Unbestätigter Medienbericht

Wechselt Maag vom Bundestag in den Gemeinsamen Bundesausschuss?

Berlin - 08.04.2021, 16:45 Uhr

Sind Karin Maags Tage im Bundestag gezählt? (c / Foto: IMAGO / Christian Spicker)

Sind Karin Maags Tage im Bundestag gezählt? (c / Foto: IMAGO / Christian Spicker)


Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU), könnte möglicherweise für die kommende Legislaturperiode nicht mehr für ein Mandat im Bundestag zur Verfügung stehen: Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen die Spitzenorganisationen der Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser sie als Unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss vorgeschlagen haben. Für die Apotheken wäre das ein herber Schlag.

Seit dem Jahr 2009 sitzt Karin Maag für die CDU im Bundestag – nach drei Legislaturperioden könnte damit in diesem Jahr womöglich Schluss sein: Wie das „Ärzteblatt“ berichtet, sollen die Leistungserbringer im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – das sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung – sie als Nachfolgerin für Professor Elisabeth Pott als Unparteiisches Mitglied vorgeschlagen haben.

Auf Anfrage von DAZ.online wollte sich weder Maags Abgeordnetenbüro noch die Pressestelle des G-BA zum Sachverhalt äußern. Auch die KBV hält sich diesbezüglich bedeckt. Aus gut informierten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Schilderung des „Ärzteblatts“ korrekt sei, eine offizielle Bestätigung ist derzeit aber nicht zu bekommen.

Sollte Maag tatsächlich bei der kommenden Bundestagswahl zugunsten des G-BA-Postens nicht mehr für ein Mandat zur Verfügung stehen, wäre das ein herber Schlag für die Apotheker – denn Maag gilt als recht apothekenfreundliche Abgeordnete, die zudem als gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ein wichtiges Amt innehat.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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2 Kommentare

apothekenfreundlich

von Holger am 12.04.2021 um 9:44 Uhr

Ob Frau Maag als apothekenfreundlich gelten darf oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber WENN dem so ist - wo würde sie denn für die Apothekerschaft mehr Nutzen stiften? Als eine von zahlreichen MdB oder als eine von nur drei "Zünglein an der Waage" im GbA??

Einerseits wird im Artikel moniert, die Apothekerschaft sei im GbA nicht vertreten. Und andererseits soll es von Nachteil sein, wenn eine geneigte Kandidatin dort eine herausragende Position einnimmt? Also irgendwie geht das in meinem bescheidenen Hirn nicht zusammen, sorry.

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LOL

von Thomas Eper am 09.04.2021 um 9:09 Uhr

"...Maag gilt als recht apothekenfreundliche Abgeordnete..."

Der war gut!

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