Änderung der Schutzmasken-Verordnung

Spahn kürzt Masken-Vergütung um ein Drittel

Berlin - 30.01.2021, 12:23 Uhr

Bundesgesundheitsminister Spahn plant, die Vergütung der Apotheken für die Ausgabe von Schutzmasken zu kürzen. (Foto: IMAGO / Future Image)

Bundesgesundheitsminister Spahn plant, die Vergütung der Apotheken für die Ausgabe von Schutzmasken zu kürzen. (Foto: IMAGO / Future Image)


Schluss mit 6 Euro je Maske: Ab dem 10. Februar bekommen Apotheken für Schutzmasken, die sie auf Staatskosten abgeben, lediglich noch 3,30 Euro plus Umsatzsteuer. Zudem sollen sie wie angekündigt auch Empfänger der Grundsicherung mitversorgen. Diese müssen nach dem aktuell vorliegenden Verordnungsentwurf keine Eigenbeteiligung leisten.

In den vergangenen Wochen war der Druck auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) immer weiter gestiegen – nicht nur wegen der Lieferverzögerungen bei COVID-19-Impfstoffen, sondern auch wegen der Vergütung von 6 Euro je Maske, die er für die Apotheken veranschlagt hatte. In der sogenannten Corona-Schutzmasken-Verordnung von Mitte Dezember ist vorgesehen, dass die Offizinen insgesamt mehr als 400 Millionen Schutzmasken an Senioren und Risikopatienten abgeben sollen.

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Während sie im Dezember noch eine pauschale Vergütung erhielten, die sich nach den im dritten Quartal abgegebenen Rx-Packungen richtete und über den Nacht- und Notdienstfonds verteilt wurde, änderte sich die Systematik mit Stichtag 6. Januar: Seitdem bekommen Anspruchsberechtigte zweimal sechs Masken gegen Vorlage zweier Vouchers, die ihnen ihre jeweilige Krankenversicherung zuschickt. Pro Sechserpack wird dabei eine Eigenbeteiligung von 2 Euro fällig, die Apotheke erhält 6 Euro pro Maske inklusive Einkaufspreis, Steuern und aller laufenden Kosten.

Angesichts dieser Verordnung, die bereits am 15. Dezember in Kraft trat, kalkulierten die Apotheker:innen und kauften entsprechend Ware ein. Jetzt zieht Spahn zurück: Statt der versprochenen 6 Euro will er die Vergütung der Apotheken per Verordnungs-Änderungs-Verordnung auf 3,30 Euro runterschrauben. In dem Entwurf, der DAZ.online vorliegt, ist jedoch vermerkt, dass auf diesen Betrag noch die Umsatzsteuer aufzuschlagen ist – ganz im Gegensatz zum ursprünglichen Preis, der sich inklusive Steuer verstand. Konkret bedeutet das: Die nun vorgesehenen 3,30 Euro sind nicht den bisher geltenden 6 Euro gegenüberzustellen, sondern dem Nettobetrag von 5,04 Euro. Es ergibt sich eine Kürzung um etwa ein Drittel.

Geplant ist, dass diese Kürzung am 10. Februar 2021 wirksam werden soll. Demnach bekommen die Apotheken zumindest für die jeweils zweiten Voucher nur den abgesenkten Erstattungsbetrag. Laut Entwurf „erhält die Apotheke ab dem 10. Februar 2021 für nach § 4 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 2a abgegebene und abgerechnete Schutzmasken einen Erstattungspreis in Höhe von 3,30 Euro je Schutzmaske zuzüglich Umsatzsteuer“. Die genannten Paragrafen betreffen die derzeit anspruchsberechtigten Personen plus all diejenigen, die Grundsicherung beziehen. Dazu schreibt das Bundesministerium für Gesundheit im Abschnitt „Besonderer Teil“:


Mit der Änderung wird der Erstattungspreis auf 3,30 Euro je Schutzmaske zuzüglich Umsatzsteuer abgesenkt. Der abgesenkte Erstattungspreis gilt für zum einen für die Abgabe von jeweils sechs Schutzmasken zur Erfüllung des Anspruchs nach § 2 Absatz 2. Dies bedeutet insbesondere, dass von den Apotheken für den zweiten Berechtigungsschein (einlösbar vom 16. Februar 2021 bis 15. April 2021) nur der abgesenkte Erstattungspreis abgerechnet werden kann. Zum anderen gilt der abgesenkte Erstattungspreis für die Abgabe der zehn Schutzmasken zur Erfüllung des Anspruchs nach § 2 Absatz 2a für die Beziehenden von Arbeitslosengeld II.“

Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung


Anspruchsberechtigt nach dem geänderten §1 Absatz 1 sind alle, die „Arbeitslosengeld II nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch beziehen oder mit einer solchen Person in einer Bedarfsgemeinschaft (§ 7 Absatz 3 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch) leben“. Sie sollen einmalig zehn Schutzmasken erhalten, sofern sie nicht der Gruppe der Risikopatienten und Senioren zuzurechnen sind und daher bereits Voucher erhalten haben. Eine Doppel-Belieferung ist demnach nicht vorgesehen.

Die rund fünf Millionen Berechtigten bekommen gemäß Entwurf von ihrer Krankenversicherung ein „Informationsschreiben zum Nachweis des Anspruchs gegenüber den Apotheken“. Dieses muss der Begünstigte zusammen mit einem Lichtbildausweis, also etwa seinem Personalausweis, in der Apotheke vorlegen. Das Schreiben verbleibt analog zu den Voucher im Betrieb und wird mit Apothekenstempel und Unterschrift der abgebenden Person versehen. Eine Eigenbeteiligung wird nicht fällig.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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34 Kommentare

Senkung der Maskenvergütung

von Werner Diers am 08.02.2021 um 18:29 Uhr

Und wieder heulen die Apotheker, weil sie ja am Hungertuch nagen. Die Maskenvergütung sorgt für weniger Profit. Heul heul heul... bei uns gibts die Masken schon ab 99 Cent, warum soll Herr Herr Spahn Euch noch von hinten 2/3 reinpumen ???

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Man kann sich nur wundern

von Stefan Haydn am 02.02.2021 um 17:41 Uhr

Also manche Aussagen sorgen inzwischen bei mir für Kopfschütteln.

Wer kommt denn auf die Idee, dass eine zertifizierte Maske aus China (da kamen vor Corona schon 90-95% her) schlechter ist als eine aus deutscher Produktion?
Das Vlies ist in der Regel eh schon aus China importiert, da bisher eine Produktion im Lande eher spärlich ausfiel.

Muss man sich überteuerte Maskenpreise schönreden?
Hier geht es nur darum mit vernünftigen Masken in kurzer Zeit viele Leute zu versorgen.
Warum soll denn der Verbraucher 3 oder 4€ für eine Maske bezahlen, wenn er die vergleichbar für 1,50 bis 2€ haben kann.
Die teurere Maske wird dann nur länger getragen, da sie sich ja amortisieren muss. Auch wenn sie schon halb zerfällt. Es sind ja immer noch Masken von April unterwegs, da die ja 15 bis 20€ gekostet haben!

Punkt!

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AW: Man kann sich nur wundern

von Torben Schreiner am 04.02.2021 um 10:32 Uhr

Chinesische Masken müssen nicht schlechter sein richtig!

Trotzdem gibt es natürlich eklatante Unterschiede in der Qualität der angebotoenen Masken!
Bei den Nähten, Bändchen reisen schon beim Aufziehen, einige Masken müffeln, andere sind Dermatologisch nicht getestet.
Wer den Einkaufspreis über alles stellt ist ein Raffzahn ;-)

AW: Man kann sich nur wundern

von Stefan Haydn am 04.02.2021 um 13:13 Uhr

Stimmt, aber bei 0,40€ pro Maske sollten dann doch die Alarmglocken schrillen :-)

Coronaprämie für Apothekenmitarbeiter

von Thomson am 01.02.2021 um 18:20 Uhr

Die Chefs ärgern sich anscheinend mächtig. 90% der Apotheken haben keine Coronapramie an ihre Mitarbeiter ausbezahlt.
Bitte nicht von wegen Kurzarbeit, Entlassung reden.

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AW: Coronaprämie für Apothekenmitarbeiter

von Jürgen Weinberg am 03.02.2021 um 13:06 Uhr

Warum haben Sie einen solchen Hass auf "Chefs"? Es hindert Sie doch niemand daran, selber einer zu werden.
Im übrigen haben alle "Chefs", die ich kenne großzügige Coronaprämien gezahlt...

