Abgabe von Corona-Antigentests an Privatpersonen

Wo bleiben die Schnelltests für Laien?

Traunstein - 05.02.2021, 17:50 Uhr

Noch ist das Testen auf Corona nur Fachpersonal erlaubt. Wann die ersten Schnelltests für die Anwendung durch medizinische Laien verfügbar sein werden, ist noch nicht klar. (Foto: IMAGO / photonews.at)

Noch ist das Testen auf Corona nur Fachpersonal erlaubt. Wann die ersten Schnelltests für die Anwendung durch medizinische Laien verfügbar sein werden, ist noch nicht klar. (Foto: IMAGO / photonews.at)


Seit Mittwoch dürfen Apotheken Corona-Antigen-Schnelltests an Privatpersonen verkaufen. Zumindest theoretisch, denn noch ist kein solches Produkt für die Anwendung durch medizinische Laien zugelassen. Bis es soweit ist, könnte es noch Monate dauern – oder es geht plötzlich ganz schnell.

Ob „Bild“, „Spiegel“ oder „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: Die Abgabe von Antigen-Schnelltests auf SARS-CoV-2 an Laien bewegt die Publikumsmedien. Die „Bild“-Zeitung kündigte am heutigen Freitag sogar an, dass Ende nächster Woche Heimtests für 10 Euro in die Apotheken kommen sollen. 

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Eines ist klar: Derzeit herrscht bei diesem Thema eine enorme Dynamik. Von vielen werden die Selbsttests schon seit einiger Zeit herbeigesehnt, könnten sie doch entscheidend dazu beitragen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Abgabe der Schnelltests an Laien wurde durch eine Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) geschaffen, die vergangenen Mittwoch in Kraft getreten ist. Seitdem finden sich „In-vitro-Diagnostika für die Eigenanwendung, die für den direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bestimmt sind“ in Anlage 3 der Verordnung – und sind damit von den geltenden Abgabebeschränkungen ausgenommen. Allerdings – und das ist ein Wermutstropfen – unterliegen sie damit entgegen den Forderungen der ABDA nicht der Apothekenpflicht.

Doch warum waren dann die ersten Tests nicht schon am Mittwoch im Handel? Etliche Anbieter stehen schließlich bereits in den Startlöchern – mit Tests, bei denen die Probenahme beispielsweise durch einen Abstrich im vorderen Nasenraum oder durch Spucken in einen Trichter erfolgt. Was diesen Tests bislang aber fehlt, ist das CE-Zeichen einer Benannten Stelle oder alternativ eine Sonderzulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).



Dr. Christine Ahlheim (cha), Chefredakteurin AZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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3 Kommentare

weiße Weste und gute Presse

von Pille Palle am 08.02.2021 um 9:32 Uhr

egal wie vie lMist das BMG baut- Muddi findet den Jensi einfach prickelnd!! hätte jemand wohl zuerst die Impfstoff Vorräte aufgebaut und DANN geworben- der wär bestimmt in der Gunst einer Kanzlerin rapide gesunken. Das Ostalgie Gefühl zählt- auch wenn es uns QUÄLT - mehr als der Verstand in diesem digital banenenrepublikanischen LAND

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von Gregor Nelles am 06.02.2021 um 18:31 Uhr

Das reiht sich nahtlos in die Pannenserie des Bundesministeriums für Gesundheit ein. Erst heißt es : die Masken bieten keinen Schutz und sind unsinnig: falsche Information. Dann heißt es Kinder unter sechs Jahren können Corona nicht übertragen: falsch, dann heißt es die Tests bringen nichts: falsch die Tests in den Arztpraxen und in den Praxisgemeinschaften bringen sehr wohl ein Ergebnis und können vor weiterer Ansteckung schützen. Dann heißt es es ist genug Impfstoff für alle da : wir werden bis zum Sommer alle unsere Impfungen haben: falsch die Firmen haben gar nicht die Kapazität um weltweit so viel Impfstoff in kurzer Zeit herstellen zu können. Jetzt heißt es die Tests sind doch wichtig für die Bevölkerung auch für Laien: richtig aber mit dem Amtsschimmel wird und es dauert , mit der Zulassung bis zu vier Monaten dann ist wahrscheinlich erst ein Drittel der Bevölkerung gegen COVID-19 geimpft. Alles leere Versprechungen wir kennen das ja schon von Herrn Spahn: RX Versandhandels Verbot: nicht umgesetzt trotz Koalitionsvertrag.! Stattdessen juristisch angreifbares von vielen Fachjuristen in Zweifel gezogenes VOASG .....Es liegen bereits Drohungen von Doc Morris und anderen Versand Apotheken im Ausland vor das VOASG zum Einsturz zu bringen. All dies liegt im Verantwortungsbereich des Bundes Gesundheitsministeriums von Herrn Minister Jens Spahn.

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