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So geht Apotheke auf Facebook, Instagram und TikTok

Stuttgart - 12.02.2021, 10:45 Uhr

Daniela Naumburgers Apotheke in Stuttgart ist über verschiedene Online-Kanäle zugänglich. (Fotos: privat)

Daniela Naumburgers Apotheke in Stuttgart ist über verschiedene Online-Kanäle zugänglich. (Fotos: privat)


Mittlerweile gibt es bereits einige Apotheken, die in Social-Media-Kanälen aktiv sind, die einen Facebook-, Twitter- oder Instagram-Account haben und versuchen, auf diesen Wegen Kunden anzusprechen. Die meisten bedienen diese Kanäle nur am Rande. Für Apothekerin Daniela Naumburger sind solche Wege allerdings eine Herzensangelegenheit. In unserem Podcast berichtet sie, wo sie im Netz unterwegs ist, was sie dort macht und warum. Ich habe sie auch gefragt habe, wie zeitintensiv dies ist und ob sich das rechnet.

„Willkommen in unserer innovativen Apotheke“ steht auf der Startseite ihrer Apotheken-Homepage. Das macht neugierig. Und in der Tat, Daniela Naumburger spielt auf der breiten Klaviatur der Internet-Möglichkeiten. Sie hat ihre Apotheke bereits als „hybride Apotheke“ aufgestellt mit zwei Eingängen: einen physischen Eingang für die reale Nordbahnhof-Apotheke in Stuttgart und einen virtuellen Eingang über verschiedene Online-Wege und -Kanäle. 

Sie bietet ihren Kundinnen und Kunden nicht nur die pharmazeutische Beratung und allerlei Informationen vor Ort, sondern auch über Facebook, Instagram und TikTok und zusätzlich einen „Eingang“ über ihren Online-Shop. Ausschlaggebend dafür ist einerseits ihre Affinität zu den Social-Media-Kanälen und Online-Tools, andererseits ist sie auch davon überzeugt, dass die Menschen gerade in Zeiten von Corona und Abstandhalten solche Online-Möglichkeiten zur Information und Beratung schätzen.

Daniela Naumburger lädt Kundinnen und Kunden beispielsweise zu einem Live-Chat ein, gerne auch als Video-Chat. Auch Beratungstermine zu speziellen Themen können gebucht werden. Die Apothekerin hat außerdem mehrere Beratungsvideos ins Netz gestellt, die sie selbst gedreht hat. Und sie nimmt eigene Podcasts zu Beratungsthemen auf, die sie nicht nur auf ihrer Homepage zugänglich macht, sondern z. B. auch über Spotify und andere Plattformen.

Und vor allem ist sie täglich auf den Social-Media-Kanälen unterwegs, z. B. auf Facebook (Nordbahnhof-Apotheke-Stuttgart), auf Instagram (apothekerin_danny) oder TikTok (frau_apothekerin). Und ja, sie nimmt sich die Zeit und postet alles selbst – das ist ihr eine Herzensangelegenheit. Aber sie möchte noch weitere Mitarbeiter(innen) für diese Medien begeistern und einarbeiten.

Daniela Naumburger hat mittlerweile bereits zahlreiche Follower gewonnen. Manchmal stellt sie auch persönliche Ereignisse ins Netz, so hat sie im vergangenen Jahr ihre Corona-Infektion publik gemacht und auf Instagram geteilt, wie sie in unserem Podcast berichtet.

Lohnt sich die Aktivität auf den Social-Media-Kanälen, rechnet sich das? Naumburger ist sich im Klaren, dass sich ihr Engagement in den Internet-Medien nicht sofort bemerkbar macht. Dennoch, sie ist überzeugt, dass sie bereits einige Kundinnen und Kunden auf diesem Weg gewonnen und an ihre Apotheke gebunden hat. Sie sieht dies auch an Bestellungen, die in ihrem Online-Shop nicht nur aus Stuttgart eintreffen, sondern auch aus anderen Städten Deutschlands. Und natürlich an Bestellungen aus Stuttgart selbst, die sie in der Regel durch ihren Botendienst, den sie als Schnelldienst bewirbt, beliefert.

In unserem Podcast spricht sie allerdings auch über einige negative Erfahrungen, die sie im Netz gemacht hat. Dennoch: Sie lässt sich dadurch nicht entmutigen und versucht, daraus zu lernen.


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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