Spahn eben warum überrascht ? - die Grünen nicht vergessen

von ratatosk am 01.02.2021 um 16:06 Uhr

Warum so überrascht ?! Spahn hat schon mit Lug und Trug begonnen , den Koalitionsvertrag gebrochen.
Bei den Beratern im Umfeld der Politik würde es so was nicht geben, nur Erhöhungen, wenn etwas teuerer werden sollte. Bitte auch nicht vergessen, daß unsere lieben Grünen den maßgeblichen Anstoß gegeben haben !

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Spahn der Unglaubwürdige

von Jürgen Weinberg am 01.02.2021 um 11:09 Uhr

Mein Großvater hatte die deutsche Gastfreundschaft in einem KZ erleben dürfen und uns alle immer ermahnt, nie einem Deutschen zu trauen. Wie recht er mit dieser Mahnung hatte, hat mir ein Politiker wie Herr Spahn wieder einmal bewiesen. Dabei geht es weniger um die Sache, als vielmehr um die Unglaubwürdigkeit von Politikern wie Herr Spahn. Sobald Gegenwind kommt, kippen sie um und vergessen alles vorher zugesagte. Wie reagieren Politiker wie Herr Spahn, wenn eine Großzahl von Bürgern wieder Jagd auf Kippaträger machen will? Die Antwort hierauf möchte ich lieber nicht wissen...
Unser Großvater hatte uns auch geraten, uns möglichst einer Zuflucht im Ausland zu versichern, „falls es in Deutschland wieder losgeht“. Auch diesen Rat habe ich beherzigt und konnte mich so in Prag gegen Corona impfen lassen. Obwohl ich in Deutschland lebe und arbeite stehe ich hier als Apotheker mit 60 Jahren wohl ganz hinten auf der Liste.
Und was die Maskenverteilung angeht: in meinen Apotheken wird es keine mehr geben. Die noch vorhandenen werde ich in unserer Partnerapotheke in Prag gratis verteilen lassen. Als kleinen Dank für die mir vom tschechischen Staat ermöglichte Impfung. Ich brauchte nur meinen deutschen Apothekerausweis vorzuzeigen, um diese Impfung zu bekommen. Nach meinem tschechischen Pass wurde ich nicht gefragt. Zumindest in Tschechien sind Apotheker noch nicht die Trottel der Nation, sondern genießen Anerkennung.

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AW: Spahn der Unglaubwürdige

von U.Falk am 01.02.2021 um 23:18 Uhr

Vielleicht sollten Sie einmal darüber nachdenken, dass Sie mit der unsachlichen Verknüpfung des tragischen Schicksals Ihres Großvaters und der gesamten jüdischen Gemeinschaft mit den momentanen Maskenfinanzierungsproblemen, das Andenken dieser Personen beleidigen.
Dass man auf Herrn Spahn nicht gut zu sprechen ist, keine Frage.
Rechtfertigen Sie damit Ihr opportunistisches Verhalten gegenüber dem tschechischen Bürger, dem Sie die ihm zustehende Impfdosis vorenthalten haben?
Egoismus first!

AW: Spahn der Unglaubwürdige

von Brauer am 02.02.2021 um 0:20 Uhr

An U.Falk Wer einen tschechischen Pass hat an Recht auf eine Impfung in seinem eigenem Land. Somit nimmt man keinem den Impfstoff ab.Sondern kompensiert nur das Versagen von Merkel/Söder und ko. Und nutz die doppelte Staatsbürgerschaft. Ich wollte ich ich hätte sie.

AW: Spahn der Unglaubwürdige

von Jürgen Weinberg am 03.02.2021 um 13:03 Uhr

Vielen Dank, dass Sie mich belehren, wie ich um meine ermordeten Vorfahren zu trauern habe. Vielleicht genau so, wie die deutschen Politiker, die an offiziellen Gedenktagen heuchlerisch "trauern"? Das alltägliche (Er)leben im heutigen Deutschland jedenfalls sieht anders aus. "Echte" lebende Kippaträger sind in Deutschland eher weniger erwünscht. Und was die "erschlichene" Impfung angeht: als im Gesundheitswesen tätiger kann man (oder frau) in Tschechien eine Sputnik V Impfung bekommen. Auf eigene Gefahr und als "Testpatient", da sie in der EU und auch in Tschechien offiziell (noch) nicht zugelassen ist. Sie kostet im übrigen umgerechnet 9,50€, die privat zu zahlen sind.

