, das aus dem Harzöl (Oleoresin) von Pflanzen der Gattung Capsicum (Chilis bzw. Paprika) gewonnen wird. Dass das englische Wort „pepper“ sowohl Paprika als auch Pfeffer heißt, könnte eine Erklärung sein, woher das Pfefferspray seinen Namen hat.

Frage: Richtiger Pfeffer scheint als Waffe aber auch nicht wirkungslos zu sein, schließlich setzt einer der berühmtesten Räuber seit jeher auf seine Pfefferpistole. Wissen Sie, wie er heißt?

Die Antwort lautet:

(Räuber) Hotzenplotz


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