ABDA sieht dringenden Handlungsbedarf

Zahl der Apotheken sinkt weiter

Berlin - 05.02.2021, 10:00 Uhr

Seit Jahren sinkt die Zahl der Apotheken in Deutschland kontinuierlich. (Foto: IMAGO / Steinach)

Seit Jahren sinkt die Zahl der Apotheken in Deutschland kontinuierlich. (Foto: IMAGO / Steinach)


Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter. Im Jahr 2020 mussten mehr als 300 Betriebe für immer ihre Türen schließen. ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening sieht dringenden Handlungsbedarf. Einen ersten Schritt zur Stabilisierung der Zahlen bringe das Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz und das damit verbundene Rabattverbot für ausländische Arzneimittelversender.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) weiter zurück. Zum Jahresende 2020 ist sie demnach im Vergleich zu 2019 um 322 Betriebe auf nunmehr 18.753 gesunken. Damit liege der Rückgang schon im dritten Jahr in Folge bei mehr als 300. „Wir müssen die Entwicklung dringend stabilisieren“, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der Deutschen Presse-Agentur. Seit mehr als einem Jahrzehnt gehe die Zahl zurück. Die Apothekendichte in Deutschland liegt demnach bei 23 Apotheken pro 100.000 Einwohnern und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 32 auf 100.000 Einwohner.

Als ersten Schritt zur Stabilisierung bezeichnete Overwiening das im Herbst verabschiedete Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz. Es soll Apotheken durch ein Rabattverbot für ausländische Arzneimittelversender bei verschreibungspflichtigen Medikamenten vor zu viel Konkurrenz im Internet schützen. Junge Apotheker:innen müssten zudem von der Gesellschaft das Signal bekommen, dass sie überall im Land gebraucht und als kompetente Arzneimittelexpert:innen geschätzt werden.


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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6 Kommentare

Conny

von Roland Mückschel am 05.02.2021 um 12:01 Uhr

Den Schwachen helfen heisst bei mir die
Flächenversorgung stabilisieren und sicherstellen.
Dafür sind sehr grosse Apotheken in der Stadt
ungeeignet und unnötig.

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schwach

von klaus am 05.02.2021 um 11:01 Uhr

Ich kriege das Kotzen, wenn ich das lese! "Schwachen zu helfen verzögere den Prozess" - Schwachen zu helfen ist das Leben!!!! Irgendwann, liebster Conny, sind auch Sie mal schwach, und wollen Sie dann auch aussortiert werden, weil Sie den "Prozess verzögern"? Ihre Denkweise ist menschenverachtend, überheblich und widert mich an.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: schwach

von Conny am 05.02.2021 um 13:00 Uhr

Es ging um Apotheken , nicht um Menschen.

Apothekenrückgang.

von Roland Mückschel am 05.02.2021 um 10:10 Uhr

Ich darf weiterhin auf den Plan C der Basis-Apotheker
verweisen.
Die Schwächeren brauchen Unterstützung,
Nicht die Starken .
Und schon gar nicht die welche ihren Hals nicht
vollbekommen. Mit Masken zum Beispiel.

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Apothekenrückgang

von Conny am 05.02.2021 um 10:28 Uhr

Den Schwachen helfen ist ein schwieriges Thema. Es verzögert den Prozess nur. Leider !

AW: Apothekenrückgang - Schwache ?! - gehts noch !

von ratatosk am 05.02.2021 um 19:32 Uhr

Wenn man solche "Kollegen/innen" wie conny hat, braucht man keine Feinde mehr. Daß ein gewisser Zusammenhalt über die natürlich bestehende Konkurrenz für alle mehr bringen würde, ist dort nicht verstanden worden. Eine flächendeckende Versorgung ist immer teurer als totale Konzentration, also braucht es Ausgleichsstrukturen, sonst wird das Umland von Städten für Alte und Kranke bald lebensgefährlich. Welchen Sinn soll auch das Vernichten des Mittelstandes zugunsten von ein paar Profiteuren gesellschaftlich haben. Haben sich die connies eigentlich schon mal klargemacht, daß sie nichts - also in ihrem Sinn extrem schwach ! - gegenüber Amazon und Konsorten sind ? Offensichtlich nicht !

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