AW: Spahn der Unglaubwürdige

von Roland Mückschel am 05.02.2021 um 18:25 Uhr

Passen Sie bloss auf.
Der Spahn ist visuell auch einer von unsre Leitl....

Wer hat uns verraten? - Rabatt-Piraten!

von atopom am 31.01.2021 um 12:44 Uhr

Die jetzt wieder einsetzende Wagenburgmentalität, die sich in den Kommentaren breitmacht, kann ich nicht nachvollziehen.

Eins ist gewiss: Die Änderungsverordnung zur Schutzmaskenverordnung ist gewiss nicht illegal,
Eigenbeteiligungsverzicht vermutlich schon.

Deutliche und dringende Hinweise der Berufsvertretungen auf die - zwar eigentlich selbstverständlichen – Marktverhaltensregelungen der Berufsordnungen habe ich vermisst. Entsprechend kleinlaut ist die Reaktion der neuen Präsidentin GRO. Spätestens so wird die Angelegenheit aber zu einer des gesamten Standes und betrifft zumindest alle Apothekeninhaber.

Die Rabatt-Piraten verstoßen gegen Sinn und Zweck des jüngst verabschiedeten VOSG. Eine Auseinandersetzung mit dem Sachleistungs- und Solidaritätsprinzip ist dringend angeraten. Was für die GKV gilt, gilt doch auch für den Bund.
„Durch Rabatte und Boni von Apotheken, die bei Versicherten in der GKV verbleiben, würde zudem das Solidaritätsprinzip unterwandert, da diese nicht der Solidargemeinschaft zu Gute kämen.

Die Umlenkung relevanter Versichertengruppen durch Rabattanreize könnten viele Apotheken wirtschaftlich nicht kompensieren, sondern sie müssten zur Wahrung ihrer Umsatzstruktur eben-falls Rabatte anbieten.“ (BTD 19/21732, Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken, B. Lösung, S 2f, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/A/Vor-Ort-Apotheken_BT_bf.pdf)

Die Rabatt-Piraten haben den praktischen Nachweis erbracht, dass die nicht nur von der Opposition vom BMG verlangte Rechtfertigung der Maskenpreise berechtigt war. Das ist gar nicht lustig!

Die Rabatt-Piraten haben eine Notlage (und die Pandemie ist eine) genutzt, um sich persönlich, werblich zu profilieren.

Nun bietet der Entwurf geradezu rechtzeitig und zusätzlich eine reichliche Fundgrube für die anstehende Rechtsprechung.

Zur Detektion wird die google-Kooperation des BMG dann schließlich auch noch nützen.

Zum Schluss ein kleines Beispiel:
Wenn Sie zum 15.12.2020 einen Maserati erworben haben, in der folgenden Zeit alleine oder in corona mit 300 Sachen über die Autobahnen, erlaubt oder verboten, gebrettert sind, und dann zum 10.02.2021 die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 90 km/h festgelegt wird, können Sie … . Ja, was können Sie dann?
Nur die, die sich z.B. an der Richtgeschwindigkeit orientiert haben, dürfen nun auch nur noch 90 fahren.
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Apothekensterben

von Dirk Krüger am 31.01.2021 um 9:40 Uhr

Hier für Interessierte ein Link zu einem Beitrag des NDR zum Niedergang der Vor-Ort-Apotheken. Passt auch zum Thema Maskenvergütung, zeigt er doch, wohin die Reise geht, wenn selbst im eigenen Berufsstand die Totengräber sitzen.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Die-Landapotheke-eine-aussterbende-Spezies,shmag79896.html

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Diesmal keine Legende

von Dirk Krüger am 31.01.2021 um 9:18 Uhr

Wie soll Frau Overwiening überzeugend argumentieren, wenn nicht wenige Kollegen meinten, die Masken verramschen zu müssen? Mindestens ein barmherziger Samariter sogar zum so genannten "Selbskostenpreis" ? Wobei der Kollege zu allem Überfluss auch noch Einkaufspreis mit Selbstkostenpreis "verwechselt". Kalkulatorische Kosten glatt "vergessen" ? Die "effektivsten" Gegner unseres Berufsstandes sitzen nach wie vor in unseren eigenen Reihen. Sie sind es, die unserer Präsidentin den Wind aus den Segeln genommen haben. Dolchstoßlegende? Nein, diesmal ist es keine Legende.

