Zum 1. Juli

Karin Maag legt Bundestagsmandat nieder

Stuttgart - 20.04.2021, 12:15 Uhr

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU), verlässt den Bundestag. (Foto: IMAGO / Future Image)

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU), verlässt den Bundestag. (Foto: IMAGO / Future Image)


Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU), verlässt den Bundestag. Per Facebook-Videobotschaft teilte sie mit, dass sie ihr Bundestagsmandat zum 1. Juli niederlegen werde, weil sie „die Chance erhalten habe, sich mit einer neuen spannenden Aufgabe im Gesundheitsbereich beschäftigen zu dürfen“. 

Eine weitere Fürsprecherin der Apothekerschaft verlässt den Bundestag – die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion Karin Maag. Die Abgeordnete aus Stuttgart, die seit zwölf Jahren im Bundestag sitzt, legt ihr Mandat allerdings aus ganz freiwilligen Stücken zum 1. Juli nieder, weil sie sich neuen Aufgaben widmen will, nicht wegen Korruptionsvorwürfen oder Ähnlichem. Auf ihrer Facebookseite erklärt Maag:


„Einige konnten es bereits der Presse entnehmen - Nach zwölf Jahren Bundestag habe ich erneut (wie vor zwälf Jahren) die Chance erhalten, mich mit einer neuen spannenden Aufgabe im Gesundheitsbereich beschäftigen zu dürfen. Darauf freue ich mich. Ich gehe aber natürlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich werde die schönen Augenblicke im Wahlkreis, das Gebrauchtwerden, das Helfenkönnen, aber auch die vielen tollen Feste und Hocketsen mit der Möglichkeit, die Menschen in meinem Wahlkreis zu treffen, sehr vermissen!“

Karin Maag (CDU) via Facebook


Von ihrem Kreisverband war Maag bereits für die anstehende Bundestagswahl für den Stuttgarter Wahlkreis II nominiert worden. Hier muss jetzt ein Nachfolger gefunden werden. Medienberichten zufolge gibt es mehrere Interessenten. Auch wer Maag im Bundestag für den Rest der laufenden Legislaturperiode nachfolgt und wer das Amt der gesundheitspolitischen Sprecherin bzw. des gesundheitspolitischen Sprechers der Unionsfraktion übernimmt, ist noch nicht bekannt.

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Möglicherweise Wechsel zum G-BA

Was genau diese „neue spannende Aufgabe im Gesundheitsbereich“ sein wird, lässt Maag bislang offen. Allerdings kursieren schon seit einer Weile Gerüchte, dass sie in den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) wechseln könnte. Die Leistungserbringer – das sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung – sollen sie als Nachfolgerin für Professor Elisabeth Pott als Unparteiisches Mitglied vorgeschlagen haben.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

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von Markus L. am 20.04.2021 um 12:46 Uhr

Wenn Unionspoltiker Mandate niederlegen, schwant mir ja nichts Gutes...

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