DAZ.online-Umfrage

Corona-Impfstoff über Apotheken und Arztpraxen – wie läuft der Start?

Stuttgart - 06.04.2021, 17:51 Uhr

Eine Apotheke aus Stuttgart verriet DAZ.online am heutigen Dienstag, drei Praxen beliefert zu haben: 1x4, 1x6, 1x16 Vials. Doch auch dort gab es ein wenig Nervenkitzel. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Eine Apotheke aus Stuttgart verriet DAZ.online am heutigen Dienstag, drei Praxen beliefert zu haben: 1x4, 1x6, 1x16 Vials. Doch auch dort gab es ein wenig Nervenkitzel. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)


Seit Beginn der Corona-Pandemie werden Apotheken regelmäßig – und gerne auch mal spontan – vor neue Herausforderungen gestellt. Da läuft nicht immer alles glatt, aber am Ende doch vieles gut. DAZ.online hat sich zum Start der Corona-Impfstofflieferungen an die Arztpraxen in den sozialen Medien und bei einer Apotheke vor Ort umgehört. Jetzt wollen wir von Ihnen wissen: Stimmt das eingefangene Stimmungsbild? Machen Sie mit bei unserer Umfrage! 

Ein Blick auf Social Media verrät zum Impfstart gegen COVID-19 in den Arztpraxen, dass in den Apotheken noch nicht alles reibungslos läuft. Einer beschwert sich dort beispielsweise, dass der Großhandel die Vials „ganz ohne irgendwas“ geliefert habe, kein Karton, nur lose Fläschchen. Mancher bestätigt das und fügt hinzu, dass das Impfzubehör bei der Zuteilung zusätzliche Arbeit macht. Bei anderen wurde aber gar kein Impfzubehör mitgeliefert, oder die gesamte Lieferung wird noch sehnsüchtig erwartet. Auch das Thema Kühlbox kann demnach offenbar zum Problem werden. 

Eine Apotheke aus Stuttgart verriet DAZ.online am heutigen Dienstag, drei Praxen beliefert zu haben: 1x4, 1x6, 1x16 Vials. Doch auch dort gab es ein wenig Nervenkitzel. Am Samstag habe es noch geheißen, der Impfstoff komme mit der ersten Tour um 10:30 Uhr, doch auch bei der um 12:30 Uhr sei der Impfstoff noch nicht dabei gewesen. Dafür dann die Erleichterung um 12:55 Uhr – es kam ein Extra-Fahrer.

Lob an die Gehe

Immerhin lobt die Stuttgarter Apotheke ihren Großhändler Gehe. Gehe habe die richtige Menge an Vials von Comirnaty geliefert und auch die richtige Menge an Zubehör. Ein Lob verdient das, weil das im Vorfeld wohl nicht so klar war – noch am Samstag soll die dem Großhandel gelieferte Zubehörmenge noch zu gering gewesen sein.

Die Kühlbox wurde vom Fahrer direkt wieder mitgenommen, doch das war kein Problem, weil es bereits so angekündigt worden war: „Wir haben unsere eigenen Kühlboxen mit selbst gebastelten Schaumstoff/Styroporeinsätzen verwendet.“ Man habe schließlich also „entspannt“ ausliefern können.  

Rekonstitution – wenn Ärzte andächtig lauschen

Auch beim Thema Rekonstitution hat sich die Stuttgarter Apotheke viel Mühe gegeben: Bei einer Praxis habe man das ganze Team als Zuhörer:innen gehabt, bei der anderen wurde alles viermal erzählt. Doch das wurde gerne in Kauf genommen: „Das hat man ja nicht so oft, dass einem Ärzte so andächtig lauschen.“ In der Apotheke habe man das Vorgehen bei der Rekonstitution inzwischen selbst so verinnerlicht, dass man es im Schlaf erklären könne, „auch welche Nadel, welche Spritze für welchen Schritt vorgesehen ist“.

Und nicht nur die Apotheke zeigt sich so engagiert. Auch eine große Praxis mit insgesamt 96 Dosen (2 Hausärzte) sei hochmotiviert und gebe richtig Gas. Aber es gebe auch Praxen, die eher nur mitmachen, weil die Patient:innen es unbedingt wollen.