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Naskenchaos

von Scarabäus am 30.01.2021 um 21:28 Uhr

Mal praktisch gedacht: Wenn die Masken alle sind, gibt‘s eben keine mehr. Ich bin nicht verpflichtet, mein Lager mit sinnlosen chines. FFP2-Masken vollzustopfen, deren Sinn sogar vom RKI bezweifelt wird. Soll doch Jensi den DocMorris beauftragen! Irgendwann ist mal Schluss mit lustig!

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AW: Naskenchaos

von Ralf König am 01.02.2021 um 10:32 Uhr

Schön wäre es gewesen wenn Sie von Anfang an Masken aus deutscher Produktion einsetzt hätten. Der VK-Preis von 6€ hätte es verdient gehabt.

AW: Naskenchaos

von Jürgen Weinberg am 01.02.2021 um 11:36 Uhr

Ja, das wäre mal was, wenn alle deutschen Apotheken die Maskenabgabe einstellen würden. Aber darauf können wir wohl lange warten, weil die Mehrheit der deutschen Apothekerlein immer schön artig sein will. „Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!“

Maskenverarschungsvergütung

von Sabine Schneider am 30.01.2021 um 21:11 Uhr

Es wird im nächsten Duden ein neues Wort geben : spahnen——einen vereinbarten verbindlichen Preis eigenmächtig reduzieren

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AW: Maskenverarschungsvergütung

von Dirk Krüger am 31.01.2021 um 9:26 Uhr

Na ja, "vereinbart" war der Preis nicht. Er ist ja nicht Inhalt eines Vertrages, sondern vom BMG verordnet. Und tatsächlich mal unter Einbeziehung aller kalkulatorischen Kosten und eines endlich einmal angemessenen Honorars für uns Apothekers. Es ist genau das eingetreten, was ich in einem anderen Kommentar vorausgesagt habe: das Verhalten nicht weniger Kollegen führt dazu, dass die Verordnung vom Minister mit einem Federstrich geändert wird. Das darf er, in diesem Fall auch ohne Zustimmung des Bundesrates.

AW: Maskenverarschungsvergütung

von Peter Seibert am 31.01.2021 um 12:07 Uhr

Leute, nun mal den Ball ganz flach halten. Die 6,- Euro waren schon grenzwertig hoch und unanständig.
Es ist richtig vom BMG hier nachzujustieren.
Die Art und Weise zeigt halt die Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird.
Pro Zettelchen haben wir einen Rohgewinn von 15,- Euro. Wenn Mutti und Vatti beide ihren Zettel abgeben, sind das 30 Euronen mehr. Das macht bei 3000 Alten, Kranken und Harzern immer noch 90000,- Tausend Euro Rohgewinn.
Ohne unseren Jens hätten wir das Geld nicht.
Also schweigen und genießen...

AW: Maskenverarschungsvergütung

von Dirk Krüger am 01.02.2021 um 1:35 Uhr

@Peter Seibert: Sie rechnen nicht mit 3.000 Alten- , Kranken-, und "Hartzern", sondern mit Paaren, weil sie Muddi und Vatti vorher addiert haben. "Wenn Mutti und Vatti beide ihren Zettel abgeben, sind das 30 Euronen mehr". Nein, nicht mehr, sondern es sind dann 15 € mehr, also 30 € pro Paar. Also rechnen bitte richtig mit 3.000 Personen multipliziert mit 15 EUR Rohgewinn. So kommen Sie auf 45.000 EUR. Ich komme sogar noch auf etwas mehr als 45.000. 3.000 Personen mal sechs Masken ergeben 18.000 Masken. Sie kosten bei guter Qualität mindestens 2,00. Also EK 36.000 netto. VK 18.000 mal 5,04 = 90.720 netto. Bleibt ein Rohgewinn von 54.720 €, nicht 90.000. Ja, das erscheint uns viel, weil wir es gewohnt sind, für unsere Leistungen geringste Aufschläge zu erhalten. Die von uns erbrachte Leistung wie Beschaffung nach Prüfung auf Seriosität der Anbieter, Qualität der angebotenen Ware, Beratung über die Handhabung, Tipps für die halbwegs sichere off-label-Wiederverwendung von Einmalartikeln, Beratung über den Ablauf der Abgabephasen usw.usw. ergeben kalkulatorische Lager- und vor allem Personalkosten sowie zahlungswirksame Vorfinanzierungskosten. Und Sie sagen, ein VK von 6 € incl. Mwst. ( 5,04 netto, ca. 3 € Aufschlag) seien "unanständig" ? Das kann ich nicht nachvollziehen.
Ja, die "Rabattpiraten" hätten schweigen sollen, von mir auch "genießen", und das angemessene Honorar einstreichen sollen.

