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Wie Studierende die Apothekenpraxis digital erlernen

Korntal - 26.05.2021, 17:49 Uhr

Peter Ditzel (rechts)  hat im Podcast mit Christoph Ritter, Professor für Klinische Pharmazie an der Uni Greifswald, gesprochen.(Fotos: privat)

Peter Ditzel (rechts)  hat im Podcast mit Christoph Ritter, Professor für Klinische Pharmazie an der Uni Greifswald, gesprochen.(Fotos: privat)


Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung einen großen Schub verliehen. Das schlägt sich auch im Pharmaziestudium nieder: keine Präsenzvorlesungen, gelernt wird digital. An der Universität Greifswald wird sogar die Apothekenpraxis, die Abgabe von Arzneimitteln an Patienten und die Kommunikation mit dem Arzt digital unterstützt geübt. Wie das funktioniert, darüber habe in meinem Podcast mit Christoph Ritter, Professor für Klinische Pharmazie an der Uni Greifswald, gesprochen.

Auf einer Veranstaltung des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) sagte Professor Ritter vor Kurzem, dass er sich bereits sehr viele Gedanken dazu gemacht hat, wie man in Pandemie-Zeiten, aber nicht nur da, die digitale Lehre verbessern kann. In Greifswald habe man im Rahmen der klinischen Pharmazie den Vorteil gehabt, dass man schon vor der Pandemie Erfahrunten mit digitalen Lernmodulen sammelte.

So nutzt er in seiner Lehre bereits seit einiger Zeit ein sogenanntes Blended Learning-Konzept mit einer eLearning-Komponente, mit deren Hilfe die Studierenden Übungsfragen zu den Vorlesungsinhalten beantworten können. Wie Ritter erklärt, integriert ein Blended Learning Konzept verschiedene Lernformen, so z. B. Präsenzveranstaltungen und eLearning-Komponenten.

Was hinzugekommen ist: Ein Simulationsprogramm, mit dessen Hilfe die Studierenden die Apothekenpraxis digital erlernen, d. h. die Abgabe von Arzneimitteln an Patienten, aber auch die Kommunikation mit dem Arzt. Im Podcast erläutert Ritter, was man sich genau darunter vorzustellen hat. Dieses Programm, das an der Monash University in Melbourne, Australien, entwickelt wurde, soll den Studierenden helfen, die Arzneimittelabgabe an den Patienten samt der erforderlichen Kommunikation zu strukturieren und zu erlernen. Auf der Website der Monash University heißt es dazu: „MyDispense ist eine End-to-End-Erfahrung für Studenten, von der ersten Kommunikation mit dem Patienten und dem verschreibenden Arzt bis hin zur professionellen Beratung bei der Bereitstellung von Medikamenten für den Patienten. Entsprechend unserer Betonung auf Feedback-basiertem Lernen erhalten die Schüler nach Abschluss jeder Übung ein kontextbezogenes Feedback zu ihrer Leistung und wie sie sich verbessern können.“

Professor Ritter hat diese Software an seinem Institut an den deutschen Arzneimittelmarkt angepasst. Welche Erfahrungen er mit dieser Simulationssoftware gemacht hat, vor allem aber auch, welches Feedback er dazu von den Studierenden erhalten hat, erfahren Sie im Podcast.

Übrigens, gelernt und trainiert werden in Greifswald außerdem die telepharmazeutische Beratung und Betreuung von Patienten: Professor Ritter macht deutlich, dass man eine telepharmazeutische Beratung durchaus üben muss. Um den Kontakt mit dem Patienten und die Aufmerksamkeit am Bildschirm zu halten, seien besondere Anforderungen nötig.


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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