EMA

COVID-19-Impfstoff-Zulassung von AstraZeneca noch im Januar

Stuttgart - 08.01.2021, 17:50 Uhr

Der im Vergleich preiswertere Corona-Impfstoff von AstraZeneca kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden. (Foto: imago images / Christian Ohde)

Der im Vergleich preiswertere Corona-Impfstoff von AstraZeneca kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden. (Foto: imago images / Christian Ohde)


Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA ist zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen COVID-19 in der EU zugelassen wird. Nächste Woche werde der Antrag des Herstellers AstraZeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet.

Wie die EMA-Chefin Emer Cooke am heutigen Freitag in Amsterdam mitteilte, wird nächste Woche der Antrag des Herstellers AstraZeneca auf eine bedingte Marktzulassung seines COVID-19-Impfstoffs in der EU erwartet. Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA ist somit zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen COVID-19 in der EU zugelassen wird. 

Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie seit dieser Woche das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Der Impfstoff von AstraZeneca ist bereits in Großbritannien zugelassen.

Der dritte Impfstoff könnte das Problem der Impfstoff-Knappheit in der EU erleichtern. Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt. Der im Vergleich preiswertere Impfstoff kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden.

Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert werden

Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. An diesem Freitag wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert.

Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten. Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

EU-Kommission sichert bis zu 300 Millionen zusätzliche Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer 

Währenddessen hat die Europäische Kommission den EU-Mitgliedstaaten am heutigen Freitag vorgeschlagen, weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Firma BioNTech/Pfizer zu bestellen; verbunden mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit habe die EU ihren Mitgliedstaaten insgesamt bis zu 600 Millionen Dosen dieses Impfstoffs gesichert, der bereits in der gesamten EU verwendet wird. 

„Ich freue mich besonders, dass von diesem neuen Auftrag bereits ab dem zweiten Quartal 75 Millionen Dosen zur Verfügung stehen werden. Der Rest würde dann im dritten und im vierten Quartal 2021 geliefert werden“, sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen heute (Freitag) in Brüssel. „Europa wird mehr als genügend Impfstoff haben in einem verlässlichen Zeitrahmen. Und das zeigt eben auch, dass der Weg, den wir gemeinsam in Europa eingeschlagen haben, der richtige Weg ist.“


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2 Kommentare

Impfstoffmangel

von Stefan Kahrens am 17.01.2021 um 17:31 Uhr

Daran hat doch nur die Kanzlerin Schuld.
Sie und Uschi von der Leyen wollten sich nicht übergangen fühlen und haben Ihre Dickköpfe durchgesetzt.
Dazu kommt noch der Franzose mit seiner Flop Firma Sanofi.
Wenn die EU gleich bei allen Herstellern die benötigte Anzahl der Impfdosen gekauft hätte, wäre jetzt auch mehr Impfstoff vorhanden, das haben jetzt andere und impfen munter drauflos.
Selbst wenn alle Hersteller durchkommen mit dem Vakzim hätte die EU dann immer noch genug für arme Länder übrig.
Der Preis für die Impfstoffe wäre ein Klaks wenn man die Ausgaben für die Wirtschaft und vor allem die vielen Toten dagegen stellt.
Unsere Regierung hangelt aber lieber die Bevölkerung jetzt und steht nicht zu den Fehlern die Sie gemacht haben.
Hoffentlich findet sich irgendwo ein guter Anwalt der Merkel verklagt und ein gutes Gericht das die Kanzlerin in den Knast steckt.
Grund: Unterlassende Hilfeleistung mit tausendfacher Todesfolge.

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Impfstoff

von Volker Braun am 11.01.2021 um 21:20 Uhr

Ich denke immer noch dass viel zu spät und zu wenig Impfstoff bestellt wurde. Wenn man unsere Politiker hört ist das ja nicht so,aber wer logisch denken und rechnen kann sieht das anders. Mit diesen Mengen wird es in diesem Jahr nichts mit Pandemie besiegen.

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