Same procedure ...

von gabriela aures am 30.01.2021 um 17:15 Uhr

2000€ pro Gabe für einen „windigen“ NIRGENDWO zugelassenen Antikörper, der nur in der Klinik an Patienten angewendet werden darf, die eigentlich gar nicht in der Klinik sein sollten , sind aber völlig gerechtfertigt, oder ?
Also 400 Mios € aus Steuergeldern in den Himmel schiessen ist besser als das Schwarze (und das Blut) unter den apothekerlichen Fingernägeln.

Und jetzt wird schon vorsorglich vorab von dieser Pädagogik-Krähe der SPD den Apothekern Wucher unterstellt, wenn sie die „Corona-Heimchen-Tests“ für 10€ verkaufen sollten. Kennt überhaupt jemand den EK ???

Unsere gesamte Standesvertretung sollte „der Politik“ postwendend diese Aufgaben dankend vor die Füße kippen.
Wird aber wie immer nicht passieren, denn sonst hat man uns ja nicht mehr lieb.
Mal unter uns: gibt es ernsthaft noch etwas, womit wir erpressbar wären ?
Die Politik fährt seit Jahrzehnten mit der Apothekerschaft Schlitten , Taktgeber ist die Presse.
Die Apothekerschaft (ABDABAKDAV) erklärt seit Jahrezehnten, daß „man“ das jetzt akzeptieren müsse, weil dann die Achtung (wieder) stiege und es im kommenden pharamazeutischen Paradies 24 Jungfrauen, uneingeschränkte Lieferfähigkeit, das Ewige Leben und keine Retaxationen mehr gäbe.

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Maskenvergütung

von Ulrike-Maria Lohmann am 30.01.2021 um 16:45 Uhr

Es bleibt leider so,wie es immer unter den Apothekern war.Der Apotheker ist dem Kollegen der größte Feind.Wenn man der Nachbarapotheke nicht einmal die Berechtigungsscheine seiner Stammkunden gönnt und diesen mit marktschreierischen Methoden hinterherjagt ist das Gejammer hinterher groß.
Da kann die Abda dann auch nichts mehr machen.
Schade !wieder ein Eigentor der Apothekerschaft.

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Unangebracht

von Cs am 30.01.2021 um 16:03 Uhr

Das Agieren des Herrn Spahn zeugt von unzumutbar Inkompetenz. Die fragwürdigen Strategie des Ministeriums bei der Maskenbeschaffung und Vergütung ist hier nur ein Nebenschauplatz und offenbart Dummheit und Ignoranz unter der leider nicht nur die Apothekerschaft sondern mittlerweile die gesamte Bevölkerung zu leiden hat. Und wer fatale Fehler bei der Impfstoffbeschaffung anspricht wird bestenfalls dümmlich angegrinst. Die Übernahme von Verantwortung ist in unserem Politischen System heutzutage eben nicht mehr zeitgemäß.

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Voucher

von Barbara Buschow am 30.01.2021 um 14:32 Uhr

Berechtigungsschein 1 ist gültig bis zum 28.02.
Berechtigungsschein 2 ab dem 16.02.
Wie soll das abgerechnet werden?
Einmalige Abrechnung der Grundsicherungsbezieher - wie lange soll ich in Vorleistung gehen?
Will ich da überhaupt noch in Vorleistung gehen? Vielleicht gibt es ja noch eine Korrektur der Korrektur der Korrektur des Abrechnungspreises...
Alles Weitere spare ich mir an dieser Stelle - "Netiquette" !!!

