Entzündete Nasenschleimhaut durch Coronatests

Besser Bepanthen als Coldastop?

Stuttgart - 25.08.2021, 09:15 Uhr

Bei wunden Nasen können Nasensalben lindern. Welche können Apotheker empfehlen? (Foto: Damir Khabirov / AdobeStock)

Bei wunden Nasen können Nasensalben lindern. Welche können Apotheker empfehlen? (Foto: Damir Khabirov / AdobeStock)


Sind Nasen aufgrund häufiger Abstriche wegen Coronatests wund, können Nasensalben helfen. Allerdings eignet sich nicht jedes Nasenpflegeprodukt. So könnten Präparate mit ätherischen Ölen die entzündeten Schleimhäute zusätzlich reizen. Welche Nasensalben können Apotheker empfehlen?

Wunde Nasen durch Coronatests? Was können Apotheker bei entzündeten Nasenschleimhäuten aufgrund von häufigem Abstreichen empfehlen? Bei verletzten oder entzündeten Nasenschleimhäuten empfiehlt Dr. Bernhard Junge-Hülsing, niedergelassener Facharzt für HNO-Heilkunde in Starnberg und Landesvorsitzender des Bayerischen Berufsverbandes der HNO-Ärzte, im Gespräch mit der DAZ topische Therapien. Allerdings rät er von Produkten mit ätherischen Ölen ab, diese könnten die ohnehin schon wunde Nasenschleimhaut zusätzlich reizen – doch was bleibt Apothekern dann konkret an Nasenpflegeprodukten? Die Auswahl ist überschaubar.

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In der Tat enthalten die allermeisten der in der Lauer-Taxe aufgeführten Nasensalben oder Nasenöle ätherische Öle: So finden sich in Coldastop® Nasenöl neben raffiniertem Erdnussöl auch Apfelsinenschalenöl und Zitronenöl. Auf diese beiden ätherischen Öle setzt auch Pohl Boskamp in Gelositin® – Apfelsinenschalenöl und Zitronenöl, als Basis dient hier jedoch Sesamöl. Auch das wohl weniger bekannte AMV Nasenpflegeöl enthält neben Schwarzkümmelöl sibirisches Zirbelkiefersamenöl und Sanddornöl und ist damit nicht frei von ätherischen Ölen. Coldises Nasenöl listet Sesamöl sowie Nelkenöl und Bergamottöl.

Emser Nasensalbe, Gelositin, Coldastop und Nisita mit ätherischen Ölen

Auch eine Emser® Nasensalbe dürfte bei gewünschter ätherischen-Öl-Freiheit sich nicht eignen, enthält sie neben Vaselin, Emser Salz und Paraffin auch Aromastoffe – wie Cineol und Campher und Kamillenblütenöl und Levomenthol. Und auf der Inhaltsliste von Nisita® findet sich ebenfalls Zitronenöl.

Bepanthen und Hysan 

Somit fallen – aus dem ohnehin schon raren Sortiment der Nasensalben – die meisten Pflegeprodukte raus. Übrig bleiben unter anderem Bepanthen® Augen- und Nasensalbe. Durch das enthaltene Dexpanthenol wirkt sie zudem wundheilungsfördernd. Auch Hysan® Nasensalbe eignet sich, ist ebenfalls frei von ätherischen Ölen, genauso das Filme Nasale Nasenöl, dieses enthält außer fetten Ölen nur noch Tocopherol.

Die genannten Nasenpflegeprodukte dienen beispielhaft, die Auflistung gewährt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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