BPhD-Kolumne

Wie lässt sich Chancengleichheit im Pharmaziestudium sichern?

19.11.2021, 09:15 Uhr

In Zeiten eines andauernden Fachkräftemangels sollte die Finanzierbarkeit nicht die vollständige Auslastung der bereits knappen Studienplätze beeinflussen, meint Fabian Brückner. (b/Foto: BPhD)

In Zeiten eines andauernden Fachkräftemangels sollte die Finanzierbarkeit nicht die vollständige Auslastung der bereits knappen Studienplätze beeinflussen, meint Fabian Brückner. (b/Foto: BPhD)


Je nach Studienstandort kann das Pharmaziestudium teuer werden. Das benachteiligt vor allem Studienanwärter*innen aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen, meint der Beauftragte für Interprofessionelles beim Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD), Fabian Brückner. In der aktuellen BPhD-Kolumne widmet er sich zudem insbesondere den Auswahltests.

Am Anfang eines jeden Apothekers/einer jeden Apothekerin stand irgendwann einmal die Bewerbung um einen Studienplatz der Pharmazie an einer Universität. Aber wie sieht diese Bewerbung heutzutage aus, zwischen Numerus clausus und der Wahl des Studienstandorts? Wie vergleichbar sind die verschiedenen Studienorte überhaupt hinsichtlich zusätzlicher Gebühren für Studienanwärter*innen? Dies sind Fragestellungen, die sich nicht nur die Pharmaziestudierenden stellen müssen, sondern in mindestens in gleichem Maße Human-, Veterinär- und Zahnmedizinstudierende.

Die Zulassung zum Studium erfolgt besonders bei den medizinischen Studiengängen seit Jahren nun neben der Abiturbestennote über den „Test für Medizinische Studiengänge“ (TMS). Die wachsende Bedeutung dieses Tests ist die Folge einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2017, in welcher festgelegt wurde, dass das damals bestehende Auswahlverfahren nach hochschuleigenen Kriterien und Abiturbestenquote verfassungswidrig ist.1

Eignungstests an immer mehr Standorten

Mit dem „Hamburger Naturwissenschaftstest“ (HAM-NAT) für Hamburg und Greifswald und dem PhaST (Pharmazie-Studieneignungstest) an den Standorten Baden-Württembergs, Saarbrücken und Frankfurt am Main gab es bisher sieben Standorte in Deutschland, an welchen ein Auswahltest Teil des Wegs in das Pharmaziestudium war. Für das kommende Sommersemester wird darüber hinaus an den Universitäten in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Marburg und Münster der PhaST berücksichtigt werden.2,3 Für das Pharmaziestudium zeichnet sich also ein zunehmender Trend zur vermehrten Nutzung von Studierfähigkeitstests ab. Deshalb hat der BPhD auf seiner 130. Bundesverbandstagung ein Positionspapier zu der Form und Ausführung dieser Tests verabschiedet. Darin wurde der Aspekt von Auswahltests generell betrachtet und kritisiert, weshalb diese Position auch von den Bundesverbänden der Studierenden der Human-, Veterinär-, und Zahnmedizinstudierenden gestützt wurde.



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