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Wer hat hier etwas verbockt

von Ralf König am 30.01.2021 um 14:19 Uhr

Wenn hier einer etwas verbockt hat oder vertragsbrüchig geworden ist, dann sollten einige Kollegen in den Spiegel schauen.
Keine Masken im Dezember verteilt, minderwertige Qualität (hauptsache billig) abgegeben und mit Verzicht auf Eigenbeteiligung und 10 Extramasken den politischen Druck so erhöht, dass keine andere Wahl mehr blieb.
Da kann auch keine Standesvertretung mehr helfen.

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AW: Wer hat hier etwas verbockt

von Conny am 30.01.2021 um 14:32 Uhr

Wir leben immer noch in einem Rechtsstaat auch wenn es immer schwerer fällt daran zu glauben. Natürlich waren 6 Euro viel aber ausgelobt. Rückwirkend zu kürzen ist ein einmaliger Vorgang. Der 10. Feb. Ist zudem ein schwachsinns Datum. Ausserdem müssen günstige Masken überhaupt nicht schlechter sein als die überteuerten Masken von z.B. Wepa oder Noweda. Und die Standesvertretung wird wieder sagen : hätte schlimmer kommen können, egal wer diesem Verein vorsteht. Das Einzige was ich persönlich mache ist nicht über die Maskenvergütung bei den Kunden zu reden, sondern ich spreche offensiv das Impfdesaster des Herrn Spahn an und wieviel Menschenleben es kosten kann.

AW: Wer hat hier etwas verbockt

von Thomas Gans-Grehl am 30.01.2021 um 16:48 Uhr

Das ist zu kurz gedacht, das Verhalten der Kollegen ist unkorrekt und moralisch zu verurteilen. (Aber doch nicht überraschend, ist doch seit Jahren gängige Praxis von Kollegen bzw. Marktteilnehmern)
Jedoch ist es nur die Spitze des Eisberges.
Das Gesundheitsministerium hat hier eine, von Beginn an offensichtlich,“handwerklich“ ganz schlecht gemachte Verordnung erlassen.

Maskenvergütung

von Frank Dieckerhoff am 30.01.2021 um 14:09 Uhr

Leider tragen Angehörige unseres Berufstandes eine erhebliche Schuld an der Reaktion des Gesundheitsministers. Marktschreierisches Gebaren wie der Verzicht auf die Eigenbeteiligung, zusätzliche Gratismasken und Warengutscheine haben öffentlich dokumentiert, dass die Vergütung der Masken aus der Sicht dieser Kolleg*innen wohl zu üppig ausgefallen war.
Wer jetzt unsere ABDA-Präsidentin auffordert, dem BMG entgegenzutreten, muss sich fragen lassen, welches Argumentarium ihr zur Verfügung steht, wenn ein nicht kleiner Teil derjenigen, die sie vertritt, kuzsichtig und verantwortungslos genau diese Argumente kaputt gemacht haben.

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Maskenvergütung

von Silvia Abekhon am 30.01.2021 um 14:03 Uhr

vielen Dank an unsere marketingaktiven Kollegen, die mit Ihren Kampagnen dafür gesorgt haben , dass die Politik denkt, die Apotheken können die Masken verschenken.!!!!!!
Der Verzicht auf den Eigenanteil und die Abgabe von 4 Masken extra oder eines Wertgutscheins war DUMM und muss nun von allen anderen mitbezahlt werden.
Danke!!!
die ABDA sollte dafür nicht beschuldigt werden

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Wo bleibt der Aufschrei der Abda/Verbände?

von Stierstorfer am 30.01.2021 um 13:37 Uhr

Sollte das Video von Frau Overwiening die einzige Reaktion darauf sein, na dann herzlichen Glückwunsch.
Ich erwarte von der Abda und ihren Verbänden, dass man rigoros dagegen vorgeht. Wenn wir uns diesen Wort- und Vertragsbruch von diesem sog. "Politiker" gefallen lassen, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir beim E-Rezept nichts zu melden haben.

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Was nun?

von Stefan Schulz am 30.01.2021 um 13:32 Uhr

Was nun Frau Overwiening?

Machen Sie genauso weiter wie unser altgedienter Dauereinknicker und Ex-Präsi?
Ich wünsche mir eine progressive und aggressive Antwort auf diesen Affront gegen uns Apotheker.
Ändern Sie die Tonart.
Wir werden wie immer VERARSCHT!!!

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Maskenvergütung

von Frank Hartmann am 30.01.2021 um 13:19 Uhr

Eine Ratte

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