Berufliche Perspektive

PTA: Mehr Möglichkeiten durch Aufbaustudium

Stuttgart - 03.08.2021, 13:45 Uhr

Raus aus der Rezeptur: So manche PTA würde sich gern beruflich weiterentwickeln. (x / Foto: Gerhard Seybert / AdobeStock)

Raus aus der Rezeptur: So manche PTA würde sich gern beruflich weiterentwickeln. (x / Foto: Gerhard Seybert / AdobeStock)


Für PTA, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, gibt es mittlerweile eine Reihe von Aufbaustudiengängen. Abitur braucht man dafür in der Regel nicht, Berufserfahrung muss aber sein. Mit einigen von ihnen erweitert PTA auch ihre Einsatzmöglichkeiten in der Offizin. So gibt es beispielsweise im Bachelor-Studiengang „Pharmamanagement und Pharmaproduktion“ das Modul „Moderne Apotheken: Apothekenmanagement und individualisierte Pharmazie“.

Gutes Personal ist Gold wert. Der Markt gestaltet sich mittlerweile so, dass man als Arbeitgeber:in einiges bieten muss, um qualifizierte Mitarbeiter:innen zu halten. Konkurrenz macht nicht nur die Apotheke nebenan, auch die Industrie lockt – vor allem mit guten Gehältern. Und zwar nicht nur Approbierte, sondern auch PTA. Letztere zieht es vor allem auch deswegen oft aus der Apotheke, weil die Weiterentwicklungsmöglichkeiten als begrenzt gelten – schließlich ist Selbständigkeit nicht möglich. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, Zusatzqualifikationen zu erwerben und so zusätzliche Verantwortung zu übernehmen – auch in der Apotheke.

Mit „Gesundheitsmanagement“, „Pharmamanagement und Pharmaproduktion“ sowie „Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren“ hat die private staatlich anerkannte Hochschule Diploma gleich drei Fernstudiengänge für PTA im Angebot, mit denen sich unter Umständen auch die Einsatzbereiche der PTA in der Offizin erweitern lassen. Alle drei Studiengänge erstrecken sich über sieben Semester und schließen mit dem Titel Bachelor of Arts bzw. Bachelor of Science ab. Darüber hinaus ist der Zugang zu allen drei Studiengängen für PTA mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung auch ohne Abitur möglich.

Gesundheitsmanagement  – in sieben Semestern zur Führungskraft?

Der Fernstudiengang „Gesundheitsmanagement“ richtet sich an Personen mit Vorbildung im Gesundheitssektor, wie PTA, MTA und Pflegefachkräfte. Der akkreditierte Bachelor-Studiengang soll es dieser Zielgruppe ermöglichen, sich zu Führungskräften im Gesundheitsmanagement weiterzuentwickeln. Als mögliche Arbeitsbereiche nennt Diploma unter anderem Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren, stationäre Pflegeeinrichtungen, Kranken- und Pflegekassen, Behörden und Gesundheitsinstitute sowie Berufsorganisationen.

Das nach dem „Blended-Learning-Prinzip“ aufgebaute Fernstudium kann wahlweise mit realen Präsenzseminaren oder auch mit Live-Online-Seminaren absolviert werden. Beide finden in der Regel samstags statt, wodurch ein berufsbegleitendes Studium möglich wird. In den Zeiten dazwischen eignen sich die Studierenden das Wissen aus den Bereichen Sportmanagement, Pharmamanagement und betriebliches Gesundheitsmanagement im Selbststudium an, wobei die Arbeitsbelastung durch die Modulwahl individuell beeinflusst werden kann. Jedes Semester schließt mit einer Modulprüfung ab, im letzten Semester findet zudem die Bachelor-Thesis (Abschlussarbeit) mit mündlicher Prüfung statt. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums tragen die Absolventen den Titel Bachelor of Arts (B.A.). Wer sich anschließend in diesem Bereich noch weiterqualifizieren möchte, kann dies im Masterstudiengang Gesundheitsmanagement tun.

Weitere Informationen zum Studiengang „Gesundheitsmanagement“ finden Sie hier.



Nadine Sprecher, Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
redaktion@daz.online


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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