Risiko einer vierten Welle?

Moderna will Impfstoffzulassung für 12- bis 17-Jährige in Europa

Stuttgart - 25.05.2021, 13:15 Uhr

Falls nicht massiv geimpft werde, könne das Risiko einer vierten Welle nicht ausgeschlossen werden, meint Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel. (Symbol-Foto: IMAGO / ZUMA Press)

Falls nicht massiv geimpft werde, könne das Risiko einer vierten Welle nicht ausgeschlossen werden, meint Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel. (Symbol-Foto: IMAGO / ZUMA Press)


Im Kampf gegen die Corona-Pandemie strebt der US-Pharmahersteller Moderna eine europäische Impfstoffzulassung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren an. Ein Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam sei Anfang kommenden Monats geplant. 

Wie der aus Frankreich stammende Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel der französischen Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ sagte, plant Moderna Anfang kommenden Monats einen Zulassungsantrag bei der EMA für seinen COVID-19-Impfstoff für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu stellen. 

Die EMA hatte bereits mitgeteilt, sie wolle noch im laufenden Monat über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Präparat des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Das Präparat von Moderna ist einer von vier Corona-Impfstoffen mit einer Zulassung in der Europäischen Union.

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„Bis zum Sommer werden alle Erwachsenen, die sich impfen lassen wollen, eine erste Dosis erhalten haben“, sagte Bancel dem Blatt auf die Frage, ob in Frankreich eine vierte Epidemie-Welle drohe. „Danach muss man sich sehr rasch an die 12 bis 17 Jahre alten Jugendlichen wenden“, sagte er. Die Ideallösung sei, diese Altersgruppe „vor Ende August zu schützen“. Falls nicht massiv geimpft werde, könne das Risiko einer vierten Welle nicht ausgeschlossen werden. Frankreich ist stark von der Pandemie betroffen, es starben bereits weit über 100.000 Menschen.


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