Ergebnisse der DAZ.online-Umfrage

Apotheker investieren viel Energie in Maskenbestellungen

Stuttgart - 11.01.2021, 07:00 Uhr

Insgesamt gaben von 110 Teilnehmer:innen circa 74 Prozent an, dass sich die Situation seit Beginn der Pandemie gebessert habe. (Foto: imago images / Eibner)

Insgesamt gaben von 110 Teilnehmer:innen circa 74 Prozent an, dass sich die Situation seit Beginn der Pandemie gebessert habe. (Foto: imago images / Eibner)


„Atemschutzmasken aus Apotheken sind sicher“, das denken und hoffen viele Menschen – und doch zweifeln sie es immer wieder an. Das Misstrauen ist nicht komplett unbegründet, wie eine aktuelle DAZ.online-Umfrage zeigt.

Um die Frage, ob gefälschte Atemschutzmasken auch in Apotheken ein Problem sind, repräsentativ zu beantworten, haben an der aktuellen DAZ.online-Umfrage leider nicht genügend Apotheken teilgenommen. Dennoch lässt sich daraus ablesen, dass das Misstrauen der Kund:innen nicht ganz unbegründet ist. Zwar gaben von 164 Umfrage-Teilnehmer:innen fast 60 Prozent an, dass ihnen in der Apotheke noch keine gefälschten Masken aufgefallen sind. Das heißt aber auch, dass rund 40 Prozent schon mit Fälschungen in der Apotheke zu tun hatten: Circa 14 Prozent haben solche Masken dabei zum Glück schon bei der Recherche als gefälscht erkannt, während knapp 16 Prozent die Fälschung erst bei Ankunft der Lieferung bewusst wurde. Bei fast 10 Prozent fiel die Fälschung leider erst beim Kunden oder durch die Marktüberwachung auf, das entspricht absolut 16 Umfrage-Teilnehmer:innen.

In einem ähnlichen Verhältnis stellt sich die Einschätzung der Apotheker:innen zur insgesamten Situation dar: Von 70 Teilnehmer:innen gaben knappe 43 Prozent an, dass es sich bei Fälschungen in der Apotheke um Einzelfälle handelt, während 57 Prozent angaben, dass man immer aufpassen müsse.

Bei der Frage, ob die Fälschungen leicht zu erkennen sind, dreht sich das Verhältnis etwas um. Hier gaben von 79 Teilnehmer:innen knapp 57 Prozent an, dass dem nicht so ist. Wenn man nicht jedes Detail prüfe, sei es schwer Fälschungen zu erkennen. Der Rest war der Meinung, dass Fälschungen leicht zu erkennen sind. Allerdings räumten dabei circa 7 Prozent ein, zu Beginn nicht genau genug hingesehen zu haben. 24 Prozent sind der Meinung, dass Fälschungen leicht zu erkennen sind, sie aber seit Beginn jede Bestellung genau prüfen.

Selbst der Großhandel hat schon Fälschungen geliefert

In der logischen Folge ist es auch nicht so leicht, sichere Masken zu finden und zu bestellen. Von 113 Teilnehmer:innen gaben rund 45 Prozent an, für jede Bestellung neu intensiv recherchieren zu müssen. Knapp 9 Prozent gaben an, dass selbst der Großhandel schon Fälschungen geliefert habe. Rund 39 Prozent erklärten aber auch, dass die Bestellung leicht sei, weil sie Lieferanten haben, die sie gut kennen. 7 Prozent bestellen vor allem beim Großhandel und vertrauen diesem.

Insgesamt gaben von 110 Teilnehmer:innen circa 74 Prozent an, dass sich die Situation seit Beginn der Pandemie gebessert habe. Nur 18 von 104 Teilnehmer:innen haben durch minderwertige/gefälschte Masken einen finanziellen Schaden erlitten.


Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Maskenbestellungen

von Conny am 11.01.2021 um 8:36 Uhr

Während am Montagmorgen in n-tv im Laufband dauert die Meldung läuft: Shop Apotheke steigert den Gewinn unerwartet hoch, lese ich in der DAZ : Misstrauen teilweise berechtigt. Findet den Unterschied wie eine Woche anfangen kann. Ps: Hat der Pressesprecher der Abda eigentlich ein Sprechverbot ?

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