Wahlradar Gesundheit

Ziemiak: Bürokratische Hürden abbauen

Berlin - 01.09.2021, 09:15 Uhr

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat auf die Fragen im Wahlradar Gesundheit geantwortet. (Foto: IMAGO / Jens Schicke)

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat auf die Fragen im Wahlradar Gesundheit geantwortet. (Foto: IMAGO / Jens Schicke)


CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak erhofft sich durch das E-Rezept weniger Bürokratie für die Apotheken – dann gibt es aus seiner Sicht auch Raum für weitere Leistungen der Apothekenteams. Im „Wahlradar Gesundheit“ der ABDA erklärt er zudem, dass parallel zum E-Rezept vorerst auch das Papierrezept weiter verfügbar sein sollte. Die Gesetzeslage sieht das allerdings so nicht vor.  

Apotheker:innen machen derzeit bundesweit den Direktkandidat:innen-Check. Im Rahmen der ABDA-Initiative „Wahlradar Gesundheit“ befragen sie in den 299 Wahlkreisen etwa 1.500 Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Bundestagswahl 2021. Welche Herausforderungen sehen sie im lokalen Gesundheitswesen? Wie wollen sie die Lage vor Ort verbessern? Nach und nach färben sich die Wahlkreise auf der Webseite rot – das heißt: Mehr und mehr Politiker:innen geben Auskunft. Allerdings machen sich die bekannteren Gesichter noch rar.

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Mit Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU und Direktkandidat im Wahlkreis Märkischer Kreis II, hat nun ein Politiker aus den vorderen Reihen geantwortet – jedenfalls teilweise. Eine Frage lautete: „Was wünschen Sie sich von den Apothekenteams in Ihrem Wahlkreis, welche Leistungen sollten diese ausbauen?“. Ausgangspunkt war dabei, dass Apotheken für viele Bürger:innen eine wichtige Anlaufstelle zu gesundheitlichen Fragen sind und Patient:innen zum Beispiel bei digitalen Neuerungen, wie dem digitalen Impfnachweis, zur Seite stehen.

Dazu erklärt Ziemiak:


Zunächst sehe ich als Voraussetzung für einen weiteren Ausbau von Leistungen an, dass bürokratische Hürden für Apothekerinnen und Apotheker sowie für pharmazeutisches Personal reduziert werden. Hierbei hoffe und wünsche ich mir, dass das elektronische Rezept (E-Rezept) sowohl in den Apotheken als auch bei Patientinnen und Patienten auf positive Resonanz trifft. Da das E-Rezept auch in anderen europäischen Ländern verbreitet ist, sollten wir aus deren Erfahrungen lernen. Deshalb sollte parallel zum E-Rezept auch vorerst das Rezept in Papierform verfügbar sein. Denn dieses ist für die ältere Bevölkerung wichtig. Außerdem würde es mich freuen, wenn die Apothekenteams in meinem Wahlkreis, falls nicht bereits geschehen, Patientinnen und Patienten über aktuelle Veranstaltungen im Wahlkreis informieren, die dem Gesundheitsschutz dienen. Dies könnten etwa Informationsveranstaltungen zur Vorbeugung von bestimmten Krankheiten sein.“

Paul Ziemiak (CDU) im Wahlradar Gesundheit


Ganz vertraut ist Ziemiak mit dem E-Rezept offensichtlich nicht. Grundsätzlich sieht das Gesetz nicht vor, dass es ab nächstem Jahr parallel zum E-Rezept auch noch das Papierrezept geben soll. Für apothekenpflichtige Arzneimittel besteht vielmehr eine E-Rezept-Pflicht (§ 360 SGB V). Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel: Die Verpflichtung zur Ausstellung oder Übermittlung eines E-Rezepts gilt nicht, wenn dies „aus technischen Gründen im Einzelfall nicht möglich ist“. Auch Apotheken sind von der Pflicht ein E-Rezept zu bedienen frei, wenn der elektronische Abruf aus solchen Gründen nicht möglich ist. Wie häufig diese Einzelfälle im kommenden Jahr sein werden, bleibt abzuwarten.

Eine weitere Wahlradar-Frage ließ Ziemiak übrigens gänzlich unbeantwortet. Sie lautete: „Wie setzen Sie sich dafür ein, dass die persönliche Patientenbetreuung durch die Apotheken vor Ort erhalten bleibt?“



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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3 Kommentare

Apothekensterben egal?

von Thomas Eper am 01.09.2021 um 12:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Ziemiak, haben Sie es schon mitbekommen, dass wir ein massives Apothekensterben haben?
Kennen Sie die Ursache?
Gedenken Sie was dagegen zu unternehmen, oder ist Ihnen die Arzneimittelversorgung der deutschen Bevölkerung egal.

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Bla-Bla

von Roland Mückschel am 01.09.2021 um 10:43 Uhr

Bla-Bla, Bla-Bla, Bla-Bla.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

.

von Anita Peter am 01.09.2021 um 9:20 Uhr

"Da das E-Rezept auch in anderen europäischen Ländern verbreitet ist, sollten wir aus deren Erfahrungen lernen"

Ander europäische Länder haben in Kombination mit dem erezept ein RXVV. So nun haben Sie was gelernt und sollten dementsprechend handeln.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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