Digitalisierung

Forschungsprojekt will mithilfe von Algorithmen Nebenwirkungen ermitteln

Stuttgart - 05.02.2021, 07:00 Uhr

Die Daten für das Forschungsprojek sollen aus zwei Datenbanken entnommen werden: GePaRD und EudraVigilance. (Foto: beeboys / stock.adobe.com)

Die Daten für das Forschungsprojek sollen aus zwei Datenbanken entnommen werden: GePaRD und EudraVigilance. (Foto: beeboys / stock.adobe.com)


Ein neues Forschungsprojekt am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) will Nebenwirkungen von Arzneimitteln auf die Spur kommen. Dies soll mithilfe von Algorithmen geschehen, mit deren Unterstützung gesundheitsbezogene Daten digital systematisch analysiert werden.

„Was keine Nebenwirkungen hat, hat auch keine Hauptwirkung.“ Dieser Spruch ist in der Pharmazie schon viele Jahrhunderte bekannt. Von wesentlicher Bedeutung ist somit ebenso lange, Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu erkennen. Ein Forschungsprojekt am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht dieser Frage nun mithilfe von Algorithmen nach. 

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Laut einer Pressemitteilung soll gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) ein schon bestehender Algorithmus weiterentwickelt werden, sodass über ein Monitoring von Versichertendaten schwerwiegende Nebenwirkungen erkannt werden können. Außerdem sollen Algorithmen helfen, Risikokonstellationen und gefährdete Patientengruppen aus den Daten herauszufiltern. Dieser Ansatz sei nicht ganz neu: Schon in einem vorangegangenen Forschungsprojekt sollten Algorithmen auf Grundlage klinischer Krankenhausroutinedaten Nebenwirkungen aufdecken. 

Das neue Projekt mit dem Kurznamen WOLGA widmet sich nun der Weiterentwicklung und Optimierung dieses Algorithmus, um nebenwirkungsbedingte Krankenhausaufnahmen in Versichertendaten identifizieren zu können. Denn einer Studie innerhalb eines weiteren BfArM-Forschungsprojektes zufolge, sind in Deutschland 6,5 Prozent aller Behandlungen in Notaufnahmen von Krankenhäusern vermutlich auf Nebenwirkungen zurückzuführen.



Mareike Spielhofen, Autorin, DAZ.online
daz-online@deutscher-apotheker-verlag.de


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