Und wie war Ihr Start in die Belieferung der Hausärzte mit den Corona-Impfstoffen? Machen Sie mit bei unserer Umfrage: 


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Arztpraxen bieten Corona-Impfungen an – was müssen die Apotheken beachten?

Herausforderungen rund um Comirnaty

Corona-Impfungen beim Hausarzt nach Ostern geplant

Die Corona-News des Tages

Hausärzte sollen in wenigen Wochen gegen COVID-19 impfen können

Startschuss nach Ostern

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Virologe warnt vor steigenden Infektionszahlen wegen Urlaubsreisen

Die Corona-News des Tages

Corona-Schnelltests für Bürger eine HerausforderunG

Die Corona-News des Tages

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

2 Kommentare

Startschuss

von Robert Penzis am 06.04.2021 um 22:39 Uhr

Wieder mal eine Aktion, die zeigt, dass die Apotheke vor Ort unkompliziert und schnell zur Stelle ist.
In kürzester Zeit „wuppt“ ein ausgefeiltes System (GH, Apotheke, Arztpraxis) die Verteilung in die Breite. Das alles ohne vorher zu wissen, ob es sich überhaupt lohnt (gut oder schlecht?).
In Vorbereitung gab es auch noch ein Video zur Rekonstitution als Hausaufgabe für die Arztpraxis (Kooperation SLAK/SLÄK). Und drei Styroporkisten hat man doch noch rumstehen, da braucht man keine vom Großhandel, der noch nebenher das normale Tagesgeschäft versorgt (außer die Pharmamall-Abtrünnigen - neuerdings mit grüner Mehrweg!kiste).
Alles in allem klappte der Start verhältnismäßig gut.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

300 Impfdosen Comirnaty gerettet

von Bernd Jas am 06.04.2021 um 20:22 Uhr

Hallo liebe Redaktion,

was ein Durcheinein!
Das war sowieso schon ein Tag zum Weglaufen.
Kommt der Impfstoff? Kommt er nicht? Wann kommt er? Dann kam er, …. und die Doku vom Großhandel fehlte …. Uaaaahhh!
Also erst mal selber alles zur Doku festhalten. Telefonieren. Im Hilfsmittelsortiment fehlten die Tuberkulinspritzen. Wieder Telefonieren. Ärzte informieren, usw. usf. Das ist doch schon eigentlich unbezahlbar.
Habe gerade unsere 12 Vials Comirnaty an drei Ärzte ausgeliefert, u.a. an meinen Hausarzt.
Nach etwas Gedränge durch die Schlange an wartenden Pateinten draußen vor der Tür (die holen sich nochmal alle den Tod bei der Kälte) und nach Erreichen der wiederum von Patienten gut abgeschirmten Empfangstheke, konnte ich mein Anliegen die vier Vials zu überbringen loswerden.
Die MFA legte dann alle in den Kühlschrank und wunderte sich: „Das sind doch die gleichen die wir heute Morgen schon bekommen haben!? Und das sollen jetzt 24 Impfdosen sein?“ „Ja,ja“
„Und was sind das für 50 Ipfdosen die wir heute Morgen gekriegt haben? Herr Jas, das müssen sie mir mal erklären. Komm´se ma´mit“
Tatsächlich im Kühlschrank befanden sich 50 Vials Comirnaty die zum 9.4.21 ablaufen. Ich sach: "Das sind ja 300 Impfdosen, an wen wollt ihr die denn in drei Tagen verspritzen?" Blässe zeigt sich.
Der anschließend herbeigerufene Doc war genau so verzweifelt wie ich es angesichts der Menge wäre. „Die hat die Feuerwehr heute Morgen gebracht“ Aha, die Feuerwehr mit den Worten: „Ja, die sollen wir hier abgeben.“

Ok, „Ich melde mich“. Mit der Durchwahl in der Tasche schnell wieder zurück in die Apo im Ärztehaus. Da sind doch die im Impfzentrum akiven (KV-) Kollegen Tätig, die können doch bestimmt damit was anfangen.
Ergebnis. „Ach ja, da sind unsere Impfstoffe beim Kollegen gelandet!! Ich fahr sofort los und hole die ab“
Ich mit der Durchwahl meinen Doc angerufen: "Die Erlösung ist auf dem Weg". "Danke, dann sind wir die ja los!"

AU WEIA eine Namensgleichheit führte zu der Impfstoffodyssee.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.